
verschiedene Kaffee Hag Sammelalben aus Europa
in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts erfreuten sich Sammelalben großer Beliebtheit (siehe dazu unser Blogbeitrag: Eine Erfolgsgeschichte: Heraldik und die Sammelleidenschaft.) Gleichzeitig ist in dieser Zeit mit den Kaffee Hag Sammelalbum die größte Sammlung an Orts- und Gemeindewappen der damaligen Zeit entstanden.
Mit Hilfe von Sammelmarken wurde der Abverkauf von Produkten gefördert. Besonders beliebte Produkte, die mit Sammelmarken ihren Absatz steigern wollten, waren der Kaffee (durch die riesige Sammlung Kaffee HAG) und Zigaretten (Kurmark). Themaltisch befassen sich diese Wappenbilder-Sammlungen fast ausschließlich mit Städte- und Staatsheraldik.
Marken im Weltformat V
Kaffee Hag war eine der Firmen, die solche Marken im sogenannten Weltformat V der Brücke (4cm x 5,66cm) herausgaben. Die Alben selbst wurden im Weltformat IX (16×22,6cm) gedruckt.
Anfang des 20. Jahrhunderts wurde Initiative „Die Brücke“ (Internationales Institut zur Organisierung der geistigen Arbeit Die Brücke) gegründet. Die Brücke legte Standards für Papierformate fest. Zu dieser Zeit war das eine neue Idee.
Das Konzept basierte aus 2 Regeln:
Die Standard-Längeneinheit war 1 cm.
Jede weitere Standardgröße entstand durch verdoppeln der vorhergehenden Größe
I : 1 x 1.41 cm, II : 1.41 x 2 cm, III : 2 x 2.83 cm, IV : 2.83 x 4 cm, V : 4 x 5.66 cm, VI : 5.66 x 8 cm, VII : 8 x 11.3 cm Die Standards I-VI waren für Tickets, Briefmarken, Ex-Libris und vergleichbare kleine Objekte.
(Die heute gebräuchlichen DIN Normen für Papierformate wurden erst im Jahr 1922 veröffentlicht)
Die Kaffee Hag Sammelalben gab es in verschiedenen Europäischen Ländern. Die Deutsche Sammlung war die größte.
Die Deutschen Kaffee Hag Sammelalben

Kaffee Hag Sammelalbum „Deutsche Ortswappen“ 2. Serie
Die älteste Serie erschien zwischen 1913 and 1918 und hieß: ‚Die Deutschen Ortswappen‘. Der Titel erschien jedoch nicht auf den Alben selbst.
Hier die verschiedenen Ausgaben:
Die Wappen des Königsreichs Preussen, Provinz Ostpreussen (3 Auflagen)
Die Wappen des Königsreichs Preussen, Provinz Westpreussen (2 Auflagen)
Die Wappen des Königsreichs Preussen, Provinz Brandenburg (1 Auflage)
Die Wappen des Königsreichs Bayern, Ober-und Niederbayern (1 Auflage)
Die Wappen des Königsreichs Preussen, Provinz Pommern
Die Wappen des Königsreichs Preussen, Provinz Posen
Das 7. Album für Schlesien wurde nie veröffentlicht, die Sammelmarken teilweise.
Diese Sammlung bestand aus 703 Bildern und einigen Variationen.
Autor war der Heraldiker Prof. Otto Hupp.
Die zweite Auflage wurde als Deutsche Ortswappen (Neue Reihe) zwischen 1927 and 1938 herausgegeben. Es gab diverse Unterschiede im Vergleich zur alten Auflage, die 1913 and 1918 herausgegeben wurde.

Blick ins Sammelalbum Deutsche Ortswappen von Kaffee Hag
Die Alben wurden als Loseblattsammlungen herausgegeben, die entweder als 10 kleine oder vier große Alben zusammengefasst werden konnten. Jede Seite enthält 9 Wappen. Der Inhalt war zwar beschrieben, aber die Sammler füllten die Alben entweder zufällig oder nach Provinzen. Das bedeutet, dass jedes Album unterschiedliche Seiten enthalten kann.
Die 4 großen Alben waren nicht numeriert und konnten willkürlich befüllt werden.
Die Wappen wurden nach Provinzen veröffentlicht, aber die Bilder der verschiedenen Provinzen wurden nicht gleichzeitig veröffentlicht, so dass manche Teile erst Jahre nach der ersten Hälfte veröffentlicht wurden.
Die offizielle Bilderzahl war 2811, aber inklusive aller Variationen sind ungefähr 3010 Marken bekannt.
Damit kann man mit Recht sagen, dass es sich um die Größte Sammlung an Orts und Gemeindewappen aus dieser Zeit handelt.

Kaffee Hag Sammelalben in der Pro Herladica Bibliothek
In der Bibliothek von Pro Heraldica steht die komplette neue Reihe, die von 1927 bis 1938 herausgegeben wurde. Immer wieder greifen unsere Heraldiker darauf zurück, da man in dieser Sammlung auch sehr seltene und kaum dokumentierte Wappen findet.


Zur Eröffnung des Kongresses gab es einen Chor mit französischen Volksliedern und einen Festvortrag. Anschließend wurden die ersten Vorträge gehalten und am Abend fand ein Empfang im Rathaus von Arras statt. Danach hatten die Teilnehmer des Kongresses die Möglichkeit, an einer geführten Tour zu den Hauptattraktionen von Arras bei Nacht teilzunehmen.
Auch ansonsten waren auf dem Kongress wieder einige interessante Vorträge zu hören. Außerdem traf sich das Bureau Permanent, dem Dr. Sutter angehört. Es war wie immer eine schöne Gelegenheit, die Kollegen aus aller Welt zu treffen, zum Networken und sich auszutauschen.









































































