Loriot wird 95
Bernhard Victor Christoph-Carl von Bülow, besser bekannt unter dem Namen Loriot, würde heute seinen 95. Geburtstag feiern (*12. November 1923 in Brandenburg an der Havel – † 22. August 2011 in Ammerland am Starnberger See).
Loriot war als Komödiant, Zeichner und Schriftsteller über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannt. Bis heute verbindet man mit ihm die Revolutionierung des Humors in den 70er und 80er Jahren.
Künstlernahme angelehnt an Wappenvogel
Loriot war ein Spross einer mecklenburgischen Uradelsfamilie namens von Bülow. Wie aber kam Vicco von Bülow dazu, sich den Künstlernamen „Loriot“ zuzulegen? Die Erklärung ist eigentlich recht einfach: Auf dem Helm des Wappens sitzt zwischen zwei mit goldenen Kugeln bezeichneten blauen Büffelhörnern ein Pirol – hier in Deutschland auch unter den Namen Golddrossel, Kirschvogel und Pfingstvogel bekannt – im Französischen aber heißt der Vogel mit dem überaus melodischen Ruf: Loriot. Daher also der Name!
Loriot wurde als Sohn des Polizeimajors Johann-Albrecht von Bülow und seiner Gattin Charlotte von Roeder 1923 geboren.Seine Familie war seit Jahrhunderten in Mecklenburg ansässig. Seit 1927 wuchs Loriot gemeinsam mit seinem Bruder bei seiner Großmutter in Berlin auf. Seine Eltern ließen sich 1928 scheiden und seine Mutter verstarb bereits 1929. Der Vater heiratete erneut und nahm die Kinder 1933 wieder zu sich. 1938 zog die Familie nach Stuttgart, wo Vicco von Bülow an Eberhard-Ludwigs Gymnasium 1941 das Notabitur ablegte. Er begann eine Offizierslaufbahn und kämpfte bis 1944 an der Ostfront. Nachdem er nach dem Krieg das vollständige Abitur abgelegt hatte, studierte Loriot Malerei und Grafik an der Kunstakademie in Hamburg. Anschließend arbeitete er als Werbegrafiker und moderierte ab 1967 für die ARD. 1971 erfand Loriot den Fernsehhund Wum, der als Maskottchen für die Aktion Sorgenkind fungierte. Damit wurde Loriot auf einen Schlag berühmt. In den 70er Jahren produzierte er zusammen mit Evelyn Hamann für Radio Bremen seine berühmtesten Sketche.
In den 80er und frühen 90er Jahren feierte Loriot auch im Kino Erfolge. Seine Filme Ödipussi und Pappa ante Portas wurden Kassenschlager.
2006 zog sich Loriot als Fernsehschaffender offiziell zurück und lebte mit seiner Frau, die er 1951 heiratete, bis zu seinem Tod am 22. August 2011 zurückgezogen am Starnberger See.
Das Wappen von Bülow
Im 18. Band der Allgemeinen Deutschen Wappenrolle (Seite 30/31) findet sich das Wappen von Loriot.

Familienwappen von Bülow
Die Blasonierung lautet wie folgt:
In Blau vierzehn (4,4,3,2,1) goldene Kugeln. Auf dem gekrönten Bügelhelm zwischen zwei mit je sieben goldenen Kugeln belegten Büffelhörnern ein naturfarbener Pirol, einen goldenen Ring im Schnabel haltend.
Happy Birthday, Loriot!!!!
