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Adelswappen, Familienwappen

Das Wappen von Kate Middleton

Ein Wappen zur Hochzeit

Das Wappen der Familie Middleton wurde von Kates Vater Michael Francis Middleton anlässlich der Hochzeit von Kate Middleton mit Prince William in Auftrag gegeben. Kate hat an der Gestaltung ihres Wappens selbst mitgewirkt und es am 19. April 2011 stolz präsentiert.

Entworfen hat das Wappen von Kate Middleton der englische „Wappenkönig“ Garter King of Arms Thomas Woodcock

Die Stiftung dieses Familienwappens erscheint auf den ersten Blick wie die Sahnetupfer auf der Hochzeitstorte.

Was die meisten nicht wissen: Die bürgerliche Heraldik ist nur etwa 100 Jahre jünger als die adlige. In diesem Licht betrachtet ist das Middleton’sche Wappen für die Heraldik etwas ganz normales.

Bürgerliche Wappen in Deutschland und England

Allerdings gibt es in Deutschland und England unterschiedliche Handhabungen bei der Stiftung eines Familienwappens:

In Deutschland hat jeder Bürger hat das Recht, ein Wappen zu führen. Sollte also kein verbrieftes Familienwappen existieren, so geht man den Weg einer Wappenstiftung.

In England entscheidet das College of Arms im Einzelfall darüber, ob eine Person ein Wappen führen darf oder nicht. Dafür gibt es bestimmte Voraussetzungen, die wir in unserem Beitrag: Das Wappen von Sir Paul McCartney erklären.

Die wappenführenden Familien in aller Welt freuen sich auf alle Fälle, die Familie Middleton in ihren Reihen willkommen zu heißen.

Wappen von Kate Middleton

Der Eichenbaum ist Englands traditionelles Symbol, das Stärke symbolisiert. Weiterhin ist es ein besonderes Merkmal von West-Berkshire, wo die Familie über 30 Jahre lang gelebt hat.

Die 3 Eichelzweige stellen die Kinder Kate, Pippa und James der Eltern Michael und Carol Middleton dar.

Das geschlungene Band steht als Zeichen für eine unverheiratete Frau. Die Schildform, die achteckige Rautenform, ist zum Gebrauch für die Middleton Männer.

Das umgekehrte V, ein Sparren, symbolisiert Kates Mutter Carol im Zentrum der Familie. Die goldene Farbe bezeichnet den Namen „Goldsmith“, was Carols Mädchenname war.

Die dünnen, silbernen (weißen) Sparrenfäden oberhalb und unterhalb des goldenen Sparrens symbolisieren Berge und Gipfel, was die Vorliebe der Familie für Seen und Skifahren ist.

Der blau/rot gespaltene Schildgrund differenziert das Wappen von einem ähnlichen aus dem 16. Jahrhundert.

21. April 2011/6 Kommentare/von Alexandra Scheiderbauer
https://pro-heraldica.de/wp-content/uploads/2013/09/Middleton-Coat-of-Arms.jpg 400 308 Alexandra Scheiderbauer https://pro-heraldica.de/wp-content/uploads/2018/07/Logo_156-hoch.png Alexandra Scheiderbauer2011-04-21 15:33:572022-02-23 13:42:12Das Wappen von Kate Middleton
Familienwappen

Die Wappen berühmter Deutscher – Teil 2

Das Sammelwerk mit dem Titel „Von Friedrich dem Großen bis Hindenburg“, das als eines der wenigen kompletten Exemplare in der Bibliothek von PRO HERALDICA liegt, weist leider keinerlei bibliographische Hinweise auf. Nicht einmal sein Titel läßt auf den Inhalt schließen. Es darf indessen als sicher gelten, dass es 1932 oder 1934 in Berlin entstanden ist und mit Zigaretten der Marke Kurmark vertrieben wurde. Das Album besteht aus 55 kartonierten Seiten im Quartformat und ist mit 255 Wappenfarbdrucken ausgestattet. Insgesamt ist es mit einem Namenregister und je einer der Abbildungsseite gegenüberliegenden Textseite ausgestattet. Inhaltlich zeichnen die Texte einzelne Epochen deutscher Kriegs-, Kultur-, Wissenschafts- und Wirtschaftsgeschichte nach, ohne auf die durch ihre Wappen dargestellten Personen oder auf die Wappen selbst einzugehen. Es fällt auf, dass die Wappenabbildungen alle in einem einheitlichen, jedoch nicht uniformisierenden  künstlerisch sehr ansprechenden Duktus wiedergegeben sind. Offenbar wurde für die Vorlagen zur damaligen Zeit ein Künstler mit der Gestaltung der gesamten Serie beauftragt. Alle Wappenbilder tragen ein Autograph der Person, welcher sie zugeschrieben werden, und sind mit einer Bildunterschrift versehen, die den Namen, Geburts- und Sterbejahr und eine nähere Bezeichnung (z.B.: „Der größte deutsche Dichter“ bei Johann Wolfgang von Goethe oder „Der größte deutsche Philosoph“ bei Immanuel Kant) angibt.

Durch das Fehlen jeglicher Angaben zu den Wappen ist es heute nicht mehr möglich zu sagen, aus welchen Quellen die Autoren sie entnommen haben. Dies ist bei den Wappen uradeliger Familien (z.B. „von Droste Hülshoff“) und denjenigen, deren Träger infolge von Verdiensten nobilitiert wurden (z. B.: „von Goethe“) zu verschmerzen. Schwieriger ist die Sachlage bei Wappen zu anderen berühmten Namen (wie beispielsweise „Bach“), die sonst in der heraldischen Literatur nicht zu finden sind. In einzelnen dieser Fälle wird man den Verdacht nicht ganz als abwegig bezeichnen können, dass das entsprechende Wappen möglicherweise eine nachträgliche Zuschreibung ist. Da dies jedoch heute kaum nachvollziehbar sein wird, muss es im Einzelfall bei diesem Hinweis bleiben. Aus den 255 Wappen des Sammelalbums möchten wir Ihnen einige Beispiele präsentieren. Ein Kriterium bei der Auswahl war der mutmaßliche Bekanntheitsgrad, der sich mit dem Namen verbindet. Es kann dabei durchaus vorkommen, dass sich Wappen mit Namensträgern verbinden, die zur Zeit der Edition noch nicht bekannt, vielleicht nicht einmal geboren waren (z.B. Loriot und das Wappen „von Bülow“). Die Wappenabbildungen sind jeweils mit der Blasonierung versehen und einer Biographieseite gegen?bergestellt, die einen kurzen Abri? mit den wichtigsten biographischen Daten der Persönlichkeit bietet, dem das Wappen zugeordnet ist.

In kommenden Artikeln wird jeweils das Wappen eines berühmten Deutschen vorgestellt.

20. April 2011/2 Kommentare/von Dr. Rolf E. Sutter
https://pro-heraldica.de/wp-content/uploads/2011/04/Hindenbrug-Wappen11.jpg 200 200 Dr. Rolf E. Sutter https://pro-heraldica.de/wp-content/uploads/2018/07/Logo_156-hoch.png Dr. Rolf E. Sutter2011-04-20 07:47:192014-12-03 11:19:01Die Wappen berühmter Deutscher – Teil 2
Familienwappen

Eine Erfolgsgeschichte: Heraldik und die Sammelleidenschaft

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts – etwa um 1890 – wurden die sogenannten Sammelalben populär. Darunter versteht man ohne Bilder auf den Markt gebrachte Hefte, Broschüren oder Bücher, die dazu bestimmt sind, mit Sammelbildern oder anderen Sammelobjekten gefällt zu werden. Diese Sammelobjekte waren bzw. sind nur als Beigaben zu Verkaufsartikeln erhältlich. Der Gedanke – heute würde man von einer „Marketing-Idee“ sprechen -, der hinter dieser Maßnahme stand, war einfach. Man konnte die Sammelleidenschaft des Menschen (und hier besonders der Kinder und der Jugend) aktivieren und damit den Absatz des gewünschten Produkts intensivieren oder ein neues Produkt in den Markt einführen.

Dass die Idee überaus erfolgversprechend war, zeigt eine interessante Hochrechnung, die darüber Auskunft gibt, wie viele Bilder (und damit Exemplare des jeweiligen Produkts) benötigt werden, um ein Sammelalbum komplett zu füllen.

n ist die Anzahl der unterschiedlichen Sammelbilder. Es wird angenommen, da? die Sammelbilder unabhängig erscheinen und jedes dieselbe Wahrscheinlichkeit hat. Weiterhin wird angenommen, dass keine Tauschpartner zur Verfügung stehen. Dann werden durchschnittlich n ? H(n), H(n) = 1/1 + 1/2 + … + 1/n ? In n Sammelbilder benötigt, bis das Sammelalbum komplett gefüllt ist. Bei einem Sammelalbum mit 50 Bildern bedeutet dies durchschnittlich 224,96, als nahezu fünfmal so viele Bilder, wie im Album vorgesehen sind.

Zahlreiche Firmen der produzierenden Industrie in der ganzen Welt begannen damit, Serien von Bildern, Kärtchen oder anderen Objekten für die unterschiedlichsten Produkte herauszugeben. In den Folgejahren wurden neben anderen Themen auch zahlreiche Serien mit heraldischen Inhalten kreiert. Eine Auflistung finden Sie am Ende des Beitrages.

An erster Stelle der Produkte, die mit diesen Sammelalben gefördert wurden, standen der Kaffee (durch die riesige Sammlung Kaffee HAG) und die Zigaretten. Thematisch sind die Wappenbilder-Sammlungen vorwiegend – man kann sagen fast ausschließlich – auf die Bereiche Städte- und Staatsheraldik ausgerichtet. Inhaltlich, was die Qualität der Abbildungen anbelangt, sind sie höchst unterschiedlich; Texte und Erläuterungen sind teilweise gar nicht vorhanden. Trotzdem haben viele von ihnen der wissenschaftlichen Heraldik große Dienste geleistet.

Soweit erkennbar, ist die einzige Serie, die sich mit deutscher Familienheraldik beschäftigt, in den 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts entstanden und wurde von der Firma Garbáty-Zigaretten in Berlin ediert. 1881 hatte Josef Garbáty-Rosenthal, ein Deutscher jüdischen Glaubens, sein Zigarettenunternehmen gegründet.
Berlin wurde um 1900 zunehmend Zentrum der deutschen Zigarettenindustrie. 1906 verlegte Garbáty-Rosenthal seine Firma nach Pankow. In vielen Staaten Europas gab es bereits vor dem Ersten Weltkrieg Garbáty-Niederlassungen, und Garbáty-Zigaretten wurden auch in den damaligen deutschen Kolonien, in
Asien und in Amerika geraucht.

Abadie:
Flaggen und Wappen der Welt (I und II)
Abdulla:
Deutsche Städtewappen
Die Staatswappen aller Wappenführenden Staaten der Erde (I und II)
Wappen der Bekanntesten und Bedeutendsten Ausländischen Hauptstädte
Aurelia:
Staats-Wappen und Flaggen (Unter dem Olympia-Banner)
Deutsche Zunftwappen
Brioschi, Achille:
Stemmi delle citté d’Italia
Brooke Bond:
Flags and Emblems of the World
Danziger Tabakmonopol:
Länderwappen der Ganzen Welt
EFFKA Margarinewerk:
Länder/Flaggen und Wappen Serie I und II
Garbáty (Kurmark):
Wappenschau
Länderwappen und Nationalfarben
Von Friedrich dem Großen bis Hindenburg
Hacienda Pùblica C.A.F.:
Escudos provinciales de Espana
HAG (Kaffee HAG, Koffie HAG, Kawa HAG, Kaffe HAG, Coffee HAG, Café HAG, Café
Sanka):
Die Wappen der Republik Oesterreich
Znaky Republiky Československá, Wappen der Tschechoslowakischen Republik
Nederlandsche Gemeentewapens, Nederlandsche Heraldiek
Grbovi Jugoslavije
Die Wappen der Schweiz, Armorial de la Suisse
Deutsche Ortswappen
Kongeriket Danmarks Byvaabener
Danziger Wappenwerk
Herbarz Polski
Norske by- og adels våben
Sveriges Riksvapen, Landskaps- och Stadsvapen
Coat of arms of Cities and towns of the British Isles
Wapens van het Koninkrijk Belgie en het Groothertogdom Luxemburg, Armorial du Royaume de Belgique en du Grand Duché de Luxembourg
La France héraldique (25 Alben mit mehr als 12.500 Bildern)
Kosmos:
Städte, Fahnen und Wappen
Deutsche Stadtwappen aus West und Ost
Newa:
Dutch municipal arms
Oldenkott:
Wapen-Albums
Wappen-Album Städte der Schweiz
Orion:
Album A and B
Quick-Lait, Regilait:
Les plus beaux écussons de France
Redua:
Sbrka znaku mest Republiky Ceskoslovenská
Roger:
Heraldik
Union:
Autogramm- und Ansichtskarten
Unbekannte Herausgeber:
Auslanddeutsche Städte und ihre Wappen
Escudos y Banderas
Wapens y Vlaggen
14. April 2011/2 Kommentare/von Dr. Rolf E. Sutter
https://pro-heraldica.de/wp-content/uploads/2011/04/Kurmark1.jpg 200 200 Dr. Rolf E. Sutter https://pro-heraldica.de/wp-content/uploads/2018/07/Logo_156-hoch.png Dr. Rolf E. Sutter2011-04-14 10:37:502022-06-02 12:14:26Eine Erfolgsgeschichte: Heraldik und die Sammelleidenschaft
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