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Familienwappen

Mein Geburtstag bei Pro Heraldica

Gerard Cornielje und Dr. Rolf SutterEs mag ein wenig schräg klingen, aber an meinem Geburtstag hatte ich nur einen Wunsch: einen Besuch bei Pro Heraldica in Stuttgart!
Wir, meine Verlobte Naomi und ich, wohnen in Zürich, also nicht gerade um die Ecke. Ich war ein bisschen besorgt über Naomi’s Reaktion, als ich meinen Vorschlag machte.
Naomi war aber überhaupt nicht überrascht: seit wir unser neues Familienwappen durch dieses bekannte Forschungsinstitut haben entwerfen lassen, sind wir beide begeisterte ‘Fans’ von Pro Heraldica geworden. Daher lag der Gedanke nah, uns mal auf den Weg nach Stuttgart zu machen.

Unsere Reise nach Stuttgart

Ich muss aber ehrlich zugeben, dass ich außer meiner Neugierde auf die berühmte Siegelsammlung und die größte Privatbibliothek der Welt auf dem Gebiet der Heraldik noch andere Gründe hatte, mich auf den Weg nach Baden-Würtemberg zu machen: ich wollte sehr gerne den Vater unseres Wappens, Dr. Rolf Sutter, persönlich kennenlernen, war neugierig auf die Person hinter der Stimme von Frau Moritz und hatte insgeheim ein Geschenk für Naomi geplant: ein goldener Anhänger mit unserem Familienwappen. Ein Geschenk, das ich Ihr machen wollte, weil wir bald heiraten werden und sie somit ‘offiziell’ unser Wappen führen darf.

Auserdem wusste ich, dass ein weißgoldener Wappenring in der Julius-Hölder-Strasse auf mich wartet…
Nach einer überraschend kurzen Reise von circa zweieinhalb Stunden kamen wir in Stuttgart an und fanden das schöne Pro Heraldica Gebäude ohne Schwierigkeiten.

Als wir mit dem Fahrstuhl im 1. Stock ankamen wurde uns die Tür geöffnet von einer wunderschönen blonden Dame: Frau Sandra Moritz, genauso zuvorkommend und freundlich wie am Telefon führte sie uns in eines der Konferenzzimmer von Pro Heraldica.

Es folgten einige Entschuldigungen wegen das momentan herrschenden Chaos: ein Fotoshoot für die neue Webseite war gerade im Gang; sehr interessant und es störte uns überhaupt nicht. Frau Moritz stellte uns Frau Alexandra Rittner (verantwortlich unter anderem auch für dieses Blog) vor, die genau so nett ist wie wir sie uns vorgestellt haben.

Halsketten-Anhänger 18k Gelbgold Cornielje

Ich hatte mit Frau Moritz von vorn herein eine geheime Absprache gemacht bezüglich der Aushändigung des Anhängers für Naomi und der Schmuck wurde mir auf sehr diskrete Weise übergeben (an Naomi vorbei, die nichts davon mitgekriegt hat, sehr clever gemacht Frau Moritz!).

Die Übergabe unserer Schmuckstücke

Dann war es Zeit meinen Wappenring anzusehen. Dieser ist wirklich außerordentlich schön geworden: 18k Weissgold, Relief auf Platte, eine ware Meisterleistung des Juweliers.

Siegelring 18k Weißgold Cornielje

Nachdem wir diesen Ring bewundert hatten (ich habe den Wappenring natürlich gleich an meinen Finger geschoben, er passte perfekt) wurde es Zeit für eine Tour durch das Haus.

Eine Führung durch die Räume von Pro Heraldica

Dr. Rolf Sutter war so freundlich, sich die Zeit für eine Führung zu nehmen und zeigte uns verschiedene Räume, wo die Arbeit von Pro Heraldica stattfindet.
In jedem der Räume erzählte er uns Anekdoten und erklärte uns die Vorgehensweisen bei der Forschung und Gestaltung der Wappen, Stammbäume, Ahnentafeln und Firmenchroniken.

Am Ende der Führung kamen wir

Siegelsammlung Pro Heraldica

in das wahre ‘Heiligtum’ von Pro Heraldica: die enorme Bibliothek, die die größte Siegelsammlung der Welt führt und außerdem weltweit die größte Privatbibliothek auf dem Gebiet der Heraldik ist.
Da kann man nur staunen: eine unglaublich gut erhaltene Sammlung von unmessbarem Wert, hunderte Jahre Geschichte in einem Raum, es war fast überwältigend.

Dr. Sutter hatte vieles zu erzählen und tat dies mit einem Elan, den nur ein begeisterter Liebhaber und Forscher so übermitteln kann.

Lustige Geschichte abgewechselt mit interessanten Fakten flossen mühelos von seinen Lippen und nahmen uns mit in eine längst vergangene Welt von Romantik, Adel, Schlössern und Heraldik.

Ich hätte mir zu meinem Geburtstag keine größere Freude vorstellen können!
Am Ende der Führung bekamen wir sogar noch eine Kopie des ersten Entwurfs unseres neuen Familienwappens von Dr. Rolf Sutter persönlich ausgehändigt.

Diesen Entwurf werden wir natürlich für immer in unserer Familienbibliothek aufbewahren!
An dieser Stelle möchte ich Frau Moritz, Herr Dr. Sutter und dem ganzen Pro Heraldica Team danken für diesen schönen Nachmittag, für unser schönes Wappen und natürlich für den Entwurf des Schmucks.

Naomi und ich haben uns sehr gefreut und können einen Besuch bei Pro Heraldica aufs Wärmste empfehlen!

Gerard Cornielje und Dr. Rolf Sutter in der Pro Heraldica Bibliothek

14. Juni 2013/von Gerard Cornielje
https://pro-heraldica.de/wp-content/uploads/2013/06/image1.jpeg 600 800 Gerard Cornielje https://pro-heraldica.de/wp-content/uploads/2018/07/Logo_156-hoch.png Gerard Cornielje2013-06-14 10:27:052014-12-03 09:39:56Mein Geburtstag bei Pro Heraldica
Familienwappen

Adelswappen: Albert II. von Belgien

Heute ist der Geburtstag von  König Albert II. von Belgien. Anlässlich seines Geburtstags wollen wir heute die Wappen der Belgischen Monarchen betrachten, insbesondere natürlich das von König Albert II.

König Albert II. von Belgien wurde am 06. Juni 1934 in Brüssel geboren. Er verlor bereits im Alter von 1 Jahr seine Mutter. Seit 1993 ist Albert II. König von Belgien. Er ist Nachfolger seines im Jahr 1993 verstorbenen älteren Bruders Baudouin I., der selbst keine Kinder hatte.
König Albert II. ist verheiratet mit der italienischen Prinzessin Paola Ruffo die Calabria. Zusammen haben sie 3 Kinder.

Coat-of-arms-of-belgium

Ausgangspunkt des belgischen Staatswappens, das Albert der II. als König führt, ist der ehemalige „Brabanter Löwe“ aus dem alten Herzogtum Brabant. er wurde 1830 bei der Entstehung des Königreichs Belgien zum Symbol gewählt, weil Brabant die erste niederländische Provinz war, die sich erhob und Unabhängigkeit forderte: In Schwarz ein rotbewehrter goldener Löwe.

 

Das Wappen von Albert II. vor und nach der Inthronisation

Albert-II-vor-und-nach

Baudouin I der Bruder Alberts II. führte als König von Belgien den schwarzen Schild mit dem goldenen Brabanter Löwe ohne Brisur bis zu seinem Tod 1993. Bis dahin führte Albert das Wappen mit einem goldenen Turnierkragen, weil er nicht der Thronfolger war. Nach seiner Inthronisation führte er das Königswappen.

 

Wappenstammtafel der Belgischen Monarchen

Monarchy-of-Belgium

6. Juni 2013/von Dr. Rolf E. Sutter
https://pro-heraldica.de/wp-content/uploads/2013/06/Albert-der-II-vor-und-nach-kroenung1.jpg 220 276 Dr. Rolf E. Sutter https://pro-heraldica.de/wp-content/uploads/2018/07/Logo_156-hoch.png Dr. Rolf E. Sutter2013-06-06 10:06:242022-02-23 15:38:54Adelswappen: Albert II. von Belgien
Familienwappen, Adelswappen

90. Geburtstag Fürst Rainier III.: Das Grimaldi Wappen

Fürst Rainier III. von Monaco (*31.05.1923 †06.04.2005) würde heute seinen 90. Geburtstag feiern. Rainier III. folgte 09.05.1949 seinem Großvater Louis II. nach dessen Tod auf den Thron. Die Mutter von Rainier, Erbprinzessin Charlotte von Monaco, hatte im Jahr 1944 zu Rainiers Gunsten auf den Thron verzichtet.

1956 heiratete er die amerikanische Schauspielerin Grace Kelly, die ab diesem Zeitpunkt Gracia Patricia genannt wurde. Gracia Patricia starb bei einem Autounfall im Jahr 1982. Aus der Ehe gingen 3 Kinder hervor, Caroline, Albert und Stéphanie. Seit dem Tod von Rainier III. im Jahr 2005 ist Albert II. der regierende Fürst von Monaco.

Den 90. Geburtstag von Fürst Rainier III. von Monaco nehmen wir zum Anlass, das heutige und alte Grimaldi Wappen zu zeigen.

Das Wappen der Grimaldi

historisches Grimaldi Wappen

Abb. 1 historisches Grimaldi Wappen, Quelle: Die Wappen des hohen deutschen Adels (2. Teil) ,J. Siebmacher´s großes Wappenbuch Band 4

Das hier abgebildete Grimaldi Wappen zeigt im Schild ist von Silber und Rot in 3 Querreihen senkrecht gerautet. Auf dem Schild ein gekrönter goldener Helm (mit rotsilbernen Decken), darauf zwischen einem grünen Palm- und Lorbeerzweig, eine goldene Lilie. Schildhalter: 2 Franziskanermönche mit grauem Haar und Bart, mit der freien Hand ein Schwert schwingend (Abb. 1).
Das Grimaldische Wappen hatte auf dem Helm urpsprünglich einen schwarzen Adler, dessen Brust eine goldene Lilie, den rechten Flügel ein Andreaskreuz schmückt (Abb.2).
Im 16. Jahrhundert erhielt ein Zweig des Geschlechts asls Kaiserliche Wappenbesserung über das Wappen ein goldenes Schildhaupt, darin ein gekrönter goldbewehrter schwarzer Adler. Auf dem rotsilbern bewulsteten Stechhelm mit dergleichen Decke ein grüngoldener Drache stehend (Abb.2).
Das Wappen nach dem Diplom vom 10. Oktober 1531 war der Stammschild, aber von rot und silber gerautet, überdeckt von goldbewehrten, auf der Brust mit goldener Lilie belegten schwarzen Adler. Auf dem rot-silbern-bewulsteten Helme mit gleichen Decken der Adler.

Das Diplom vom 1. Februar 1583 hatte den Schild geviert, I. und IV.: in Gold ein gekrönter goldbewehrter schwrzer Adler, II. und III.: Stammwappen. Auf dem gekrönten Helme mit schwarzgold-rotsilbernen Decken der Adler (Abb.2):

Abb. 2 historische Grimaldi Wappen

Abb. 2 historische Grimaldi Wappen, Quelle: Die Wappen des hohen deutschen Adels (2. Teil) ,J. Siebmacher´s großes Wappenbuch Band 4

 

Das heutige Grimaldi Wappen

Coat_of_Arms_of_Monaco
Der rot und silber gerautete französische Schild ist umrahmt von einem hermelingefütterten Mantel und wird von einer Krone überragt.
Die Kette und das Großkreuz des Ordens vom Heiligen Karl umgeben den Schild.
Zwei mit Schwertern bewaffnete Minoritenmönche dienen als Schildhalter und sind eine Reminiszenz an die Eroberung Monacos im Jahre 1297 durch die Soldaten von Francesco Grimaldi, die sich als Mönche verkleidet hatten.
Das Band unter dem Schild zeigt den lateinischen Wahlspruch der Grimaldis:
„Deo Juvante“. Dies bedeutet übersetzt “Mit Gottes Hilfe”.

31. Mai 2013/2 Kommentare/von Alexandra Scheiderbauer
https://pro-heraldica.de/wp-content/uploads/2013/05/Coat_of_Arms_of_Monaco1.png 481 500 Alexandra Scheiderbauer https://pro-heraldica.de/wp-content/uploads/2018/07/Logo_156-hoch.png Alexandra Scheiderbauer2013-05-31 09:00:102014-12-03 11:28:3190. Geburtstag Fürst Rainier III.: Das Grimaldi Wappen
Familienwappen

200. Geburtstag von Richard Wagner

Richard Wagner„Im wunderschönen Monat Mai, kroch Richard Wagner aus dem Ei. Es wünschten viele, die ihn lieben, er wäre lieber drin geblieben.“
So dichtet – sich selbst ironisierend – Richard Wagner 1855 anläßlich seines 42. Geburtstages, denn wie kein anderer vor ihm hat er auf seine Zeit und die Nachwelt polarisierend gewirkt. Die Reaktionen auf sein Werk und seine Persönlichkeit verlaufen noch heute zwischen Anbetung und Verachtung.
Seine Idee des „Gesamtkunstwerkes“, bei dem Musik, Wort, darstellerische und szenische Kunst zur Einheit im Dienste des Kunstwerkes verschmelzen sollen, revolutionierte das Opernschaffen im 19. Jahrhundert. Eine Folge dieser Idee war, daß er – unüblich in der damaligen Zeit – die Texte seiner Opern selbst schrieb, die musikalisch in einen „ewigen sinfonischen Fluß“ eingebettet wurden.
Die Stoffe seiner Operndichtungen sind mythischer Herkunft und stammen mehrheitlich aus mittelalterlichen Werken: Nibelungenlied, Parsifal, Lohengrin, Tannhäuser, Tristan. Textlich deutet er sie in tiefenpsychologische Dramen um, musikalisch durch die Anwendung der Leitmotivtechnik, die Personen, Gegenständen und Aktionen eine jeweils charakteristisch Tonfolge gibt, als Beziehungsgeflecht , das die Ebene des Unbewußten abbildet.
Der Spannungsbogen musikalische Grundstimmung reicht bei seinen Werken vom Geisterhaft-Dämonischen (Fliegender Holländer) über das Romantische (Tannhäuser/Lohengrin), der Todes-Sehnsucht (Tristan), dem Religiös-Transzendenten (Parsifal) bis zum Kolossal-Pathetischen (Ring des Nibelungen).
Eine Ausnahmestellung hat das einzige Lustspiel, das er dichtete und komponierte: Die Meistersinger von Nürnberg – Eine feinsinnige und teilweise hintergründige Komödie vor dem Hintergrund des Brennpunkts zwischen verzopfter Schulweisheit und künstlerischer Genialität.

Sein Wappen

Wappen Richard Wagner

Im blauen Schild rechts das silberne Sternbild der Wega.
Der Motivwahl könnte ein Mißverständnis zugrunde liegen. Wagner habe die Wega, das zentrale Gestirn aus dem Sternbild der „Leier“ gewählt, weil die Bezeichnung häufig mit „Geier“ anzutreffen ist, um seinen Stiefvater Ludwig Geyer Reverenz zu erweisen.

Die beiden in Glasmalerei ausgeführten Wappenbilder über der Eingangstür sind keine traditionellen Familienwappen, sondern der eigenen sinnreichen Wahl und Erfindung des Erbauers entsprungen. Das eine ist das Hauswappen von Triebschen bei Luzern, welches dem Meister im vorgerückten Alter die erste, wahrhaft heimische Häuslichkeit bot und deren segenbringendes Symbol daher von ihm bei der Übersiedelung nach Bayreuth dahin mit übergeführt wurde. Das andere, der Geier mit dem Sternbild des ›Wagens‹, dem Siebengestirn im blauen Schilde, als glückverheißendem Himmelszeichen, ist zugleich der symbolische Ausdruck unvergänglicher Dankbarkeit Wagners für seinen Stiefvater Geyer, der sich nach des Vaters Tode liebevoll der verwaisten Familie annahm.

Biographie Richard Wagner

Wilhelm Richard Wagner

* 22. Mai 1813 in Leipzig
† 13. Februar 1883 in Venedig

Eltern:
Carl Friedrich Wilhelm Wagner
Johanna Rosine, geb. Pätz

Komponist, Dramatiker, Dichter, Schriftsteller, Theaterregisseur und Dirigent. Er gilt er als einer der bedeutendsten Erneuerer der europäischen Musik im 19. Jahrhundert, indem er dramatische Handlungen als Gesamtkunstwerk aus Text, Musik und Regieanweisungen gestaltete.

  • 1822 Besuch der neuhumanistischen Dresdner Kreuzschule
  • 1828 Schüler des Nikolai-Gymnasiums und der Thomasschule in Leipzig. Unterricht in Harmonielehre bei Leipziger Gewandhausmusiker Christian Gottlieb Müller.
  • 1831 Musikstudium an der Universität Leipzig. Kompositionsschüler des Thomaskantors Christian Theodor Weinlig.
  • 1833 Chordirektor am Würzburger Theater
  • 1834 Musikdirektor der Magdeburger Theatergesellschaft. Kapellmeister der reisenden Bethmann’schen Theatertruppe.
  • 1836 Heirat mit der Schauspielerin Minna Planer in Königsberg
  • 1837 Musikdirektor am Königsberger Theater. Kapellmeister am Rigaer Theater.
  • 1839 Flucht aus Riga wegen hoher Schulden. Während der stürmischen und abenteuerlichen Überfahrt nach England entsteht der Plan für die Oper „Der fliegende Holländer“. Lässt sich in Paris nieder und lernt dort den Komponisten und Pianisten Franz Liszt kennen.
  • 1842 Uraufführung der Oper „Rienzi, der letzte der Tribunen“ am Hoftheater in Dresden
  • 1843 Uraufführung der Oper „Der fliegende Holländer“ am Hoftheater in Dresden
  • Ernennung zum Königlich-Sächsischen Hofkapellmeister
  • 1845 Uraufführung der romantischen Oper „Tannhäuser und der Sängerkrieg auf der Wartburg“ am Hoftheater in Dresden
  • 1849 Wegen Teilnahme am Dresdner Aufstand im Zuge der Revolution von 1848/49 wird er steckbrieflich gesucht und flieht in die Schweiz
  • 1850 Uraufführung der romantischen Oper „Lohengrin“ durch Franz Liszt in Weimar
  • 1851 Publikation seines theoretischen Hauptwerks „Oper und Drama“
  • 1855 Gastdirigent in London
  • 1865 Uraufführung von „Tristan und Isolde“ im Münchner Nationaltheater unter der Leitung Hans von Bülows
  • 1868 Uraufführung der „Meistersinger von Nürnberg“ im Münchner Nationaltheater
  • 1869 Uraufführung von „Das Rheingold“ im Münchner Nationaltheater
  • 1870 Heirat mit Cosima von Bülow, Tochter von Franz List.
  • 1872 Baubeginn des von Wagner konzipierten Festspielhauses in Bayreuth
  • 1876 Uraufführung des gesamten „Ring der Nibelungen“ unter der Leitung von Hans Richter
  • 1882 Uraufführung von Wagners letzter Oper „Parsival“ in Bayreuth
  • 1883 Tod nach Herzattacke in Venedig

Literatur: http://www.dhm.de

22. Mai 2013/1 Kommentar/von Dr. Rolf E. Sutter
https://pro-heraldica.de/wp-content/uploads/2013/05/Wappen-Richard-Wagner1.jpg 1391 1056 Dr. Rolf E. Sutter https://pro-heraldica.de/wp-content/uploads/2018/07/Logo_156-hoch.png Dr. Rolf E. Sutter2013-05-22 09:45:382018-11-07 16:59:29200. Geburtstag von Richard Wagner
Familienwappen

Klemens Wenzel Lothar Fürst von Metternich

Klemens Wenzel Lothar von Metternich war der wohl bekannteste Vertreter des weit verzweigten Adelsgeschlechts aus dem Rheinland. Klemens Wenzel (oder Clemens Wenceslaus) Lothar (eigtl. Clemens Wenceslaus Nepomuk Lothar) Graf (seit 1813 Fürst) von Metternich-Winneburg zu Beilstein wurde am 15. Mai 1773 in Koblenz geboren und starb am 11. Juni 1859 in Wien.

Das Leben von Klemens Wenzel Lothar von Metternich

30 Jahre lang war er der mächtigste konservative Politiker Europas. Er studierte Rechts-und Staatswissenschaften in Straßburg und Mainz. 1795 heiratete er die Enkelin des ehemaligen Staatskanzlers Kaunitz und erhielt dadurch Zugang zu den höchsten Kreisen in Wien. Er wurde kaiserlicher Gesandter in Dresden, Berlin und ab 1806 Botschafter in Paris. 1809 wurde von Metternich Außenminister im Kaisertum Österreich. Er unterstützte die Heirat Napoleons I. mit der Kaisertochter Marie Louise 1810. 1813 schloss er sich zögernd der Allianz von Preußen, Russland und England an. Durch seine führende Rolle auf dem Wiener Kongress (1814/1815) wurde er einer der wichtigsten Staatsmänner Europas. Er war maßgeblich beteiligt bei der politischen und soziale Neuordnung Europas im Sinne eines gleichgewichts der Mächte. In der Zeit danach wurde er der Hauptträger der Restauration. 1821-1848 war er Hof- und Staatskanzler und setzte sich für die Erhaltung des Legitimitätsprinzips. Dabei kämpfte er gegen liberale und national-revolutionäre Bestrebungen. Er schuf das “Metternichsche System”, das auf militärische Intervention und Polizeigewalt gegründet war, und sorgte damit für Stabilität.1848 wurde er von den liberalen Kräften aus Wien verjagt. Nach seiner Rückkehr 1851 hatte er jedoch keinen Einfluss mehr. (Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Klemens_Wenzel_Lothar_von_Metternich)

Das Wappen von Metternich

Blasonierung: Das Stammwappen zeigt in Silber drei (2:1) schwarze Muscheln. Auf dem Helm mit schwarz-silbernen Decken ein silberner Schwanenhals.

Wappen von Metternich

Das von Metternich Wappen in Siebmachers Wappenbuch

Das von Metternich Wappen in Siebmachers Wappenbuch

 

Update 16.Mai 2013:

Auf unserer Facebookseite erreichten uns folgende Fragen zu unserem Blogposting:

Welche Bedeutung haben die Farben, die Heroldsbilder, die helmzier? Wie veränderte sich das Wappen bis zum heutigen Zustand?

Hier die Antwort von Dr. Rolf Sutter:
Bei sehr alten historischen Wappen gibt es kaum Informationen zu den Umständen ihrer Entstehung. Dokumentationen wurden in der Regel erst erstellt, wenn beispielsweise eine uradelige Familie in einen höheren Adelsstand erhoben wurde. Wobei in den hierzu erstellten Urkunden ebenfalls meist nur die Inhalte der Wappen beschrieben, aber nicht gedeutet wurden.

So bleibt bei den Stammwappen der Familien meist nur die Spekulation übrig. Ausnahmen bilden die Wappen, welche Figuren oder Elemente enthalten, die einen sogenannten redenden Charakter haben, also die Bedeutung des Familiennamens ganz oder teilweise in ein heraldisches Bild umsetzen (z.B. von Wolffersdorf: ein Wolf)

Warum die Metternich drei Pilger- bzw. Jakobsmuscheln im Schild führen, geben die Quellen nicht preis. Man vermutet aber, daß der Ursprung der Familie in einem Gebiet (um Euskirchen) liegt, in dem Muscheln in der Zeit vor 1400 mehrfach in Wappen vorkommen.

Die Pilgermuschel war im Hochmittelalter ein sehr beliebtes christliches Symbol und als Attribut des heiligen Jakob bekannt, der selbst außerordentlich populär war, wie man an der Häufigkeit erkennen kann, mit der sein Name als Vor- und Familienname auftritt.

Der Schwan war von jeher Symbol für Stolz, Schönheit und Anmut aber auch für Wehrhaftigkeit und Angriffslust. Wegen seines weißen Gefieders schreibt man ihm auch Reinheit und Tugendhaftigkeit zu.

Übrigens versteht man in der Heraldik unter Heroldsbilder keine sogenannten „gemeinen Figuren“ wie Pilgermuscheln, sondern Schildbilder, die durch geometrische Gestaltungen (Teilungen) entstanden sind.

Wappen waren im Laufe ihrer Geschichte immer Wandlungen unterworfen und spiegeln häufig den Stil der jeweiligen kunsthistorischen Epoche wider, in denen sie neu gezeichnet und/oder gemalt wurden. Wenn sie dabei inhaltlich nicht verändert wurden, blieben sie trotz veränderter äußerer Gestalt immer dieselben Wappen. Allerdings kam es auch vor, daß eine Figur von einem sogenannten „Schilderer“ = Wappenmaler mißverstanden wurde, und z.B. ein Fuchs plötzlich zu einem Wolf mutierte.

Welche Spielarten des Metternich’schen Wappens existieren, kann vermutlich nur ein Besuch im Archiv der Fürsten von Metternich zeigen.

15. Mai 2013/von Alexandra Scheiderbauer
https://pro-heraldica.de/wp-content/uploads/2018/07/Logo_156-hoch.png 0 0 Alexandra Scheiderbauer https://pro-heraldica.de/wp-content/uploads/2018/07/Logo_156-hoch.png Alexandra Scheiderbauer2013-05-15 12:02:052018-11-07 16:59:17Klemens Wenzel Lothar Fürst von Metternich
Familienwappen, Alles Andere

Exklusive Kooperation Handelskammer Bremen und Pro Heraldica

Wir sind stolz darauf, exklusiv mit der Handelskammer Bremen im Bereich Heraldik zusammenzuarbeiten. Wir betreuen die Mitglieder der Handelskammer Bremen und deren Präsidenten von der Prüfung und Bearbeitung und gegebenenfalls Richtigstellung bis hin zur Stiftung neuer Wappen.

Heraldik hat eine große Bedeutung

Ganz besonders freut mich, dass diese Zusammenarbeit auch deshalb zustande kommt, weil wir von den Verantwortlichen der Handelskammer Bremen als DER Ansprechpartner angesehen werden, wenn es um gute Qualität und seriöse Umsetzung von heraldischen und genealogischen Arbeiten geht.
Hier ein Zitat des Syndicus Dr. Stefan Offenhäuser: „Für uns ist das seit dem Jahr 1400 geführte Große Wappenbuch der bremischen Kaufmannsgesellschaft ein wichtiger Bestandteil kaufmännischer Identität und Verbundenheit. Pro Heraldica bringt die für uns wichtige Expertise, das Renommé und ein Team, das eine langfristige Zusammenarbeit ermöglicht.”

Feierliche Wappenübergabe im April

Im April war ich bei der Handelskammer Bremen zu Besuch, um die ersten Wappenbriefe der von uns im Rahmen dieser Kooperation beauftragten Wappenstiftungen zu übergeben. Konkret haben wir Wappen für die Syndici der Handelskammer Bremen, Dr. Stefan Offenhäuser und Günther Lübbe erstellt.

Wappenbrief-Übergabe-Handelskammer-Bremen

Wappenbrief Übergabe in der Handelskammer-Bremen

Das Haus Schütting – Sitz der Handelskammer Bremen

Die Bremer Handelskammer hat Ihren Sitz im Haus Schütting, gegenüber vom Bremer Rathaus. Das Gebäude am Marktplatz wurde bereits 1444 gekauft und in den Jahren 1537/1538 ein Neubau errichtet. Das Haus Schütting ist bereits seit dieser Zeit der Sitz der Bremer Kaufmannschaft.

Den Präsidenten der Handelskammer Bremen kommt die besondere Ehre zuteil, dass ihr Wappen neben der Gestaltung im Wappenbuch auch als kunsthandwerkliche Glasarbeit eine dauerhafte Umsetzung im Haus Schütting, dem Sitz der bremischen Wirtschaft, erfährt.

In Glas gefasste Wappen im Haus Schütting

In Glas gefasste Wappen im Haus Schütting

Bezüglich der Herkunft des Namens Schütting gibt es mehrere Deutungen:
– Im norwegischen Bergen bezeichnet Scoting ein Haus der Kaufleute, das im Winter Schutz und Wärme gewährt, im Niederdeutschen entspräche das dem Begriff schütten, inschütten = „schützen“.
– eine weitere Deutung bezieht sich auf die Einebnung des Geländes beim Bau des Rathauses
– Eine profanere Deutung steht für ein Haus, in dem das Geld für die Gilde „zusammengeschüttet“ wurde.
– Schütting könnte aber auch aus den Wort Schossen für das Aufbringen von Steuern abgeleitet werden.
(Quelle: Wikipedia – Haus Schütting)

Haus Schütting - Der Sitz der Handelskamer Bremen

Das große Wappenbuch der bremischen Kaufmannsgesellschaft

Im Besitz der Handelskammer Bremen befindet sich das Große Wappenbuch der bremischen Kaufmannsgesellschaft. Es enthält handgezeichnete Wappen von allen wappenführenden Mitgliedern des Plenums – der Vollversammlung – der Handelskammer Bremen. Die ersten Einträge in diesem einzigartigartigen Verzeichnis gehen auf die Zeit um 1400 n.Chr. zurück. Viele Mitglieder des Plenums haben bereits ein Wappen oder entschließen sich dazu, eines erstellen zu lassen.

Die nächste Aktualisierung des Großen Wappenbuch der bremischen Kaufmannsgesellschaft erfolgt im August. Dafür wird das Wappenbuch per versichertem Spezialtransport nach Stuttgart gebracht. Unsere Künstler werden die neu hinzugekommenen Wappen der Mitglieder der Handelskammer Bremen im Wappenbuch ergänzen. Dass uns dieses exklusive und wertvolle Buch für diese Akutalisierung überlassen wird, stellt für uns einen sehr großen Vertrauensbeweis dar. Man muss sich bewusst machen, dass dieses Werkeverzeichnis bereits seit 1400 n. Chr. exisitiert und damit eine einmalige und wertvolle Sammlung an Bremer Familienwappen darstellt.

Das Große Wappenbuch der bremischen Kaufmannsgesellschaft

Das Große Wappenbuch der bremischen Kaufmannsgesellschaft

 

 

 

7. Mai 2013/von Dr. Harald Heimbach
https://pro-heraldica.de/wp-content/uploads/2018/07/Logo_156-hoch.png 0 0 Dr. Harald Heimbach https://pro-heraldica.de/wp-content/uploads/2018/07/Logo_156-hoch.png Dr. Harald Heimbach2013-05-07 11:59:382018-11-07 16:59:08Exklusive Kooperation Handelskammer Bremen und Pro Heraldica
Familienwappen

Gastbeitrag: Ein König für die Niederlande

Nach mehr als drei Jahrzehnten auf dem Thron dankt die niederländische Königin Beatrix I. ab. Das hat sie am 28. Januar 2013 in einer TV-Ansprache erklärt. Ihre Aufgaben als Staatsoberhaupt will sie am 30. April niederlegen.

Ein neuer König am Königinnentag

Am sogenannten Königinnentag ist Beatrix 33 Jahre Königin der Niederlande.
Neuer Monarch wird dann ihr ältester Sohn Prinz Willem-Alexander. Der Prinz van Oranje wird in der Amsterdamer Krönungskirche Nieuwe Kerk inthronisiert.
Mit ihm bekommt das Land nach 123 Jahren wieder einen König. Sein letzter männlicher Thron-Vorgänger war Wilhelm III., der 1890 starb.

Es ist für uns Niederländer ein sehr besonderer Tag: obwohl es einige Stimmen in der niederländischen Bevölkerung gibt,
die sich gegen die Monarchie und für eine Republik aussprechen, liebt doch die übergroße Mehrheit der Bevölkerung unser Königshaus sehr und der Adel genießt immer noch ein großes Ansehen.

Willem-Alexander ist schon seit dem 02.02.2002 mit Máxima Zorreguieta aus Argentinien verheiratet und das wunderschöne Paar (bald Königspaar) hat 3 Töchter: Prinzessin Cathatrina-Amalia, Prinzessin Alexia und Prinzessin Ariane.

Die älteste Nationalhymne der Welt

WilliamOfOrange1580

Wilhelm I. von Oranje1580

Wissen Sie übrigens, dass die Niederländische Nationalhymne die Geschichte von Wilhelm I. von Oranje, dem bekanntesten Vorfahren des zukünftigen Königs,  erzählt?
Der Text wurde zwischen 1568 und 1572 von einem unbekannten Verfasser geschrieben zu Ehren von Wilhelm I. von Oranje während des Aufstandes gegen die Spanier (auch bekannt als der Achtzigjährige Krieg). Es ist damit auch gleich die älteste Nationalhymne der Welt!

Landkarte von Holland 1568

Königin Máxima

Am 30. April hat die Niederlande also wieder einen König.  Die Frau von Willem-Alexander, Prinzessin Máxima der Niederlande, wird ab dann auch mit Königin Máxima angesprochen, obwohl Sie den Titel Prinzessin der
Niederlande behält.

Wie fast alle Niederländer freue ich mich riesig auf dieses große Ereignis und ich weiß das wenn am 30. April 2013 die Nationalhymne unseres Landes für unseren neuen König erklingen wird, ich nicht der einzige sein werde der vielleicht ein Paar Tränen wegwischen muss!

25. April 2013/von Gerard Cornielje
0 0 Gerard Cornielje https://pro-heraldica.de/wp-content/uploads/2018/07/Logo_156-hoch.png Gerard Cornielje2013-04-25 10:30:112018-11-07 17:06:41Gastbeitrag: Ein König für die Niederlande
Familienwappen

Margaret Thatcher Cherish Freedom

Margaret Thatcher, Baroness Thatcher of Kesteven (* 13. Oktober 1925 in Grantham, Lincolnshire, als Margaret Hilda Roberts; † 8. April 2013 in London) ist gestern am 08.04.2013 im Alter von 87 Jahren verstorben.

Chemikerin und Premierministerin von Großbritannien

Sie war die erste Frau an der Spitze einer Regierung in Europa und elf Jahre Premierministerin von Großbritannien, das sie nachhaltig veränderte.  Die „Eiserne Lady“, wie sie im Volksmund wegen ihrer Unnachgiebigkeit genannt wurde, war das weibliche Sinnbild von Gradlinigkeit und hielt stets an ihren Prinzipien fest. Sie studierte unter anderem Chemie am Somerville College in Oxford und arbeitete drei Jahre lang als Chemikerin, wobei sie unter anderem an der Erfindung des Softeises mitwirkte.  Später studierte sie noch Rechtswissenschaften und arbeitete als Anwältin für Steuerrecht.

 

Wappen von Margaret Thatcher

Margaret Thatcher Wappen

 

Quelle: http://www.numericana.com/arms/thatcher.htm

Blasonierung

Blau-rot sparrenförmig geteilt, oben ein Doppelschlüssel zwischen zwei angreifenden hersehenden Löwen, unten ein Zinnenrundturm mit offenem Tor und Fallgatter, alle Figuren golden. Über dem Rautenschild eine englische Baronetkrone, Schildhalter rechts ein Admiral der britischen Navy, links Sir Isaac Newton. Hinter dem Schild der Hosenbandorden Wahlspruch: Halte die Freiheit in Ehren

Persönliche Aspekte der Wappenelemente

Bei genauer Betrachtung der Wappenelemente lassen sich ganz persönliche und emotionale Aspekte interpretieren.

So handelt es sich bei dem von ihr gestifteten Wappen um ein Damenwappen, das neben der Baronetkrone, die ihren Titel  Baroness Thatcher of Kesteven symbolisiert, auch einen Doppelschlüssel enthält. In der Heraldik steht ein Schlüssel für den Berufstand eines Schlossers oder für das Innehaben eines Amtes, was hier mehr zutrifft. Der Doppelschlüssel könnte ihr Amt oder ihre Ämter als Politikerin darstellen.

Dieser wird von zwei Löwen mit Blickrichtung zum Betrachter eingerahmt.  Die Löwen wiederum symbolisieren Mut und Königlichkeit. Dies könnte durchaus einen Wink zu ihrem Durchsetzungsvermögen und dem von ihr selbst geliebten Spitznamen „Eiserne Lady“ sein.

Auch der Zinnenturm mit seinem eisernen Fallgitter könnte darauf anspielen.

Als studierte Naturwissenschaftlerin hegte sie offensichtlich eine Verehrung gegenüber Isaac Newton, der eine Waage in der Hand hält. Da sie ebenfalls Rechtswissenschaften studierte, könnte dies für Gerechtigkeit stehen, da die Waage das Attribut von Justitia ist.

Die Darstellung des anderen Schildhalters, Navy Admiral Dexter, lässt auf den Falklandkrieg 1982 schließen, der während der Amtszeit von Margaret Thatcher ausbrach. Wir interpretieren dies so, dass Admiral Dexter eine entscheidende Bedeutung für Margaret Thatcher hatte, da er den Weg in ihr Wappen gefunden hat, was eine sehr persönliche Auszeichnung darstellt und dieser Person gegenüber eine große Wertschätzung beinhaltet. Der unter dem Wahlspruch hängende Hosenbandorden wurde ihr 1995 verliehen. Er ist der höchste Orden Englands. Eine Auszeichnung, die ihr offenbar viel bedeutete.

Der Wahlspruch Cherish Freedom (Halte den Frieden in Ehren) spricht für sich und eine große europäische Politikerin ihrer Zeit.

 

 

 

9. April 2013/von Petra Heimbach
https://pro-heraldica.de/wp-content/uploads/2018/07/Logo_156-hoch.png 0 0 Petra Heimbach https://pro-heraldica.de/wp-content/uploads/2018/07/Logo_156-hoch.png Petra Heimbach2013-04-09 16:26:332018-04-19 15:25:33Margaret Thatcher Cherish Freedom
Familienwappen, Adelswappen

Geburtstag Otto von Bismarck

Quelle: ''Bismarck. Des eisernen Kanzlers Leben in annähernd 200 seltenen Bildern nebst einer Einführung''. Herausgegeben von Walter Stein. Im Jahre des 100. Geburtstags Bismarcks

Quelle: “Bismarck. Des eisernen Kanzlers Leben in annähernd 200 seltenen Bildern nebst einer Einführung“. Herausgegeben von Walter Stein. Im Jahre des 100. Geburtstags Bismarcks

Otto von Bismarck, der „Eiserne Kanzler“, würde heute Geburtstag feiern.

(* 1. April  1815 in Schönhausen; † 30. Juli 1898 in Friedrichsruh bei Hamburg)

Er war wohl der bedeutendste Politiker des 19. Jahrhunderts.

Wie kaum einer zuvor hat wie Otto von Bismarck die neuere Geschichte Deutschlands beeinflusst. Er begann seine politische Karriere als Vertreter der Interessen der Junker im Kreis der Konservativen, wurde später Diplomat und schließlich Ministerpräsident von Preussen, wo er -auch aufgrund seiner Herkunft- für die Vormachtstellung der Monarchie gegen die Liberalen kämpfte (Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Otto_von_Bismarck.

Nach der Gründung des Deutschen Reiches im Jahr 1871 wurde Otto von Bismarck der erste Kanzler. Seine Amtszeit dauerte bis zum Jahre 1890 an .

Ein bekanntes Zitat von Otto von Bismarck lautet: „Es wird niemals so viel gelogen wie vor der Wahl, während des Krieges und nach der Jagd.“

Anbei sehen Sie einen Auszug aus unserer Allgemeinen Deutschen Wappenrolle über das Wappen von Bismarck.

Familienwappen Otto von Bismarck

von Bismarck

aus Stendal/Sachsen-Anhalt

In Blau ein goldenes Kleeblatt, besteckt im Dreipaß mit drei silbernen Eichenblättern. Auf dem gekrönten Helm mit blau-silbernen Decken eine goldene Krone angestemmt zwischen zwei silbern-grau übereckgeteilten offenen Büffelhörnern.

 Führungsberechtigt sind: Friedrich Bernhard Christian Victor, gen. Fried, von Bismarck, Verlagsleiter, * Freiburg/Elbe 30.05.1946, seine Ehefrau Anna Gertrud, geb. Scheuten, Betriebswirtin, * Göttingen 23.07.1963, seine ehelichen Nachkommen uim Mannesstamm beiderlei Geschlechts sowohl alle übrigen Mitglieder des Familienverbands gemäß des von Heinrich von Brismarck bearbeiteten „Stammbuchs des Altmärkisch-uradlichen Geschlechts von Bismarck von 1200-1900“ von Hermann Hans Valentin von Bismarck (erweiterter Nachdruck, Darmstadt 1974) als auch deren eheliche Nachkommen im Mannesstamm.

von Bismarck II

1. April 2013/von Dr. Rolf E. Sutter
https://pro-heraldica.de/wp-content/uploads/2013/03/Familienwappen-von-Bismarck1.png 743 752 Dr. Rolf E. Sutter https://pro-heraldica.de/wp-content/uploads/2018/07/Logo_156-hoch.png Dr. Rolf E. Sutter2013-04-01 10:00:552018-11-07 16:58:23Geburtstag Otto von Bismarck
Familienwappen

Das Papstwappen von Papst Franziskus

Papam habemus …

… arma sua deploramus !

Wir haben den Papst … aber sein Wappen bringt uns zum Weinen.

Schlicht und stillos, einfach und einfallslos, unharmonisch in der Anordnung der Symbole.

Der päpstliche Heraldiker hat sich die Sache sehr einfach gemacht. Die Elemente des erzbischöflichen Wappens: Jesuitenzeichen, Stern und „Nardenblüte“ sind übernommen, aber schlechter positioniert.

Viel geändert hat sich nicht

Der einzige konzeptionelle Unterschied: Dort waren Stern und „Nardenblüte“ silbern hier sind sie golden. Es wäre von Vorteil gewesen und hätte von Sorgfalt und Sachverstand gezeugt, wenn bei dieser „Überholung“ des Vorhandenen wenigsten die Blüte so gestaltet worden wäre, daß man sie nicht länger mit einer Weintraube verwechselt (Die Narde ist eine Pflanze, die zur Gattung der Baldriane gehört und gilt als Nutz-und Heilpflanze, aus der Öle hergestellt werden. In der Bibel wird Nardenöl im Johannes Evangelium in der biblischen Erzählung von Jesu Salbung in Bethanien erwähnt ) . Immerhin soll Heraldik ja mit klar erkennbaren Elementen arbeiten. Übrigens ist in der Ikonographie das Attribut des heiligen Josef häufiger die Lilie – die als Zeichen der Keuschheit ja ganz gut zum Gebot des Zölibats passt.

Buchstaben im Papstwappen

Zu Buchstaben in der Heraldik braucht man in diesem Zusammenhang nichts zu sagen, hier geht das klerikale Wappenwesen immer wieder eigene Wege. Leider!

Es wäre aber besser gewesen – und strategisch klüger, die Beschriftung des Sterns zu vermeiden – zumal die Jesuiten und der Heilige Stuhl auch schon weniger rühmliche Beziehungen zueinander pflegten.

Bei der Gestaltung seines Papstwappens hat Papst Franziskus wie auch sein Vorgänger Papst Benedikt XVI. die vormals traditionell eingesetzte Tiara durch eine Mitra ersetzt. Als Wahlspruch hat Papst Franziskus „Miserando atque eligendo“ gewählt.
Übersetzt bedeutet dies: Obwohl niedrig, so doch auserwählt. Damit wird einmal mehr die Verbindung zu seinem Namenspatron Franz von Assisi und dessen Bescheidenheit unterstrichen.

Das Papstwappen von Papst Franziskus

Quelle:

Zum Vergleich hier das Kardinalswappen von Jorge Mario Bergoglio:

Das Kardinalswappen von Jorge Mario Bergoglio

 

Update Montag, 08.04.2013:

Das Papstwappen wurde überarbeitet

Das Verwirrspiel geht anscheinend munter weiter: Auf der Wikipedia-Seite von Papst Franziskus ist seit neuestem nicht mehr das von mir ursprünglich kommentierte Papstwappen zu sehen (siehe oben), sondern ein leicht modifiziertes:

 

Das leicht modifizierte Papstwappen zeigt einen achtzackigen Stern und eine Änderung an der Nardenblüte

Das leicht modifizierte Papstwappen zeigt einen achtzackigen Stern und eine Änderung an der Nardenblüte

Ich finde die Änderung an der „Nardenblüte“ – oder wie uns die Botaniker belehren: Tuberose – schon einen ersten Schritt in die richtige Richtung. Aber warum um des Himmels Willen hat man sie denn nicht silbern/weiß gelassen in ihren naturanalogen Farben um die Mißverständnisse vollends auszumerzen?
Die Änderung des fünfzackigen zum achtzackigen Stern finde ich eine sinnvolle Entscheidung, gilt doch die 8 in der christlichen Zahlensymbolik als Zeichen des glücklichen Anfangs und der geistigen Wiedergeburt sowie der Taufe und der Auferstehung.
Was ich allerdings nach wie vor bemängle, ist das optische Ungleichgewicht zwischen Stern und Blütenrispe  – schade um die verpaßte Gelegenheit!
Aber immerhin: die anfängliche Kritik hat wohl ihre Wirkung gehabt!

 

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18. März 2013/6 Kommentare/von Dr. Rolf E. Sutter
https://pro-heraldica.de/wp-content/uploads/2013/07/Papstwappen-Papst-Franziskus.png 600 450 Dr. Rolf E. Sutter https://pro-heraldica.de/wp-content/uploads/2018/07/Logo_156-hoch.png Dr. Rolf E. Sutter2013-03-18 20:42:442022-02-23 15:22:30Das Papstwappen von Papst Franziskus
Familienwappen

Habemus Papam! Jorge Mario Bergolino ist Papst Franziskus

Seit gestern Abend hat die katholische Kirche einen neuen Papst. Aus dem Erzbischof von Buenos Aires Jorge Mario Bergolino wurde am 13.03.2013 Papst Franziskus.
Papst Franziskus ist der erste Jesuit und der erste Lateinamerikaner in diesem Amt.

Er ist der Sohn italienischer Einwanderer und hat die argentinische und die italienische Staatsbürgerschaft.

Nach Papst Johannes Paul II. und Papst Benedikt XVI. ist mit Papst Franziskus wieder ein Papst im Amt, der deutsch spricht. 1985 verbrachte er einige Zeit an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Sankt Georgen in Frankfurt am Main.

Sein Namenspatron Franz von Assisi, der heilige Franziskus, steht für ein Leben in Armut und an der Seite der Armen. Franz von Assisi verzichtete zu Lebzeiten auf all seinen Reichtum und gründete einen Bettelorden.

Bereits kurz nach seiner Wahl gestern abend war auch bereits der erste Tweet auf dem Twitterprofil des Papstes (@Pontifex) zu sehen: HABEMUS PAPAM FRANCISCUM

In unserem Blogposting vom haben wir die Evolution des Kardinalswappens von Joseph Ratzinger zum päpstlichen Wappen von Papst Benedikt XVI. beschrieben (Den Beitrag finden Sie unter Wir waren Papst! Papst Benedikt XVI. ist zurückgetreten).

Natürlich hat auch Jorge Mario Bergolino ein Kardinalswappen:

Coat_of_arms_of_Jorge_Mario_Bergoglio.svg[1]

Wir sind schon gespannt auf das Papstwappen, das Papst Franziskus führen wird und werden darüber berichten!

14. März 2013/von Petra Heimbach
https://pro-heraldica.de/wp-content/uploads/2018/07/Logo_156-hoch.png 0 0 Petra Heimbach https://pro-heraldica.de/wp-content/uploads/2018/07/Logo_156-hoch.png Petra Heimbach2013-03-14 17:30:482022-06-11 08:54:58Habemus Papam! Jorge Mario Bergolino ist Papst Franziskus
Familienwappen

Familienwappen als Firmenlogo – Burgey Business Group

Haben Sie schon mal darüber nachgedacht, ihr Familienwappen als Firmenlogo zu verwenden? Wenn nein – warum eigentlich nicht?

Die heutige Burgey Business Group wurde im Dezember 2005 unter dem namen B-Vest Holding GmbH gegründet. Wir arbeiten als Beratungs-und Beteiligungsgesellschaft im Bereich Onlinemedien.

Da ich mich bereits seit langer Zeit mit unserer Firmengeschichte beschäftigt und über Pro Heraldica bereits eine Ahnenforschung und eine Wappenstiftung beauftragt habe, hatte ich die Idee, unser Familienwappen als Firmenlogo zu verwenden.

Dies brachte gleich mehrere Vorteile mit sich: zum einen ist so ein Wappen ein weltweit geschütztes Zeichen. Es ist einzigartig und beschreibt die Philosophie der Familie Burgey.

Tradition, Ehrlichkeit, Seriosität und Familie

Zum anderen steht ein Famlilienwappen auch für Werte wie Tradition, Ehrlichkeit, Seriosität und Familie. Gerade, wenn man wir im Bereich Venture Capital tätig ist, sind dies Werte, die sehr wichtig sind. Denn das Vertrauensverhältnis zwischen uns und den Unternehmen, in die wir investieren, ist ein wichtiger Zweig für den wirtschaftlichen Erfolg des gemeinsamen Unternehmens. Bei der Auswahl des richtigen Venture Capital Partners, aber auch der Unternehmen, in die investiert wird, spielen neben der Geschäftsidee nämlich vor allem auch menschlichen Aspekte eine große Rolle.

Das Familienwappen unterliegt keinen Design-Trends

Ein weiterer Vorteil: während Firmenlogos oft gewissen Design-Trends unterliegen, ist ein Familienwappen ein zeitloses Symbol. Es kann somit auch noch über Generationen hinweg verwendet werden und die Wertvorstellungen des Stifters in zukünftige Generationen tragen.

Und zu guter letzt schafft so ein ungewöhnliches Logo auch Aufmerksamkeit.

Unser Wappen zeigt neben dem pfälzischen Löwen, der eine “kölsche” Krone trägt, auch einen Merkurstab. Dieser ist ein Symbol für die lange Geschäftstradition der Familie Burgey.

Natürlich ist unser “Logo” auf unserem Geschäftspapier und unseren Visitenkarten. Im Eingangsbereich liegt eine Fußmatte mit unserem Firmenwappen, ich selbst und mein Cousin, der ebenfalls in der Burgey Business Group Arbeitet, tragen einen Siegelring mit dem Wappen und in meinem Büro hängt der Stammbaum unserer Familie.

Auf diese sehr spezielle Art und Weise lebt die Philosophie der Familie Burgey auch in unserer Firma. Unser Wappen erinnert uns jederzeit daran.

Burgey-Business-Group-Logo-Familienwappen

13. März 2013/2 Kommentare/von Thilo Burgey
https://pro-heraldica.de/wp-content/uploads/2013/03/Familienwappen-Burgey1.jpg 1885 1559 Thilo Burgey https://pro-heraldica.de/wp-content/uploads/2018/07/Logo_156-hoch.png Thilo Burgey2013-03-13 10:00:262018-11-08 11:08:22Familienwappen als Firmenlogo – Burgey Business Group
Familienwappen

225. Geburtstag von Joseph von Eichendorff

„Aus dem Leben eines Taugenichts“ …

… ist die bekannteste Erzählung des Dichters Joseph von Eichendorff, dessen Geburtstag sich am 10. März 2013
zum 225. Mal jährt:

Joseph Karl Benedikt Freiherr von Eichendorff (*10. März 1788 Schloss Lubowitz bei
Ratibor/Oberschlesien, † 26. November 1857 in Neiße/Oberschlesien)

Er gilt als einer der bedeutendsten Vertreter der deutschen Romantik. Von seinen
zahllosen Gedichten gibt es inzwischen mehr als 5.000 Vertonungen – am bekanntesten
sind diejenigen von Robert Schumann und Hugo Wolf.

Joseph von Eichendorff entstammte einem katholischen Adelsgeschlecht. Er studierte Jura und Geisteswissenschaften in Halle und Heidelberg. Im Jahr 1908 unternahm er eine Bildungsreise nach Paris und Wien. Nach seiner Rückkehr nach Lubowitz unterstützte er seinen Vater bei der Verwaltung ihrer Güter. Die meisten Güter – bis auf Schloss Lubowitz und das Gut Sedlnitz – mussten nach dem Tod seines Vaters veräußert werden, weil sie hoch verschuldet waren. Über diesen Verlust trauerte Joseph von Eichendorff sehr lange.

Familienwappen Eichendorff (Dichter)

Das Wappen des Freiherrn von Eichendorff ist redend: Im roten Schild ein goldenes
Aststück mit drei Eicheln und auf dem Helm die Wiederholung der Schildfigur.

Hier finden Sie einen weiteren Artikel zum Thema: Das Adelswappen von Joseph von Eichendorff

10. März 2013/1 Kommentar/von Dr. Rolf E. Sutter
https://pro-heraldica.de/wp-content/uploads/2013/03/Familienwappen-Eichendorff-Dichter1.jpg 1449 1119 Dr. Rolf E. Sutter https://pro-heraldica.de/wp-content/uploads/2018/07/Logo_156-hoch.png Dr. Rolf E. Sutter2013-03-10 10:00:442018-11-07 16:43:39225. Geburtstag von Joseph von Eichendorff
Familienwappen

Zum Weltfrauentag 2013

Heute ist Weltfrauentag. Viele Dinge, die für Frauen in Deutschland heute selbstverständlich sind, waren nicht immer so. Heute dürfen Frauen wählen, wir dürfen selbst darüber entscheiden, welchen Beruf wir ausüben wollen und Frauen dürfen in der Männerdomäne Bundeswehr eine Offizierslaufbahn einschlagen.

Seit dem 19.03.1911, als erstmals der Weltfrauentag gefeiert wurde, hat sich also einiges verändert und die Rechte der Frau in der Gesellschaft wurden immer weiter gestärkt.

Gudrun Kopp zum Weltfrauentag 2013

Anlässlich des in­ter­na­ti­o­nalen Frauentags am 8. März erklärt die Par­la­men­ta­rische Staats­sekre­tärin beim Bun­des­mi­nis­ter für wirt­schaft­liche Zu­sam­men­ar­beit und Ent­wick­lung, Gudrun Kopp, auf der Website des Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, folgendes:
„Der Weltfrauentag steht für gleiche Rechte von Frauen und Männern überall und in allen Bereichen des Lebens. Dazu gehört, dass Frauen und Mädchen welt­weit ein Recht auf ein gewalt- und dis­kri­mi­nie­rungs­freies Leben haben. Gewalt gegen Frauen hat viele häss­liche Gesichter: Grauen­hafte Ehren­morde, Zwangs­prostitution, Zwangs­heirat, weib­liche Genital­ver­stüm­me­lung und nicht zuletzt Ver­ge­wal­ti­gung und Massen­ver­ge­wal­ti­gungen als Mittel der Kriegs­führung.”

Auch im Wappenrecht hat sich einiges zu Gunsten der Frauen verändert:

Bis zur Änderung des Namensrechts zum 1.7.1976 verliefen Führungsrecht des Wappens und Namensrecht analog. Der Familienname konnte wie das Wappen nur in männlicher Deszendenz weitergegeben werden. Bei der Führung historischer Wappen müssen die bis dahin gepflogenen Richtlinien weiterhin beachtet werden. Die Führung eines solchen ist nur möglich, wenn ein genealogischer Anschluss an die wappenführende Familie in direkter und ununterbrochener männlicher Abfolge dokumentiert ist.

Neufassung des Namensrechts

Wappen beim Namen, Name beim Wappen. So heißt der wichtigste heraldische Grundsatz.

Nach der Neufassung des Namensrechts 1976 und seiner Novellierung 1994 ist es folgerichtig, die neuen Regeln auch auf die Führungsberechtigung von Familienwappen zu übertragen.

Eine einheitliche Auffassung über die Vererbbarkeit der Führungsberechtigung über Frauen hat sich noch nicht allgemein durchsetzen können.

Pro Heraldica, der Wappen-Herold sowie einige nationale Vereine und ein Großteil der internationalen Institutionen vertreten die Ansicht, daß eine fast 1000-jährige Tradition wie die Heraldik durchaus in der Lage ist, gesellschaftliche Prozesse abzubilden.

Das bedeutet heute im Klartext: Wappen können auch über Frauen vererbt werden. Wenn: Wappen beim Name und Name beim Wappen.

Wendet man diesen Grundsatz auf die vielen Möglichkeiten der Namensgestaltung an, ist die Frage der Wappenvererbung gar nicht mehr so kompliziert.

Und so haben die Frauenrechte, die am heutigen Weltfrauentag gefeiert werden, auch einen ausgesprochenen Vorteil für Männer: Sie können nämlich in eine wappenführende Familie
einheiraten. Das konnten vor 1976 nur Frauen.

8. März 2013/1 Kommentar/von Petra Heimbach
https://pro-heraldica.de/wp-content/uploads/2016/03/Damenwappen-Vetter.jpg 656 300 Petra Heimbach https://pro-heraldica.de/wp-content/uploads/2018/07/Logo_156-hoch.png Petra Heimbach2013-03-08 09:57:342022-02-23 15:24:00Zum Weltfrauentag 2013
Familienwappen

Familienwappen Cornielje: Alte Traditionen und lebende Wappen

Das lebende Familienwappen und alte Traditionen: das klingt gleich am Anfang schon ganz schön nach einem krassen Gegensatz.
Paradox wie es klingen mag; Tradition, Trends, Symbole und Werte gehen in der modernen Heraldik sowie in der modernen Gesellschaft wirklich Hand in Hand.
Um diese These zu unterbauen, eine kurze Einführung in die Geschichte der Wappen und der Heraldik.
Die Geschichte beginnt vor über 800 Jahren als sich die ersten Wappen entwickelten. Diese entstanden aus der Notwendigkeit heraus, sich auf dem Schlachtfeld und später auch auf Turnieren vom Feind oder dem Gegner zu unterscheiden.
Es wurden Zeichen oder Symbole entwickelt, die auf den wichtigsten Teilen der Rüstung des Ritters oder des Edelmans angebracht wurden, um deutlich zu machen zu welcher Seite man gehörte und auch um peinliche und vor allem schmerzhafte (oder gar tödliche) Verwechslungen zu vermeiden.
Das Schild, der Helm und die Panzerung, die alle zum Schutz des Trägers dienten, boten viel Platz, um solche wichtigen Symbole abzubilden.

Das Schild als „Werbefläche“

Vor Allem das Schild mit seiner großen Oberfläche bot natürlich Möglichkeiten um ein solches Symbol darzustellen.
Aus diesem Grund ist auch die Tradition geboren, das Schildbild zum Hauptaussageträger des Wappens zu machen.
Anfangs waren die verwendeten Symbole und Zeichen ziemlich willkürlich, aber über die Jahre entwickelte sich die Kunst der Heraldik. Es entstanden genaue Regeln und Vorlagen, an die man sich halten musste, um ein anerkanntes Wappen zu stiften, es weiterzugeben und um es zu führen. Die Zeit der Heraldiker (Künstler und Wissenschaftler zugleich) nahm seinen Anfang.
Eine Kunstform, die sich bis zum heutigen Tag nicht nur erhalten hat, sondern immer noch verbessert wird.
Das Annehmen von Familienwappen in adligen sowie in bürgerlichen Familien hat schon kurz nach Einführung der ersten Wappen seinen Anfang genommen und auch heute noch werden jährlich viele neue Wappen gestiftet.
Familien, Firmen und Vereine wollen Ihre Verbundenheit und gemeinsame Wertvorstellungen in einem Wappen zusammenfassen den Stolz auf die Vergangenheit und Vertrauen in die Zukunft zum Ausdruck bringen.
Das moderne Logo und seine Auswirkungen auf unsere Gesellschaft sind ein Zeichen dafür, wie wichtig die Heraldik immer gewesen ist und was für einen Einfluss sie auch heute noch auf unser Verhalten ausübt.

Logos sind so etwas wie moderne Wappen

Ich denke mal an Symbole wie das große „M“ von MacDonalds, das Logo von Starbucks, der Mercedes Stern usw.
Wappen in der traditionellen Form, wie sie Pro Heraldica herstellt, besitzen genau solche wichtigen Signalwirkungen, aber tragen außerdem einen Hauch von Romantik, Klasse und ästhetischer Schönheit in sich.
Eine Schönheit, die sich vielleicht nur in der genauen Blasonierung des Familienwappens beschreiben lässt, eine unvergängliche Schönheit.
Stammend aus einer Familie, die Ihre Wurzeln bis ins 16. Jahrhundert, über mittlerweile 16 Generationen, zurückverfolgen lässt, möchte ich gerne meine persönlichen Beweggründe für die neue Wappenstiftung erläutern:
Im Jahre 1637 wurde einer meiner Vorfahren, Pierre Corneille d’Anville der Ältere, von König Ludwig XIII in Paris in den Adelstand erhoben. Dies geschah aufgrund der Ausgabe eines Buches von seinem ältesten Sohn (‘Le Cid’ von Pierre Corneille, der bekannte französische Dramaturg). Grund der Erhebung vom Vater war, dass damit sein Sohn, um den es wirklich ging, als adlig geboren galt.
Bei der Erhebung in den Adelstand wurde unserer Familie ein Familienwappen verliehen:

Familienwappen_Corneille

Ein sehr schönes Familienwappen, das aber mittlerweile von fast 800 Personen Weltwelt geführt wird und wovon wir auch die Bedeutung der Symbole nicht begreifen, da dieses nicht überliefert worden ist.

Die Entstehung des neuen Familienwappens

Mittlerweile ist die Verleihung des Familienwappens fast 400 Jahre her und keiner in meiner direkten Familie fühlt sich wirklich mit diesem Wappen verbunden, obwohl wir alle sehr stolz auf unsere Vorfahren sind!

Mitte 2012 habe ich mich nach langer Überlegung und nach vielen Gesprächen mit meinen Geschwistern dazu entschlossen, ein neues Familienwappen zu stiften, das zurückführt auf unsere Eltern. Da ich 4 Geschwister mit Kindern und Enkelkindern habe, ist daraus mittlerweile auch schon ein richtiger Klan aus (fast) 36 Personen geworden.

Wir haben uns vor der Stiftung gut umgeschaut und uns für Pro Heraldica entschieden, weil diese Forschungsgesellschaft sich wirklich mit Herzblut für Ihre Kunden einsetzt und eine sehr persönliche und sogar freundschaftliche Beziehung mit uns aufgebaut hat.
Das aus den Beratungen und Gesprächen entstandene Familienwappen hat unsere kühnsten Erwartungen bei weitem übertroffen und auch die Betreuung vom ganzen Team hat uns sehr berührt.

Hier das neu entstandene Familienwappen mit der Blasonierung:

Familienwappen_Cornielje

In Schwarz, ein silberner Doppelflügel eine grünbespitzte goldenbesamte silberne Rose einschließend, zwischen den oberen Saxenenden eine goldene Freiherrenkrone mit sieben silbernen Perlen, unten an der Fussstelle ein sechszackiger silberner Stern.
Auf dem schwarz-silbern-rot-golden bewulsteten Helm mit rechts schwarz-silbernen und links rot-goldenen Decken ein wachsender roter Löwe, in den Pranken eine fünfsaitige silberne Lyra haltend, die erste und fünfte Saite durch einen Kunstmalerpinsel, die dritte durch eine Schlange ersetzt, der untere Holmbogen mit fünf kleinen schwarzen Sternen nebeneinander belegt.

Führungsberechtigt sind: Gerardus Wilhelmus Theodorus Cornielje, Schriftsteller, Jazzmusiker * ‘s-Heerenberg/Niederlande 12.6.1962, seine Verlobte Rachel Naomi Ben-Dror, Delphintrainerin, Officemanagerin, * Eilat/Israel 26.8.1981, seine ehelichen Nachkommen beiderlei Geschlechtes sowie alle übrigen ehelichen Nachkommen seines Vaters Gerhard Everhard Cornielje (1926-2001), sofern sie den Familiennamen Cornielje führen.

Die Bedeutung dieses Wappens für unsere Familie, also für die Nachkommen meiner Eltern, ist nicht zu unterschätzen: das Wappen erscheint zum Beispiel auf dem Umschlag meines neuen Buches, es ist das Logo auf meiner Webseite, es ziert meine Visitenkarten und hängt voller Stolz in meinem Wohnzimmer. Ich habe eine goldene Anstecknadel mit dem Wappen, eine Nadel die ich auf meinem Revers trug, als ich am 18.12.2012 zum Ritter von Schloss Bergh geschlagen wurde.
Es ist außerdem das Logo meiner Firma Noble Events Baron von Saxen, es wird von all meinen Geschwistern, Nichten und Neffen voller Stolz auf Briefpapier, Facebook, Schlüsselanhängern und Visitenkarten geführt. Einer meiner Neffen führt das Wappen sogar als Logo für seine Firma in Holland usw.! Meine beiden Söhne Max und Moritz, sind begeistert und voller Stolz tragen sie das Familienwappen auf Ihren Poloshirts……Die Liste ist noch viel länger.
Das Familienwappen lebt also wirklich und verbindet uns miteinander und mit allen, die vor uns hier waren und nach uns kommen werden.
Im September dieses Jahres werde ich zum 3. Mal Vater und wir, meine große Liebe Naomi und ich, freuen uns schon jetzt darauf, unser Wappen an unserem neuen Spross weitergeben zu können!

7. März 2013/von Gerard Cornielje
https://pro-heraldica.de/wp-content/uploads/2013/03/Familienwappen_Cornielje1.jpg 502 336 Gerard Cornielje https://pro-heraldica.de/wp-content/uploads/2018/07/Logo_156-hoch.png Gerard Cornielje2013-03-07 10:32:492017-01-25 16:02:12Familienwappen Cornielje: Alte Traditionen und lebende Wappen
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