Familiennamen und Ihre Bedeutung
Seit etwa dem 12. Jahrhundert werden in Europa Nachnamen geführt. Vorher trugen die Menschen in der Regel nur einen Vornamen. Vielleicht haben auch Sie sich schon das ein oder andere Mal gefragt, wie diese Nachnamen überhaupt entstanden sind. Zur Findung eines Nachnamens oder Familiennamens gab es im Wesentlichen vier verschiedene Ansätze. Diese haben wir ihnen im Folgenden einmal zusammengetragen:
Nach der Herkunft
Diese Familiennamen entstehen nach dem Ort, dem Land, aus der die Personen stammten oder Wohnstätte, in der sie lebten. Beispiele hierfür sind Bayer, Berg, Wald oder Wandersleb (unsere Kollegin Konstanze Wandersleb hat einen Beitrag über Ihren Großvater veröffentlicht, der aus Gotha stammte. Gotha liegt ca. 15km vom Ort Wandersleben entfernt.).
Nach dem Rufnamen
Bei Familiennamen aus Rufnamen wird dem Vornamen der Rufname zum Beispiel eines Familienmitglieds hinzugefügt, um ihn von anderen Personen mit dem gleichen Vornamen zu unterscheiden. Meistens wurde hierzu der Vorname des Vaters bzw. der Mutter hinzugezogen. Beispiele hierfür sind Frank oder Peters.
Nach dem Beruf
Sehr beliebt war auch die Namensgebung nach dem ausgeübten Beruf, wie zum Beispiel Bäcker, Maler, Müller oder Wagner.
Aus Übernamen
Familiennamen aus Übernamen kann man mit den heutigen Spitznamen vergleichen. Hier werden Eigenschaften körperlicher, charakterlicher oder biografischer Natur, die für die Person charakteristisch sind, als Namen gewählt. Beispiele sind Bär, Fuchs, Sommer, Lustig, Dick.
In der unten stehenden Infografik sind ein paar Namen und ihre Bedeutung aufgeführt. Daran lässt sich schön erkennen, dass sich bestimmte Namen auch in den verschiedenen Sprachen immer wiederfinden:

Quelle: Visually.
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