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Adelswappen, Alles Andere

Niederländisches Königspaar in Veere

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28. August 2024/von Elke van Beers
https://pro-heraldica.de/wp-content/uploads/2024/08/willem-maxima-niederlande-4.jpg 1000 1000 Elke van Beers https://pro-heraldica.de/wp-content/uploads/2018/07/Logo_156-hoch.png Elke van Beers2024-08-28 10:16:152024-08-28 10:16:15Niederländisches Königspaar in Veere
Adelswappen

Wappen König Charles III.

Am 8. September 2022 wurde aus dem Thronfolger Prinz Charles, dem ältesten Sohn der an diesem Tag verstorbenen Königin Elizabeth II., König Charles III.. Wir zeigen, wie sich sein Wappen verändert hat.

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6. Mai 2023/von Alexandra Scheiderbauer
https://pro-heraldica.de/wp-content/uploads/2019/11/496px-Royal_Coat_of_Arms_of_the_United_Kingdom.svg.png 480 496 Alexandra Scheiderbauer https://pro-heraldica.de/wp-content/uploads/2018/07/Logo_156-hoch.png Alexandra Scheiderbauer2023-05-06 18:49:572023-05-10 10:25:17Wappen König Charles III.
Adelswappen, Familienwappen

Das Wappen von Königin Elizabeth II.

Heute wäre der Geburtstag 97. Geburtstag von Königin Elizabeth II.. Am 8. September 2022 ist sie im Kreise ihrer Familie auf Schloss Balmoral in Schottland verstorben. Damit ging Ihre 70-Jährige Regentschaft zu Ende und ihr Sohn Charles wurde der neue König von Großbritannien.

Königin Elisabeth II. wurde am 21. April 1926 in Mayfair, London, geboren. Dieses Jahr feierte sie bereits ihr 70-jähriges Thronjubiläum als Königin von Großbritannien. Und das, obwohl bei ihrer Geburt niemand damit gerechnet hatte, dass sie jemals den Thron besteigen könnte. Der damalige König war Edward VIII., der Bruder von Elizabeths Vater Georg VI. König Edward VIII. dankte jedoch im Dezember 1936 ab, weil er seine bereits zweimal geschiedene amerikanische Geliebte Wallis Simpson heiraten wollte. Durch diese Abdankung wurde sein Bruder, Georg VI., am 11. Dezember 1936 zum König von Großbritannien. Seine älteste Tochter Elizabeth wurde somit Thronfolgerin. Im Jahr 1952 verstarb Georg VI. im Alter von 56 Jahren. Prinzessin Elizabeth folgte ihm am 6. Februar 1952 auf den Thron und regiert Großbritannien seitdem.

Das Wappen von Königin Elizabeth II.

Elizabeth II. führte als Königin das Wappen von Großbritannien. Dieses steht als Symbol für die königliche Herrschaft.

Von Sodacan - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=21101265

Von Sodacan – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=21101265

Feld 1 und 4 in Rot die drei schreitenden hersehenden blaugezungten goldenen englischen Löwen. In Feld 2 in Gold den blaubewehrten und -gezungten roten Löwen von Schottland im doppelten roten Lilieninnenbord. In Feld 3 in Blau die silbern besaitete goldene Harfe von Irland. Den Schild umgibt das goldengesäumte blaue Band des Hosenbandordens mit den Worten „Honi soit qui mal y pense“ – „Ein Schelm, der Schlechtes dabei denkt“.

Der Helm mit der Krone mit einem hersehenden gekrönten Löwen als Zier.

Schildhalter sind rechts der hersehende rotbewehrte gekrönte goldene Löwe (England) links das schottische goldenbewehrte silberne Einhorn, das um den Hals eine goldene Krone trägt.

 

Das erste Wappen ab 1944

1944 erhielt Elizabeth ihr erstes Wappen. Es bestand aus einem Rautenschild mit dem königlichen Wappen des Vereinigten Königreichs, ergänzt durch einen silbernen Turnierkragen mit drei Lätzen (der mittlere Latz mit einer Tudor-Rose, die beiden anderen mit einem Georgskreuz). Dieses Wappen führte sie bis zum Jahr 1947.

Von SodacanDiese Vektorgrafik wurde mit Inkscape erstellt. - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=11593366

Von SodacanDiese Vektorgrafik wurde mit Inkscape erstellt. – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=11593366

Wappen nach der Hochzeit mit Prinz Philip 1947

Nach ihrer Hochzeit mit Prinz Philip im Jahr 1947 wurde das Wappen um den Wahlspruch des Hosenbandordens ergänzt. Hier sehen Sie das Wappen, das Elizabeth von 1947 bis zu Ihrer Krönung im Jahr 1952 führte. Seitdem führt sie das Wappen von Großbritannien.

640px-Coat_of_Arms_of_Elizabeth,_Duchess_of_Edinburgh_(1947-1952).svg

Von SodacanDiese Vektorgrafik wurde mit Inkscape erstellt. – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=11593371

 

Andere Blogbeiträge über die britische Königsfamilie:

Prinz Philip Duke von Edinburgh 

Das Wappen von William und Kate

Das Wappen von Kate Middleton

Royal Baby – Kein Name aber schon ein Wappen

Das Wappen von Prinzessin Charlotte Elizabeth Diana

Das Wappen von Ladi Di

21. April 2023/von Alexandra Scheiderbauer
https://pro-heraldica.de/wp-content/uploads/2016/04/496px-Royal_Coat_of_Arms_of_the_United_Kingdom.svg_.png 480 496 Alexandra Scheiderbauer https://pro-heraldica.de/wp-content/uploads/2018/07/Logo_156-hoch.png Alexandra Scheiderbauer2023-04-21 08:36:012023-04-27 16:02:48Das Wappen von Königin Elizabeth II.
Adelswappen

Das Wappen von Prinz William

Das neue Wappen von William, Prince of Wales, enthält die Abzeichen und Elemente aller vier Mitgliedsländer des Vereinigten Königreichs. Ebenso die zahlreichen Titel, die der Prinz als Thronfolger hat. Das Wappen des Prince of Wales entspricht in großen Teilen dem Wappen des Königs bzw. der Königin.

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21. September 2022/von Alexandra Scheiderbauer
https://pro-heraldica.de/wp-content/uploads/2018/11/wappen-prinz-charles-prince-of-wales.jpg 550 500 Alexandra Scheiderbauer https://pro-heraldica.de/wp-content/uploads/2018/07/Logo_156-hoch.png Alexandra Scheiderbauer2022-09-21 11:57:552024-11-28 09:29:40Das Wappen von Prinz William
Adelswappen, Familienwappen

Das Wappen von Willem-Alexander und der Niederländischen Königsfamilie

Heute wird gefeiert! Jedes Jahr zelebrieren die Niederländer den Geburtstag des Königs Willem-Alexander mit dem Koningsdag.

Geschichte des Koningsdag

Eingeführt wurde der Feiertag als Prinsessedag am Geburtstag von Wilhelmina (31. August), damals noch Prinzessin. Als Wilhelmina Königin wurde, entstand der Koninginnedag.

Als Juliana, die Tochter von Wilhelmina, Königin wurde,  feierte sie den Koninginnedag an ihrem Geburtstag am 30. April. Auch Beatrix, die Mutter von König Willem-Alexander, behielt den 30. April bei, obwohl ihr eigener Geburtstag im Januar ist.  Sie führte auch die Tradition ein, mit ihrer Familie an diesem Tag das Land zu bereisen und jeweils zwei Gemeinden zu besuchen. König Willem Alexander hat diese Tradition beibehalten. Sein Geburtstag ist am 27. April, deshalb ist dieser Tag seit 2014 offizieller Koningsdag.

Die Wappen der Königsfamilie

Auf Anfrage hat ein niederländischer Kollege den Kontakt zum Sekretär des Hoge Raad van Adel hergestellt. Dieser hat uns Abbildungen der Originalzeichnungen der Wappen von Prinz Willem-Alexander (bis 30. April 2013) und seiner Mutter Prinzessin Beatrix (1938-1980 und nach Ihrer Abdankung am 30.04.2013)  zur Verfügung gestellt, die wir Ihnen hier zeigen wollen.

Das Staatswappen der Niederlande

Als König der Niederlande führt Willem-Alexander das Staatswappen der Niederlande. Vor seiner Amtseinführung und ab dem Zeitpunkt seiner Abdankung führte/führt er das Wappen der Kinder von Prinzessin Beatrix und Prinz Claus.

Das Staatswappen der Niederlande - Rijkswapen 1907 (reg.tek.HRvA)

Das Staatswappen der Niederlande – Rijkswapen 1907 (reg.tek.HRvA)

Je maintiendrai – Der Wappenspruch der Niederlande

„Je maintiendrai“ ist seit dem Jahre 1813 der Wappenspruch der Niederlande.

Es handelt sich hierbei um eine Übersetzung aus dem Französischen, die soviel wie: ich werde wahren, ich werde standhalten, ich werde nicht aufgeben bedeutet.

1544 erbte Prinz Willem von Nassau die Besitztümer seines Großneffen René von Chalon. Dazu gehörte das Fürstentum Oranien. Im Wappen des Geschlechtes der Chalon war der Wappenspruch: Je maintiendrai Chalon. Daraus machte der Prinz von Oranien, wie er sich jetzt nennen durfte: Je maintiendrai Nassau. Später wurde das Nassau komplett weggelassen.

Quelle: (Universität Leiden)

Das Wappen der Kinder von Prinzessin Juliana und Prinz Bernhard

Dieses Wappen führt die frühere Königin Beatrix seit Ihrer Abdankung und führte es vor Ihrer Amsteinführung als Königin.

Seit die Königin die Abdankungsurkunde unterschrieben hat, lautet der Titel der aus dem Amt geschiedenen Königin »Ihre Königliche Hoheit Prinzessin Beatrix der Niederlande«. Sie wird mit »Königliche Hoheit« angesprochen. (Quelle: http://www.koninklijkhuis.nl)

Das Wappen von Willem-Alexander

Wapen kinderen Juliana [registertekening J.P. van der Drift, 1938]

Wappen der Kinder von Prinzessin Juliana und Prinz Bernhard – Wapen kinderen Juliana [registertekening J.P. van der Drift, 1938]

Diese Abbildungen wurden uns vom Hoge Raad van Adel zur Verfügung gestellt.

Allianzwappen Prinzessin Beatrix und Prinz Claus

Wappen von Prinzessin Beatrix und Prinz Claus von Amsberg

Wappen von Prinzessin Beatrix und Prinz Claus von Amsberg

 

Am 10. März 1966 heiratete Prinzessin Beatrix von Oranien-Nassau den deutschen Diplomaten Claus von Amsberg. Zu diesem Anlass wurden das Prinzessinnenwappen von Beatrix und das Wappen von Claus von Amsberg zusammengeführt.

Allianzwappen Prinzessin Beatrix und Prinz Claus

Allianzwappen Prinzessin Beatrix und Prinz Claus

Das daraus entstandene Wappen führten Beatrix und Claus ab Ihrer Hochzeit.
Das Wappen zeigt in Feld 1 und 4 in blauem mit goldenen Schindeln besäten Feld den goldenen Löwen der Stammlinie Oranien-Nassau aus dem Prinzessinnenwappen von Beatrix, der rechts ein silbernes Schwert und links ein Bündel von 7 silbernen Pfeilen hält, und in Feld 2 und 3 in  Grün auf goldenem Berg eine silberne Burg mit offenem Tor, rot bedachtem Mittelturm und zwei gezinnten Seitentürmen – das Stammwappen derer von Amsberg. Auf dem Helm mit grün-silbernen Decken ein wachsender goldener Löwe.  von Amsberg aus dem Wappen von Claus von Amsberg.

Wir freuen uns sehr, dass uns der Hoge Raad van Adel diese Abbildungen zur Verfügung gestellt hat und wünschen dem neuen König der Niederlande alles Gute!

 

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https://pro-heraldica.de/blog/willem-alexander-amtseinfuhrung-oder-kronung/

 

27. April 2022/5 Kommentare/von Dr. Harald Heimbach
https://pro-heraldica.de/wp-content/uploads/2013/04/Rijkswapen-1907-reg.tek_.HRvA_600pix1.jpg 576 600 Dr. Harald Heimbach https://pro-heraldica.de/wp-content/uploads/2018/07/Logo_156-hoch.png Dr. Harald Heimbach2022-04-27 08:25:002022-05-02 10:05:03Das Wappen von Willem-Alexander und der Niederländischen Königsfamilie
Adelswappen, Familienwappen

Caterina de’ Medici – Dramatischer Beginn eines bewegten Lebens

Heute vor 494 Jahren, am 13. April 1519 erblickte Caterina de’ Medici das Licht der Welt.

Caterina de’ Medici & Familienwappen der Medici

Caterina de’ Medici & Familienwappen der Medici
Quelle: Bild Caterina de’ Medici       Quelle: Wappen

Die Mutter von Caterina de’ Medici, die Bourbonen-Prinzessin Madeleine de la Tour d’Auvergne, verstarb bereits 15 Tage nach Ihrer Geburt an den Folgen der schweren Entbindung. Ihr Vater, Herzog Lorenzo II. von Urbino, verstarb 6 Tage später; nach heutiger Ansicht an den Folgen einer Syphilis-oder Tuberkuloseerkrankung. Der Onkel von Caterina de’ Medici, Papst Leo X., übernahm die Vormundschaft. Sie lebte fortan in Rom und Ihr Onkel ernannte sie zur Herzogin von Urbino. Leo X. verstarb 1521. Sein im Konklave unterlegener Cousin Guilio , der spätere Papst Clemens VII., zog sich mit Caterina in seinem Gefolge in die Heimatstadt der Medici, Florenz, zurück. 2 Jahre später wurde er dann gewählt und lies das Kind in Florenz zurück. Dort wurde sie zeitweise als Geisel gehalten. Caterina de‘ Medici war seit ihrer Geburt ein Spielball der Mächtigen.

Caterina de’ Medici Königin von Frankreich

Im Oktober 1533 heiratete Caterina de’ Medici, die u.U. reichste Erbin Europas, Heinrich von Orléans. Als 1536 der französische Thronfolger unerwartet verstarb, war ihr Ehemann Dauphin von Frankreich. 1547 wurde Caterina de’ Medici Königin von Frankreich. Nach dem Tod von Heinrich II. im Jahr 1559, übernahm Caterina de’ Medici jeweils die Regierungsgeschäfte für ihre minderjährigen Söhne. 30 Jahre lang war Caterina de‘ Medici, die „italienische Krämerstochter“, eine der maßgeblichen Figuren Europas.

Kultur gefällig

Auch kulturell hatte Caterina de’ Medici maßgeblichen Einfluss auf den französischen Hof. Man führt die Einführung des Damensattels, der es Frauen erlaubte, an Jagden teilzunehmen, auf sie zurück. Caterina de’ Medici gilt auch als Mutter der französischen Kochkunst, die vorher eher deftig-rustikal geprägt war. Durch sie gelangten italienische Köche an den französischen Hof, die dem französischen Adel bislang völlig unbekannte Genüsse eröffneten.  Die Tischmanieren verbesserten sich unter ihrem Einfluss deutlich. War es bisher üblich, in das Tischtuch zu schnäuzen, so galten feine Diners nun als Statussymbol. Sogar den Schnupftabak soll Caterina de’ Medici hoffähig gemacht haben.

Bartholomäusnacht

Bekannt wurde Caterina de’ Medici ebenfalls durch ihren Befehl, in der sogenannten Bartholomäusnacht tausende Hugenotten zu ermorden. Sie löste letztlich den 4. Hugenottenkrieg aus.

Familienwappen der Medici

Familienwappen der Medici

Die Medici führten einen Rossstirnschild. Diese Schildform, tritt ausschließlich in der italienischen Heraldik auf. Blasonierung: In Gold sechs (1:2:2:1) Kugeln, die oberste blau und belegt mit drei goldenen Lilien, alle anderen rot. Die Lilien des französischen Königswappens wurden den Medici 1465 von Ludwig XI. als Gnadenzeichen verliehen, bis dahin waren die Kugeln einheitlich rot.

13. April 2022/von Alexandra Scheiderbauer
https://pro-heraldica.de/wp-content/uploads/2013/04/medici-wappen-165pix1.png 225 165 Alexandra Scheiderbauer https://pro-heraldica.de/wp-content/uploads/2018/07/Logo_156-hoch.png Alexandra Scheiderbauer2022-04-13 10:00:482022-04-13 16:24:33Caterina de’ Medici – Dramatischer Beginn eines bewegten Lebens
Adelswappen

Das Wappen von Lady Di

Heute würde Lady Di (* 1. Juli 1961 in Sandringham, Norfolk, England; † 31. August 1997 in Paris, Frankreich) 60 Jahre alt werden. Geboren wurde sie als Diana Spencer und trug bis zu ihrer Hochzeit mit Prinz Charles den Titel Lady Diana Spencer, weshalb Sie auch heute noch von vielen Menschen Lady Di genannt wird. Nach der Hochzeit im Juli 1981 erhielt Diana den Titel Her Royal Highness The Princess of Wales. Nach der Scheidung von Prinz Charles wurde ihr der Namenszusatz Her Royal Highness (Königliche Hoheit) aberkannt.

Natürlich führte Diana auch ein Wappen. Besser gesagt führte Diana während ihres Lebens sogar drei unterschiedliche Wappen. Eines vor ihrer Hochzeit mit Prinz Charles, eines während der Ehe und eines nach der Scheidung.

Das Damenwappen von Lady Diana

Von SodacanDiese Vektorgrafik wurde mit Inkscape erstellt. – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, Link

Das Wappen der unverheirateten Diana zeigte, das auf einem alten Wappen der Spencer Familie basierte und das sie von ihrem Vater geerbt hatte. Dieses Wappen wurde auch von ihren Schwestern geführt und zeigt das Wappen der Spencer Familie.

Das geschlungene Band am Wappen steht als Zeichen für eine unverheiratete Frau. Solch ein Band findet sich zum Beispiel auch am Wappen von Kate Middleton vor der Hochzeit mit Prinz William (siehe: Das Wappen von Kate Middleton). Außerdem ist ein Damenwappen im Unterschied zum herkömmlichen Familienwappen ohne Helm, Helmdecken und Helmzier entworfen.

Das Wappen während der Ehe mit Prinz Charles

By SodacanThis vector image was created with Inkscape. – Own work, CC BY-SA 3.0, Link

 

Nach der Hochzeit mit Prinz Charles führte Diana ein gespaltenes Wappen, das eigentlich eine Vereinigung zweier Wappen darstellt (engl. „impaled“). Im linken Teil (heraldisch rechts) erscheint das Wappen von Charles, dem Prinzen von Wales. Dieses Wappen ist seinerseits eine Kombination aus den Wappen des Vereinigten Königsreichs und Wales sowie einem Turnierkragen als Beizeichen. Im rechten Teil (heraldisch links) erscheint das Wappen des Hauses Spencer, der Familie Dianas.

 

Wappen des Prinzen von Wales

Geviert, Feld 1 und 4 in Rot drei schreitende hersehende blaubewehrte und -gezungte goldene englische Löwen. In Feld 2 in Gold der blaubewehrte und -gezungte rote Löwe von Schottland im doppelten roten Lilieninnenbord. In Feld 3 in Blau die silbern besaitete goldene Harfe von Irland.

Dem beigegeben sind ein Herzschild, worin das gekrönte Wappen von Wales erscheint: Geviert, Feld 1 und 4 in Gold ein schreitender hersehender, blaubewehrter und -gezungten roter englischer Löwe. In Feld 2 und 3 in Rot der gleichbewehrte Löwe in Gold. Darüber erscheint ein dreilätziger silberner Turnierkragen, der Prinz Charles als Thronfolger innerhalb der Hierarchie ausweist.

Wappen des Hauses Spencer

Geviert, Feld 1 und 4 in Silber ledig. Feld 2 und 3 in Rot eine von zwei Schragen durchflochtene goldene Fensterraute, alle Felder überdeckt von einem schwarzen Schrägbalken nach der Figur belegt mit drei silbernen Muscheln.

Schildhalter

Rechts ein steigender hersehender rotbewehrter goldener Löwe gekrönt mit der Krone des Prinzen von Wales in natürlicher Farbe und am Hals belegt mit einen dreilätzigen silbernen Turnierkragen, links ein steigender rotgezungter und -bekrallter hermelinfarbener Greif, der Schnabel und die Klauen golden, die Flügel in Goldhermelin, der Hals gekrönt mit einer mit Tatzenkreuzen und Lilien abwechselnd gezackten goldenen Krone, dieser angefügt eine goldene Kette, welche den Rücken umwindend zwischen den Vorderläufen verläuft.

Motto

DIEU DEFEND LE DROIT (Gott verteidigt das Recht) – Wahlspruch der Familie Spencer.

Dianas Wappen nach der Scheidung

By SodacanThis vector image was created with Inkscape. – Own work, CC BY-SA 3.0, Link

Nach ihrer Scheidung nahm Sie das Wappen ihres Vaters wieder an. Dieses wurde um eine königliche Krone ergänzt.

Die Muscheln aus dem Wappen von Prinzessin Diana finden sich übrigens auch in den Wappen ihrer Söhne Prinz William und Prinz Henry wieder.

1. Juli 2021/von Alexandra Scheiderbauer
https://pro-heraldica.de/wp-content/uploads/2017/08/640px-Coat_of_Arms_of_Diana_Princess_of_Wales_1996-1997.svg_.png 460 640 Alexandra Scheiderbauer https://pro-heraldica.de/wp-content/uploads/2018/07/Logo_156-hoch.png Alexandra Scheiderbauer2021-07-01 09:46:562024-11-28 09:59:01Das Wappen von Lady Di
Adelswappen

Das Wappen von William und Kate

Wie aus zwei Wappen eines wird (zumindest in Großbritannien), zeigen wir in diesem Beitrag. Ursprünglich hatten und haben sowohl William als auch Kate ein eigenes Wappen. Aber seit Ihrer Hochzeit gibt es auch ein gemeisames Ehewappen.

Das Wappen von William

An seinem 18. Geburtstag am 21.06.2000 erhielt William, der Enkel der britischen Königin, von seiner Großmutter Elizabeth II. von Großbritannien sein eigenes Wappen verliehen.

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Es zeigt das vierfeldrige Wappen des Königreichs:

Feld 1 und 4: in Rot die drei schreitenden hersehenden blaugezungten goldenen englischen Löwen.
Feld 2 in Gold den blaubewehrten und -gezungten roten Löwen von Schottland im doppelten roten Lilieninnenbord.
Feld 3 in Blau die silbern besaitete goldene Harfe von Irland.
Den Schild umgibt das goldengesäumte blaue Band des Hosenbandordens mit den Worten „Honny soit qui mal y pense“ – „Ein Schelm, der Schlechtes dabei denkt“.

Auf dem Schild die Prinzen-Krone und darauf der Helm mit der Prinzen-Krone und als Zier den hersehenden gekrönten Löwen.

Schildhalter sind rechts der hersehende rotbewehrte gekrönte goldene Löwe (England) links das schottische goldenbewehrte silberne Einhorn, das um den Hals die goldene Prinzenkrone trägt.

In Großbritannien ist das System der Cadency wirksam, das neben den eigentlichen Figuren im Wappen durch entsprechende Beizeichen (sogenannte Brisuren) die Abstammung und die aktuelle Position eines Wappenträgers in seiner Familie widerspiegelt.
Im Fall von Prinz William weisen ihn die vier Felder seines Wappens als Sproß der königlichen Familie aus. Die silbernen sogenannten dreilätzigen Turnierkragen, die über den Schild, die Schildhalter und den Helmzier-Löwen gelegt sind, zeigen ihn als ältesten Sohn seines Vater Prinz Charles und als solcher als potentiellen Thronerben nach diesem. Der Turnierkragen (Brisur) vom William trägt auf der mittleren Bahn eine rote Seemuschel, die aus dem Wappen seiner Mutter, Lady Diana Spencer stammt. Diese Brisur zeigen auch der Helmzier-Löwe, der Schildhalter-Löwe und das Schildhalter-Einhorn.

Nebenbei bemerkt: auch Prince Charles‘ Wappen ist mit diesem Turnierkragen versehen, allerdings ist es das königliche Wappen mit Königskrone, angereichert mit einem Mittelschild des Wappens von Wales in seiner Eigenschaft als Prince of Wales. Er wird es solange in dieser Form führen, bis die Queen abdankt und er (vielleicht) den Thron besteigt. Vielleicht dankt die Queen ja auch zugunsten ihres Enkels ab.

Das Damenwappen von Kate

Das Wappen der Familie Middleton entstand in Vorbereitung der Vermählung von William und Kate und wurde der Familie kurz vor der Trauung verliehen.

Middleton-Coat-of-Arms

Catherine Middleton, nunmehr Herzogin von Cambridge, führt als Herzogin das Middleton-Wappen in Verbindung mit dem Wappen ihres Gemahls.

Coat_of_Arms_of_Catherine,_Duchess_of_Cambridge

Das herzogliche Wappen von William und das Middleton-Wappen wurden in einem gemeinsamen Schild kombiniert, den Schild deckt die Krone eines Thronerben. Jedoch als Schildhalter für die Frauenseite wurde eine goldenbewehrte silberne Hindin (Hirschkuh) anstelle des schottischen Einhorns gewählt, das wir von Williams Wappen kennen. Die Hindin hat eine lange Tradition als königliches Zeichen in der englischen Geschichte seit dem 14. Jahrhundert.

Das Ehewappen von William und Kate

Damit sind wir inhaltlich schon fast bei dem gemeinsamen Ehewappen von William und Catherine angekommen, das die beiden am 27. September 2013 vorgestellt haben. Entstanden ist es wie alle königlichen englischen Wappen unter der Leitung des englischen Garter King of Arms Thomas Woodcock.

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Das Ehewappen ist als Allianzwappen (zwei aneinandergelehnte Schilde) dargestellt, rechts das oben beschriebene Wappen von William mit dem Band des Hosenbandordens und allen Brisuren, links das Middleton-Wappen mit einem Eichenkranz als Pendant zum Hosenbandorden. Die Stelle der Hindin hat nun wieder das schottische Einhorn eingenommen.

9. Januar 2021/von Alexandra Scheiderbauer
https://pro-heraldica.de/wp-content/uploads/2013/09/Combined_Coat_of_Arms_of_William_and_Catherine_the_Duke_and_Duchess_of_Cambridge.png 433 500 Alexandra Scheiderbauer https://pro-heraldica.de/wp-content/uploads/2018/07/Logo_156-hoch.png Alexandra Scheiderbauer2021-01-09 11:45:012024-11-28 09:34:36Das Wappen von William und Kate
Familienwappen, Adelswappen

Das Familienwappen von Weizsäcker

Heute wäre der 100. Geburtstag unseres früheren Bundespräsidenten Richard Karl Freiherr von Weizsäcker (*15.04.1920 in Stuttgart, † 31. Januar 2015 in Berlin).

Im Band I des Generalregister Wappenführender Familien haben wir das Wappen von Weizsäcker gezeigt und sind ausführlich auf die Geschichte des Wappens eingegangen.

Übrigens hat Dr. Ottfried Neubecker, der maßgeblich an der Gründung und Entwicklung von Pro Heraldica beteiligt war und im Jahr 1982 in Anerkennung der um Volk und Staat erworbenen Besonderen Verdienste das Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland erhielt, auch die Wappen der beiden Bundespräsidenten Heinrich Lübke und Gustav Heinemann gestaltet. Für den ehemaligen Bundespräsidenten Roman Herzog hat Pro Heraldica unter Harald Heimbach die Familienforschung übernommen.

Hier ein Auszug aus dem Generalregister Wappenführender Familien Band I, 1945-1985:

Das Familienwappen von Weizsäcker mit Signatur von Richard v. Weizsäcker

Handsigniertes Exemplar des Generalregister Wappenführender Familien, Band I, 1945-1985. Das Familienwappen von Weizsäcker mit Signatur von Richard v. Weizsäcker

 

Eine historische Wappenstiftung:

Das Familienwappen des Bundespräsidenten Freiherrn von Weizsäcker

Die genealogische Übersicht über das Geschlecht von Weizsäcker ist an mehreren leicht zugänglichen Orten veröffentlicht. Zweck der folgenden Zeilen soll, sein, unbeantwortet gebliebene Fragen zu beantworten. Diese sind:

1. Schrieb sich der Erwerber des Freiherrnstandes Karl oder Carl?

2. Wann und auf welche Weise ist das freiherrliche Wappen entstanden?

3. Worauf gründet sich die “Adelspartikel” in der Zeit vor 1916?

 

1. Die Durchsicht der württembergischen Staatshandbücher und der Personalakten ergibt eindeutig: Karl mit K. Alle genealogischen Publikationen schreiben voneinander ab: Carl mit C.

2. Das freiherrliche Wappen ist erst im Jahre 1916 anlässlich der Erteilung des erblichen Freiherrenstandes geschaffen worden. Dass es auf einem überlieferten Wappen beruht, außerdem Elemente des Wappens von Meibom verwertet hat, ist bekannt. Auf welche Weise die Anleihen vorgenommen und kombiniert worden sind, wurde bisher noch nicht dargelegt.

3. In allen genealogischen Publikationen, die den württembergischen Personaladel erwähnen, welcher die Erhebung in den erblichen Freiherrnstand vorausging, fehlen die Tagesdaten, zum Teil sogar die Jahreszahlen.

Der Erwerber des Freiherrntitels, der Großvater des jetzigen Bundespräsidenten, hat eine bemerkenswert konsequente Laufbahn durchlebt, die hier nur soweit nötig heranzuziehen war.

Er war der Sohn von Karl Heinrich Weizsäcker, geboren in Öhringen am 11.12. 1899 (2), seit dem 29.3.1861 durch Verleihung des Ritterkreuzes des Ordens der württembergischen Krone personaladlig, d.h. befugt, seinem Namen ein “v” voranzusetzen. Dieser Zusatzbuchstabe wurde in allen Personalbogen, wo es angängig war, nachgetragen.

Der Personaladel

Der Personaladel war eine württembergische Spezialität, die neben der Einteilung der Untertanen in Rangklassen durch das Statut des am 23.9.1918 gestifteten Ordens der württembergischen Krone geschaffen worden war. Bis 1892 stand der Personaladel allen Inhabern dieses Ordens, ursprünglich: Großkreuzen, Kommenthuren und Rittern zu.

Seit der Umorganisation vom 19.09.1870 verbleib dieses Privileg, nur den nunmehrigen vier oberen Klassen, Großkreuzen, Kommenthuren mit bzw. ohne Stern, Ehrenrittern (ab 1892 Ritttern erster Klasse gleichzusetzen). Der am 11.8.1892/1.9.1892 geschaffenen Stufe der Ritter zweiter Klasse wurde dieses Vorrecht ebenso wenig zuteil wie allen Klassen des Friedrichs-Ordens.

Den personaladligen Personen  war neben der Titelführung gestattet, das Ordenszeichen ihrem Wappen beizufügen. Wenn ein Wappen fehlte, so wurde es nicht verliehen, wie überhaupt so wenig Konsequenzen im gewandelten bürgerlichen Leben aus dem Personaladel erwuchsen, dass die Kritik an dieser Einrichtung etwa seit der Jahrhundertwende nicht verstummte und schließlich am 1. September 1913 mit der Aufhebung durch königliche Verordnung (3) erfolgte.

Wie weit der Personaladel den Ehefrauen zugute kam, ist in der spärlichen Literatur (4) umstritten. Aus den Ordenslisten geht aber hervor, dass Damen ebenfalls mit “v” eingetragen werden konnten.

Der Personaladel stand gemäß der am 18.10.1821 gegebenen Rangordnung der Königlichen Diener und Beamten der ersten bis vierten Rangstufe zu (5). Es war hier nicht zu untersuchen, ob es Personen gab, die ohne Verleihung des Kronenordens bereits dank der Rangordnung personaladlig waren.

Da der Freiherrntitel an Karl von Weizsäcker zu einem Zeitpunkt verliehen worden ist, als er bereits die Adelspartikel führen durfte, erhebt sich die Fragen, aus welchem Anlass er und eventuell seine Vorfahren im Mannesstamm bereits als “von Weizsäcker” zu titulieren waren.

Karl Heinrich Weizsäcker (1822-1899) erhielt am 29.3.1861 den Kronenorden und war von da an personaladlig. Hieran änderte sich natürlich nichts durch die Beförderung zum Kommenthur am 7.8.1877.

Sein Sohn Karl Hugo, geboren Stuttgart 25.2. 1853, gestorben ebd., 2.2.1926, erhielt 1900 das Ehrenkreuz des Kronenordens, anscheinend im Zusammenhang mit seiner Ernennung zum Chef des Departements des Kirchen- und Schulwesens, die ihm ohnehin den Personaladel bescherte, dann Präsidenten des Staatsministeriums usw. und am 2.2.1906 das Großkreuz dieses Ordens. Dessen ältester Sohn Karl Viktor ist am 4.9.1914 in Frankreich gefallen und kam also nicht mehr in den Genuss des erblich verliehenen Freiherrntitels. Das gilt natürlich auch für ERnst Viktor, geboren, 24.1., gestorben 3.2.1915. Alle anderen Nachkommen von Karl Hugo Freiherrn von Weizsäcker sind Freiherrn bzw. Freiinnen von Weizsäcker mit dem gleichen, seit 1916 neu gestalteten Wappen. Nur diese Träger des Namens von Weizsäcker sind zur Führung des Wappens befugt, besonders nicht die verschiedenen personaladligen von Weizsäcker, z.B.: Theodor (1880, 1889 Kommenthur, 1899 Kommenthur mit Stern, 1906 Großkreuz), Wilhelm (1895 Ehrenkreuz). Karl Hugo (1853-1926) war, wie bekannt, seit dem 8.7. 1879 mit Viktorie Wilhelmine Sofie Pauline v. Meibom verheiratet. Bei der Gestaltung des Familienwappens wurde das Wappen des Geschlechts v. Meibom herangezogen und war in einer Form, die von allen einschlägigen Publikationen so sehr abweicht, dass man annehmen möchte, die Weizsäcker´sche Form sei aufgrund von Beschreibungen ohne Einsichtnahme in heraldische Literatur entstanden. Zu dieser Vermutung darf man gelangen, weil die Abbildungen in der Literatur mit Originalsiegelabdrucken in der großen Siegelsammlung des Deutsche Museums für Familienwappen übereinstimmen (6).

Die Erhebung in den Freiherrnstand

Aus Anlass seines 25jährigen Regierungsjubiläums erhob König Wilhelm II. unter dem 5. Oktober 1916 den Präsidenten des Württembergischen Staatsministeriums mit folgendem Schreiben in den erblichen Freiherrnstand:

Mein lieber Präsident des Staatsministeriums, Staatsminister der Auswärtigen Angelegenheiten Dr. von Weizsäcker!

Um Ihnen für die langjährigen und ausgezeichneten Dienste, die Sie dem Lande und der Krone in den höchsten staatlichen Ämtern geleistet haben und Ihrer gegenwärtigen Stellung in schwerer verantwortungsvoller Zeit noch leisten, eine besondere Anerkennung und Auszeichnung, sowie einen Beweis meiner persönlichen Dankbarkeit und Wertschätzung zu Teil werden lassen, habe ich mich bewogen gefunden, Sie am Vorabend meines 25jährigen Regierungsjubiläums in den erblichen Freiherrnstand des Königreichs sportelfrei zu erheben.

Indem ich hoffe, Ihnen und Ihrer Familie durch diese Ehrung eine Freude zu bereiten, bin ich mit der Versicherung meiner unwandelbaren wohlwollenden Gesinnung

Ihr gnädiger König

m.p. Wilhelm.

Stuttgart,

den 5. Oktober 1916.

 

An den Präsidenten des Staatsministeriums,

Staatsminister der auswärtigen Angelegenheiten

Dr. von Weizsäcker

 Wappen von Weizsäcker

Die hierüber ausgestellte Urkunde lautet:

 

WIR

WILHELM II.

von Gottes Gnaden König von Württemberg, tun kund zu wissen:

 Da wir die Absicht haben, dem Präsidenten unseres Staatsministeriums, Unserem Staatsminister der auswärtigen Angelegenheiten, Minister der Familienangelegenheiten unseres Hauses und Ordenskanzler Karl Hugo von WEIZSÄCKER, Dr. jur. et med.hon.c. der Universität Tübingen, Großkreuz Unseres Ordens der Württembergischen Krone und Unseres Friedrichsordens, Inhaber Unseres Wilhelmskreuzes, unserer goldenen Militär-Verdienst-Medaille, der Landeswehrdienstauszeichnung zweiter Klasse, der silbernen Jubiläumsmedaille und Unserer silbernen Hochzeitsmedaille, Großkreuz, des königlich Preußischen Roten Adler-Ordens, Inhaber des Eisernen Kreuzes zweiter Klasse mit der Spange und der Deutschen Kriegsdenkmünze für Kombattanten, Ritter des königlich Bayerischen Haus-Ritterordens vom heiligen Hubert, Großkreuz des königlich Bayerischen Verdienst-Ordens der Krone, des Großherzoglich Badischen Ordens Berthold des Ersten, des Großherzoglich Mecklenburgischen Hausordens der Wendischen Krone mit der Krone in Gold und des Herzoglich Braunschweigischen Hausordens Heinrichs des Löwen, Inhaber des Fürstlich Lippischen Ehrenkreuzes erster Klasse, Großkreuz des Österreichisch-kaiserlichen Leopold-Ordens , für die langjährigen und ausgezeichneten Dienste, die er dem Lande und der Krone in den höchsten staatlichen Ämtern geleistet hat und in seiner gegenwärtigen Stellung in schwerer verantwortungsvoller Zeit noch leistet, eine besondere Anerkennung und Auszeichnung sowie einen Beweis unserer persönlichen Dankbarkeit und Wertschätzung zu Teil werden zu lassen, haben wir uns in Gnaden bewogen gefunden, ihn am Vorabend Unseres fünfundzwanzigjährigen Regierungsjubiläums für sich uns seine ehelichen Nachkommen in den erblichen Freiherrnstand des Königreiches zu erheben.

Indem wir demzufolge ihm und seinen ehelichen Nachkommen alle mit dem Freiherrnstand verbundenen Rechte und Vorzüge hiermit verleihen, wollen Wir ihnen zugleich gestattet haben, in allen Verhandlungen, sei es vor Gericht oder außergerichtlich, den Freiherrntitel zu führen und des hiernach beschriebenen und hierneben abgebildeten Wappen sich zu bedienen.

In Blau drei goldene Weizenähren auf grünem Boden. Auf dem gekrönten Helme mit blau-goldenen Decken der aus einem schräg nach vorne stehenden Stamme hervorwachsende naturfarbene Birken- oder Maibaum des von Meibom´schen Wappens.

Wir gebieten nun hierdurch, dass alle Unsere Staatsdiener und Beamte sowie alle Unsere Untertanen den genannten Freiherrn von Weizsäcker samt seinen ehelichen Nachkommen nicht nur für Freiherrn unseres Königreichs anerkennen, sondern solche auch, wo es ihr Amt und Pflicht erfordert, bei der ihnen andurch verliehenen Freiherrnwürde jederzeit unverweigerlich handhaben sollen.

Zur Bestätigung alles dessen haben wir die gegenwärtige Urkunde eigenhändig unterzeichnet und derselben Unser großes Königliches Insiegel anhängen lassen.

So gesehen in Unserer Königlichen Residenzstadt Stuttgart am fünften Tage des Monats Oktober nach Christi Geburt im Eintausend neunhundert und sechzehn, Unserer Regierung im fünf und zwanzigsten Jahre.

gez. Wilhelm

 

Für den Staatsminister

der auswärtigen Angelegenheiten.

Staatsrat

ggez. Freiherr von Linden

 

Ob das Ausfertigungsdatum chronologisch korrekt ist, lässt sich aus den Akten des Hauptstaatsarchivs nicht herauslesen. Eher das Gegenteil. Der zeitliche Ablauf beginnt mit der Anfrage der Redaktion des Staats-Anzeigers für Württemberg. Professor Haug, welcher der begnadeten Excellenz am 6.10.1916 “eherbietigste Glückwünsche auszusprechen sich (mir) gestattet(t)”, ob die Erhebung in den Freiherrnstand im Staats-Anzeiger amtlich bekanntgegeben, in welcher Form “nichtamtlich” erwähnt werden solle” Innerdienstlich wurde festgehalten: “Exzellenz haben durch Fernsprecher danken und sagen lassen, dass eine ausdrückliche Veröffentlichung im amtlichen oder nichtamtlichen Teil des Staats-Anzeigers unterbleiben müsse, dass Exzellenz jedoch nichts dagegen erinnern wolle, wenn die Verleihung durch Einfügung der Worte “der anlässlich des Regierungsjubiläums in den Freiherrnstand erhobene Ministerpräsident Dr. von Weizsäcker an einer geeigneten Stelle der Beschreibung der weiteren Jubiläumsfeierlichkeiten erwähnt werde”.

So gesehen, indem der Staats-Anzeiger vom 7. Oktober von 1916 meldet: “Den Beginn machten die am K. Hofe beglaubigten Gesandten…”, die Handschreiben ihrer hohen Souveräne überbrachten. Es folgten die Staatsminister, in deren Namen der aus Anlass des Regierunsjubiläums in den Freiherrnstand erhobene Ministerpräsident Dr. von Weizsäcker das Königspaar in feierlicher Ansprache beglückwünschte, sodann…”Das Königspaar dankte huldvoll auf alle Glückwünsche.”

Der nächste Schritt war die Beschaffung einwandfreier Wappenvorlagen, die wegen der Kriegsverhältnisse auf Schwierigkeiten stieß. Auftraggeber war der Direktor der Königlich Württembergischen Archivdirektion in seiner Eigenschaft als Wappenzensor (7), Dr. von Schneider, welchem unter dem 24.1.1917 der damalige Unteroffizier der Ersatz-Kompanie Horb in Oberndorf am Neckar schrieb:

Der Wappenentwurf

Sehr geehrter Herr Direktor!

Anbei eine Zeichnung des Freiherr von Weizsäcker´schen Wappens. Eine zweite Zeichnung habe ich beinahe fertig. Aber das Original auf Pergament! Wenn nun die beiliegende Zeichnung allen Wünschen entspricht, so stände der Ausführung für das Diplom selbst nichts mehr im Wege. Aber nun ist Urlaubssperre bis 19.2. und man bekommt nur Urlaub, wenn amtlich belegt werden kann, dass der Urlaub nötig oder dringend ist. Hier könnte ich das Diplom kaum fertigen, da mir nicht einmal Raum und Licht zur Verfügung steht, auch die nötigen Utensilien fehlen. Ihr freundlicher Rat wäre mir ebenfalls erwünscht, ja nötig. Ihren weiteren Dispositionen sehe ich entgegen.

Mit freundlichen Grüßen und vielen Dank ergebenst

Gustav Hoetzer

Der Wappenzensor erbat sich unter dem 26.1.1917 einen Bescheid seitens der Kanzleidirektion des Ministeriums der auswärtigen Angelegenheiten, über deren Beantwortung ein Randvermerk vom 26.1.1917 aussagt: “Seine Excellenz sind mit der beiliegenden Ausfertigung des Wappens und der von dem Archivdirektor in Aussicht genommenen Anweisung an den Wappenmaler einverstanden, wollen aber nicht, dass für letzteren ein Urlaub zur Fertigung des Wappens für das Diplom erbeten wird. Hiervon habe ich den Archivdirektor mündlich verständigt.”

Wappen v. Meibom

Wappen v. Meibom
aus: H. Grote, Geschlechts- und Wappenbuch des Königreichs Hannover und des Herzogthums Braunschweig, Hannover 1852. Tafel F6.

 

Im Mai konnte der Geschäftseingang wieder aufgenommen werden, indem das Ministerium der auswärtigen Angelegenheiten (Staatsrat von Linden) dem Ministerium des Inneren eine Abschrift des Freiherrendiploms und eine Skizze des dem Staatsminister Dr. Freiherrn von Weizsäcker verliehenen Wappens mit dem Erfolg zur Verfügung stellte, dass nunmehr die Eintragung in die Personal-Matrikel des nichtbegüterten Erbadels im Königliche Württemberg erfolgen konnte. Darüber wurden am 14.Januar 1918 ein Aktenvermerk folgenden Inhalts angelegt: “Seiner Exzellenz vorzulegen.”

Nach Rektor W. in Calw. aus: O. v. Alberti, Württemberg. Adels- und Wappenbuch 2. Bd., Stuttgart 1899-1916 Nr. 3820

Nach Rektor W. in Calw.
aus: O. v. Alberti, Württemberg. Adels- und Wappenbuch 2. Bd., Stuttgart 1899-1916 Nr. 3820

 

Nach Mitteilung S.E. des Herrn Staatsrats von Linden ist die Erhebung in den Freiherrnstand sportelfrei erfolgt. Das Ministerium der auswärtigen Angelegenheiten ging bei seinem Antrag in die Personal-Matrikel davon aus, dass diese auch sportelfrei erfolgt. Ich teile diese Ansicht und bitte Seine Exzellenz um geneigte Zustimmung.” Als Begründung wird festgehalten “der Nachlass, der gemäß Sporteltarif Nr. 2,1,c im Mindestbetrag von 30M angesetzten Sportel wird im Gnadenweg verfügt, da auch die Erhebung in den Freiherrnstand sportelfrei erfolgt ist.”

Die Sachkosten für das Wappen

Nun konnte auch abgerechnet werden. Trotz der sportelfreien Verleihung des Freiherrntitels sind dennoch Sachkosten entstanden und vom Begnadeten mit 411,50 Mark erstattet und am 14. und 15. Mai folgendermaßen verwendet worden:

Es erhielten

der Wappenzensor die übliche Gebühr 24M

der Zeichenlehrer Gustav Hoetzer, Lehrer an der Königlichen Kunstgewerbeschule in Stuttgart für Entwurf und Ausführung des Freiherrlich von Weizsäcker´schen Adelswappens 90M

Gustav Gläser, Werkstätte für kunstgewerbliche Lederarbeiten, Stuttgart, für ein Adelsdiplom in ff roten Seidensammet gebunden die Innenseite der Decke mit 1a weißer Moiréseide ausgestattet, hierzu geliefert ein Blatt und drei Doppelblatt echte Kalbspergament-Haut extra stark zusammen 126 M 50 Pf

Wilhelm Schauffler, Hofdrehers Erben in Stuttgart (Hermann Fußlocher) für eine Adelskapsel, randiert und galvanisch vergoldet 45 M plus Teuerungszuschlag 5 M, zusammen 50M

Hermann Mergenthaler, Posamentfabrik, Stuttgart (A. Nothdurft), für Schnur und Quasten (1Paar) 6 M

Louis Bode, Lithographische Anstalt und Steindruckerei in Stuttgart, für den Druck des Kopfbogens (Pergamentdruck) 6M

C.F. Authenrieth, Stuttgart, für 1/4 kg Siegellack 8 M

Summe 310 M 50 Pf

 

Hinzu kamen 101 Mark “Kanzleigeschenk”, das gemäß einem Vorschlag von Staatsrat von Linden folgendermaßen verteilt wurde: Sekretär Weber, der das Diplom geschrieben hat 46 M

Sektretär Bander 40M

Hausverwalter Dobler 10M

Portier Boldt 5M

zusammen 101M

 

Anmerkungen:

(1) vor allem: Genealogisches Handbuch der freiherrlichen Häuser B, Bd.1, Bd. 7 der Gesamtreihe, Glücksburg 1954, S. 461-464; Bd. 62 der Gesamtreihe, Freiherrn B, Band VI, S. 446-448

(2) Allgemeine Deutsche Biographie, 55. Band, Leipzig 1910, S. 27-38

(3) Regierungsblatt für das Königreich Württemberg, Dienstag, den 2. September 1913, S. 221

Schwäbischer Merkur, Mittwoch 3. September Nr. 408 Mittagsblatt, kommentarlose Meldung, “Aufhebung des Personaladels in Württemberg” a.a.O. Schwäbische Kronik, des Schwäbischen Merkurs zweite Abteilung, Mittwoch, 3. September 1913, Nr. 409, Abendblatt. Kommentar, eine Kurze Schilderung der Bemühungen, die Regierung zur Abschaffung des “alten Zopfes” zu bewegen und Genugtuung über den plötzlichen Erfolg.

(4) Friedr. Freiherr von Gaisberg-Schöckingen: Das Königshaus und der Adel von Württemberg, Pforzheim o.J. (1908), S. 21 und S. 69: “Der Personaladel ist von Hause aus natürlich nur für die für ihre Verdienste um den Staat damit geehrte Person gedacht, er wird aber ohne weiteres auf die Ehefrau übertragen, was ohne Zweifel eine Überschreitung des Begriffes Personaladel bedeutet, wenn sie auch wohl von jeher geduldet worden zu sein scheint, eine Bestimmung hierüber ist mir nicht bekannt.” Hingegen v. Owstien: Adelsrechtliche Fragen, in: Deutsches Adelsblatt, Nr. 49,3.12.1932, S. 692, Ziff. 14. “In Württemberg war der persönliche Adel mit der Bezeichnung “von” verbunden mit der Verleihung des Militär-Verdienst-Ordens und der vier obersten Klassen des Ordens der Württembergischen Kräne und an alle Inländer, die die Staatsämter der vier obersten Rangstufen erlangten. In Württemberg war der persönliche Adel deshalb sehr verbreitet; er wurde durch Königliche Verordnung vom 1. September 1913, jedoch verbleib er denjenigen, die ihn vorher bereits erlangt hatten, es leben daher noch zahlreiche Träger des württembergischen persönlichen Adels. Die Frauen der persönlichen Adligen nahmen in Bayern gewohnheitsrechtlich an dem Adel teil, in Württemberg wurde dagegen der persönliche Adel nicht auf die Ehefrau des Beliehenen ausgedehnt.”

(5) Die Rangordnung ist bis zum Ende der Monarchie u.a. in den Staatshandbüchern von Württemberg abgedruckt.

(6) Der angeblich 1580 verliehene Reichsadel wurde 1755 bestätitgt und erneuert. Die Angaben in der heraldischen Literatur variieren stark und sind an manchen Stellen offensichtlich ungenau und nur auf Siegelabdrucke gestützt, die von der Urform weitgehend abweichen.

(7) Das Amt des Wappencensors erscheint im Hof-und Staatshandbuch des Königreichs Württemberg

15. April 2020/von Alexandra Scheiderbauer
https://pro-heraldica.de/wp-content/uploads/2013/07/Wappen-von-Weizsaecker-205x300.jpg 300 205 Alexandra Scheiderbauer https://pro-heraldica.de/wp-content/uploads/2018/07/Logo_156-hoch.png Alexandra Scheiderbauer2020-04-15 15:48:372022-12-02 15:10:57Das Familienwappen von Weizsäcker
Adelswappen

Prinz Luitpold und sein Familienwappen

Immer wieder weisen wir unsere Kunden darauf hin, dass sie ein Wappen nur mit entsprechender Führungsberechtigung nutzen dürfen. In Bayern ging nun ein Fall sogar vor Gericht.

Prinz Luitpold, der Urenkel von König Ludwig III., klagte gegen eine Firma, die Souvenirs wie T-Shirts oder Mützen mit seinem Familienwappen vertrieb.

Da das Wappen seiner Familie zugeordnet ist, darf nicht einfach ein anderer dieses auf Shirts oder Mützen anbringen und diese dann auch noch verkaufen.

Bereits in einer ersten Verhandlung stellte das Gericht klar: Es würde, sollten sich die Parteien nicht auf einen Vergleich einigen, zugunsten Prinz Luitpolds entscheiden. Der Streitwert belief sich auf 100.000 Euro. Beide Parteien waren also angehalten, sich zu vergleichen.

Die Richter begründeten ihre Entscheidung wie folgt: Das Emblem auf den Produkten greift wesentliche Bestandteile des Wittelsbacher Familienwappens auf und verletze daher das Namensrecht von Prinz Luitpold.

Nun sind die beiden Parteien dem Vorschlag des Gerichts gefolgt und haben sich verglichen. Die Kulturgut AG als Betreiber der Souvenirgeschäfte habe sich mit Luitpold Prinz von Bayern auf einen Vergleich geeinigt, teilte das Landgericht München I am Dienstag mit. Jetzt haben die Geschäfte noch einen Monat Zeit, die Waren zu verkaufen. Anschließend müssen die Produkte aus dem Verkauf genommen werden. Damit bekam Prinz Luitpold also Recht, dass ein Familienwappen nicht einfach von nicht führungsberechtigten Personen verwendet werden darf.

Immer wieder weisen auch wir darauf hin, dass wer ein historisches Wappen führen möchte, auch nachweisen muss, dass die heutige Familie in ununterbrochener Reihenfolge vom Wappenstifter abstammt. Nur dann ist die Annahme eines bereits bestehenden Wappens erlaubt. Dies dürfte im oben genannten Fall ausgeschlossen sein.

Leider finden wir auch in der Heraldik immer wieder Fälle, in denen die wappenführenden Familien davon ausgehen, dass Namensgleichheit ausreicht, um ein Wappen führen zu dürfen. Auch hier verweisen wir darauf, dass eine Abstammung vom Wappenstifter eine Voraussetzung dafür ist und nicht jeder mit dem Namen Müller ein beliebiges Müller-Wappen führen darf.

Sollten Sie in Ihrer Familie ein Wappen haben, dessen Herkunft sie nicht kennen, macht es unter Umständen Sinn, die Führungsberechtigung überprüfen zu lassen, damit sie nicht am Ende ein böses Erwachen haben, wenn der wahre Führungsberechtigte dies bemerkt und die Rechte für sich beansprucht.

29. August 2019/von Alexandra Scheiderbauer
https://pro-heraldica.de/wp-content/uploads/2018/07/Logo_156-hoch.png 0 0 Alexandra Scheiderbauer https://pro-heraldica.de/wp-content/uploads/2018/07/Logo_156-hoch.png Alexandra Scheiderbauer2019-08-29 14:39:242024-11-28 11:52:17Prinz Luitpold und sein Familienwappen
Unkategorisiert, Adelswappen, Familienwappen

Loriot wird 95

Bernhard Victor Christoph-Carl von Bülow, besser bekannt unter dem Namen Loriot, würde heute seinen 95. Geburtstag feiern (*12. November 1923 in Brandenburg an der Havel – † 22. August 2011 in Ammerland am Starnberger See).

Loriot war als Komödiant, Zeichner und Schriftsteller über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannt. Bis heute verbindet man mit ihm die Revolutionierung des Humors in den 70er und 80er Jahren.

Künstlernahme angelehnt an Wappenvogel

Loriot war ein Spross einer mecklenburgischen Uradelsfamilie namens von Bülow. Wie aber kam Vicco von Bülow dazu, sich den Künstlernamen „Loriot“ zuzulegen? Die Erklärung ist eigentlich recht einfach: Auf dem Helm des Wappens sitzt zwischen zwei mit goldenen Kugeln bezeichneten blauen Büffelhörnern ein Pirol – hier in Deutschland auch unter den Namen Golddrossel, Kirschvogel und Pfingstvogel bekannt – im Französischen aber heißt der Vogel mit dem überaus melodischen Ruf: Loriot. Daher also der Name!

Loriot wurde als Sohn des Polizeimajors Johann-Albrecht von Bülow und seiner Gattin Charlotte von Roeder 1923 geboren.Seine Familie war seit Jahrhunderten in Mecklenburg ansässig. Seit 1927 wuchs Loriot gemeinsam mit seinem Bruder bei seiner Großmutter in Berlin auf. Seine Eltern ließen sich 1928 scheiden und seine Mutter verstarb bereits 1929. Der Vater heiratete erneut und nahm die Kinder 1933 wieder zu sich. 1938 zog die Familie nach Stuttgart, wo Vicco von Bülow an Eberhard-Ludwigs Gymnasium 1941 das Notabitur ablegte. Er begann eine Offizierslaufbahn und kämpfte bis 1944 an der Ostfront. Nachdem er nach dem Krieg das vollständige Abitur abgelegt hatte, studierte Loriot Malerei und Grafik an der Kunstakademie in Hamburg. Anschließend arbeitete er als Werbegrafiker und moderierte ab 1967 für die ARD. 1971 erfand Loriot den Fernsehhund Wum, der als Maskottchen für die Aktion Sorgenkind fungierte. Damit wurde Loriot auf einen Schlag berühmt. In den 70er Jahren produzierte er zusammen mit Evelyn Hamann für Radio Bremen seine berühmtesten Sketche.

In den 80er und frühen 90er Jahren feierte Loriot auch im Kino Erfolge. Seine Filme Ödipussi und Pappa ante Portas wurden Kassenschlager.

2006 zog sich Loriot als Fernsehschaffender offiziell zurück und lebte mit seiner Frau, die er 1951 heiratete, bis zu seinem Tod am 22. August 2011 zurückgezogen am Starnberger See.

Das Wappen von Bülow

Im 18. Band der Allgemeinen Deutschen Wappenrolle (Seite 30/31) findet sich das Wappen von Loriot.

Familienwappen von Bülow

Familienwappen von Bülow

Die Blasonierung lautet wie folgt:
In Blau vierzehn (4,4,3,2,1) goldene Kugeln. Auf dem gekrönten Bügelhelm zwischen zwei mit je sieben goldenen Kugeln belegten Büffelhörnern ein naturfarbener Pirol, einen goldenen Ring im Schnabel haltend.

 

Happy Birthday, Loriot!!!!

12. November 2018/von Alexandra Scheiderbauer
https://pro-heraldica.de/wp-content/uploads/2013/11/Buelow-Wappen.png 239 161 Alexandra Scheiderbauer https://pro-heraldica.de/wp-content/uploads/2018/07/Logo_156-hoch.png Alexandra Scheiderbauer2018-11-12 10:12:292021-03-22 10:10:39Loriot wird 95
Adelswappen

Geburtstag Otto von Bismarck

Quelle: ''Bismarck. Des eisernen Kanzlers Leben in annähernd 200 seltenen Bildern nebst einer Einführung''. Herausgegeben von Walter Stein. Im Jahre des 100. Geburtstags Bismarcks

Quelle: “Bismarck. Des eisernen Kanzlers Leben in annähernd 200 seltenen Bildern nebst einer Einführung“. Herausgegeben von Walter Stein. Im Jahre des 100. Geburtstags Bismarcks

Otto von Bismarck, der „Eiserne Kanzler“, würde heute seinen Geburtstag feiern.

(* 1. April  1815 in Schönhausen; † 30. Juli 1898 in Friedrichsruh bei Hamburg)

Er war wohl der bedeutendste Politiker des 19. Jahrhunderts.

Wie kaum einer zuvor hat Otto von Bismarck die neuere Geschichte Deutschlands beeinflusst. Er begann seine politische Karriere als Vertreter der Interessen der Junker im Kreis der Konservativen, wurde später Diplomat und schließlich Ministerpräsident von Preussen, wo er -auch aufgrund seiner Herkunft- für die Vormachtstellung der Monarchie gegen die Liberalen kämpfte (Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Otto_von_Bismarck).

Nach der Gründung des Deutschen Reiches im Jahr 1871 wurde Otto von Bismarck der erste Kanzler. Seine Amtszeit dauerte bis zum Jahre 1890 an .

Die Stellung von Otto von Bismarck drückt sich auch wunderbar in einem Zitat von Kaiser Wilhelm I. aus, der einst sagte: „es ist nicht immer leicht, unter diesem Kanzler Kaiser zu sein!“

Wir hatten in unserem Blogbeitrag Die Serviettenringe von Familie von Bismarck – Gelebte Tradition  bereits darüber berichtet, wie konsequent in dieser Familie Tradition und der Familienzusammenhalt gelebt werden. Zu Hochzeiten und Geburten gibt es silberne Serviettenringe oder silberne Schnapsgläser, und auch zu anderen Anlässen greift man im Hause von Bismarck gerne auf Modelle aus unserer Fine-Arts-Kollektion zurück.

Anbei sehen Sie einen Auszug aus unserer Allgemeinen Deutschen Wappenrolle über das Wappen von Bismarck.

Familienwappen Otto von Bismarck

von Bismarck

aus Stendal/Sachsen-Anhalt

In Blau ein goldenes Kleeblatt, besteckt im Dreipaß mit drei silbernen Eichenblättern. Auf dem gekrönten Helm mit blau-silbernen Decken eine goldene Krone angestemmt zwischen zwei silbern-grau übereckgeteilten offenen Büffelhörnern.

 Führungsberechtigt sind: Friedrich Bernhard Christian Victor, gen. Fried, von Bismarck, Verlagsleiter, * Freiburg/Elbe 30.05.1946, seine Ehefrau Anna Gertrud, geb. Scheuten, Betriebswirtin, * Göttingen 23.07.1963, seine ehelichen Nachkommen uim Mannesstamm beiderlei Geschlechts sowohl alle übrigen Mitglieder des Familienverbands gemäß des von Heinrich von Brismarck bearbeiteten „Stammbuchs des Altmärkisch-uradlichen Geschlechts von Bismarck von 1200-1900“ von Hermann Hans Valentin von Bismarck (erweiterter Nachdruck, Darmstadt 1974) als auch deren eheliche Nachkommen im Mannesstamm.

Stammreihe von Bismarck

In der unten stehenden Abbildung der Schönhauser Linie des Hauses Bismarcks kann man sehen, dass der in der obigen Stammreihe aufgeführte Bernhard Friedrich Alexander Ferdinand Roman ein Bruder von Otto von Bismarck ist.

Ahnentafel-Bismarck

aus: Jochen Thies, „Die Bismarcks – Eine deutsche Dynastie“

1. April 2017/von Dr. Harald Heimbach
https://pro-heraldica.de/wp-content/uploads/2013/03/Familienwappen-von-Bismarck1.png 743 752 Dr. Harald Heimbach https://pro-heraldica.de/wp-content/uploads/2018/07/Logo_156-hoch.png Dr. Harald Heimbach2017-04-01 10:05:152018-11-07 16:58:23Geburtstag Otto von Bismarck
Adelswappen, Familienforschung, Familienwappen

Wege zur rechtmäßigen Wappenführung

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Nirgendwo ist in der Heraldik und Genealogie so viel Unsinn getrieben worden wie in den letzten 200 Jahren zum Thema Familienwappen. Und wir werden immer wieder gefragt: was macht ein ordnungsgemäßes Wappen aus? Wie definiert sich eine Führungsberechtigung? Was unterscheidet ein bürgerliches von einem adeligen Wappen? Diese Fragen beantwortet Harald Heimbach heute und veranschaulicht diese an Beispielen.

Rechtmäßige Wappenführung

Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten der rechtmäßigen Wappenführung. Die erste Möglichkeit der rechtmäßigen Führung eines Familienwappens ist, dass ein solches schon aus der Historie der Familie vorhanden ist. Hier muss allerdings einer der Stammväter eine solche Tradition begründet haben. Wir gehen davon aus, dass über die Hälfte der Wappen, die wir eingereicht bekommen, nicht registrierungsfähig sind, da sie weder den heraldischen Regeln entsprechen noch eine Führungsberechtigung für das jeweilige Familienwappen gegeben ist.

Namensgleichheit und Führungsberechtigung

Für die meisten Familiennamen gibt es nämlich mehrere Wappen in der Literatur. Allein auf den Namen Heimbach, der nicht allzu häufig vorkommt, konnten wir 16 Familienwappen in der deutschsprachigen Literatur ausfindig machen. Jetzt ist es aber nicht möglich zu sagen, ich suche mir davon das aus, das mir am besten gefällt und dieses anzunehmen, weil es auf meinen Namen lautet. Das Recht auf eine historische Wappenführung leitet sich nicht aus einer Namensgleichheit sondern aus einer genealogischen Herkunft ab. Das bedeutet, wenn wir einer Familie ein historisches Wappen zusprechen wollen, müssen wir definitiv nachweisen, dass sie lückenlos vom Stifter eines Wappens abstammt.

Heraldische Reisende um 1900

Hier unterscheidet sich seriöse Heraldik von unseriöser Heraldik. Ich betone dies, da es vor allem in der Kaiserzeit schick war, ein Familienwappen zu führen. Es zogen damals sogenannte heraldische Reisende durch die Lande und haben industriellen Familien, Gastwirtsfamilien, reichen Bauernfamilien Wappen angedient. Aus der Literatur wurden damals namensgleiche Wappen herausgesucht, z.B. aus dem Siebmacher, und dieses dann den Familien angeboten. So sind vor allem in der Zeit um 1900 viele Wappen in Familien gekommen, wo sie eigentlich nichts zu suchen haben. Diese Wappen wurden nicht hinterfragt und wurden von Generation zu Generation weitergegeben. Nicht selten passiert es, dass wir ein solches Wappen heute eingereicht bekommen und den Familien mitteilen müssen, dass sie ein Wappen führen, das ihnen nicht zusteht und mit dessen Führung sie sich rein rechtlich gesehen sogar strafbar machen.

kein historisches Wappen ohne Familienforschung

Das bedeutet: Der Weg zur Führung eines historischen Familienwappens führt zwangsläufig über eine Familienforschung. Ich muss wissen, wer waren meine Vorfahren, wo kommen sie her, was für einen sozialen Stand hatten sie. Und nur wenn dieser entsprechend hoch war, besteht überhaupt die Chance, auf ein historisches Wappen zu stoßen.

Wappenstiftung

Sollte kein historisches Wappen vorhanden sein, so hat nach wie vor in Deutschland jede Familie das Recht, eine solche Tradition neu zu begründen, das heißt ein Familienwappen zu stiften. Die heraldischen Regeln stammen aus der Anfangszeit der Heraldik aus dem 12. Jahrhundert und haben sich bis heute nicht verändert, d.h. eine Wappengestaltung erfolgt heute nach den gleichen Regeln wie im 12. Jahrhundert. Wir erarbeiten das Wappen mit unseren Kunden zusammen und bringen dieses dann zur Veröffentlichung und Registrierung. Auf die Wappenstiftung werden wir in einem separaten Video eingehen.

Bestandteile ordentliches Wappen

Ich möchte Ihnen jetzt noch ein paar Beispiele zeigen, wie ein ordentliches Wappen aussieht, welche Bestandteile und Farben gibt es. Wir veröffentlichen Grundsätzlich vollwappen. Dieses besteht aus dem Schild, dem Helm, den Decken, dem Oberwappen, der sogenannten Helmzier. Die persönlichen Elemente befinden sich immer im Wappenschild und in der Helmzier. Helm und Decken gehören zwangsläufig zu einem Vollwappen, haben aber nur schmückenden Charakter.

Unterschied Bürgerliche und Adlige Wappen

Der Unterschied zwischen bürgerlichen und adeligen Wappen liegt nur in wenigen Details, die heraldischen Regeln gelten also für beide Familien. Bürgerliche Wappen haben einen geschlossenen Stechhelm. Dieser kann frontal oder seitlich gezeigt werden. Den Übergang zwischen Helm und Helmzier bildet ein sogenannter Wulst. Im Gegensatz dazu ist das adlige Wappen von einem offenen Bügel- oder Spangenhelm geziert und der Übergang zwischen dem Helm und dem Oberwappen wird durch eine Krone gebildet. Wenn Sie also bürgerliche Wappen mit diesen adligen Attributen sehen, kann in aller Regel etwas nicht stimmen.

Wir haben teilweise schon bürgerliche Wappen mit Hermelinmänteln, mit kaiserlichen Kronen oder Schildhaltern gesehen. Das ist ungeheuerlich anmaßend und hat mit sauberer und seriöser Heraldik nichts zu tun.

Literatur über unseriöse Heraldik

Es gibt ein Buch, das wir immer gerne zu diesem Thema anführen. Herausgebracht vom ehemaligen Präsidenten des Herolds, Jürgen Arndt: “Der Wappenschwindel – seine Werkstätten und ihre Inhaber: Ein Blick in die heraldische Subkultur”. In dem Buch wird diese Subkultur, die um die Jahrhundertwende entstanden ist, beschrieben.

Unser Anliegen

Es ist uns ein Anliegen, unseren Kunden zu erklären, was gute und seriöse Heraldik ausmacht und wie Sie herausfinden, ob ein Wappen heraldisch richtig ist. Sie haben jederzeit die Möglichkeit, uns Wappen zur Prüfung einzusenden. Sie werden selbstverständlich im Vorfeld über anfallende Kosten informiert.   

 

2. März 2017/4 Kommentare/von Dr. Harald Heimbach
https://pro-heraldica.de/wp-content/uploads/2017/03/rechtmaessige-wappenfuehrung.jpg 338 600 Dr. Harald Heimbach https://pro-heraldica.de/wp-content/uploads/2018/07/Logo_156-hoch.png Dr. Harald Heimbach2017-03-02 12:03:402023-09-27 12:16:52Wege zur rechtmäßigen Wappenführung
Adelswappen

Geburtstag Herbert von Karajan

Wappen_derer_von_Karajan,_Reichsadelsstand_1792

By J. Siebmacher [Public domain], via Wikimedia Commons

Der Österreicher Herbert von Karajan war einer der bedeutendsten Dirigenten des 20. Jahrhunderts.  Heute würde heute seinen Geburtstag feiern. Er wurde am 5. April 1908 in Salzburg geboren und starb am 16. Juli 1989 in Anif, Salzburg. Bereits im Jahr 1912 machte er eine pianistische Ausbildung.
Von 1926 bis 1928 studierte er drei Semester lang Maschinenbau an der Technischen Hochschule in Wien und gleichzeitig Musikwissenschaft an der Universität Wien und bis 1929 an der Wiener Akademie für Musik und darstellende Kunst Klavier.
Im Jahr 1929 trat Herbert von Karajan erstmals mit dem Mozarteumorchester in Salzburg auf, 1954 wurde er Chefdirigent der Berliner Philharmoniker.

Die Familie von Karajan

Herbert von Karajan ist ein Nachkomme einer ursprünglich griechischen Familie. Diese kam im 18. Jahrhundert über Sachsen nach Österreich. Im Reichsadels-Diplom vom 1. Juni 1792 verlieh Kurfürst Friedrich August III. von Sachsen das Familienwappen an Geórgios Ioánnes Karagiánnis (Georg von Karajan). Dieser war der Urgroßvater von Herbert von Karajan. Am 11. Juli 1869 verlieh Kaiser Franz Joseph I. anläßlich der Ernennung Theodor Georg von Karajans zum Ritter des Leopold-Ordens das Ritterstands-Wappen. Dieses sah genauso aus wie das Wappen von Karajan von 1792, nur ruht auf dem Schild eine fünfzackige Ritterkrone.

Blasonierung des Wappen von Karajan

Im quadrierten Schilde mit Schildfuß 1 silbernes Feld, 2 und 3 grünes Feld, 4 goldenes Feld; mitten auf der Teilungslinie ein rotes Herz. Im schwarzen Schildesfuße ein auf grünem Hügel aufrechtstehender Kranich von natürlicher Farbe mit einem Steine in der aufgehobenen rechten Klaue. Kopf und Hals ruhen gerade auf der Teilungslinie der beiden unteren Felder. Auf dem Schilde steht ein offener, gerade vorwärtsgekehrter, blau angelaufener, rot gefütterter adeliger Turnierhelm mit goldenem Kleinod und rechts Gold und Grün, links aber Silber und Grün vermischt, herabhängenden Decken geziert und mit einem von Grün, Gold und Silber gewundenen Wulst bedeckt. Auf diesem Wulst erhebt sich ein gerade aufwärts mit dem Ringe unterwärts gestellter schwarzer, mit einem Ölzweig umwundener Anker zwischen einem offenen Fluge, dessen rechter Flügel schwarze Sachsen und silberne Schwungfedern, der linke Flügel aber grüne Sachsen und goldene Schwungfedern hat.

5. April 2016/von Alexandra Scheiderbauer
https://pro-heraldica.de/wp-content/uploads/2016/04/Wappen_derer_von_Karajan_Reichsadelsstand_1792.png 480 415 Alexandra Scheiderbauer https://pro-heraldica.de/wp-content/uploads/2018/07/Logo_156-hoch.png Alexandra Scheiderbauer2016-04-05 11:00:452022-02-24 15:10:30Geburtstag Herbert von Karajan
Adelswappen

Das Wappen von Prinzessin Madeleine von Schweden

Gestern brachte Prinzessin Madeleine von Schweden ihr zweites Kind zur Welt. Der Name des Bruders von Prinzessin Leonore ist bislang noch nicht bekannt. Der Reichsmarschall hat auf der Website des schwedischen Königshauses bekanntgegeben, dass der Sohn von Prinzessin Madeleine um 13.45Uhr das Licht der Welt erblickt hat.

Der offizielle Titel von Madeleine lautet: Ihre Königliche Hoheit Madeleine, Prinzessin von Schweden, Herzogin von Hälsingland und Gästrikland. Der Ehemann von Prinzessin Madeleine, Chris O´Neill, führt keinen Adelstitel. Er wollte auch nach nach der Hochzeit mit Madeleine US Bürger bleiben und seinen Beruf wie vor der Hochzeit ausüben. Das führen des Titels Prinz von Schweden  oder Herzog von Hälsingland und Gästrikland hätte laut königlichem Protokoll die Bedingung gehabt, dass er schwedischer Staatsbürger wird und keine weiteren Positionen in der Wirtschaft aufrecht erhält.

Das Wappen von Prinzessin Madeleine

Das Wappen ist durch ein goldenes schmales Tatzenkreuz geviert und trägt einen Herzschild.

Der Herzschild ist gespalten. Rechts in Blau und Rot, schrägrechts geteilt von einem Silber Schrägbalken mit einer goldenen pfahlgestellten Wasagarbe. Links oben in Blau ein nach rechts auffliegender goldener Adler, über dem das Sternbild „Großer Wagen“ mit sieben goldenen Sternen schwebt. Darunter eine dachförmige silberne Brücke mit zwei gezinnten Türmen, die auf einem mittleren, großen und zwei kleineren Durchgängen, über einem mit silbernen Wellen geschnittenen, silbernen Feld steht.

Im ersten und vierten Feld in Blau drei (2:1) gestellte goldene Kronen (für das kleine Reichswappen Schwedens). Im zweiten Feld liegt in Blau, auf drei silbernen schräglinken Wellenbalken, ein goldener rotgezungter und -bewehrter goldgekrönter Löwe (Folkunger-Wappen). Das dritte Feld ist senkrecht geteilt und zeigt die Wappen von Hälsingland und Gästrikland.

Auf dem Schild ruht eine goldene, fünfzackige Prinzenkrone mit Spitzenperlen und blauer Mütze mit Goldkronen. Zwischen den Spitzen sind schwarze senkrecht gestellte Wasagarben abgebildet. (Quelle: Wikipedia)

Prinsessan_Madeleine_vapen

Das Wappen von Prinzessin Madeleine, Quelle: Lokal_Profil [CC BY-SA 2.5], via Wikimedia Commons

16. Juni 2015/von Alexandra Scheiderbauer
https://pro-heraldica.de/wp-content/uploads/2015/06/Prinsessan_Madeleine_vapen.jpg 440 276 Alexandra Scheiderbauer https://pro-heraldica.de/wp-content/uploads/2018/07/Logo_156-hoch.png Alexandra Scheiderbauer2015-06-16 10:29:262018-11-08 11:10:46Das Wappen von Prinzessin Madeleine von Schweden
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