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Sie sind hier: Startseite1 / Ahnenforschung (Genealogie) und Heraldik Blog – Pro Heraldica2 / Blasonierung

Schlagwortarchiv für: Blasonierung

Städte-/Länderwappen

Wappen von Baden-Württemberg

Heute 70 Jahren wurde das heutige Baden-Württemberg gegründet. Das Gebiet im Südwesten war seit der bedingungslosen Kapitulation Deutschlands dreigeteilt in Baden, Württemberg-Baden und Württemberg-Hohenzollern.

Weiterlesen
25. April 2022/von Alexandra Scheiderbauer
https://pro-heraldica.de/wp-content/uploads/2013/05/Grosses_Landeswappen_Baden-Wuerttemberg.svg_1.png 279 500 Alexandra Scheiderbauer https://pro-heraldica.de/wp-content/uploads/2018/07/Logo_156-hoch.png Alexandra Scheiderbauer2022-04-25 08:27:532022-04-25 10:05:02Wappen von Baden-Württemberg
Familienwappen, Städte-/Länderwappen

Das Wappen von Hamburg

Hamburg entstand 1215 aus der Zusammenlegung des ursprünglichen Erzbischofsitzes Hammaburg mit der von den Schauenburger Grafen 1188 gegründeten Neustadt. Nach ansehnlichen Machtzuwachs war Hamburg praktisch, jedoch nicht faktisch seit dem 14. Jahrhundert unabhängig und behauptete seit 1510 den Reichsstadtstatus, der aber erst 1618 vom Reichskammergericht bestätigt wurde.

Blasonierung des Wappen von Hamburg

Das Wappen von Hamburg zeigt in Rot eine hervorkommende silberne Burg mit geschlossenem Rundbogentor, auf dem Zinnenkranz mit sieben Zinnen drei Türme, die beiden Äußeren vierfach gezinnt und von je einem sechszackigen silbernen Stern überhöht, der mittlere großer mit Kuppel, darauf ein Knauf und ein Kreuz. Auf dem rot-silbern bewulsteten Bügelhelm mit rot-silbernen Decken fächerweise sechs seitlich abflatternde rote Lanzenfähnchen, darauf die silberne Burg, zwischen der ersten und zweiten, der dritten und vierten und der fünften und sechsten Lanzenstange je eine natürliche Pfauenfeder. Schildhalter: rechts und links ein widersehender goldener Löwe.

Ursprung und Entwicklung des Wappen von Hamburg

Wie bei vielen anderen Städten auch geht der Ursprung des Wappen von Hamburg auf alte städtische Siegel aus dem 12./13. Jahrhundert zurück. Schon die norddeutschen Hohlpfennige Ende des 12. Jahrhunderts zeigten ein Bauwerk mit drei Türmen, aber diese Münzen waren nicht städtisch, sondern solche des Erzbischofs von Bremen und der Grafen von Holstein. In eben dieser Zeit  1190  gab es die ersten Bestrebungen der Hamburger Bürger, sich von der Oberhoheit des Grafen freizumachen, ein sich selbst ergänzender Rat wurde gewählt. (…) Vom Vermittler zwischen Landesherrn und Bürgerschaft wurde er zur Obrigkeit, der gegenüber auch die Bürger eine Vertretung brauchten. Das Wappen wurde eine Hamburger Angelegenheit und somit landesherrlichen Einflüssen entzogen.

Das Siegel- und spätere Wappenbild zeigt die Stadt- bzw. Burgmauer mit drei Türmen, über diesen befinden sich rechts und links je ein Stern und in der Mitte ein Kreuz. (…) Das Tor in der Mitte wurdemal offen, mit und ohne Fallgitter, häufig aber auch geschlossen gezeigt, endgültig wurden die Flagge und das Wappen, letzteres mit geschlossenem Tor, durch Se-natsentscheid 1834 in der noch heute gültigen Form beschlossen. (…)

Im 16. und 17. Jahrhundert gab es Versuche, das Wappenbild christlich zu interpretieren. Eine Abbildung zeigt die Jungfrau Maria im geöffneten Tor (…). Auch die älteste erhaltene farbige Abbildung des Wappens (etwa 1460) stellt ein religi?ses Motiv dar: einen Diener des Senats, betend vor der Jungfrau Maria. Hierist das Wappenbild, das Tor, in tiefem Purpurrot coloriert – fast 500 Jahre wurde das Tor bzw. die Burg als naturfarbener Ziegelrohbau dargestellt. Damit reiht sich Hamburg selbst in die freien Reichsstädte ein, die die Farben rot und weiß als Wappenfarben führten. (…)

In allen Darstellungen bis hinein in das 18. Jahrhundert zeigt sich das gleiche Bild: rotes Tor (häufig Burg genannt) auf weißem (silbernen) Grund. Außer den kleinen Abwandlungen der Darstellung taucht in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts das erste Mal das sogenannte mittlere Wappen auf, geschmückt mit Helm, Pfauenfedern und weißen Fähnlein mit roter Burg. Die wappenhaltenden „widersehenden“ L wen des großen Landeswappens waren nach den Abbildungen zu urteilen spätestens im 16. Jahrhundert in Nachahmung fürstlicher Wappen dem Wappen beigefügt worden.

Rot war die vorherrschende Farbe des offiziellen Hamburg. (…) Erst 1835 wurde weiß die offizielle Farbe für das Tor, rot für den Schild. Man passteich damit der Farbzusammenstellung an, wie sie inden meisten benachbarten Landschaften und Stäten ülich war. (…)

Hamburg nach 1945

Hamburg blieb auch nach 1945 Stadt undStaat zugleich. (…) Bis heute aber gibt es Differenzen üer die Kompetenzen und das Maßder Eigenständigkeit der sieben Bezirke. Gerade in „gewachsenen“Bezirken wie Harburg und Altona, aber auch dem schon läger Hamburg zugehöigen Bergedorf gibt es Traditionen und Eigenstädigkeiten, die noch heute Bestand haben und damit zur liebenswerten Vielfalt der Hamburger Stadtteile beitragen.(…) Ein wesentlicher Teil dieser Kraft ist sicherlich aus der freiheitlichen Tradition der alten Stadtrepublik abgeleitet. Der üer dem Rathauseingang eingemeißlte Wahlspruch bezieht sich auch darauf: „Die Freiheit, die schwer die Alten“ errungen, trachte die Jugend würdig zuerhalten.

(Quelle: „Wappen und Flaggen der Bundesrepublik Deutschlandund ihrer Länder“, herausgegeben von der Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 1994)

Hamburg unter napoleonischer Herrschaft

Wappen-Hamburg-unter-napoleonischer-HerrschaftDas Wappen von Hamburg unter napoleonischer Herrschaft zeigt unter rot ein mit drei goldenen Bienen belegten Schildhaupt in Silber auf grünem Fuß eine dreitürmige naturfarbene Burg.

29. Juni 2011/3 Kommentare/von Dr. Rolf E. Sutter
https://pro-heraldica.de/wp-content/uploads/2011/06/Hamburg-Wappen1.jpg 600 526 Dr. Rolf E. Sutter https://pro-heraldica.de/wp-content/uploads/2018/07/Logo_156-hoch.png Dr. Rolf E. Sutter2011-06-29 12:51:382022-02-23 13:37:27Das Wappen von Hamburg
Städte-/Länderwappen

Wappen von Berlin

Das älteste Berliner Siegel datiert von 1253 und zeigt den brandenburgischen Adler vor einer Stadtmauer. Im neuen großen Siegel von 1280 erscheint das ganze Wappen der Herzöge von Brandenburg. Beidseits von diesem ist je ein kleiner Schild angebracht, in welchem der Bär als redende Figur steht. Wenig später wurde der Bär dann zum alleinigen Stadtsymbol. Auf einem Siegelabdruck von 1388 ist dem Bären der brandenburgische Wappenschild an einem Seil um den Hals gelegt, und 1448 ist der brandenburgische Adler auf dem Rücken des schreitenden Bären dargestellt. Als alleiniges Symbol erscheint der Bär jedoch nicht vor 1618 in Siegelbildern, dagegen wohl auf Münzen und in Wappenrollen. Nach dem Zusammenschluß mit den Städten Cölln, Friedrichswerder und Dorotheenstadt im Jahr 1709, wurde der Bär zum Hauptsymbol. Er erscheint nach dieser Zeit zusammen mit dem preußischen und dem brandenburgischen Adler im unteren Drittel eines dreifeldrigen Schildes. 1839 wurde dieses untere Drittel durch ein eigenes Schildchen mit Mauerkrone ersetzt, in dem der Bär alleine stand. Das kleine Wappen der Stadt zeigte schon zu jener Zeit den Bären alleine. Nach der Ausrufung der Republik 1918 verschwanden die Adler ganz und der Bär nahm als einziges Symbol den Schild des Stadtwappens ein. Als nach 1945 Berlin zum Bundesland der Bundesrepublik Deutschland wurde, sind Stadt- und Landeswappen Berlin identisch geworden. Diese Regelung wurde auch nach der Wiedervereinigung der Stadt und der BRD beibehalten.

Stadtchronik Berlin

  • 1230 Auf dem Gebiet der Doppelsiedlung Berlin und Cölln gibt es zwei Romanische Basiliken aus Stein (St. Nicolai und St. Petri).
  • 1237 Cölln wird erstmals von Pater Simeon urkundlich erwähnt. Dieses Datum nimmt man als die Geburtszeit der Doppelstadt Berlin-Cölln.
  • 1244 Berlin wird erstmals in einer Urkunde erwähnt.
  • 1251 Berlin wird erstmals als Stadt von Probst Simeon erwähnt.
  • 1284 Ein großer Brand vernichtet viele Teile der Städte.
  • 1307 Markgraf Herrmann der Lange vereinigt Berlin und Cölln zu einer Stadt.
  • 1432 Ein neues Statut regelt die gemeinsame Verwaltung der Doppelstadt Berlin-Cölln.
  • 1484 In Berlin-Cölln vernichtet ein Brand das gemeinsame Rathaus.
  • 1486 Berlin-Cölln wird zur ständigen Residenz der Hohenzollern.
  • 1618 Mit dem Prager Fenstersturz beginnt der 30-jährige Krieg.
  • 1627 Der kaiserliche Generalissimus Albrecht von Wallenstein besucht erstmals Berlin-Cölln.
  • 1648 Während des 30-jährigen Kriegs sinkt die Bevölkerungszahl um fast die Hälfte.
  • 1701 König Friedrich I. trifft nach seiner Königskrönung in Berlin ein.
  • 1709 Berlin, Cölln, Friedrichswerder, die Dorotheenstadt und die Friedrichstadt werden zur königlichen Residenzstadt vereinigt.
  • 1760 Die Russen und Österreicher besetzen während des 7-jährigen Kriegs vorübergehend Berlin.
  • 1806 Die Franzosen besetzen Berlin.
  • 1848 Märzrevolution in Berlin.
  • 1905 Berlin hat die 2 Millionengrenze überschritten.
  • 1914 Durch allerhöchste Verordnung wird für Berlin und die Provinz Brandenburg der Kriegszustand erklärt.
  • 1918 Über Berlin wird der Ausnahme zustand verhängt.
  • 1918 Kaiser Wilhelm II. dankt ab. Phillipp Scheidemann ruft die Republik aus.
  • 1920 In Berlin wird gegen die Reichsregierung geputscht (Kapp-Putsch).
  • 1925 Paul von Hindenburg wird nach dem Tod von Friedrich Ebert zum Reichspräsidenten gewählt.
  • 1926 Joseph Goebbels wird NSDAP-Gauleiter von Berlin-Brandenburg.
  • 1933 Reichstagsbrand. Adolf Hitler ergreift die Macht.
  • 1936 XI. Olympischen Spiele in Berlin.
  • 1938 Reichskristallnacht in Berlin.
  • 1939 Beginn des II. Weltkrieges.
  • 1943 Joseph Goebbels ruft im Sportpalast den Totalen Krieg aus.
  • 1944 Attentat auf Adolf Hitler.
  • 1945 Adolf Hitler begeht Selbstmord.
  • 1945 Großadmiral Karl von Dönitz unterzeichnet im sowjetischen Hauptquartier in Berlin-Karls-horst die Gesamt-Kapitulation Deutschlands.
  • 1945 Berlin wird an die Besatzungsmächte aufgeteilt. Der Wiederaufbau beginnt in Berlin.
  • 1946 Gründung der SED, die durch den Zusammenschlu? von SPD und KPD erfolgt. Erste freie Wahlen in Berlin.
  • 1948 Die Sowjets veranlassen die Blockade Berlins. Die Versorgung Westberlins durch die Luftbrücke beginnt.
  • 1949 Die DDR wird gegründet, und damit die Teilung Deutschlands eingeleitet. Berlin erhält einen
    Sonderstatus.
  • 1953 Ostberliner Volksaufstand, niedergeschlagen von den sowjetischen Besatzungstruppen.
  • 1961 Bau der Berliner Mauer.
  • 1989 Die Mauer fällt.

Quelle für Stadtchronik: www.chronik-berlin.de

30. Mai 2011/von Dr. Rolf E. Sutter
https://pro-heraldica.de/wp-content/uploads/2011/04/Wappen-Berlin1.jpg 500 305 Dr. Rolf E. Sutter https://pro-heraldica.de/wp-content/uploads/2018/07/Logo_156-hoch.png Dr. Rolf E. Sutter2011-05-30 17:33:362022-05-25 12:06:06Wappen von Berlin
Städte-/Länderwappen

Das Wappen Stuttgart – Wappen deutscher Städte

Wappen Stuttgart - Stadtsiegel von 1433: ein (heraldisch) nach rechts galoppierendes Pferd im spätgotischen Rundschild.Die erste noch erhaltene Abbildung des Stuttgarter Stadtwappens stammt aus dem Stadtsiegel des Jahres 1312. Diese zeigt zwei ungleich große (heraldisch) nach rechts schreitende Pferde im früh- und hochgotischen Dreieckschild. Im Stadtsiegel von 1433 wurde die Form des Stadtwappens geändert. Der Wappenschild zeigt ein (heraldisch) nach rechts galoppierendes Pferd im spätgotischen Rundschild.
Diese Wappenform diente im wesentlichen als amtliches Stuttgarter Stadtwappen bis ins 19. Jahrhundert. Dabei wurde die Darstellung des Pferdes im Laufe der Jahre mehrfach geändert. Es wurde schreitend, laufend, galoppierend, springend, steigend und aufgerichtet dargestellt. 1938 setzte sich die heutige Form durch. Ursprünglich war seine Grundfarbe silbern, erstmals 1699 nach einem Wappenbuch golden. Diese Farbe setzte sich allmählich in Anlehnung an die württembergischen Hausfarben in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts durch. Es handelt sich um ein sog. „redendes“ Wappen, d. h. das ursprüngliche Gestüt, auf das die Stadt zurückgehen soll, wird hier versinnbildlicht.

Stadtchronik von Stuttgart

  • 950 Herzog Luitolf von Schwaben legt einen „Stuotgarten“ (Pferdegestüt) im Nesenbachtal an und errichtet zu dessen Schutz eine Wasserburg, aus der das heutige Alte Schloß hervorgeht.
  • 1160 Erste urkundliche Erwähnung Stuttgarts.
  • 1219 Stuttgart wird Stadt.
  • 1312 Graf Eberhard I. (der Erlauchte) wird im Reichskrieg besiegt. Stuttgart wird von der Reichsstadt Esslingen verwaltet.
  • 1316 Stuttgart wird Stammsitz der Grafen von Württemberg.
  • 1321 Das Stift Beutelsbach/Remstal samt Erbbegräbnis wird nach Stuttgart verlegt.
  • 1482 Durch den Münsinger Vertrag wird Stuttgart erneut zur Haupt- und Residenzstadt erklärt.
  • 1492 Graf Eberhard im Bart erteilt Stadtordnung. Anfänge der Kehrwoche: „Damit die Stadt rein erhalten wird, soll jeder seinen Mist alle Woche hinausführen“. Die Stadt hat 6.000-7.000 Ein wohner.
  • 1502 Ausbruch der Pest. Rund 4.000 Menschen sterben.
  • 1520 Bis 1534 gehört Stuttgart zu Österreich, danach Reformation.
  • 1589 Stuttgart hat 9.000 Einwohner und 1.200 Privathäuser.
  • 1630 Die Bierbrauerei kommt auf und wird aus Rücksicht auf den Wein verboten, worauf drei Privatbrauereien entstehen.
  • 1712 Erstes Café (König v. England) wird eröffnet.
  • 1764 Herzog Carl Eugen verlegt die Residenz erneut von Stuttgart nach Ludwigsburg (erstmals 1724-1734).
  • 1775 Herzog Carl Eugen verlegt die Residenz von Ludwigsburg zurück nach Stuttgart.
  • 1775 Bis 1794 Militärakademie, ab 1781 Hohe Carlsschule in Stuttgart.
  • 1806 Stuttgart wird Königsstadt. Es regieren 112 Jahre lang vier Könige. Hofbank wird neu errichtet.
  • 1846 Anschluß an die Eisenbahn. Erster Bahnhof in der Bolzstraße.
  • 1885 Gottlieb Daimler stellt sein Automobil vor.
  • 1886 Robert Bosch mit Werkstatt in der Rotebühlstraße.
  • 1918 Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs wird Stuttgart Landeshauptstadt von Württemberg.
  • 1926 Gottlieb Daimler fusioniert mit Carl Benz.
  • 1939 Zweiter Weltkrieg. Vier Luftangriffe. Fünf Mio. Kubikmeter Trümmerschutt. Einmarsch der Franzosen. Danach Einmarsch der Amerikaner.
  • 1952 Schaffung des Bundeslandes Baden-Württemberg.
  • 1953 Stuttgart wird Landeshauptstadt von Baden-Württemberg.
  • 1958 Bau des Fernsehturms beendet.
  • 1961 Der neue Landtag von Baden-Württemberg wird eingeweiht.
  • 1977 Zum dritten Mal Bundesgartenschau in Stuttgart; Carl-Zeiss-Planetarium wird eröffnet.
  • 1984 Eröffnung der Neuen Staatsgalerie.
  • 1993 Internationale Gartenbauaus-stellung, das „Grüne U“ wird geschaffen. Leichtathletik Weltmeisterschaften finden statt.
  • 1999 Daimler-Benz fusioniert mit Chrysler Austin zu Daimler Chrysler.

(Quelle für Stadtchronik: https://www.stuttgart-tourist.de)

 

Wappen Stuttgart.svg

17. Mai 2011/3 Kommentare/von Dr. Rolf E. Sutter
https://pro-heraldica.de/wp-content/uploads/2011/04/Stuttgart-Wappen1.jpg 500 438 Dr. Rolf E. Sutter https://pro-heraldica.de/wp-content/uploads/2018/07/Logo_156-hoch.png Dr. Rolf E. Sutter2011-05-17 18:47:422022-05-09 08:07:19Das Wappen Stuttgart – Wappen deutscher Städte
Städte-/Länderwappen

Wappen von München

Die ersten Siegel der Stadt aus dem Jahre 1239 beziehungsweise 1268 zeigen im Tor das Brustschild eines Mönchs, darüber einen halben Adler, der vermutlich auf den Bischof von Freising hinweist. Auf den Siegeln ab 1323 taucht der Wittelsbacher Löwe auf, der auch 1834 bei der damaligen Verleihung des Wappens durch König Ludwig I. festgelegt wurde. Zeitweise war im Wappen auch der Großbuchstabe M abgebildet.
Das heutige Wappen hat damit eine sehr alte Tradition. Es handelt sich um ein sogenanntes „redendes“ Wappen (Mönch, beziehungsweise „bei den Mönchen“), wobei die Darstellung des Mönchs im Laufe der Geschichte variiert. Aus dem Mönch wurde bereits im 16. Jahrhundert die umgangssprachliche Bezeichnung „Kindl“ beziehungsweise „Münchner Kindl“, was sich zu einer weltbekannten Bezeichnung entwickelte.

Stadtchronik von München

  • 1158 Geburtsjahr Münchens: Gründung durch Heinrich den Löwen.
  • 1175 München wird befestigt.
  • 1214 Zum ersten Mal wird München urkundlich als Stadt bezeichnet.
  • 1240 München geht aus dem Besitz des Freisinger Bischofs in den der Wittelsbacher ?ber.
  • 1255 München wird Residenz des Teilherzogtums Bayern-M?nchen, neben dem es drei weitere Teilherzogtümer gibt.
  • 1328 München wird vorübergehend Kaiserstadt und beherbergt bis 1350 die Reichskleinodien.
  • 1504 München hat bereits 13.500 Einwohner und wird alleinige Hauptstadt des Herzogtums Bayern.
  • 1623 München wird Kurfürstliche Residenzstadt.
  • 1705 München fällt bis 1714 unter habsburgische Administration.
  • 1759 Die Bayerische Akademie der Wissenschaften wird gegründet.
  • 1806 München wird Hauptstadt des Königreichs Bayern.
  • 1818 Bayern erhält eine Verfassung. München wird Sitz des Bayerischen Landtags und des neuen Erzbistums München-Freising.
  • 1825 Unter König Ludwig I. wird München zu einer Kunststadt mit Weltruf. Unter den Klassizisten Leo von Klenze und Friedrich Gärtner entstehen die Ludwigstraße, der Königsbau, der Festsaalbau der Residenz, der Königsplatz und die Alte Pinakothek. Klenze baut die Ruhmeshalle auf der Theresienwiese, Schwanthaler stellt die Bavaria auf.
  • 1826 Die Universität von Landshut wird nach München verlegt.
  • 1848 Unter König Maximilian II. wird der architektonische „Maximilianstil“ ausgeprägt.
  • 1864 Unter König Ludwig II.: Blüte des Musiklebens und des Kunsthandwerks. Aufenthalt Richard Wagners und Uraufführung mehrerer Wagner-Dramen.
  • 1882 In München wird die erste deutsche Elektrizitätsausstellung eröffnet. Das elektrische Licht erobert die Stadt.
  • 1901 München hat bereits 500.000 Einwohner.
  • 1907 Peter Ostermayr gründet seine Spielfilmproduktion (Filmstadt Geiselgasteig).
  • 1911 Der Tierpark Hellabrunn wird eröffnet.
  • 1930 Im Deutschen Museum wird der erste Fernsehapparat der Welt aufgestellt.
  • 1935 Bis 1945 führt München den Titel „Hauptstadt der Bewegung“.
  • 1939 Gescheitertes Attentat auf Adolf Hitler im Bürgerbräukeller.
  • 1945 München wird von amerikanischen Soldaten besetzt.
  • 1957 Am 15. Dezember hat München eine Million Einwohner.
  • 1958 800. Geburtstag Münchens.
  • 1972 Olympische Sommerspiele in München.
  • 1974 Fußballweltmeisterschaft in Deutschland, Finale in München.
  • 1983 Internationale Gartenbauausstellung IGA.
  • 1985 175 Jahre Oktoberfest.
  • 1986 „Königsjahr“: 100. Todestag Ludwig II.; 200. Geburtstag Ludwig I.
  • 1989 200 Jahre Englischer Garten. 400 Jahre Münchner Hofbräuhaus.
  • 1992 Eröffnung des neuen Flughafens „Franz-Josef-Strauß“.
  • 1994 Die Frauenkirche, das Wahrzei chen Münchens, feiert ihren 500. Geburtstag.
  • 1998 Eröffnung der Messe München International in München-Riem.
  • 2002 Eröffnung der Pinakothek der Moderne.
3. Mai 2011/3 Kommentare/von Dr. Rolf E. Sutter
https://pro-heraldica.de/wp-content/uploads/2013/07/wappen-muenchen-262x300.jpg 300 262 Dr. Rolf E. Sutter https://pro-heraldica.de/wp-content/uploads/2018/07/Logo_156-hoch.png Dr. Rolf E. Sutter2011-05-03 15:42:002022-02-23 13:41:39Wappen von München
Familienwappen

Die Wappen berühmter Deutscher – Teil 2

Das Sammelwerk mit dem Titel „Von Friedrich dem Großen bis Hindenburg“, das als eines der wenigen kompletten Exemplare in der Bibliothek von PRO HERALDICA liegt, weist leider keinerlei bibliographische Hinweise auf. Nicht einmal sein Titel läßt auf den Inhalt schließen. Es darf indessen als sicher gelten, dass es 1932 oder 1934 in Berlin entstanden ist und mit Zigaretten der Marke Kurmark vertrieben wurde. Das Album besteht aus 55 kartonierten Seiten im Quartformat und ist mit 255 Wappenfarbdrucken ausgestattet. Insgesamt ist es mit einem Namenregister und je einer der Abbildungsseite gegenüberliegenden Textseite ausgestattet. Inhaltlich zeichnen die Texte einzelne Epochen deutscher Kriegs-, Kultur-, Wissenschafts- und Wirtschaftsgeschichte nach, ohne auf die durch ihre Wappen dargestellten Personen oder auf die Wappen selbst einzugehen. Es fällt auf, dass die Wappenabbildungen alle in einem einheitlichen, jedoch nicht uniformisierenden  künstlerisch sehr ansprechenden Duktus wiedergegeben sind. Offenbar wurde für die Vorlagen zur damaligen Zeit ein Künstler mit der Gestaltung der gesamten Serie beauftragt. Alle Wappenbilder tragen ein Autograph der Person, welcher sie zugeschrieben werden, und sind mit einer Bildunterschrift versehen, die den Namen, Geburts- und Sterbejahr und eine nähere Bezeichnung (z.B.: „Der größte deutsche Dichter“ bei Johann Wolfgang von Goethe oder „Der größte deutsche Philosoph“ bei Immanuel Kant) angibt.

Durch das Fehlen jeglicher Angaben zu den Wappen ist es heute nicht mehr möglich zu sagen, aus welchen Quellen die Autoren sie entnommen haben. Dies ist bei den Wappen uradeliger Familien (z.B. „von Droste Hülshoff“) und denjenigen, deren Träger infolge von Verdiensten nobilitiert wurden (z. B.: „von Goethe“) zu verschmerzen. Schwieriger ist die Sachlage bei Wappen zu anderen berühmten Namen (wie beispielsweise „Bach“), die sonst in der heraldischen Literatur nicht zu finden sind. In einzelnen dieser Fälle wird man den Verdacht nicht ganz als abwegig bezeichnen können, dass das entsprechende Wappen möglicherweise eine nachträgliche Zuschreibung ist. Da dies jedoch heute kaum nachvollziehbar sein wird, muss es im Einzelfall bei diesem Hinweis bleiben. Aus den 255 Wappen des Sammelalbums möchten wir Ihnen einige Beispiele präsentieren. Ein Kriterium bei der Auswahl war der mutmaßliche Bekanntheitsgrad, der sich mit dem Namen verbindet. Es kann dabei durchaus vorkommen, dass sich Wappen mit Namensträgern verbinden, die zur Zeit der Edition noch nicht bekannt, vielleicht nicht einmal geboren waren (z.B. Loriot und das Wappen „von Bülow“). Die Wappenabbildungen sind jeweils mit der Blasonierung versehen und einer Biographieseite gegen?bergestellt, die einen kurzen Abri? mit den wichtigsten biographischen Daten der Persönlichkeit bietet, dem das Wappen zugeordnet ist.

In kommenden Artikeln wird jeweils das Wappen eines berühmten Deutschen vorgestellt.

20. April 2011/2 Kommentare/von Dr. Rolf E. Sutter
https://pro-heraldica.de/wp-content/uploads/2011/04/Hindenbrug-Wappen11.jpg 200 200 Dr. Rolf E. Sutter https://pro-heraldica.de/wp-content/uploads/2018/07/Logo_156-hoch.png Dr. Rolf E. Sutter2011-04-20 07:47:192014-12-03 11:19:01Die Wappen berühmter Deutscher – Teil 2

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