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Sie sind hier: Startseite1 / Ahnenforschung (Genealogie) und Heraldik Blog – Pro Heraldica2 / Mitarbeiter
Mitarbeiter

Genealogentag 2025 in Frankfurt am Main

Nachdem coronabedingt 2020 und 2021 kein Genealogentag stattfand und 2022 der Termin in Tapfheim leider in die Urlaubszeit fiel, wo aber zumindest eine Kollegin an einem Tag anwesend war, wurde Pro Heraldica dieses Jahr wieder von vier Kolleginnen vertreten.

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8. Oktober 2025/von Ulrike Mecke
https://pro-heraldica.de/wp-content/uploads/2025/10/genealogentag-2025-1.jpg 750 1000 Ulrike Mecke https://pro-heraldica.de/wp-content/uploads/2018/07/Logo_156-hoch.png Ulrike Mecke2025-10-08 14:51:442025-10-08 14:51:44Genealogentag 2025 in Frankfurt am Main
Mitarbeiter, Städte-/Länderwappen

Neues Wappen für Möhringen

Nachdem das historische Wappen von Möhringen in die Kritik geraten ist, gab es einen Wettbewerb für ein neues Wappen, den Gunther Stolle für sich entscheiden konnte.

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23. November 2023/von Alexandra Scheiderbauer
https://pro-heraldica.de/wp-content/uploads/2023/11/Wappen-Moehringen-Schild-1.png 2232 1971 Alexandra Scheiderbauer https://pro-heraldica.de/wp-content/uploads/2018/07/Logo_156-hoch.png Alexandra Scheiderbauer2023-11-23 12:44:292023-11-23 12:44:29Neues Wappen für Möhringen
Mitarbeiter

73. Genealogentag in Kleve/Niederrhein (27. – 29. Oktober 2023)

Nachdem coronabedingt 2020 und 2021 kein Genealogentag stattfand und 2022 der Termin in Tapfheim leider in die Urlaubszeit fiel, wo aber zumindest eine Kollegin an einem Tag anwesend war, wurde Pro Heraldica dieses Jahr wieder von vier Kolleginnen vertreten.

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8. November 2023/von Rita Koch
https://pro-heraldica.de/wp-content/uploads/2023/11/stiftskirche-kleve.jpg 933 700 Rita Koch https://pro-heraldica.de/wp-content/uploads/2018/07/Logo_156-hoch.png Rita Koch2023-11-08 12:22:422023-11-08 12:24:2673. Genealogentag in Kleve/Niederrhein (27. – 29. Oktober 2023)
Mitarbeiter

Firmenlauf 2023

Ganze fünf Jahre ist es her, dass wir das letzte Mal bei einem Firmenlauf teilgenommen haben. Das mussten wir in diesem Jahr unbedingt ändern. Wie schon in 2018 haben wir uns auch in diesem Jahr für den AOK Firmenlauf von BW-running in Stuttgart Degerloch entschieden. Start und Ziel waren wie jedes Jahr unweit vom Stuttgarter Fernsehturm, der nur wenige Kilometer von unserem Büro entfernt ist.

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29. Juni 2023/von Alexandra Scheiderbauer
https://pro-heraldica.de/wp-content/uploads/2023/06/firmenlauf-stuttgart-2023-9.jpeg 1067 800 Alexandra Scheiderbauer https://pro-heraldica.de/wp-content/uploads/2018/07/Logo_156-hoch.png Alexandra Scheiderbauer2023-06-29 11:15:512023-06-29 11:30:03Firmenlauf 2023
Familienforschung, Mitarbeiter

Deutscher Genealogentag in Tapfheim

Einmal jährlich treffen sich genealogische Vereine, Familienforschende, Archiv-Beauftragte, weitere relevante Institutionen und an Familienforschung Interessierte in einem der drei deutschsprachigen Länder (Deutschland, Schweiz, Österreich), um an Fachvorträgen und Workshops teilzunehmen.

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8. September 2022/von Konstanze Wandersleb
https://pro-heraldica.de/wp-content/uploads/2022/09/DGT-2022_Tapfheim_Rosan_Alte-Tafel.jpg 525 700 Konstanze Wandersleb https://pro-heraldica.de/wp-content/uploads/2018/07/Logo_156-hoch.png Konstanze Wandersleb2022-09-08 09:56:052022-09-09 11:15:56Deutscher Genealogentag in Tapfheim
Mitarbeiter, Firmenchronik

Vorstellung Firmenchronik Pro Heraldica

Nachdem wir seit vielen Jahren für unsere Kunden Firmenchroniken erstellen, hatte ich am Freitagabend im Rahmen unseres Jubiläumsausflugs die Ehre, unseren Mitarbeitern nun die Pro Heraldica Firmenchronik anlässlich des 50-Jährigen Firmenjubiläums zu präsentieren.

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1. September 2022/von Dr. Harald Heimbach
https://pro-heraldica.de/wp-content/uploads/2022/09/firmenchronik-pro-heraldica-7-e1662021371778.jpg 1040 820 Dr. Harald Heimbach https://pro-heraldica.de/wp-content/uploads/2018/07/Logo_156-hoch.png Dr. Harald Heimbach2022-09-01 11:29:272022-09-01 11:29:27Vorstellung Firmenchronik Pro Heraldica
Mitarbeiter, Familienforschung, Familienwappen

So war der Weltkongress in Cambridge

In der letzten Woche fand in Cambridge der 35. Weltkongress für Heraldik und Genealogie in Cambridge statt. Vom 15. August bis 19. August 2022 trafen sich dort die weltweit renommiertesten Heraldiker und Genealogen.

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25. August 2022/von Alexandra Scheiderbauer
https://pro-heraldica.de/wp-content/uploads/2022/08/kongress-cambridge-letzter-Tag-1.jpeg 800 600 Alexandra Scheiderbauer https://pro-heraldica.de/wp-content/uploads/2018/07/Logo_156-hoch.png Alexandra Scheiderbauer2022-08-25 10:22:292022-09-01 15:06:44So war der Weltkongress in Cambridge
Mitarbeiter

50 Jahre Pro Heraldica – Ankedoten

Anlässlich unseres Jubiläumsjahres haben wir unsere Mitarbeiter gebeten, kleine Beiträge über besondere Erlebnisse zu schreiben, die sie bei Pro Heraldica hatten. Konstanze Wanderleb erinnert sich heute an den 11. August 1999 zurück, an dem wir in Stuttgart um die Mittagszeit eine totale Sonnenfinsternis hatten:

Erinnerungen von Konstanze Wandersleb

Sonnenfinsternis 1999

SE1999Aug11T1999 gab es eine Sonnenfinsternis um die Mittagszeit – an einem Arbeitstag. Das heißt, am hellen Tage wurde es stockdunkel. Wir Pro Heraldica-Mitarbeiter – damals noch im alten Gebäude Julius-Hölder-Str. 48 – versammelten uns an einem Fenster und schauten wie gebannt in die zunehmende Dunkelheit, die sich draußen zeigte. Alle Geräusche vor dem Haus verstummten; die Vögel zwitscherten nicht mehr, da sie sich in der Nacht wähnten. Es war eine etwas unheimliche Atmosphäre – zumindest für mich. Unsere kleine Gruppe vor dem Fenster war ebenfalls ganz ruhig geworden, jedoch stellte sich ein beruhigendes Zusammengehörigkeitsgefühl ein.
Historisch gesehen erinnerte uns dieses Szenario an das sogenannte „Jahr ohne Sommer – 1816“.

Jahr ohne Sommer 1816

Hinzu kamen ausgerechnet im Jahr 1816 extreme Wetterverhältnisse, die die Ernte der ohnehin schon gebeutelten Bevölkerung vernichteten.
Als das Jahr ohne Sommer (siehe Wikipedia-Eintrag: Jahr ohne Sommer) wird in Amerika und Europa das ungewöhnlich kalte Jahr 1816 bezeichnet. Bis heute ist es das kälteste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnung. Das Frühjahr des Jahres 1816 begann in weiten Teilen Europas mit unheilvollen Wetterkapriolen. In Ungarn fiel aus schweren Gewittern brauner und fleischfarbener, in Süditalien gelblicher Schnee. Im südlichen Deutschland ließ sintflutartiger Regen im März die Felder „versaufen“, wie ein Chronist aus Reutlingen schreibt. Erst Ende April konnten die besorgten Bauern ihre Felder bestellen, doch bald darauf folgte ein Wintereinbruch, der so hart war, dass Seen und Brunnen zufroren. Noch Ende Juni standen die Saaten kaum knöchelhoch. Am 10. Juli verheerte ein schwerer Hagelsturm die spärlich sprießenden Feldfrüchte, und am 31. Juli schneite es auf der Schwäbischen Alb.
Im Frühjahr 1817 stiegen die Getreidepreise auf das Zehnfache und Hungersnöte brachen unter der Landbevölkerung aus. Die Missernte traf die Menschen zu einer denkbar ungünstigen Zeit: Viele Regionen Europas waren durch die gerade zu Ende gegangenen napoleonischen Kriege verwüstet, die Landwirtschaft lag danieder, die Kornkammern und Fruchtkästen waren leer, Krüppel und Arbeitslose zogen durch die Lande, bettelten oder stahlen sich das Nötigste zusammen, die Landbevölkerung wurde durch Frondienste und Abgaben gedrückt.
In Europa starben Hunderttausende an den Folgen der Katastrophe. Hunger oder Unterernährung wird selten als Todesursache angegeben, da der Hunger den Ausbruch von Krankheiten wie Durchfall, Auszehrung, Typhus, Skorbut und Dutzende andere begünstigte. Viele starben erst Jahre später an Tuberkulose, die sich in ihren geschwächten Körpern eingenistet hatte.

Vulkanischer Winter

Mount Tambora Volcano, Sumbawa Island, IndonesiaErst im Jahr 1920 fand der amerikanische Klimaforscher William Humphreys eine Erklärung für das „Jahr ohne Sommer“. Er führte die Klimaveränderung auf den Vulkanischen Winter in Folge des Ausbruchs des Vulkans Tambora auf Sumbawa im heutigen Indonesien zurück. Dieser war am 10. April 1815 mit einer Stärke von 7 auf dem Vulkanexplosivitätsindex ausgebrochen und hatte ungefähr 100 km³ Staub und Asche in die Atmosphäre geschleudert, die sich in den oberen Luftschichten wie ein Schleier um den gesamten Erdball legten. Die Abkühlung des Weltklimas durch den Ausbruch hielt noch bis 1819 an.
Bild: 1816 Tambora Vulkanausbruch
Geschätzte Ascheniederschläge während des Ausbruchs 1815. Die roten Bereiche zeigen die Dicke der Niederschläge an, der äußerste Bereich entspricht dabei einem Zentimeter Vulkanasche.

29. Juni 2022/von Konstanze Wandersleb
https://pro-heraldica.de/wp-content/uploads/2022/06/512px-Solar_eclips_1999_5.jpg 512 512 Konstanze Wandersleb https://pro-heraldica.de/wp-content/uploads/2018/07/Logo_156-hoch.png Konstanze Wandersleb2022-06-29 10:51:022022-06-29 10:58:4650 Jahre Pro Heraldica – Ankedoten
Mitarbeiter, Familienforschung, Familienwappen

Feine Adressen Stuttgart – Finden Sie Ihre Wurzeln

»feine adressen – finest« sprach mit Dr. Harald Heimbach, Geschäftsführer von Pro Heraldica, über das aktuelle Interesse an Heraldik und Genealogie, Wappenführung in Deutschland und wie auch Sie mehr über Ihre Familiengeschichte erfahren können.

Herr Dr. Heimbach, wie kommt man zu einem so ungewöhnlichen Beruf?

Das hat bei mir zweierlei Gründe. Während meines Wirtschaftsingenieurstudiums habe ich bereits als freier Mitarbeiter für Pro Heraldica gearbeitet, um mir mein Studium zu finanzieren.
Darüber hinaus war ich immer schon sehr geschichtsaffin und auch an meiner eigenen Familiengeschichte interessiert. Mit meinen eigenen Forschungsmöglichkeiten bin ich relativ schnell an die Grenzen des Machbaren gestoßen, sodass Spezialisten von Pro Heraldica meine Familiengeschichte professionell recherchiert und in Form einer Chronik auch aufgearbeitet haben. Lückenlos sind wir bis 1570 zurückgekommen.
Nach meinem erfolgreichen Studienabschluss hatte ich mehrere Angebote, unter anderem vom damaligen Geschäftsführer und Inhaber das Angebot, als Assistent der Geschäftsleitung einzusteigen. Mir hat sowohl das Thema als auch die Kundschaft sehr gefallen, was darin resultiert, daß ich jetzt schon seit 31 Jahren aktiv für Pro Heraldica tätig bin.

Wie ging es dann bei Ihnen beruflich weiter?

Bereits 1996 übernahm ich kommissarisch die Geschäftsleitung im Hause. Seit 1997 bin ich Hauptgesellschafter und seit 2001 alleiniger Gesellschafter von Pro Heraldica.
2001 war auch ein Schlüsseljahr für unser Haus, denn wir hatten an und für sich nur einen nennenswerten Wettbewerber in Deutschland, der interessanterweise auch in Stuttgart zu Hause war und bereits 1937 von einem renommierten Heraldiker und Genealogen namens Alfred Dochtermann gegründet wurde. 2001 konnte ich das Unternehmen mit der Bibliothek sowie auch das Archiv mit übernehmen.

Wie kommt es, dass gerade in Stuttgart die zwei maßgeblichen Unternehmen für Heraldik und Genealogie ansässig waren?

Das hat historische Gründe. Wie gesagt hat Alfred Dochtermann bereits 1937 das erste Unternehmen gegründet und für sehr viele namhafte Familien im südwestdeutschen Raum über viele Jahre gearbeitet.
Die Pro Heraldica wurde 1972 gegründet, feiert also im kommenden Jahr das 50-jährige Jubiläum und die Unternehmensgründung und daraus entstandene Ideen können mit Sicherheit auch auf das Unternehmen Dochtermann zurückgeführt wer-den.

Was sind heute ihre Beschäftigungsgebiete?

Wie der Firmenname schon vermuten lässt, sind wir u.a. in der Heraldik tätig, d. h. wir recherchieren nach historischen Führungsberechtigungen von Familienwappen. Wir führen Neustiftungen durch, d. h. Neugestaltungen von Familienwappen, Überarbeitungen und Richtigstellungen.
In Zusammenarbeit mit dem WappenHEROLD bringen wir Familienwappen, sowohl alte als auch neue, anschließend auch in der Allgemeinen Deutschen Wappenrolle zur Veröffentlichung und Registrierung und damit auch zur rechtlichen Absicherung.
Seit über 40 Jahren erstellen wir bereits kunsthandwerkliche Arbeiten, denn nur eine Tradition die gelebt wird, hat auch Überlebenschancen. Das beginnt beim klassischen Siegelring, geht über Briefpapier bis hin zu Porzellan, Glas, Silber, Stickarbeiten etc.

Der Bereich Genealogie hat in den letzten 25 Jahren massiv an Bedeutung bei uns im Unternehmen gewonnen. Für die Ahnenforschung unserer Kunden recherchieren wir mittlerweile in 32 Ländern. Das machen wir mit einem Stab von über 300 Mitarbeitern, was weltweit einzigartig ist. Dieses Netzwerk haben wir konsequent in 40 Jahren auf- und ausgebaut und sind damit weltweit Marktführer. Man könnte also behaupten, was wir nicht recherchieren und finden können, das gibt es auch schlichtweg nicht. Wir recherchieren heute in den USA, genauso wie in Australien oder in Russland, in Süditalien, Norwegen oder in Schottland.

Basierend auf den vielen Familiengeschichten und Familienchroniken, die wir geschrieben haben, durften wir auch für etliche familiengeführte Unternehmen tätig werden, wenn es darum ging, ein entsprechendes Jubiläum zu feiern, die Geschichte aufzuarbeiten, Unternehmensarchive zu erstellen und auch Firmenchroniken zu schreiben. Auch hier können wir heute bereits stolz auf 25 Jahre Erfahrung zurückblicken.

Wie würden Sie den klassischen Pro Heraldica Kunden beschreiben?

Im Prinzip können wir über die letzten 20 Jahre drei Trends feststellen:

1. Unsere Kunden wurden in den letzten 20 Jahren immer jünger. Vor 30 Jahren hätte ich das Durchschnittsalter unserer Kunden mit 55+ angegeben. Heute ist die Hälfte unserer Auftraggeber zwischen 35 und 40, teilweise noch jünger.
2. Ein Drittel unserer Kunden sind inzwischen weiblich. Viele Frauen leben tat-sächlich die Gleichberechtigung, sind an ihren Familiengeschichten, genauso wie an der Etablierung von Familientraditionen ähnlich interessiert, wie bis vor ungefähr 50 Jahre es nur die Männer waren, bzw. zum Ausdruck gebracht haben.
3. Auch unser Publikum ist in den letzten Jahren immer internationaler geworden. Rechnung getragen haben wir diese Entwicklung mit der Gründung der Pro Heraldica USA bereits in 2013. Heute haben wir Kundenanfragen aus Mexiko genauso wie aus Dubai, aus Aserbaidschan, Südafrika, den USA und allen europäischen Ländern.

Im Prinzip können wir von einem sehr heterogenen Publikum und Kundenkreis sprechen, der mit Sicherheit auch als sehr exklusiv zu bezeichnen ist. Wir arbeiten doch für sehr viele Unternehmerfamilien in ganz Deutschland, wobei wir durchaus auch ganz außergewöhnliche Kunden zu unserem Kundenstamm zählen dürfen.

Was sind die Beweggründe und Anlässe, warum sich Menschen an die Pro Heraldica wenden?

Die Gründe hierfür können ganz unterschiedlicher Natur sein.
In letzter Zeit waren dies verstärkt Anlässe wie z.B. die Geburt des ersten Kindes, bevorstehende Hochzeiten, also der Beginn eines neuen Lebenskapitels, was mit der Erstellung eines Familienwappens untermauert wurde.
Natürlich aber auch Firmengründungen, bei denen das Wappen dann als Firmenlogo verwendet wird.
Dieses begründet aus dem Wunsch, ideelle und emotionale Werte zu schaffen und an die nächsten Generationen weiterzugeben.
Durchaus aber auch, um mehr über die eigenen Gene und die eigene Geschichte im Zuge einer Familienforschung zu erfahren.
Getreu unserem Motto „ohne Herkunft keine Zukunft“. Woher soll man wissen, wo es hingeht, wenn man nicht weiß, wo man herkommt. Darüber hinaus sind durchaus einige selbstbewusste Kunden mit dabei, die nicht mehr für Fremdmarken und Logos Werbung laufen wollen, sondern im Prinzip sich selbst zur eigenen Marke kreieren.

Wie gehen Sie bei einer Familienforschung vor?

Grundsätzlich halten wir fest, welche Informationen und Unterlagen bei unseren Kunden in den Familien vorhanden sind. Wir benötigen einen konkreten Forschungsansatz für unsere Nachforschungen. Das ist in der Regel das älteste be-kannte Datum des ältesten bekannten Vorfahren.
Im zweiten Schritt legen wir mit unseren Kunden das Ziel der Nachforschungen fest. Gibt es besondere Wünsche? Sollen Militärgeschichten etc. aufgearbeitet werden, Familiengeheimnisse bzw. -sagen geklärt werden? Soll das Ziel der Nachforschung der klassische Stammbaum oder die Ahnentafel sein? Und wenn das feststeht, dann können wir, sobald eine Vollmacht und eine entsprechende Beauftragung vorliegen, auch für unsere Kunden aktiv werden. Familienforschung ist auch für uns in über 80 % der Fälle noch Archivforschung, d. h. wir müssen tatsächlich physisch in Archive gehen und anhand von Originalunterlagen recherchieren. Das hat den großen Vorteil, dass wir alle Informationen, die wir weitergeben können auch anhand von Dokumenten und Übersetzungen der Dokumente für unsere Kunden sauber belegen können.

Mit welchem Zeit- und Kostenrahmen müssen ihre Kunden bei einer Familienforschung rechnen?

Der Zeitrahmen ist schwierig zu beziffern, da auch wir abhängig sind von unterschiedlichen Faktoren. Das ist zum einen die Zugänglichkeit der Quellen, zum andern der Grad der Mobilität der Vorfahren. Dann auch der soziale Stand dieser Vorfahren. Grundsätzlich rechnen auch wir mit einer Bearbeitungszeit von durchaus einem Jahr, oder mehr. Je nachdem, wohin uns die Reise führt.
Auf jeden Fall liegt es auch in unserem Interesse, unsere Kunden mit in die Forschung einzubeziehen, indem wir in regelmäßigen Zeitabständen meist persönliche Treffen mit unseren Kunden vereinbaren, um diese über den aktuellen Fortschrittsstand zu informieren.
Damit kommen wir auch zur Kostenfrage. Im Wesentlichen führen wir solche Familienforschungen auf Erfolgshonorarbasis durch, da auch wir bei aller Professionalität im Vorfeld keine Ergebnisse prognostizieren können. Das Grundhonorar ist der einzig fixe Bestandteil und liegt bei knapp 2.000 €. Und alles andere wird, wie gesagt, erfolgsabhängig durchgeführt.

Wie sieht eine rechtmäßige Wappenführung in Deutschland aus?

Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten in Deutschland rechtmäßig ein Familienwappen zu führen. Die erste Möglichkeit ist die Annahme eines historischen Familienwappens. Voraussetzung hierfür ist eine gut recherchierte Familiengeschichte, die möglichst weit zurückreicht und Vorfahren beinhaltet, deren sozialer Stand relativ hoch ist und auch eine Wappenführung ermöglicht.
In der Regel kann man davon ausgehen, dass es auf den meisten Familiennamen nicht nur ein Wappen in der deutschen Literatur gibt, sondern mehrere. Es ist aber wichtig zu beachten, dass der Führungsanspruch für ein historisches Familienwappen sich nicht von einer Namensgleichheit ableiten lässt, sondern von der genealogischen Herkunft. Sie sind zur Führung eines historischen Wappens nur dann berechtigt, wenn sie lückenlos nachweisen können, dass sie vom Stifter dieses Wappens abstammen.
Sollte dieses nicht der Fall sein, dann gibt es die zweite Möglichkeit und zwar eine solche Tradition neu zu begründen. Fast alle Familienwappen, unabhängig davon, wie alt sie sind, gehen auf solche Eigeninitiativen zurück. Auch wir stiften heute noch täglich für Familien Familienwappen neu. Eine Wappenstiftung ist immer eine Gradwanderung zwischen den Wünschen und Vorstellungen unserer Kunden einerseits und den heraldischen Regeln andererseits. Diese Regeln haben sich im Laufe der letzten 800 Jahre nicht geändert. Wir bringen in jedem Fall bei einer solchen Arbeit, die von uns gestifteten Familienwappen im Anschluss auch beim WappenHEROLD in der Allgemeinen Deutschen Wappenrolle zur Rechtsabsicherung und zur Registrierung.

Wie hat sich die Corona-Krise auf ihr Geschäft ausgewirkt?

Grundsätzlich stellen wir seit über 20 Jahren ein massiv gesteigertes Interesse sowohl an der Heraldik, als auch an der Genealogie fest. Das hat durchaus unterschiedliche Gründe. Die junge Generation ist emotional durch den zweiten Weltkrieg nicht mehr vorbelastet und in hohem Maße daran interessiert, was ihre Vorfahren erlebt haben.
Darüber hinaus gibt es mittlerweile große Datenbankanbieter, wie Ancestry und MyHeritage, die es geschafft haben, Hunderte Millionen von Familien weltweit für diese Themen zu begeistern. Deren Möglichkeiten sind auf die digitale Welt begrenzt. Es gibt durchaus viele Menschen, die darüber hinaus mehr wissen wollen. Die lan-den dann bei Spezialisten, wie der Pro Heraldica. Corona, wie andere Krisen auch, konnten unserem Haus Gott sei Dank nichts anhaben. Im Gegenteil – viele Menschen haben durch diese Krise mitbekommen was wirklich wichtig ist. Das ist zum einen die Gesundheit und zum anderen der familiäre Zusammenhalt. Die Wertediskussion ist neu angestoßen worden.
Unsere Kunden hatten auch wesentlich mehr Zeit und Muße, konnten auch nicht verreisen. Somit konnten wir uns im Jahr 2020 eines sehr guten Geschäftsverlaufes er-freuen und 2021 dürfte vermutlich das beste Geschäftsjahr unseres Hauses werden.

Wie sehen Sie die Zukunft der Pro Heraldica?

Die sehe ich grundsätzlich sehr positiv. Wir haben in den letzten 5 Jahren den Generationenwechsel im Haus hervorragend gemeistert und gute, junge Mitarbeiter/-innen für das Unternehmen gewinnen können. Wir liegen mit unseren Themen sehr im Trend der Zeit und haben es in den letzten 30 Jahren verstanden, einen sehr hohen Qualitätsstandard zu definieren und weltweit einen einmaligen Status in einem Nischenbereich zu schaffen.
Eine wichtige Aufgabe wird es zukünftig sein, den Internationalisierungsprozess konsequent weiter zu gehen und hierfür auch weiterhin engagierte und fachkundige Mitarbeiter zu suchen und einzustellen, die uns bei der professionellen Kundenbetreuung unterstützen und den hohen Ansprüchen unserer Kunden gerecht werden.

7. Oktober 2021/von Alexandra Scheiderbauer
https://pro-heraldica.de/wp-content/uploads/2021/10/titel-feine-adressen-stuttgart-harald-heimbach.jpg 842 594 Alexandra Scheiderbauer https://pro-heraldica.de/wp-content/uploads/2018/07/Logo_156-hoch.png Alexandra Scheiderbauer2021-10-07 10:25:592024-11-28 09:58:14Feine Adressen Stuttgart – Finden Sie Ihre Wurzeln
Mitarbeiter

Harald Heimbach verteidigt Doktorarbeit

Unser Geschäftsführer Harald Heimbach darf seit gestern offiziell einen Doktortitel führen. In den letzten acht Jahren hat er an seiner Dissertation an der renommierten Comenius Universität in Bratislava im Fachbereich Management über eine Internationalisierungsstrategie für die Pro Heraldica unter Leitung von Frau Prof. Ing. Lubica Bajzikova PhD gearbeitet.

heimbach neubecker sutter

Dr. Harald Heimbach vor den Portraits von Dr. Ottfried Neubecker und Dr. Rolf Sutter

Eigentlich sollte er die Dissertation bereits im März verteidigen, jedoch wurde der Termin aufgrund der Coronakrise damals auf unbestimmte Zeit verschoben.

Gestern konnte dieser nun endlich stattfinden. Nach einem ca. 20-minütigen Vortrag und anschließender Fragerunde zog sich das Prüfungskomittee zur Beratung zurück. Kurz später wurde Dr. Harald Heimbach dann offiziell in den Kreis der Doktoren aufgenommen.

Im Namen aller Kolleginnen und Kollegen gratulieren wir unserem Geschäftsführer ganz herzlich zu diesem Titel!

Heute überraschten wir Dr. Heimbach in seinem Büro mit einem Sektempfang, um ihm persönlich zu gratulieren.

 

HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH, DR. HEIMBACH!

30. Juli 2020/von Alexandra Scheiderbauer
https://pro-heraldica.de/wp-content/uploads/2020/07/Dissertation-heimbach-4-scaled.jpg 1086 1920 Alexandra Scheiderbauer https://pro-heraldica.de/wp-content/uploads/2018/07/Logo_156-hoch.png Alexandra Scheiderbauer2020-07-30 15:39:372024-11-28 09:36:01Harald Heimbach verteidigt Doktorarbeit
Mitarbeiter

Neue Mitarbeiter bei Pro Heraldica

Selbst in Zeiten der Coronakrise stellt Pro Heraldica neue Mitarbeiter ein.

Seit dem 1. Februar verstärkt Ralf Ilg unser Vertriebsteam. Hier ist er für unsere Kunden im Rheinland, im westlichen Baden-Württemberg, in der Schweiz und in Österreich zuständig und freut sich bereits darauf, wenn er seine Kunden in unseren Nachbarländern auch besuchen kann.

Außerdem begrüßen wir Anette Amann in unserem Team. Sie war seit dem letzten Jahr als geringfügig Beschäftigte bei Pro Heraldica, seit dem 1. März 2020 ist sie fest angestellt. Sie arbeitet als kaufmännische Angestellte und ist für Auftragsbearbeitung, Faktura, die Pflege des Kundenarchives und Reisevorbereitung zuständig.

Weiter hat unsere Forschungsabteilung seit dem 1.4. Unterstützung von Felix Riehm, der Geschichte im Haupt- und Germanistik im Nebenfach studiert. „Da ich hilfswissenschaftlich orientiert bin, ist es für mich besonders interessant, bei Pro Heraldica mehr über Heraldik zu erfahren“, so erklärt der neue Mitarbeiter im Gespräch, „auch Softskills wie z.B. das Formatieren und Anlegen von Dokumenten kann ich hier lernen.“

Ab der kommenden Woche wird noch ein weiterer Mitarbeiter in der Forschungsabteilung hinzukommen.

29. April 2020/von Alexandra Scheiderbauer
https://pro-heraldica.de/wp-content/uploads/2020/04/neuemitarbeiter.jpg 1000 1000 Alexandra Scheiderbauer https://pro-heraldica.de/wp-content/uploads/2018/07/Logo_156-hoch.png Alexandra Scheiderbauer2020-04-29 13:57:422023-01-18 10:51:42Neue Mitarbeiter bei Pro Heraldica
Unkategorisiert, Mitarbeiter

Wir sind weiterhin für Sie da!

Die aktuelle Lage rund um die Coronakrise stellt uns alle vor Herausforderungen – sowohl im privaten wie auch beruflichen Alltag. Besonnenheit, Verantwortungsbewusstsein und Achtsamkeit haben vor allem in diesen bewegten Zeiten einen hohen Stellenwert.

Vor allem führt uns die Krise vor Augen was wirklich wichtig ist. Familienzusammenhalt, der sich aus einer gepflegten und lebendigen Familientradition nährt, gibt vielen in diesen Krisenzeiten ein solides Fundament und einen sicheren Rückhalt.

Wir sind für Sie da

Wir bei Pro Heraldica sind auch jetzt weiterhin zu unseren Geschäftszeiten für Sie erreichbar. Wir bemühen uns, unseren Geschäftsbetrieb trotz der aktuellen Herausforderungen möglichst reibungslos aufrecht zu erhalten. Abseits von Terminen bei Ihnen zu Hause haben wir die Möglichkeit, Ihnen einen Videokonferenz Termin oder Telefontermin mit unseren Mitarbeitern anzubieten. Die technischen Voraussetzungen dafür haben wir, jetzt müssen wir sie nur noch nutzen. Deshalb freuen wir uns, sie auch jetzt unterstützen zu können.

Online 24 Stunden am Tag erreichbar

Bereits seit einigen Monaten gibt es unseren Onlineshop. Dort können Sie Teile aus unserer Fine-Arts-Kollektion rund um die Uhr anschauen und bestellen. Wir arbeiten mit Hochdruck daran, das Sortiment im Onlineshop immer weiter auszubauen, damit Sie einen möglichst großen Teil unserer Kollektion präsentieren können. Es lohnt sich also in regelmäßigen Zeitabständen vorbeizuschauen und sich über neue Angebote zu informieren.

 

Wir wünsche Ihnen und Ihrer Familie für die kommende Zeit alles Gute. Bleiben Sie gesund.

Ich möchte mit einem Zitat von Max Frisch schließen: „ Krise ist ein produktiver Zustand, man muß ihr nur den Beigeschmack der Katastrophe nehmen“.

Mit freundlichen Grüßen aus Stuttgart

I H R

Harald Heimbach
und das gesamte Pro Heraldica Team

25. März 2020/von Dr. Harald Heimbach
https://pro-heraldica.de/wp-content/uploads/2018/07/Logo_156-hoch.png 0 0 Dr. Harald Heimbach https://pro-heraldica.de/wp-content/uploads/2018/07/Logo_156-hoch.png Dr. Harald Heimbach2020-03-25 11:37:312020-03-25 11:37:31Wir sind weiterhin für Sie da!
Alles Andere, Mitarbeiter

Jahresauftakt 2020 bei Pro Heraldica

Die letzten Wochen des alten Jahres und hier insbesondere die “besinnliche Vorweihnachtszeit” sind für viele Menschen ja in Wirklichkeit gar nicht so besinnlich. Die meisten von uns sind in dieser Zeit tatsächlich ziemlich beschäftigt damit, bestimmte Arbeiten noch vor dem Jahresende fertigzustellen, bevor es dann in den wohlverdienten Urlaub geht. Bereits im vergangenen Jahr hatten wir bei Pro Heraldica die traditionelle Weihnachtsfeier in eine Jahresauftaktfeier umgewandelt und dies auch in diesem Jahr so beibehalten.

Nachdem nun alle Mitarbeiter wieder aus ihrem Weihnachtsurlaub zurückgehkehrt sind, haben wir den Termin auf Ende letzter Woche gelegt. Am Freitag mittag trafen sich alle Kollegen im Restaurant Pier 51 in Stuttgart-Degerloch. Nach der Vorspeise hielt unser Geschäftsführer Harald Heimbach eine Ansprache, in der er zum einen das vergangene Jahr rekapitulierte und uns über Pläne und Neuigkeiten für 2020 informierte.

Bei anschließenden Mittagessen hatten alle Mitarbeiter die Gelegenheit, sich ausgiebig über ihre Aktivitäten während der Feiertage bzw. der Zeit zwischen den Jahren auszutauschen und einfach mal etwas Zeit abseits der Arbeit miteinander verbringen. Insgesamt fanden wir es durch die Reihe wieder sehr angenehm, dieses gemeinsame Essen nicht während der hektischen Vorweihnachtszeit zu haben sondern am Jahresanfang als eine Art Kick-off Veranstaltung fürs neue Jahr.

Wir wünschen an dieser Stelle allen Kunden und Partnern ein erfolgreiches und gesundes Jahr 2020.

23. Januar 2020/von Alexandra Scheiderbauer
https://pro-heraldica.de/wp-content/uploads/2020/01/jahresauftakt-pro-heraldica-2.jpg 800 600 Alexandra Scheiderbauer https://pro-heraldica.de/wp-content/uploads/2018/07/Logo_156-hoch.png Alexandra Scheiderbauer2020-01-23 13:00:552024-11-28 11:50:12Jahresauftakt 2020 bei Pro Heraldica
Unkategorisiert, Mitarbeiter

Verabschiedung Hummer, Wünnenberg und Gütler-Ungerer

In der letzten Woche haben wir bei Pro Heraldica drei langjährige Kollegen in den Ruhestand verabschiedet. Frau Hummer war seit dem Jahr 1977 bei Pro Heraldica tätig. Nach 42 Jahren Betriebszugehörigkeit geht sie nun in Rente. Frau Wünnenberg hat 2005 bei Pro Heraldica angefangen und war nun auch 14 Jahre unsere Kollegin. Herr Gütler-Ungerer hingegen hat erst nach seiner Pensionierung im Jahr 2008 sein Hobby Heraldik zum Beruf gemacht.

Während Frau Hummer in der genealogischen Forschung tätig war, kümmerte sich Frau Wünnenberg um alle Belange rund um das Thema Stammbäume und war die Redakteurin für die Allgemeine Deutsche Wappenrolle. Herr Gütler-Ungerer war zuständig für die Betreuung der Dochtermann Kunden.

Gemeinsame Feier zum Abschied

Wenn drei so langjährige Mitarbeiter in Rente gehen, ist das für unseren Geschäftsführer eine willkommene Gelegenheit, sich bei einer kleinen Feier im Rahmen eines Mittagessens mit der ganzen Firma bei den Dreien für ihren Einsatz rund um die Themen Ahnenforschung und Heraldik zu bedanken.

Siegelring für Frau Hummer

Am Freitag gingen wir alle zusammen in ein Restaurant in der Nähe. Dort hielt Herr Heimbach eine Ansprache über jeden der drei Mitarbeiter. In dieser lobte er das Engagement, das Organisationstalent und die Zielstrebigkeit von Frau Hummer. Als Zeichen seiner Wertschätzung übergab er ihr einen Siegelring mit ihrem Familienwappen.

Handgefertigte Zeichnungen für Frau Wünnenberg

Auch für Frau Wünnenberg gab es zum Abschied sehr nette Worte. So beschrieb Herr Heimbach sie als außerordentlich gewissenhaft und lobte ihr Höchstmaß an Identifikaion mit der Arbeit und vor allem ihre Genauigkeit. Auch für sie hatte sich Herr Heimbach etwas Besonderes einfallen lassen: Fünf handgefertigte Zeichnungen unserer Künstler, die allesamt Szenen wiedergeben, die ihr wichtig sind.

Wappenregistrierung für Herrn Gütler-Ungerer

Bei Herrn Gütler-Ungerer hob Herr Heimbach dessen große Begeisterung für das Thema Heraldik und seine ausgeprägten kommunikativen Fähigkeiten hervor. Als Anerkennung für seine Arbeit bei Pro Heraldica erhielt Herr Gütler-Ungerer Registrierung seines Familienwappens in der Allgemeinen Deutschen Wappenrolle, von der im September 2019 die 23. Ausgabe erscheint. Herr Heimbach übergab ihm dazu seinen Wappenbrief.

Wir möchten an dieser Stelle noch einmal allen Dreien alles Gute für die Zukunft wünschen und freuen uns natürlich, wenn Sie uns bei Gelegenheit mal wieder besuchen.

27. Februar 2019/von Alexandra Scheiderbauer
https://pro-heraldica.de/wp-content/uploads/2019/02/Verabschiedung-6.jpg 800 600 Alexandra Scheiderbauer https://pro-heraldica.de/wp-content/uploads/2018/07/Logo_156-hoch.png Alexandra Scheiderbauer2019-02-27 13:33:272019-02-27 13:33:27Verabschiedung Hummer, Wünnenberg und Gütler-Ungerer
Mitarbeiter, Familienforschung, Unkategorisiert

Rückblick 70. Deutscher Genealogentag in Melle

Wie in jedem Jahr kommt die genealogische Fachwelt im Herbst zusammen, um aktuelle Entwicklungen in der Familienforschung zu diskutieren und um alte und neue Kollegen zu treffen. Unter dem Motto „Van Ossenbrügge in de wiete Welt“ bot der hochmoderne Solarlux Campus im niedersächsischen Melle bei Osnabrück die Bühne für den 70. Deutschen Genealogentag. An insgesamt 44 Ständen zeigten die Aussteller, was es Neues aus der Welt der Familienforschung gibt. Von Pro Heraldica waren Rita Koch, Frank Lüken, Birgit Scheible, Konstanze Wandersleb und Clemens Kech vor Ort. Es sollte ein abwechslungsreiches Wochenende werden.

Ein emotionaler und aktueller Auftakt

Vortrag von Ingeborg Carpenter (IGGC)

Das Motto der Veranstaltung hätten die Organisatoren nicht besser wählen können. Wie kein zweites Thema beherrschen Auswanderung und Migration derzeit Politik, Gesellschaft und Medien. Gerne wird dabei ausgeblendet, dass es Migrationsbewegungen zu allen Zeiten gegeben hat – gleichwohl in sich verändernder Intensität. In der Familienforschung fand das Thema ‚Migration‘ vor allem aufgrund der Auswanderungswellen des 19. Jahrhunderts seinen Platz. Es zählt dabei zu einem der spannendsten Themenkomplexe des Faches.

Überaus passend erscheint es daher, dass bei der feierlichen Eröffnung des Genealogentages 2018 neben den Organisatoren und Vertretern der Politik u.a. Ingeborg Carpenter sprach. Aufgewachsen im Emsland und im Hunsrück, emigrierte sie in den 1970ern im Alter von 21 Jahren in die Vereinigten Staaten. In einem eindrücklichen und sehr persönlichen Vortrag erzählte sie aus ihrer Biographie. Sie wusste dabei nur allzu gut von den Licht- und den vielen Schattenseiten zu berichten, welche den Auswanderer in der Fremde erwarten. Insbesondere ihre Sehnsucht nach Heimat hat sie nie wirklich losgelassen – mancher im Publikum war sichtlich bewegt.

Von Heuerlingen und Hauben 

Selbstredend griffen viele der insgesamt 29 Fachvorträge das Leitthema auf. Dabei wurden nicht nur die Quellen für die Auswandererforschung behandelt, sondern auch die Beweggründe beleuchtet, die heimatliche Scholle zu verlassen. Exemplarisch sei ein Vortrag zum Heuerlingswesen in Nordrhein-Westfalen genannt. Darin zeigte sich die prekäre Situation der Heuerlingsfamilien. Sie lebten häufig in bitterster Armut und in vollkommener Abhängigkeit vom grundbesitzenden Bauern. In Folge von Bevölkerungswachstum und Hungersnot stellten Heuerlinge die größte Auswanderergruppe aus der Region. Ihre Ziele waren vor allem die USA (unterer Mississippi) und Brasilien. Die Nachfahren dieser Auswanderer pflegen zum Teil noch heute die westfälische Kultur und suchen den Bezug zur Heimat der Ahnen. So waren in Melle auch Gäste aus Brasilien und den USA vor Ort. Per Videobotschaft wurde eine brasilianische Heimatgruppe eingespielt.

Hauben 19. Jh.

Interessante Aspekte regionaler Kultur fanden sich auch am Messestand: Eine über 80 Jahre alte Sammlerin erklärte den Besuchern die feinen Unterschiede der Hauben aus dem 19. Jahrhundert. An dieser Kopfbedeckungen war sowohl Konfession als auch der(Familien-)Stand der Trägerin ablesbar.

Hintere Reihe: Katholische Bäuerinnen
Mittlere Reihe: Heuerlingsfrauen
Vordere Reihe: Evangelische Bäuerinnen

Goldene Hauben trugen die Frauen zu ihrer Hochzeit und am ersten von hohen, christlichen Feiertagen. Die mit echtem Silber gefertigten Hauben mit weißem Band wurden zu jedem Sonntagskirchgang und anderen kirchlichen Feiertagen getragen. Im Gegensatz zu diesen wurde bei den goldenen Hauben jedoch Pyrit (Katzengold) und kein echtes Edelmetall verwandt. Die schwarzen Hauben waren für Beerdigungen sowie für Witwen während der vorgeschriebenen Trauerzeit von einem Jahr und sechs Wochen vorgesehen. Die silberne Haube mit blauem Band trug man bei einer etwaigen zweiten Heirat. Hergestellt wurden Hauben und Spitzen von geschickte Frauen in den Wintermonaten. Die bunten Seidenbänder brachten die Bräutigame von Märkten oder von Reisen mit.

Digitalisierung schreitet voran

Das zweite große und nicht weniger aktuelle Thema, das sich wie ein roter Faden durch die Veranstaltung zog, war die fortschreitende Digitalisierung. Nicht erst der Einsturz des Kölner Stadtarchivs oder jüngst die Vernichtung tausender Todesbescheinigungen im Staatsarchiv Hamburg verdeutlichten die Relevanz dieses Themenkomplexes. Bei Verlust der Originale, können die Digitalisate als Sicherungskopie dienen. Ferner ist so eine quellenschonende Nutzung möglich. Wenngleich bei der Digitalisierung von Archivbeständen mittlerweile beachtliche Fortschritte zu verzeichnen sind, so wird man noch über Jahre damit beschäftigt sein, weiteres Quellmaterial nach und nach aufzunehmen und bereitzustellen.

Ebenso stand die digitale Ahnenforschung und DNA-Genealogie im Fokus einiger Referenten. Für Forschungsergebnisse, die über jeden Zweifel erhaben sind, bleibt es meines Erachtens aber unabdingbar, die historischen Quellen in die Hand zu nehmen, auszuwerten und so erforschte Daten belegen zu können. Die Quellen richtig zu interpretieren ist dabei eine Wissenschaft für sich. Ebenso sind zur Verortung der Ahnen in ihrem historischen Kontext nach wie vor sorgfältige Forschungsarbeit und fundiertes historisches Wissen unverzichtbar.

Dank und auf bald

Von links: Konstanze Wandersleb, Clemens Kech, Rita Koch, Frank Lüken, Birgit Scheible.

Neben hochkarätigen Fachvorträgen hatten die Veranstalter für ein kurzweiliges Rahmenprogramm, u.a. mit Shanti Band und heimatkundlicher Trachtengruppe, gesorgt. Gerade die geselligen Abende konnten genutzt werden, um sich mit alten Kollegen auszutauschen und neue kennenzulernen. Es sei an dieser Stelle nochmals herzlich allen Beteiligten für die hervorragende Organisation des 70. Deutschen Genealogentages gedankt. Wir freuen uns auf ein Wiedersehen in Gotha im kommenden Jahr – der „Hauptstadt der Genealogie“.

 

 

 

 

Van Ossenbruegge in de wiete Welt
Van Ossenbrügge in de wiete Welt
Begrueßung durch Irmtraud Tiemann (OSFA)
Begrüßung durch Irmtraud Tiemann (OSFA)
Dirk Weissleder (DAGV) eröffnet offiziell den 70. Deutschen Genealogen
Dirk Weissleder (DAGV) eröffnet offiziell den 70. Deutschen Genealogen
Publikum im Solarlux Campus
Publikum im Solarlux Campus
Jorge Lauck (Brasilien) u. Dirk Weissleder
Jorge Lauck (Brasilien) u. Dirk Weissleder (DAGV)

Videobotschaft aus Brasilien
Videobotschaft aus Brasilien
Shanti Band beim Meet and Greet
Shanti Band beim Meet and Greet
Trachtengruppe beim Tanz
Trachtengruppe beim Tanz
Vortrag M. Sutter
Vortrag M. Sutter
Vortrag Dr. Mühlberger (Innsbruck)
Vortrag Dr. Mühlberger (Innsbruck)

9. Oktober 2018/von Clemens Kech
https://pro-heraldica.de/wp-content/uploads/2018/10/Genealogentag-1.jpeg 1003 1181 Clemens Kech https://pro-heraldica.de/wp-content/uploads/2018/07/Logo_156-hoch.png Clemens Kech2018-10-09 20:25:332019-06-18 10:11:57Rückblick 70. Deutscher Genealogentag in Melle

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