Schimmel im Archiv
Das Archiv Metz/Frankreich hat seit ca. 2020 Schimmelbefall durch einen Wasserschaden im Dach; die betroffenen Archiv-Bestände müssen zunächst gefriergetrocknet, dann mit Chemikalien bzw. energiereichen Strahlen behandelt werden.
Das bedeutet sehr viel Arbeit von Profis und ist sehr teuer (Millionenbetrag). Privatleute können hier nicht helfen – wie 2009 beim Einsturz des Kölner Stadtarchivs – da man Schutzkleidung braucht, um sich den schimmelbefallenen Materialien zu nähern. Es sind 2 km Akten betroffen bzw. fast 30% des Magazin-Bestandes. Jeden Monat wird 1 Woche im Archiv an der Restaurierung des Materials gearbeitet, um die durch Mikro-Organismen beschädigten Archivalien Seite für Seite zu reinigen und die Abtötung der Schimmelpilze zu gewährleisten.
Eine Benutzung der betroffenen Akten und Urkunden im Lesesaal ist nicht möglich und würde die Gesundheit der Benutzer gefährden, da sich die Sporen im Raum verteilen. Möglicherweise werden stark beschädigte Seiten gescannt und die Originale samt Scanner müssen danach entsorgt werden. Die Arbeiten werden voraussichtlich frühestens Mitte 2023 abgeschlossen sein. Diejenigen Unterlagen, welche bereits behandelt wurden, können vorher eingesehen werden.
