Nachdem das historische Wappen von Möhringen in die Kritik geraten ist, gab es einen Wettbewerb für ein neues Wappen, den Gunther Stolle für sich entscheiden konnte.
Am 8. August wird in Augsburg das Hohe Friedensfest gefeiert. Das macht diesen Tag zu einem ganz besonderen Tag. Denn es ist der einzige gesetzliche Feiertag, der lediglich auf ein Stadtgebiet beschränkt ist.
In Deutschland gibt es bundeseinheitliche Feiertage und solche die nur in bestimmten Bundesländern gehalten werden. Aber der 8. August ist ein Feiertag, der ausschließlich im Stadtgebiet von Augsburg begangen wird. Durch diesen Feiertag ist Augsburg die Stadt mit den meisten gesetzlichen Feiertagen im gesamten Bundesgebiet.
Das Augsburger Hohe Friedensfest wird seit dem Jahr 1650 begangen. Ursprünglich feierten an diesem Tag die Augsburger Protestanten das 1648 durch den Westfälischen Frieden eingeleitete Ende ihrer Unterdrückung während des Dreißigjährigen Krieges.
Seit 2018 ist das Augsburger Hohe Friedensfest sogar deutsches Immaterielles Kulturerbe. Zusammen mit 12 weiteren Kulturformen ist der stadtweite Feiertag in das bundesweite Verzeichnis der UNESCO aufgenommen worden.
Im Rahmen des Friedensfestes finden normalerweise jedes Jahr bereits mehrere Wochen im Vorfeld Konzerte, Theateraufführungen, Workshops und vieles mehr statt.
Am 1. August feiert unser Nachbarland die Schweiz ihren Bundesfeiertag. So heißt der Nationalfeiertag in der Schweiz offiziell. Das Datum wurde in Gedenken an den Bundesbrief (der Gründungsurkunde der schweizerischen Eidgenossenschaft) gewählt, der im August 1291 abgeschlossen wurde.
Zur Bundesfeier werden die Häuser und öffentlichen Gebäude mit der Schweizer Flagge bzw. mit den Flaggen des jeweiligen Kantons geschmückt. Außerdem gibt es vielerorts Feuerwerke am Bundesfeiertag. In manchen Orten wie z.B. in Basel wird bereits am 31.7. ein Feuerwerk veranstaltet.
Die Flagge der Schweiz zeigt ein aufrechtes, freistehendes weisses griechisches Kreuz auf rotem Grund (=Schweizerflagge). Die Schweizerflagge hat eine quadratische Form, die bei Flaggen eher selten vorkommt (siehe auch Blogbeitrag Besondere Landesflaggen).
Das Schweizerkreuz wurde früher von den alten Eidgenossen als Feldzeichen verwendet.
Das Eidgenössische Wappen enthält ein frei stehendes, weisses Kreuz auf rotem Grund in denselben Proportionen wie die Flagge. Im Gegensatz zur quadratischen Form der Flagge ist jedoch die äussere Form des Wappenschildes mathematisch nicht genau definiert. Gesetzlich geregelt wurde das Wappen (jedoch ohne die äussere Form) mit Bundesbeschluss vom 12. Dezember 1889 (inkl. Abbildung).
(Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Fahne_und_Wappen_der_Schweiz)
Am 14. Juli feiern die Franzosen ihren Nationalfeiertag. An diesem Datum im Jahr 1789 ereignete sich der Sturm auf die Bastille, der symbolisch für den Auftakt der französischen Revolution gilt. Der 14. Juli ist aber nur indirekt wegen des Sturms auf die Bastille zum französischen Nationalfeiertag geworden.
Denn: Am 14.07.1790 fand zum Jahrestag des Sturms auf die Bastille auf dem Marsfeld von Paris das Föderationsfest statt, bei dem der König Ludwig XVI. und die Vertreter aller Stände einen feierlichen Treueid auf die Nation leisteten. An den Vorbereitungen für das Föderationsfest waren Menschen aller Stände und Schichten beteiligt, weshalb es als Zeichen des Zusammenhalts des französischen Volkes steht. Im Jahr 1880 wurde der 14. Juli als Jahrestag des Föderationsfestes deshalb zum Nationalfeiertag von Frankreich erklärt.
Kein offizielles Staatswappen
Frankreich führt seit dem Jahr 1912 kein offizielles Staatswappen mehr.
Obwohl Frankreich als die Wiege der Heraldik gilt und das Wappenwesen dort eine lange Tradition hat, ist Frankreich einer der wenigen Staaten in Europa, der kein Staatswappen führt.
Nach der französischen Revolution wurden in Frankreich alle Wappen abgeschafft. Mit der Schaffung Reichsadels und des ersten Französischen Kaiserreichs unter Kaiser Napoléon I. entstand am 1. März 1808 die Napoleonische Heraldik (auch als Unheraldik bezeichnet), die aber mit dem Sturz des Kaisers wieder endete.
Danach gab es verschiedene Wappen und Nationalsymbole in Frankreich.
Liberté, Egalité, Fraternité – Freiheit, Gleichheit Brüderlichkeit
Das heutige Staatssymbol Frankreichs wurde 1953 folgendermaßen festgelegt: Es ist ein blaues Oval, auf dem sich ein goldenes Liktorenbündel befindet. Das Liktorenbündel ist mit goldenen Bändern verschnürt und das goldene Beil darin nach links gewendet. Auf das Liktorenbündel ist ein goldenes Band gelegt, das den Wahlspruch Frankreichs „Liberté, Egalité, Fraternité“ (Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit) zeigt. Umgeben ist das Liktorenbündel von Eichen- und Lorbeerzweigen. Das blaue Oval ist von der Großmeisterkette der Ehrenlegion begrenzt (das rechts dargestellte Emblem wird vom französischen Außenministerium, und seit neuerer Zeit auch vom Staatspräsidenten verwendet, ist aber nicht das offizielle Staatswappen).(Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Hoheitszeichen_Frankreichs)
Die Flagge von Frankreich
Die Flagge Frankreichs zeigt die Farben Blau, Weiß und Rot in senkrechter Anordnung. Sie ist die erste und bekannteste Nationalflagge der Welt, diente vielen Flaggen der Welt als Vorbild, und wird als „Die Trikolore“ bezeichnet.
Die Farben Blau, Weiß und Rot haben ihren Ursprung in der Kombination der Farben von Paris (Blau und Rot) mit dem königlichen Weiß der Bourbonen. Sie wurden am 04.10.1789 offiziell für die französische Kokarde eingeführt. Die heutige Anordnung und Abfolge der Farben der Flagge wurde erst 1794 festgelegt.
Wir haben noch weitere Beiträge zu Staatswappen und Emblemen veröffentlicht. Diese können Sie hier nachlesen:
Algerien
Antigua Barbuda
Argentinien
Aserbaidschan
Belize
Brasilien
Deutschland
Ghana
Kamerun
Namibia
Portugal
Südsudan
Heute wird das Land Rheinland-Pfalz 75 Jahre alt. Am 18. Mai 1947 wurde die Verfassung für Rheinland-Pfalz in einem Volksentscheid angenommen und somit das Bundesland geboren. Nach dem Zweiten Weltkrieg war das heutige Rheinland-Pfalz ein Teil der französischen Besatzungszone. Es entstand aus der ehemals bayerischen Rheinpfalz, aus den Regierungsbezirken Koblenz und Trier der ehemaligen preußischen Rheinprovinz, aus den linksrheinischen Teilen der ehemals zum Volksstaat Hessen gehörigen Provinz Rheinhessen und aus Teilen der preußischen Provinz Hessen-Nassau (Montabaur). (Quelle: Wikipedia)
Das Wappen von Rheinland-Pfalz
Blasonierung
Gespalten durch eine eingebogene schwarzes Spitze, darin ein rotbewehrter und rotgekrönter goldener Löwe, vorn in Silber ein durchgehendes rotes Kreuz, hinten in Rot ein sechsspeichiges silbernes Rad. Auf dem Schilde eine goldene Weinblattkrone (Volkskrone).
Bedeutung der Wappensymbole
Im Landeswappen von Rheinland-Pfalz sind die Symbole der früheren Kurfürstentümer Trier, Mainz und Pfalz im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation vertreten.
- der Pfälzer Löwe: ein goldener mit roter Krone besetzter Löwe, war zuerst ein Teil des Wappens der Wittelsbacher. Der Löwe ist golden in schwarzem Feld, rechtsgewendet, rotbekrönt, -bezungt und -bewehrt.
- Das rote Sankt-Georgs-Kreuz: ein durchgezogenes, rotes Kreuz auf weißem oder silbernen Grund, dessen Kreuzmittelpunkt sich in der Mitte der Fläche befindet. Es ist Symbol des Heiligen und Märtyrers Georg und bezeugtes Wahrzeichen des Erzbistums und Kurfürstentums Trier.
- Das sechsspeichige Mainzer Rad: Das Mainzer Rad wird im Wappen als sechsspeichiges silberfarbenes Rad auf rotem Grund dargestellt. Das Mainzer Rad ist aus dem Wappen des Bistums Mainz hervorgegangen.
Die überhöhte Volkskrone fünf goldfarbener stilisierter Weinblätter weist auf die wichtige Bedeutung des Weinbaus in dem Bundesland hin. Die Volkskrone ist kein monarchisches Symbol, sondern ein Sinnbild der Volkssouveränität.
Heute 70 Jahren wurde das heutige Baden-Württemberg gegründet. Das Gebiet im Südwesten war seit der bedingungslosen Kapitulation Deutschlands dreigeteilt in Baden, Württemberg-Baden und Württemberg-Hohenzollern.
Heute möchte ich in aller Kürze auf die Sonderrolle der Pro Heraldica in Sachen Heraldik zwischen den staatlichen Organisationen in konstitutionellen Monarchien auf der einen Seite und den Vereinen in den Demokratien auf der anderen Seite eingehen.
Die Portugiesische Flagge
Die heutige Flagge Portugals wurde per Gesetz am 19.06.1911 eingeführt, und am 30.06.1911 erstmals gehisst. Sie zeigt zwei senkrechte Bahnen in Grün und Rot, im Verhältnis 2:3, an der Schnittlinie das Staatswappen.
Grün ist nicht nur die Farbe der alten Flaggen Portugals sondern auch Farbe des Hauses Bragança, und steht für die Hoffnung und das Meer. Rot steht für die Revolution.
Das portugiesische Staatswappen, Blasonierung:
Auf goldener Armillarsphäre, umgeben von zwei mit grünem und rotem Band gebundenen goldenen Olivenzweigen der Schild, rotbordiert darin sieben goldene Kastelle, im silbernen Feld fünf kleine blaue Schildchen(Quinas) je belegt mit fünf (2,1,2) silbernen Kugeln
Die Bedeutung der einzelnen Bestandteile:
Die Armillarsphäre, heute hinter dem Wappenschild im Wappen von Portugal angeordnet, ist ein Gerät zur Darstellung der Himmelsbewegungen und repräsentiert das Kopernikanische Weltbild. Dieses Emblem wurde zusammen mit den Farben Grün und Weiß ab der Regierungszeit von König Heinrich dem Seefahrer (1394–1460) benutzt. Es war das persönliche Emblem von König Emanuel I. (1495–1521) und Symbol des Entdeckungszeitalters. Die Armillarsphäre galt früher als Kolonialsymbol und ab dem 17. Jahrhundert als Symbol Brasiliens.
Die Armillarsphäre besteht aus fünf schmalen goldenen Bändern, welche die Ekliptik, den Äquator, die Wendekreise des Krebses und des Steinbocks und einen Meridian bezeichnen, sowie mit einem doppelt so breiten Band von links oben nach rechts unten, das den jährlichen Sonnenumlauf bezeichnet. Die Schifffahrt war für Portugal im 16. Jahrhundert ein wichtiger Wirtschaftszweig.
Die Olivenzweige (Friedenssymbol); Bänder grün (Hoffnung) und rot (Mut, und das Blut der gefallenen Soldaten).
Die sieben goldenen Kastelle auf rotem Grund im Staatswappen gehen auf die Heirat von König Alfons III. mit Beatrix von Kastilien im Jahre 1252 zurück. Nach anderen Quellen sollen sie die Errichtung des Königreichs durch Alfons I. Heinrich (1139–1185) symbolisieren. https://www.flaggenlexikon.de/fport.htm
Nach anderer Überlieferung symbolisieren sie die sieben Schlachten um die Eroberung der Algarve und die Vertreibung der Mauren durch König Alfons III.
Der weiße Schild symbolisiert die Rüstung von Dom Afonso Henriques de Guimarães. Die fünf blauen Schilde (quina) stehen für die fünf maurischen Könige, die Dom Afonso Henriques in der Schlacht von Ourique vernichtend schlug. In jeder Quina befinden sich fünf Silbermünzen. Heute stehen die fünf Münzen die fünf Wundmale Christi. Zählt man kreuzweise die Münzen in den Schilden und zählt die in dem mittleren Schild doppelt, ergeben sich 30 Münzen. Diese stehen für die 30 Silberstücke, die Judas erhielt, als er Jesus Christus verriet.
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Heute wird das Land Nordrhein-Westfalen 70 Jahre alt. Am 23. August 1946 wurde es von der britischen Besatzungsmacht aus der preußischen Provinz Westfalen und dem Nordteil der ebenfalls preußischen Rheinprovinz gegründet. Im Jahr 1947 kam noch das Land Lippe hinzu. Seit dem Jahr 1949 ist Nordrhein-Westfalen ein Bundesland der damals gegründeten Bundesrepublik Deutschland.
Größte Stadt von Nordrhein-Westfalen ist Köln, die Hauptstadt Düsseldorf.
Das Wappen von Nordrhein-Westfalen

Von Wolfgang Pagenstecher – Wappenentwurf (1947): für das Land Nordrhein-Westfalen – extracted from PDF file on www.landtag.nrw.de by User:Madden, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=810714
Im Staatswappen von Nordrhein-Westfalen werden die Wappensymbole aus den Wappen der ursprünglichen Länder nördliches Rheinland, Westfalen und Lippe übernommen. Das Wappen von Nordrhein-Westfalen wurde 1947 vom Kunstmaler und Heraldiker Wolfgang Pagenstecher entworfen. Es wurde am 5. Februar 1948 eingeführt und am 10. März 1953 durch § 2 des Gesetzes über die Landesfarben, das Landeswappen und die Landesflagge gesetzlich verankert. Das Wappen von Nordrhein-Westfalen ist in den Farben grün, weiß und rot gehalten.
Blasonierung
Die Blasonierung des Wappens von Nordrhein Westfalen lautet: Gespalten von Grün und Rot, vorne ein linksschräger silberner Wellenbalken, hinten ein aufgerichtetes silbernes Ross, im Schildfuß eine eingeschweifte silberne Spitze, darin eine rote Rose mit goldenen Butzen und goldenen Kelchblättern.“
Bedeutung der Wappensymbole
Der Rhein, der im Wappen für das Rheinland steht, wird durch den Wellenbalken symbolisiert. Dieser befindet sich auf der heraldisch rechten Seite. Sein Verlauf wurde
gegen den kartografischen Verlauf gedreht. Der silberne Rhein war einst das Wappen des preußischen Rheinlandes.
Für Westfalen steht im nordrhein-westfälischen Wappen das steigende, silberne Westfalenpferd mit dem aufgeworfenen Schweif. Dieses wurde einst vom Herzogtum Westfalen geführt.
Für das Land Lippe steht die Lippische Rose im unteren Teil des Wappens. Diese wurde bereits im Jahr 1219 eingeführt und ist damit der älteste Wappenbestandteil. Die Lippische Rose ist allerdings im Landeswappen von Nordrheinwestfalen anders ausgerichtet als das Wappen des Landkreises Lippe. So zeigt das mittlere gelbe Kelchblatt zeigt im Landeswappen nach oben, im Kreiswappen dagegen nach unten.

Von Jüppsche – Transition to svg based on Image:COA_Landschaftsverband_Rheinland.png, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=5060702

Von Jürgen Krause – Veddeler, Peter; Wappen, Siegel, Flaggen; Münster 2003; S. 65; ISBN 3-87023-252-8Hostert, Walter: Westfalen-Lippe in Wappen, in: Texte aus dem Landeshaus, Münster 1988,l, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=42802109

Von Unbekannt – Broschüre Wappen und Flaggen im Deutschen Reich herausgegeben vom Reichsinnenministerium 1928 einzusehen im Niedersächsischen Landesarchiv Staatsarchiv Wolfenbüttel (Archivalie D 260), Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=3797892
Am 12.Feburuar 1971 hat Bhutan die volle Souveränität von Indien erhalten. An diesem Tag erhielt Bhutan die völkerrechtliche Anerkennung mit der Aufnahme in die Vereinten Nationen.Bhutan ist eine konstitutionelle Monarchie. Oberhaupt des Staates ist König Jigme Khesar Namgyel Wangchuk.
Am 5. Feburar 2016 kam das erste Kind vom Drachenkönig Jigme und seiner Frau, der Drachenkönigin Jetsun Pema zur Welt.

Damit ist auch Bhutan einer der Staaten, der erst im letzten Jahrhundert erschienen ist. In unserer Serie Neue Staaten und ihre Heraldik und Emblematik hatten wir bereits darüber berichtet, dass über 60% aller Staaten jünger als 50 Jahre sind. Die Serie war entstanden, da Dr. Rolf Sutter, Forschungsleiter bei Pro Heraldica, auf dem XXXI. Weltkongress der heraldischen und genealogischen Wissenschaften in Oslo im Jahr 2014 einen Vortrag über das Thema “die in den letzten 50 Jahren neu entstandene Staaten und ihre Heraldik und Emblematik” hielt.
Heute feiert Mosambik den 40. Jahrestag seiner Unabhängigkeit. Seit dem 25. Juni 1975 ist Mosambik nach der Nelkenrevolution und dem damit verbundenen Sturz des diktatorischen Regimes in Portugal unabhängig als Volksrepublik Mosambik. Davor war es knapp 500 Jahre lang Kolonie.
Emblem von Mosambik
Beim Nationalitätszeichen von Mosambik handelt es sich nicht um ein Wappen, sondern um ein Emblem. Anders als beim Wappen besteht die symbolische Repräsentation des Staates nicht auf einem Schild, sondern unterliegt keiner speziellen Form.
Das aktuelle Emblem von Mosambik gibt es seit 1990. Wie etliche Embleme nach der Dekolonisierung ist auch das Emblem von Mosambik an das der Sowjetunion angelehnt. Es zeigt ein von Maiskolben und Zuckerrohr umrandetes gelbes Zahnrad, in dem, vor einer roten Sonne und über einer Landkarte Mosambiks inklusive blauen Wellenbalken (Straße von Mosambik), eine sich mit einer Hacke kreuzende Kalaschnikow vor einem aufgeschlagenem Buch befindet. Der Kranz ist mit einem roten Schriftband umbunden, auf dem unten der Staatsname „República de Moçambique“ steht. Oben, zwischen Maispflanze und Zuckerrohr befindet sich des Weiteren ein Roter Stern.
Maiskolben und Zuckerrohr symbolisieren die Landwirtschaft bzw. die Natur des Landes, das Zahnrad die Arbeiter, das Buch die soziale Schicht der Intelligenz, die Hacke die Klasse der Bauern, die Kalaschnikow den Unabhängigkeitskampf des Landes und der rote Stern den Sozialismus. Die rote Sonne symbolisiert den Süden Afrikas und die Hoffnung auf ein besseres Leben (Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Wappen_Mosambiks).
Die historischen Wappen und Embleme von Mosambik
| Wappen von Mosambik bis 1935 | Emblem von Mosambik von 1935-1951 |
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| Emblem von Mosambik von 1951-1975 | Emblem von Mosambik von 1975-1982 |
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Diese Woche fand in Lübeck der G7-Gipfel statt, bei dem sich die sieben führenden Industrienationen USA, Großbritannien, Frankreich, Italien, Japan, Kanada und Deutschland trafen.
Das nehmen wir zum Anlass, das Wappen von Lübeck einmal anzuschauen. Auf der Website der Stadt Lübeck findet sich eine Interessante Aufstellung der Wappen der Stadt im Laufe der Zeit: http://luebeck.de/tourismus/sightseeing/adler/index.html






Das akutelle Stadtwappen der Stadt Lübeck gibt es seit 1997. Es zeigt In Gold einen rot bewehrten schwarzen Doppeladler mit einem von Silber und Rot geteilten Brustschild.
Die zwei Wappen von Lübeck
Lange Jahre führte Lübeck zwei Wappen: Zum einen den Reichsadler als Symbol für Reichsfreiheit und zum anderen ein mit den hanseatischen Farben rot und silber geteiltes Wappen. Ca. 1450 wurden die beiden Wappen dann zusammengeführt und seitdem ziert das Hansewappen den Reichsadler als Brustschild. Dieses Wappen ist von den heute geführten Wappen damit heute das älteste.
Das Lübecker Wappen 1811-1813
Von 1811-1813 gehörte Lübeck dem Kaiserreich Frankreich an. Deshalb erhielt Lübeck am 1.1.1811 ein neues Wappen. Dieses Wappen zeigt den traditionellen weiß-roten Wappenschild auf einem Paar schwarzer Adlerflügel, die eine rudimentäre Übernahme des bisherigen Lübecker Doppeladlers darstellten. Die Kombination aus Flügeln und Wappen lag auf einem silbernen (weißen) Schild (Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/L%C3%BCbecker_Wappen)
In den lezten Wochen haben wir in unserer Serie „Neue Staaten und ihre Heraldik und Emblematik“ über neu entstandene Staaten durch Dekolonisierung, Zusammenbruch des Ostblock und ethnischen Separatismus berichtet. In unserem letzten Teil der Serie widmen wir uns heute der Frage, welchen Formen die 117 neuen Identiätszeichen folgen.
Handelt es sich dabei um Wappen, Embleme, Logos oder Siegel?
Wenn man sich die neu entandenen Symbole anschaut, kann man sehen, dass sich drei Typen von Nationalitätszeichen herausgebildet haben:
1. Die klassische Wappenform
in ihrem Zentrum steht die symbolische Repräsentation des Staates auf einem Schild, der von verschiedenen weiteren Symbolen, z. B. Schildhalter, Helmzier oder Spruchbändern, begleitet sein kann. Hier am Beispiel Grenada verdeutlicht
2. Das Emblem
Unter dieser Bezeichnung kann man jedes weitere Hoheitszeichen fassen, das ohne festgelegte Form ein beliebiges staatliches Symbol darstellen kann (Bsp.: Staatssymbol von Oman).
Staatssiegel
Eine Untergruppe der Embleme stellen die sogenannten Staatssiegel dar, hier das Nationalitätszeichen der Komoren.
3. Die Mischform
Einige Nationalitätszeichen lassen sich keiner der vorgenannten Kategorien eindeutig zuordnen. Sie enthalten häufig sowohl heraldische als auch freie grafische Elemente. Hier das Staatssymbol von Kuweit.
Welche Staaten und Gebiete sich für welche Formen entschieden haben zeigt die folgende Übersicht:

Bei den heraldischen Identitätszeichen fällt eine Gruppe besonders auf, nämlich die der Wappen, die mit den herkömmlichen Bestandteilen Schild, Oberwappen und Schildhalter arbeiten, diese jedoch mit ethnisch typischen Formen gestalten.
Bei diesem vorwiegend in Afrika anzutreffenden Assimilationsprozess entstehen teilweise sehr interessante, innovative und reizvolle Konzeptionen, von denen wir hier einige vorstellen.

Hier geht es zu den anderen Teilen dieser Serie:
Neue Staaten und Ihre Heraldik und Emblematik
Teil 1: Neu entstandene Staaten durch Dekolonisierung
Teil 2: Neu entstandene Staaten durch den Zusammenbruch des Ostblocks
Teil 3: Neu entstandene Staaten durch ethnischen Separatismus
In den ersten beiden Teilen unserer Serie: In den letzten 50 Jahren neu entstandene Staaten und ihre Heraldik und Emblematik haben wir uns die Dekolonisierung den Zusammenbruch des Ostblock beleuchtet. Im heutigen Teil widmen wir uns dem ethnischen Separatismus.
In den letzten Jahren ist eine zunehmende Tendenz infolge eines wachsenden ethnischen Selbstverständnisses innerhalb schon bestehender Nationen oder Staatsverbänden zu verzeichnen.
Das Band des übergeordneten Nationalbewusstseins verliert unter dem Wachsen von ethnischem Identitäts-Bewusstsein mehr und mehr seine Integrationskraft.
Ob sich das ethnische Selbstbewusstsein aus religiösen, weltanschaulichen, historischen oder wirtschaftlichen Impulsen speist, ist von sekundärer Bedeutung .
Fallbeispiel Süd-Sudan
Januar 1956: die Republik Sudan wird vom Vereinigten Königreich unabhängig und ist gemäß der Verfassung von 1998 eine Islamische Republik. Staatsreligion ist der Islam. Es gilt die Scharia.
36 % der vorwiegend im Norden angesiedelten Bevölkerung waren arabischer Abstammung (Sudanaraber).
52 % der Bevölkerung im Süden waren Schwarzafrikaner.
Es kommt zwischen 1998 und 2005 zu schweren Auseinandersetzungen und zur größten Binnenmigration der afrikanischen Geschichte
9. Juli 2011 wird der Süd-Sudan nach einem Referendum als eigenständiger Staat vom Sudan unabhängig.
Das Wappen vom Sudan

Das Wappen des Süd-Sudan, ist ein Sekretärvogel (wie im Emblem des Sudan), und ein Banner mit dem Schriftzug Republic of South Sudan und dem Wahlspruche Justice, Liberty und Prosperityt.
Vor der Brust de Adlers schwarzafrikanische Waffen: ein Eingeborenenschild (Spitzschild) über zwei gekreuzten Geräten (Schaufel und Speer) .
Neben den neu entstandenen Staaten durch Dekolonisierung bilden die durch den Zusammenbruch des Ostblock neu entstandenen Staaten den Zweitgrößten Anteil.
Die Sowjetunion umfasste 15 Teilstaaten, sogenannte „Unionsrepubliken“, die de jure autonom, de facto aber nicht souverän waren.
Die Sowjetunion war im Dezember 1922 durch die Bolschewiki gegründet und durch die Alma-Ata-Deklaration im Dezember 1991 aufgelöst worden.
Es waren Litauen, Lettland und Estland, die unter Berufung auf ihre nationale Identität, 1990 und 1991 als erste ihre Unabhängigkeit erklärten.
Die ehemalige UdSSR und ihre Folgestaaten:
Uniformität als dominantes Prinzip
Die Embleme
runde bis hochovale, von zwei leicht nach innen gebogenen Zweigen oder Getreidegebinden eingerahmte Abbildungen, die generell eine hinter einem Gebirge, einer Weltkugel oder einem Gebäude aufgehende Strahlensonne zeigten und in der oberen Partie mit Hammer und Sichel und dem Sowjetstern belegt waren.
Nach der „Unabhängigkeit“ 1991 ff. blieben nur drei – Belarus, Tadschikistan und Usbekistan – bei dieser Konzeption, allerdings ohne die typisch sowjetischen Kennzeichen Hammer und Sichel.
Vier weitere de fakto aber nicht de jure autonome Gebiete, kamen zu den ursprünglich 15 Republiken hinzu:
Bergkarabach (abgespalten von Aserbeidschan),
Südossetien und Abchasien (abgespalten von Georgien).
Nur Transnistrien (abgespalten von Moldawien) nahm die alte Emblematik auf.
Fallbeispiel Ukraine

Der goldene Dreizack ist das zentrale ukrainische Nationalitätssymbol.
Er geht auf die Embleme der Rurikiden, der Fürsten der Kiewer Rus zurück. Die Bedeutung des Symbols ist unklar, man nimmt aber an, dass es sich um einen stilisierten Falken handelt und möglicherweise tatarischen Ursprungs ist.
Zum staatlichen Symbol wurde der Dreizack1917 als er in das Staatswappen der Volksrepublik Ukraine aufgenommen wurde.
Aus ihr ging zwei Jahre später nach der bolschewikischen Eroberung 1919 die Ukrainische SSR hervor, die 1922 Teil der Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken wurde.
Als die Ukraine am 24.08.1991 aus dem Verband der UDSSR ausschied, kehrte sie zu ihrem alten Nationalitätszeichen zurück und schuf neben dem sogenannten kleinen auch ein großes Staatswappen, das allerdings bisher nicht offiziell zum Einsatz kam.
Jugoslawien und seine Folgestaaten
Das Staatsemblem nach sowjetischem Vorbild bestand ursprünglich aus fünf, später sechs, in einer gemeinsamen Flamme brennenden Fackeln, die die fünf Völker Jugoslawiens (Serben, Kroaten, Slowenen, Montenegriner und Mazedonier) symbolisierten.
-
1918 bis 1941 Jugoslawien ist Monarchie
- 1945 bis 1992 sozialistischer, föderaler Staat.
- 1992 bis 2003 „Restjugoslawien“ Serbien und Montenegro
Auflösung
Nationale Auseinandersetzungen nach Präsident Titos Tod 1980
schwindender Einfluss der sich ebenfalls in Auflösung befindenden UDSSR
ab 1991 Zerfall des jugoslawischen Staates, aus dem Kroatien und Slowenien als erste ihren Austritt erklären.
Bildung von 6 neuen Staaten
2 Abspaltungen von Serbien (Kosovo und die Vojvodina, Status international nicht allgemein anerkannt).
Die Staatsembleme
Die Staatsembleme der 6 Folgestaaten von Jugoslawien wurden gestaltet in enger Anlehnung an die der UDSSR-Republiken
Bis auf Mazedonien wählten ab 1991 alle neu gebildeten Republiken einschließlich der beiden strittigen Gebiete Kosovo und Vojvodina heraldische Formen.
PRO HERALDICA
Deutsche Forschungsgesellschaft für Heraldik und Genealogie mbH
Julius-Hölder-Str. 45
D-70597 Stuttgart
DER DIREKTE DRAHT
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