Die Flagge und das Wappen von Portugal
Die Portugiesische Flagge
Die heutige Flagge Portugals wurde per Gesetz am 19.06.1911 eingeführt, und am 30.06.1911 erstmals gehisst. Sie zeigt zwei senkrechte Bahnen in Grün und Rot, im Verhältnis 2:3, an der Schnittlinie das Staatswappen.
Grün ist nicht nur die Farbe der alten Flaggen Portugals sondern auch Farbe des Hauses Bragança, und steht für die Hoffnung und das Meer. Rot steht für die Revolution.
Das portugiesische Staatswappen, Blasonierung:
Auf goldener Armillarsphäre, umgeben von zwei mit grünem und rotem Band gebundenen goldenen Olivenzweigen der Schild, rotbordiert darin sieben goldene Kastelle, im silbernen Feld fünf kleine blaue Schildchen(Quinas) je belegt mit fünf (2,1,2) silbernen Kugeln
Die Bedeutung der einzelnen Bestandteile:
Die Armillarsphäre, heute hinter dem Wappenschild im Wappen von Portugal angeordnet, ist ein Gerät zur Darstellung der Himmelsbewegungen und repräsentiert das Kopernikanische Weltbild. Dieses Emblem wurde zusammen mit den Farben Grün und Weiß ab der Regierungszeit von König Heinrich dem Seefahrer (1394–1460) benutzt. Es war das persönliche Emblem von König Emanuel I. (1495–1521) und Symbol des Entdeckungszeitalters. Die Armillarsphäre galt früher als Kolonialsymbol und ab dem 17. Jahrhundert als Symbol Brasiliens.
Die Armillarsphäre besteht aus fünf schmalen goldenen Bändern, welche die Ekliptik, den Äquator, die Wendekreise des Krebses und des Steinbocks und einen Meridian bezeichnen, sowie mit einem doppelt so breiten Band von links oben nach rechts unten, das den jährlichen Sonnenumlauf bezeichnet. Die Schifffahrt war für Portugal im 16. Jahrhundert ein wichtiger Wirtschaftszweig.
Die Olivenzweige (Friedenssymbol); Bänder grün (Hoffnung) und rot (Mut, und das Blut der gefallenen Soldaten).
Die sieben goldenen Kastelle auf rotem Grund im Staatswappen gehen auf die Heirat von König Alfons III. mit Beatrix von Kastilien im Jahre 1252 zurück. Nach anderen Quellen sollen sie die Errichtung des Königreichs durch Alfons I. Heinrich (1139–1185) symbolisieren. https://www.flaggenlexikon.de/fport.htm
Nach anderer Überlieferung symbolisieren sie die sieben Schlachten um die Eroberung der Algarve und die Vertreibung der Mauren durch König Alfons III.
Der weiße Schild symbolisiert die Rüstung von Dom Afonso Henriques de Guimarães. Die fünf blauen Schilde (quina) stehen für die fünf maurischen Könige, die Dom Afonso Henriques in der Schlacht von Ourique vernichtend schlug. In jeder Quina befinden sich fünf Silbermünzen. Heute stehen die fünf Münzen die fünf Wundmale Christi. Zählt man kreuzweise die Münzen in den Schilden und zählt die in dem mittleren Schild doppelt, ergeben sich 30 Münzen. Diese stehen für die 30 Silberstücke, die Judas erhielt, als er Jesus Christus verriet.
Wir haben noch weitere Beiträge zu Staatswappen und Emblemen veröffentlicht. Diese können Sie hier nachlesen:
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