• Link zu Facebook
  • Link zu X
  • Link zu Instagram
  • Kontakt
  • Blog
  • Deutsch Deutsch Deutsch de
  • English English Englisch en
Telefon: +49 711 720 61 0
  • Einkaufswagen Einkaufswagen
    0Einkaufswagen
Pro Heraldica
  • Ahnenforschung
    • » Ahnenforschung
    • Stammbaum
    • Ahnentafel
    • Familienchronik
    • Firmenchronik – Biographie
    • Archivierung
  • Heraldik
      • Heraldik
      • Ein neues Wappen erstellen
      • Wappenregistrierung
      • Regeln der Heraldik
      • Unseriöse Heraldik
      • Aktuelle Wappen-Arbeiten
      • Wappenregister
      • 3D-Version Familienwappen
  • Fine Arts
    • » Fine Arts
    • Schmuck
    • Siegelring
      • Siegelring-Kollektion Pro Heraldica
    • Uhren
    • Gürtelschnalle mit Wappen
    • Textilien
    • Ambiente
    • Schreibgeräte-Kollektion
    • Briefpapier
  • Unternehmen
    • » Unternehmen
    • Kompetenzteam
    • Mitarbeiter
    • Stellenangebote
    • Referenzen
    • Videos
    • Presse
  • Wissenswertes
      • Familiennamen und Ihre Bedeutung
      • Städte- und Länderwappen
      • Hexenverfolgung
      • Völkerwanderung
      • 30-jähriger Krieg (1618-1648)
      • Familienforschung in Ostfriesland
      • Reformation
      • Lebenserwartung
      • Heraldiker
      • Nutzungsrechte
  • FAQ
  • Blog
  • Produkte
      • Übersicht
    • Produktkategorien
      • Schmuck & Accessoires
      • Wohnen
      • Textiles
      • Tischkultur
      • Büro
      • Literatur
    • Geschenkideen
      • Für Ihn
      • Für Sie
      • Eine Kleinigkeit
      • Das Besondere
  • Click to open the search input field Click to open the search input field Suche
  • Menü Menü
Sie sind hier: Startseite1 / Ahnenforschung (Genealogie) und Heraldik Blog – Pro Heraldica2 / Familienforschung
Familienforschung

Eine Familie erzählt Geschichte in allen Facetten – Berühmte Männer und mutige Frauen

Die Ahnentafel L. konnte dank außergewöhnlich guter Quellenlage ca. 600 Jahre bis in das Jahr 1380 zurückgeführt werden. Sie umfaßt etwa 1.500 Personen in 20 (!) Generationen.

Das Quellenstudium förderte in einigen Linien große Überraschungen zutage: So etwa die Linie Schwarzerd, die als Höhepunkt und Gipfel der Ahnentafel L. betrachtet werden darf – dies aufgrund der Stellung der Familie Schwarzerd in der deutschen Geschichte. Erst in seiner gräzisierten, ins Griechische übersetzten Form Melanchthon, verrät der Name Schwarzerd seinen bekanntesten Vertreter: Philipp Melanchthon, geboren 1497 in Bretten, gestorben 1560 und beigesetzt in der Wittenberger Schlosskirche. Er war ein Bruder des Ahnen Nr. 49.294 in der Ahnentafel L. Martin Luther war 1518 sehr beeindruckt von Melanchthons Antrittsvorlesung und machte den neuen Kollegen wenig später zu seinem Stellvertreter. Aus dem Humanisten wurde der begabte Theologe, Reformator und Kirchenmann Melanchthon. Gemeinsam mit Luther, zu dessen scharfsinnigem Mitstreiter er wurde, begründete er eine wissenschaftliche Theologie im deutschen Sprachraum, die in ihren Wirkungen jedoch weit darüber hinaus reichte. Er schuf die Vorbereitungen für die grundlegenden Artikel der protestantischen Lehre, die zum Kompendium lutherischer Auffassung wurden. Sie haben Jahrhunderte lang die evangelische Theologie geprägt.

Des weiteren führen in der Ahnentafel L. Nachkommen der Linie V. zu den großen Dichtern Friedrich Hölderlin (1770-1843), Ludwig Uhland (1787-1862) und Eduard Mörike (1804-1875) sowie zu dem bekannten Philosophen Friedrich Wilhelm Schelling (1775-1854).

Einige Frauen aus der Linie N. übten im 17. Jahrhundert den Beruf der Hebamme aus, der einzige Beruf, der Frauen damals offen stand. Ganz ungefährlich war diese Tätigkeit nicht: Den frühen Hebammen war gemein, dass sie in jener Zeit immer auch in den Verdacht gerieten, mit dunklen Mächten im Bund zu stehen. In den Dörfern des 17. Jahrhunderts, als vielfach der Aberglaube noch längst nicht überwunden war, hatten sich heilkundige Hebammen, die von Berufs wegen (enger noch als die Pfarrer) mit Leben und Tod zu tun hatten, gegen den Vorwurf des Teufelspaktes zu wehren. Unter den Frauen, die Opfer der sogenannten Hexenverfolgungen in der Zeit vom Hochmittelalter bis in das 18. Jahrhundert hinein wurden, waren überdurchschnittlich viele, die den Beruf der Hebamme ausgeübt hatten. Da sich bei ihnen Kenntnisse der Kräuterheilkunde mit allerlei magischem Wissen mischten, waren sie der Zauberei verdächtig. Der spektakulärste Prozess in Württemberg wurde 1621 in Weil der Stadt bei Stuttgart gegen Katharina, Mutter des Astronomen Johannes Kepler, geführt.

Weiterhin belegt die Linie N. in der Ahnentafel L., dass nicht nur in der revolutionären 68er Generation ein lockerer Lebenswandel gepflegt wurde. So finden wir 1669 bei der Heirat einer Vorfahrin in den Kirchenbüchern von Laichingen bei Ulm den Vermerk aus der Ulmer Herrschaft vertrieben wegen begangener Hurerey. Vielen Landesfürsten, für die Thron und Altar, Politik und Religion noch die beiden Seiten des Regierungsgeschäfts darstellten, war die Ordnung nach den verheerenden Jahren des Dreißigjährigen Krieges ein ernstes Anliegen; zu deren Aufrechterhaltung griffen sie zu drakonischen Maßnahmen wie Ausweisung oder Abschiebung aus dem Territorium – hier aus dem Gebiet der katholisch verbliebenen freien Reichsstadt Ulm. Dies war ein probates Mittel, um Übeltäter ein für allemal loszuwerden. Und als „Hurerei“ galt der Obrigkeit damals übrigens alles, was Mann und Frau ohne Trauschein miteinander anstellten.

4. April 2011/2 Kommentare/von Konstanze Wandersleb
https://pro-heraldica.de/wp-content/uploads/2011/03/Philipp-Melanchthon-gross1.jpg 500 386 Konstanze Wandersleb https://pro-heraldica.de/wp-content/uploads/2018/07/Logo_156-hoch.png Konstanze Wandersleb2011-04-04 08:17:092022-08-08 15:21:15Eine Familie erzählt Geschichte in allen Facetten – Berühmte Männer und mutige Frauen
Familienforschung

Familiennamen / Hofnamen – Wie aus dem Kampmann die Hegelers wurden

Manche Leute führen einen Familiennamen, den sie eigentlich gar nicht haben könnten. Sie sind noch nicht einmal mit denen, von denen dieser Familiennamen ausging, verwandt. Das kommt vor allem dort vor, wo die Höfe wichtiger waren als die Leute, die dort wohnten und so die Hofnamen von einem Ehepartner zum anderen weitergaben.

So geschehen bei den Kampmanns:
Einer der Kampmanns zog von des Vaters Hof „auf dem Kamp“ weg und gründete den Hegeler Hof. Sein Bruder erhielt sicherlich den Kampmann-Hof. Nun musste man die Brüder ja unterscheiden: So hieß der eine weiterhin Kampmann, der andere hieß nun der „Kampmann vom Hegeler“. Dieser heiratete eine Anna Feldhegge. Leider starb er aber bald schon, so dass die junge Witwe des Kampmann vom Hegeler sich und ihren Kindern wieder einen kräftigen Mann auf den Hegeler Hof holte.

Dieser hieß Johann Hollermann. Er erhielt nun den Namen seines Vorgängers angehängt und hieß nun: Johann Hollermann, genannt Kampmann vom Hegeler.
Dieser lange Name bestand aber nicht so lange wie der Hof: Die gemeinsamen Kinder der Anna und des Johann Hollermann genannt Kampmann vom Hegeler wurden später nur noch „Hegeler“ genannt. Als die Namensführung im 19. Jahrhundert festgeschrieben wurde, blieb dieser Hofname der gültige obwohl kein Kind vom ersten Kampmann vom Hegeler stammte!

29. März 2011/1 Kommentar/von Birgit Scheible
https://pro-heraldica.de/wp-content/uploads/2013/06/Aktenwand-680.jpg 503 680 Birgit Scheible https://pro-heraldica.de/wp-content/uploads/2018/07/Logo_156-hoch.png Birgit Scheible2011-03-29 18:13:072014-12-03 11:36:13Familiennamen / Hofnamen – Wie aus dem Kampmann die Hegelers wurden
Familienforschung

Ein ganz besonderer Jäger …oder des Prinzen Liebling

Nach langen aufwendigen Stammbaum-Recherchen ohne viel Ergebnis in Richtung Hugenotten-Abstammung (dies hatte die Familie vermutet) sollte ein Familienforschungsfall schon abgeschlossen werden. Durch andauernde Ermittlungen wurden dann doch noch Urkunden beschafft, aus denen der Herkunftsort des damals ?ltesten bekannten Vorfahren hervorging. In diesem Ort konnten fr?here Daten gefunden und tiefergehende Recherchen angestellt werden. Schlie?lich erbrachten die ?u?erst umfangreichen Forschungen in zahlreichen Archiven, da? im 18. Jahrhundert ein Vorfahre k?niglich preu?ischer Oberf?rster und J?ger war. Dies war eine sehr hohe Stellung und wie sich unschwer vorstellen l?sst, wurde nicht jeder k?niglich preu?ischer Oberf?rster!

Des weiteren hatte es 1816 unter den Vorfahren einen Namenswechsel gegeben und zwar von M… zu Z…. Dies lie? sich anhand des entsprechenden Eintrags aus der Milit?r-Stammrolle nachvollziehen, denn hier stand schwarz auf wei? der urspr?ngliche Name mit dem Zusatz des neuen Namens. Der Grund f?r den Namenswechsel ist heute allerdings leider nicht mehr nachvollziehbar.

Im Verlauf der weiterhin extrem aufwendigen und komplizierten Forschung ? es wurden sehr, sehr viele Meter Akten gew?lzt, die zun?chst ?berhaupt nirgends bekannt waren ? ergab sich, da? der dreifache und der vierfache Urgro?vater des Probanden Leibj?ger seiner K?niglichen Hoheit Prinz Friedrich Wilhelm von Preu?en waren (sp?terer K?nig Friedrich Wilhelm II. von Preu?en). Der Leibj?ger geh?rte zum Hofstaat und kannte somit die Prinzen, K?nige und den Adel aus n?chster N?he. Er begleitete den Prinzen und dessen G?ste auf der Jagd und versorgte dessen K?che mit Wild, Hasen, V?geln etc. Als Hofj?ger organisierte er u.a. die Hofjagden des Prinzen. Der vierfache Urgro?vater war au?erdem erster B?chsenspanner (rangh?chster J?ger des Preu?ischen Prinzenhofes) seiner K?niglichen Hoheit des Prinz von Preu?en. Das hei?t, er reichte dem Prinzen die geladene Waffe, pr?fte das Nachladen oder lud selbst, damit keine Unf?lle passierten. Es handelte sich daher um eine absolute Vertrauensstellung am Preu?ischen Prinzenhof! Er war verantwortlich f?r die richtige Dosierung des Schie?pulvers und f?r die saubere Waffe, damit dem Sch?tzen (hier dem Prinzen) ?nichts ins Auge ging? bzw. Verletzungen ausgeschlossen wurden.

Dieser besagte Leibj?ger (der dreifache Urgro?vater des Probanden) wurde 1790 vom K?nig bef?rdert, bekam ein au?ergew?hnlich hohes Gehalt, das zeitweise direkt aus der Kasse (?Chatoulle?) des K?nigs bezahlt wurde, und er erhielt ganz besondere Positionen, z.B. im Lieblingssommersitz von K?nig Friedrich Wilhelm I. (?Soldatenk?nig?). Dieses Revier als J?ger zu erhalten bedeutete eine besondere Auszeichnung und Ehre. F?r keinen anderen J?ger hat sich der K?nig selbst so engagiert!

Taufpaten bei der Tochter des Leibj?gers waren der Prinz und die Prinzessin von Preu?en. Das Kind erhielt den Namen der Prinzessin: Elisabeth Christina Ulrica. Dies l??t die sehr enge Beziehung zum Hof des Prinzen erkennen. Die Familie des Leibj?gers verkehrte somit in den h?chsten Kreisen des Adels und am Hof des Prinzen.

Der Vorfahre des Probanden wurde somit Augenzeuge der Lebensgeschichte K?nig Friedrich Wilhelms II. von Preu?en. Dieser hatte drei Ehefrauen nacheinander, drei Ehen ?zur linken Hand? (d.h. ?nebenher?), und jeweils noch etliche M?tressen.

25. März 2011/2 Kommentare/von Konstanze Wandersleb
https://pro-heraldica.de/wp-content/uploads/2011/03/jaeger-gross1.jpg 500 359 Konstanze Wandersleb https://pro-heraldica.de/wp-content/uploads/2018/07/Logo_156-hoch.png Konstanze Wandersleb2011-03-25 15:00:282022-02-23 13:32:34Ein ganz besonderer Jäger …oder des Prinzen Liebling
Familienforschung

„Lotterleben“ – Aus den Betten des 17. Jahrhunderts…

Bei den Forschungen werden bisweilen auch durchaus pikante Begebenheiten ans Tageslicht bef?rdert. So im Forschungsfall der Familie L.: Bei den Recherchen im Staatsarchiv Sigmaringen fanden sich in den Amtsprotokollen der Herrschaft Hettingen Eintr?ge zu unehelichen Tatvorg?ngen im 17. Jahrhundert. Die sittlichen Bewertungen der damaligen Obrigkeit waren noch sehr streng. Nicht selten musste eine Geldstrafe gezahlt werden, wenn ein vor- oder au?erehelicher Beischlaf bekannt geworden war.

Hier die Eintragung aus den Amtsprotokollen der Herrschaft Hettingen: ?24.10.1687 Jacob S. von Hettingen soll etliche Male n?chtlicher Weile zu Ignati Pf.s Wittib in Hermentingen eingeschlupft sein und mit ihr in unehelichen Sachen zu tun gehabt haben.?
Das hei?t, Jacob S. war nachts wiederholt bei der Wittwe des Ignatz Pf. gewesen. Der Angeklagte gab zu, er habe am ?verwichenen Heiligkreuz-Tag um verloffene Michaelis bei Ignati Pf.s Wittib gedroschen, und so es Nacht worden, bei ihr verblieben und in das Bett gangen, sie ihne nit abgeschaffet, sondern geduldet?.

Er war also am letzten Heiligkreuz-Tag bei der Witwe des Ignatz Pf. zum Arbeiten (Dreschen) gewesen; als es dunkel wurde, ist er bei ihr geblieben und sie habe ihn nicht weggeschickt, als er zu ihr ins Bett kam (oder mit ihr zusammen ins Bett ging?), sondern sie habe ihn geduldet.

Im weiteren Verlauf der Untersuchung stellte sich heraus, dass noch weitere M?nner bei der Witwe waren, die alle namentlich erw?hnt werden. Die Untersuchung ging noch lange weiter. Als Begr?ndung gab die Witwe an, sie h?tte bef?rchtet, ihre Hilfskr?fte auf dem Hof zu verlieren, wenn sie ihnen die n?chtlichen Besuche verwehrt h?tte.

Man kann sich vorstellen, was das Bekanntwerden dieser Sachverhalte f?r die Witwe und die betroffenen M?nner bzw. deren Familie bedeutete. Dennoch zeigt es, dass es auch schon in fr?heren Zeiten Verst??e gegen die moralischen und sittlichen Regeln gegeben hat.

24. März 2011/von Konstanze Wandersleb
https://pro-heraldica.de/wp-content/uploads/2010/12/soziales1.jpg 200 200 Konstanze Wandersleb https://pro-heraldica.de/wp-content/uploads/2018/07/Logo_156-hoch.png Konstanze Wandersleb2011-03-24 14:00:432014-12-03 09:34:58„Lotterleben“ – Aus den Betten des 17. Jahrhunderts…
Familienforschung

Genealogische Forschungsergebnisse – Schönfärberei

Der Waid- und Schönfärber Johann Friedrich D?pling stand 1695 und 1696 in Zusammenhang mit der Erlangung des Bürgerrechtes in Konflikt mit seiner Zunft. Darüber gibt es Akten des Stralsunder Rates: ?Im Jahre 1695 hatte Johann Friedrich Deplingen hieselbst das Bürgerrecht als Waidt- und Schönfärber erlangt. Hiegegen kamen die Schwarz- und Schönfärber beim Rathe ein und baten den Deplingen aufzugeben sich der Ausübung der Färberei zu enthalten, der Rat aber schlug es ab, sie kamen hiegegen noch einmal ein, allein wieder vergebens, hierauf wanden sie sich ans Hofgericht und führten die Appelation bei dem selben auch ein, allein der Rath verweigerte die Appellation zu deferiren und die Acta zu übersenden, behauptete, dass die Sache nicht appellabel sein und berichtete dieses ans Hofgericht, worauf auch die Sache liegen blieb; zuletzt übergab der Deplingen noch beim Rathe die Anzeige, dass die Waidt- und Schönfärber von der Regierung ein absonderliches Privilegium und eine Rolle erhalten hätten und legte zugleich die Abschrift dieser Rolle bei, womit diese Sache beendet blieb.?

Heute muss man diese altertümliche Sprache schon übersetzen, zumindest aber sehr genau lesen, um den Sinn hinter einem solchen Dokument zu erkennen (kennt man das nicht auch heute noch, wenn „der Amtsschimmel wiehert“). Also, worum handelte es sich in der Angelegenheit Johann Friedrich D?pling?

Die Waid- und Schönfärber Stralsunds sprachen sich deshalb gegen eine Berufsausübung des Johann Friedrich D?pling aus, weil er diesen in Wirklichkeit sehr anspruchsvollen Beruf angeblich nicht wirklich erlernt hatte. Stattdessen hatte er lediglich bei dem Stralsunder Färber Hans Christoff Schwancke eineinhalb Jahre lang gearbeitet und sich dort ums Holzfahren, Feuermachen, Ausfahren und die Hausarbeiten gekümmert. Also keine fachbezogene Lehre absolviert! Schwancke wiederum war nach Auskunft des Schwarz- und Schönfärberamtes ebenfalls kein Färber, sondern ein Feldscher und Kammerdiener des Feldherren gewesen, der „… alhier ehe wir unser Privilegia erhalten, und in der schlimmen Zeit wie alle Meister unseres Handwerks todt, und es nur lauter Witfrawen in Stralsund gewesen, eine Witwe von unser Hantierung geheyratet und dadurch die Färberey zu treiben sich angemaßet.“

Dem D?pling attestierten die Kollegen, dass er „auch in Lübeck bey einem Manisten sich ein paar jahr aufgehalten, nachdem auch nach Holland gewesen, und von dieser handtierung etwas, wie woll nichts ordentliches und wie sichs gebühret, gefaßet haben soll, und daher wir ohnmöglich zugeben können, daß Er der Farberey alhir gebrauche.“

Den ordentlichen Abschlss einer Lehre erkannten ihm die Meister des Schwarz- und Schönfärberamtes also nicht zu, woraufhin der Abgewiesene dem Rat Belege seiner Tätigkeit als Färber in Lübeck und Holland vorlegte, wo er offenbar jeweils zwei Jahre das Färberhandwerk doch erlernt und ausgeübt hatte, nachdem ihm dies bei Schwancke nicht möglich gewesen war.

Vermutlich hatte er mit seinem Einspruch doch noch Erfolg, denn als er am 21. Mai 1717 in Stralsund heiratete, wurde er als Kaufmann, Waid- und Schönfärber Johann Friedrich D?pling erwähnt.

24. März 2011/von Birgit Scheible
https://pro-heraldica.de/wp-content/uploads/2013/07/Faerbewerkstatt-large1-225x300.jpg 300 225 Birgit Scheible https://pro-heraldica.de/wp-content/uploads/2018/07/Logo_156-hoch.png Birgit Scheible2011-03-24 13:05:242022-07-26 15:35:58Genealogische Forschungsergebnisse – Schönfärberei
Familienforschung

Die Macht des Geldes

Der Ostseeschiffer Jürgen Wulff aus Schleswig hatte vor dem Jahre 1725 einen Antrag auf die Stralsunder Bürgerschaft gestellt. Damals war er zu drei Vierteln Reeder der Galioth ?Eleonore?, die mit einer Ladung heimischer Waren wie Getreide und vor allem Roggen ?ber die Ostsee nach Stockholm fuhr.
Die Auflagen zur Erlangung des Stralsunder B?rgerstatus waren dem J?rgen Wulff aber doch zu teuer. Er verkaufte daraufhin sein Haus in Schleswig, um B?rger von Greifswald zu werden. Der Rat von Stralsund hegte hier?ber jedoch einige Zweifel. Dennoch: am 9. Juli 1735 wurde J?rgen Wulff als Fremder B?rger Stralsunds.

schiff Die Galiot, welche J?rgen Wulff fuhr, war f?r die damalige Zeit ein hoch modernes Frachtschiff, das im 17. Jahrhundert eigentlich f?r die Nordsee- und K?stenfahrt entwickelt worden war. Es stammte aus den Niederlanden und hatte anderthalb Masten, vor allem mit Gaffelsegel zu bespannen. Der vorne gerundete und achtern steil ansteigende Schiffsrumpf ma? zwischen 18 und 30 m L?nge und 4 bis 7,5 m Breite, war aber unter Wasser str?mungsg?nstig schlank gebaut. Bis Mitte des 19. Jahrhunderts war dieser Schiffstyp in Norddeutschland am gebr?uchlichsten und wurde auch f?r Fahrten bis nach Nord- und S?damerika, um Afrika herum nach Ostindien und zur Wal- und Robbenjagd, ja sogar als kanonenbest?cktes Kriegsschiff eingesetzt.

24. März 2011/von Birgit Scheible
https://pro-heraldica.de/wp-content/uploads/2011/03/schiff-21.jpg 200 200 Birgit Scheible https://pro-heraldica.de/wp-content/uploads/2018/07/Logo_156-hoch.png Birgit Scheible2011-03-24 09:58:252019-06-18 10:02:24Die Macht des Geldes
Seite 7 von 7«‹567

DER DIREKTE DRAHT

Nehmen Sie Kontakt mit uns auf:
Tel:    +49 711 72061-0
Fax:   +49 711 72061-60
Mail:  info@pro-heraldica.de

Kontaktformular

SCHLAGWÖRTER

Adelswappen Ahnentafel Blasonierung Bügelhelm Embleme Familienchronik Familienforschung Familiengeschichte Familienname fürstliches Wappen Genealogentag Genealogie Geschichte Helmdecke Helmzier Heraldik Heraldik Symbol Landeswappen Melle Schildfuß Siegel Stammbaum Video Vorfahren Vorträge Wappen Wappen Baden-Württemberg

BLOG-KATEGORIEN

PRO HERALDICA

Deutsche Forschungsgesellschaft für Heraldik und Genealogie mbH
Julius-Hölder-Str. 45
D-70597 Stuttgart

So finden Sie uns

DER DIREKTE DRAHT

Termine nach Vereinbarung

Für alle Fragen und Wünsche stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung:
Tel:    +49 711 72061-0
Mail:  info@pro-heraldica.de

Sie erreichen uns telefonisch
Montag – Donnerstag von 8:00 Uhr bis 17:00 Uhr
Freitag von 8:00 Uhr bis 15:00 Uhr

Kontaktformular

Newsletter

Aktuelle Blog-Beiträge

  • Genealogentag 2025 in Frankfurt am Main
  • Familiengeschichte im Zweiten Weltkrieg: Auch unbequeme Wahrheiten ans Licht bringen
  • Das Papstwappen von Papst Leo XIV.
  • Ein „geborener Seemann“
  • Niederländisches Königspaar in Veere
© 2026 Pro Heraldica
  • Link zu Facebook
  • Link zu X
  • Link zu Instagram
  • Blog
  • Kontakt
  • Datenschutzerklärung
  • AGB
  • Impressum
Nach oben scrollen Nach oben scrollen Nach oben scrollen
Der direkte Draht

Nehmen Sie Kontakt mit uns auf:
Tel:    +49 711 72061-0
Mail:  info@pro-heraldica.de