Ein ganz besonderer Jäger …oder des Prinzen Liebling
Nach langen aufwendigen Stammbaum-Recherchen ohne viel Ergebnis in Richtung Hugenotten-Abstammung (dies hatte die Familie vermutet) sollte ein Familienforschungsfall schon abgeschlossen werden. Durch andauernde Ermittlungen wurden dann doch noch Urkunden beschafft, aus denen der Herkunftsort des damals ?ltesten bekannten Vorfahren hervorging. In diesem Ort konnten fr?here Daten gefunden und tiefergehende Recherchen angestellt werden. Schlie?lich erbrachten die ?u?erst umfangreichen Forschungen in zahlreichen Archiven, da? im 18. Jahrhundert ein Vorfahre k?niglich preu?ischer Oberf?rster und J?ger war. Dies war eine sehr hohe Stellung und wie sich unschwer vorstellen l?sst, wurde nicht jeder k?niglich preu?ischer Oberf?rster!
Des weiteren hatte es 1816 unter den Vorfahren einen Namenswechsel gegeben und zwar von M… zu Z…. Dies lie? sich anhand des entsprechenden Eintrags aus der Milit?r-Stammrolle nachvollziehen, denn hier stand schwarz auf wei? der urspr?ngliche Name mit dem Zusatz des neuen Namens. Der Grund f?r den Namenswechsel ist heute allerdings leider nicht mehr nachvollziehbar.

Dieser besagte Leibj?ger (der dreifache Urgro?vater des Probanden) wurde 1790 vom K?nig bef?rdert, bekam ein au?ergew?hnlich hohes Gehalt, das zeitweise direkt aus der Kasse (?Chatoulle?) des K?nigs bezahlt wurde, und er erhielt ganz besondere Positionen, z.B. im Lieblingssommersitz von K?nig Friedrich Wilhelm I. (?Soldatenk?nig?). Dieses Revier als J?ger zu erhalten bedeutete eine besondere Auszeichnung und Ehre. F?r keinen anderen J?ger hat sich der K?nig selbst so engagiert!
Taufpaten bei der Tochter des Leibj?gers waren der Prinz und die Prinzessin von Preu?en. Das Kind erhielt den Namen der Prinzessin: Elisabeth Christina Ulrica. Dies l??t die sehr enge Beziehung zum Hof des Prinzen erkennen. Die Familie des Leibj?gers verkehrte somit in den h?chsten Kreisen des Adels und am Hof des Prinzen.
Der Vorfahre des Probanden wurde somit Augenzeuge der Lebensgeschichte K?nig Friedrich Wilhelms II. von Preu?en. Dieser hatte drei Ehefrauen nacheinander, drei Ehen ?zur linken Hand? (d.h. ?nebenher?), und jeweils noch etliche M?tressen.



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