• Link zu Facebook
  • Link zu X
  • Link zu Instagram
  • Kontakt
  • Blog
  • Deutsch Deutsch Deutsch de
  • English English Englisch en
Telefon: +49 711 720 61 0
  • Einkaufswagen Einkaufswagen
    0Einkaufswagen
Pro Heraldica
  • Ahnenforschung
    • » Ahnenforschung
    • Stammbaum
    • Ahnentafel
    • Familienchronik
    • Firmenchronik – Biographie
    • Archivierung
  • Heraldik
      • Heraldik
      • Ein neues Wappen erstellen
      • Wappenregistrierung
      • Regeln der Heraldik
      • Unseriöse Heraldik
      • Aktuelle Wappen-Arbeiten
      • Wappenregister
      • 3D-Version Familienwappen
  • Fine Arts
    • » Fine Arts
    • Schmuck
    • Siegelring
      • Siegelring-Kollektion Pro Heraldica
    • Uhren
    • Gürtelschnalle mit Wappen
    • Textilien
    • Ambiente
    • Schreibgeräte-Kollektion
    • Briefpapier
  • Unternehmen
    • » Unternehmen
    • Kompetenzteam
    • Mitarbeiter
    • Stellenangebote
    • Referenzen
    • Videos
    • Presse
  • Wissenswertes
      • Familiennamen und Ihre Bedeutung
      • Städte- und Länderwappen
      • Hexenverfolgung
      • Völkerwanderung
      • 30-jähriger Krieg (1618-1648)
      • Familienforschung in Ostfriesland
      • Reformation
      • Lebenserwartung
      • Heraldiker
      • Nutzungsrechte
  • FAQ
  • Blog
  • Produkte
      • Übersicht
    • Produktkategorien
      • Schmuck & Accessoires
      • Wohnen
      • Textiles
      • Tischkultur
      • Büro
      • Literatur
    • Geschenkideen
      • Für Ihn
      • Für Sie
      • Eine Kleinigkeit
      • Das Besondere
  • Click to open the search input field Click to open the search input field Suche
  • Menü Menü
Sie sind hier: Startseite1 / Ahnenforschung (Genealogie) und Heraldik Blog – Pro Heraldica2 / Kurioses
Kurioses, Familienforschung

Familienforschung mit Krimi

Überraschenderweise kam durch eine unserer genealogischen Forschungen der Mord an einem Vorfahren ans Tageslicht.

Am 22. Februar des Jahres 1866 kam es gegen 1 Uhr zu einem folgenschweren Vorfall vor einer bayerischen „Restauration“ (Wirtshaus).

Johann Leonhard H., Besitzer der Gaststätte in Mögeldorf (gehört heute zu Nürnberg) und zudem Maurermeister, wurde auf offener Straße von dem Straßenarbeiter Herr M., der mit drei Bekannten dort war, niedergestochen.

Unter den erhaltenen und ermittelten Dokumenten zu Johann Leonhard H. gehört auch dessen Taufeintrag, in welchem ein Randeintrag seinen Tod als meuchelmörderisch bezeichnet. Des Weiteren sind auch Artikel in der Nürnberger Abendzeitung und dem Nürnberger Journal erhalten, welche zusammengenommen auf einen grässlichen Hergang schließen lassen:

Während der Täter Herr M. mit einem Messer auf H. einstach, der offenbar nicht zur Gegenwehr im Stande war, standen die Kumpane von M. tatenlos daneben. Der seinem Arbeitgeber zu Hilfe eilende Kellner Hausleitner wurde indes schwer an der Hand verletzt, ihm wurden einige Finger „durchschnitten“.

Die drei Freunde des Täters M. wurden kurz darauf festgenommen und mit der Leiche des Ermordeten konfrontiert, woraufhin sie in die Nürnberger Fronveste gebracht wurden; diese ist bis heute erhalten.

Da die Bezeichnung Fronveste im modernen Strafwesen nicht mehr gebräuchlich ist, gehen wir hier kurz auf den Begriff ein, um die Folgen für die Verurteilten zu verdeutlichen. Eine Fronveste ist eine Art von Gefängnis, in dem die Gefangenen, je nach Ort und Zeit, oftmals Arbeitsdienste zu verrichten hatten bzw. wo ihnen Körperstrafen auferlegt wurden. In jedem Fall deutete die Bezeichnung auf eine sehr unangenehme Gefangenschaft hin.

Nürnberger Fronveste und Schleyerturm im Jahr 2011

Iron Suspension bridge .Nuremberg.jpg
Von Vitold Muratov – Own wok, CC BY-SA 3.0, Link

 

Im oben beschriebenen Fall war der Haupttäter M. bis zur Gefangennahme seiner Bekannten flüchtig. Er stellte sich dann jedoch freiwillig und wurde zu den anderen dreien gebracht.

Der erste Artikel aus dem Nürnberger Journal endet an diesem Punkt, wobei der Verfasser mit einer gewissen Häme anmerkt: „Das saubere Kleeblatt [Zahl der Blätter ist Anspielung auf Zahl 4 der Verurteilten] ist nun vollständig hinter Schloss und Riegel“.

Als M. anschließend vor Gericht geführt und auch ihm die Leiche des H. gezeigt wurde – wobei eine große Menge Schaulustiger zusammenkam -, stritt er die gegen ihn erhobenen Vorwürfe des Mordes ab und plädierte auf seine Unschuld.

Der im Zuge der Tat verstümmelte Kellner sagte jedoch als Zeuge gegen M. aus und identifizierte ihn zweifelsfrei als den Mörder.

Die drei noch immer ihre Unschuld versichernden Mittäter, denen die unterlassene Hilfe dem Opfer gegenüber zur Last gelegt wurden, baten anschließend um ihre Freilassung.

Die verschiedenen Unschuldsbeteuerungen scheinen vor Gericht jedenfalls auf taube Ohren gestoßen zu sein, denn laut Bericht in der Nürnberger Abendzeitung wurden alle am Tod des H. Beteiligten wieder ins Gefängnis gebracht. Der Text schließt mit den Worten: „Alle vier haben ihre Mordstudien in Correctionsanstalten vollendet“.

Über das weitere Schicksal der Inhaftierten geht aus der zeitgenössischen Berichterstattung nichts hervor.

Für die Witwe des Gastwirts kann hingegen festgehalten werden, dass sie die „Restauration“ (Restaurant) nach dem Tod ihres Mannes weiterführte; dies geht aus einer Anzeige im Fränkischen Kurier vom 10. Juni 1866 hervor, in der sie diverse Köstlichkeiten in besagter Gaststätte anbietet.

 

Mitwirkende an diesem Beitrag: Konstanze Wandersleb und Felix Riehm

18. März 2021/von Konstanze Wandersleb
https://pro-heraldica.de/wp-content/uploads/2021/03/515px-Iron_Suspension_bridge_.Nuremberg.jpg 480 515 Konstanze Wandersleb https://pro-heraldica.de/wp-content/uploads/2018/07/Logo_156-hoch.png Konstanze Wandersleb2021-03-18 10:40:252024-11-28 09:57:18Familienforschung mit Krimi
Kurioses, Familienforschung

Johann R. irrtümlich für tot erklärt

Was man durch eine Familienforschung über seine Vorfahren erfährt, ist manchmal wirklich erstaunlich und fast nicht zu glauben.

So ging es Familie R. aus der Eifel. In der IV. Generation der Stammreihe R. (Urgroßeltern des Probanden) wurden anhand unserer Recherchen insgesamt 10 Kinder eruiert, fünf Mädchen und fünf Jungen. Drei der Söhne zogen als Soldaten in den Ersten Weltkrieg und wurden laut der noch existierenden Verlustlisten leicht verwundet. So weit, so gut und nichts Besonders.

Allerdings fand sich im historischen Zeitungsarchiv der Artikel einer regionalen Eifel-Zeitung zu Johann R., einer dieser Söhne der Familie R. Dessen außergewöhnliche Geschichte wollen wir Ihnen nicht vorenthalten.

Johann wurde 1897 geboren und war somit zu Beginn des Ersten Weltkrieges (1914) 17 Jahre alt. Aufgrund seiner Größe wurde er in die kaiserliche Garde aufgenommen. Gegen Ende des Krieges, beim Rückzug von den Franzosen und Engländern am Ärmelkanal (zwischen England und Frankreich), erlitt er einen Lungendurchschuss. Seine deutschen Kameraden glaubten, es sei tot, ließen ihn auf dem Schlachtfeld liegen und flohen vor den Feinden. Johann R. wurde als gefallen gemeldet, in seinem Heimatort hielt man für ihn eine Totenmesse. Die Eltern, Geschwister, Verwandte und Bekannte trauerten um ihn.

Doch am Ärmelkanal hatte sich nach der Flucht der deutschen Kameraden Ungewöhnliches zugetragen. Als Johann durch den Schuss zu Boden gegangen war, folgten kurz darauf englische Soldaten. Sie sahen, dass der Getroffene noch lebte und transportierten ihn ins nächste Lazarett. Obwohl er zur Feindesseite gehörte, wurde er exzellent verarztet und fürsorglich gepflegt. Am liebsten hätte er sich in eine der Krankenschwestern verliebt, wie er später seinen Kindern erzählte (so laut Zeitungsartikel, den sein Sohn später verfasste).

Johann R. erholte sich von seiner Verwundung und wurde nach der Zeit in Gefangenschaft schließlich entlassen. Er machte sich auf den Heimweg und erreichte sein Heimatdorf in der Eifel. Man kann sich vorstellen, wie seine Familie reagierte, als der vermeintlich Tote leibhaftig vor ihnen stand. Sie feierten tatsächlich seine „Auferstehung“. 1923 heiratete Johann und hatte mit seiner Frau zusammen fünf Kinder.

Auch im Zweiten Weltkrieg (1939 – 1945) wurde Johann R. zum Kriegsdienst eingezogen, jedoch schon nach drei Tagen aufgrund eines Lungenschusses wieder entlassen. Er starb 1985 im hohen Alter von 88 Jahren.

Die Familienforschung hat somit in diesem Fall nicht nur die reinen Fakten ermittelt, sondern weit darüber hinausgehende Informationen zum Leben eines Vorfahren, die sicherlich bei den lebenden Nachfahren besondere Eindrücke und Gefühle hervorrufen. Lebensläufe wie jene des Johann R. transportieren trotz des Kriegsschicksals positive Elemente in die Gegenwart und weiter in die Zukunft der kommenden Generationen.

13. Juli 2016/von Konstanze Wandersleb
https://pro-heraldica.de/wp-content/uploads/2014/04/Firmenchronik_4640_psd_800.jpg 800 1204 Konstanze Wandersleb https://pro-heraldica.de/wp-content/uploads/2018/07/Logo_156-hoch.png Konstanze Wandersleb2016-07-13 16:37:582022-02-24 15:08:57Johann R. irrtümlich für tot erklärt
Kurioses, Familienforschung, Unkategorisiert

Gesucht: Ein Bild des Vorfahren

Police lineup or mugshot setEin lebendiges Bild von den Vorfahren zu zeichnen ist Auftrag und Anspruch einer jeden guten Familienforschung. Für den Zeitraum der Zeitgeschichte kann man die Bild-Metapher ruhig wörtlich nehmen, da fast immer Fotographien von Eltern, Großeltern etc. vorliegen. Manchmal existieren sogar noch ältere Fotos, die gar einen Blick auf die Ahnen des späten 19. Jahrhunderts erlauben. Was die Äußerlichkeiten angeht, so ist an diesem Punkt aber meistens Schluss – vielleicht mit Ausnahme von illustren Persönlichkeiten, die das Geld hatten, sich von Künstlern porträtieren zu lassen. Im Zuge einer erfolgreichen Familienforschung bei PRO HERALDICA ergab sich jüngst der seltene Fall, dass recherchiert werden konnte wie ein Vorfahr aus dem Jahre 1819 (!) ausgesehen hat. Dies verdanken wir dem Zufall, dass nicht nur unsere Genealogen heute nach dem Ahnen fahndeten, sondern schon die Polizei in Oberschwaben vor fast 200 Jahren:

Wiblingen. [Steckbrief.] Durch gewaltsame Erbrechung des Arrests haben sich in der vergangenen Nacht die hienach bezeichneten Arrestanten […] flüchtig gemacht. Da nun an deren Habhaftwerdung vieles gelegen ist; so werden sämmtliche Behörden ersucht, auf dieselbe fahnden, und sie im Betretungsfall wohlverwahrt hieher einliefern zu lassen.

Darauf folgt die Beschreibung des entwichenen Ahnen:

[…] 5‘9‘‘ groß (=1,69 m), 25 Jahre alt, ledig, von Hörenhausen, schlanker Statur, hat ein ovales Gesicht, gute GesichtsFarbe, röthlichte Haare, proportionirte Nase, braune Augen, und besonders kennbar wegen seines steifen DaumenFingers an der rechten Hand. Bei seiner Entweichung hat er blos ein roth- und blaugestreiftes Halstuch, lange graue Hosen, Strümpfe und ein Hemd getragen, seine weitere KleidungsStücke aber im Arrest zurückgelassen. – Am 1. März 1819. Königl. OberAmt.

Dank des Signalements fügt sich mit ein wenig Fantasie ein Bild des Ahnen zusammen – ein Bild gemalt mit Worten. Leider haben sich weder die recht- oder unrechtmäßige Anklage, noch Anhaltspunkte darüber erhalten, ob der junge Mann gefasst werden konnte. Doch allein die Tatsache, dass er aus dem Arrest ausbrach, ergänzt das Bild um eine weitere Dimension und v bereichert es um die Komponente eines unbeugsamen Charakters – ein lebendiges Bild eben.

Quelle: Schwäbischer Merkur vom 12. März 1819.

15. Dezember 2015/2 Kommentare/von Clemens Kech
https://pro-heraldica.de/wp-content/uploads/2015/12/Gesucht-Bild-des-Vorfahren.jpg 213 346 Clemens Kech https://pro-heraldica.de/wp-content/uploads/2018/07/Logo_156-hoch.png Clemens Kech2015-12-15 11:15:522018-09-27 15:55:16Gesucht: Ein Bild des Vorfahren
Kurioses, Familienforschung

Durch Hektik zur letzten Ruhe

HektikDass Hektik und überzogene Eile nicht zu den gesundheitlich förderlichsten Dingen zählen, ist ein Allgemeinplatz. Die alljährlich turbulente Vorweihnachtszeit wie auch die darauf folgende Zeit zwischen den Jahren bis Dreikönig – quasi als deren Gegenpol – haben dies uns jüngst wieder einmal vor Augen geführt. Ja, durch den Ausspruch des Kaisers Augustus „festina lente!“ (Eile mit Weile!) wurde die Mahnung zur Langsamkeit zu einer allseits bekannten Redewendung. Dass Hektik wie in unserem nachfolgend beschriebenen Fall einer Familienforschung aus Bayern sogar als Todesursache herangezogen wurde, genießt jedoch Seltenheitswert – jedoch aus anderen Gründen.

Im Kirchenbuch der Gemeinde Irlbach bei Regensburg vermerkte der Pfarrer seinerzeit bezüglich der Umstände wie Veit S.* zur letzten Ruhe fand folgende Zeilen:

1831 August. Gonnerdorf. Veit S. aedult.
Die 9 huius hora 1 meridie hectica, Sub cura chirurgic Etzinger de Starkenhof, omnibus m. sacramentis provisus mortuus et die 11 a me sepultus est Veit S. Textor in Gonnerdorff, aet. 72 annorum.

Übersetzung:

1831. August. Gonnerdorf. Veit S., Erwachsener.
Am 9. Tag des Monats zur 1. Stunde des Mittags starb Veit S., Weber in Gonnersdorf, in Behandlung des Chirurgen Etzinger von Starkenhof an Hektik, mit allen Sterbesakramenten versehen, und wurde am 11. Tag von mir begraben im Alter von 72 Jahren.

Nur mit viel Fantasie erblickt man nun in vorliegendem Sterbeeintrag einen Beleg dafür, dass bereits in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts das geschäftige Treiben der Weber in der oberpfälzischen Provinz ein Maß erreichte, die den Mann dahingerafft hätte. Nein, vielmehr handelt es sich bei dem lateinischen Wort „hectica“ um einen selten verwendeten historischen Krankheitsbegriff. Dieser verweist darauf, dass der Betroffenen „mit etwas behaftet“ ist. Gemeint ist die fleckige Wangenrötung bei Tuberkulosepatienten, die auch als „hektische Rötung“ bezeichnet wurde. Aufgrund der lange anhaltenden Fieberperioden, die bei einer Tuberkuloseerkrankung auftreten können, wurde die Krankheit auch „hektisches Fieber“ genannt.

Wenngleich die Begriffe „hectica“ und „Hektik“ nun zwei gänzlich verschiedene Dinge meinen, so verbindet sie doch eines. Beide sind falsche Freunde: hectica im linguistischen Sinne, Hektik im täglichen Leben.

(*Name geändert; Quelle: Kath. Kirchenbuch Irlbach, J.H. Barth: Genealogisch-Etymologisches Lexikon Bd.1, S. 403.)

8. Januar 2015/von Clemens Kech
https://pro-heraldica.de/wp-content/uploads/2015/01/Fotolia_70669553_XS-e1420723596957.jpg 200 200 Clemens Kech https://pro-heraldica.de/wp-content/uploads/2018/07/Logo_156-hoch.png Clemens Kech2015-01-08 14:30:552015-01-13 14:33:00Durch Hektik zur letzten Ruhe
Kurioses, Unkategorisiert

Wappen von Real Madrid ab sofort ohne Kreuz

Das Wappen von Real Madrid zeigt im oberen Bereich eine Krone mit einem Kreuz. Im Zuge der Expansion auf dem arabischen Markt soll dieses Kreuz jedoch jetzt entfernt werden.

Kreuz fehlt auf Kreditkarten der Bank of Abu Dhabi

Im September gab der Verein die Zusammenarbeit mit der National Bank of Abu Dhabi bekannt. Jetzt verzichtet Real Madrid auf das Kreuz, um laut Medienberichten die muslimischen Kunden nicht zu beleidigen.

Allerdings wird das Kreuz nur auf der Kreditkarte der Bank aus Abi Dhabi entfernt, nicht auf den Trikots. Dort werden die Stars des Vereins wie Christiano Ronaldo oder Toni Kroos weiterhin mit dem kompletten Wappen auf dem Trikot auflaufen. Ob das Kreuz irgendwann komplett entfernt wird, ist derzeit nicht bekannt.

Website-Bank-of-Abu-Dhabi

Werbung für die Kreditkarte auf der Website der Bank of Abu Dhabi

Wappen von Real Madrid von 1902 bis heute

Wappen-Real-Madrid-1902-1908

Wappen-Real-Madrid-1902-1908

Wappen-Real-Madrid-1908-1920

Wappen-Real-Madrid-1908-1920

Ursprünglich enthielt das Emblem des Vereins die Initialen MFC (für Madrid Football-Club). Später wurden diese Buchstaben von einem Kreis umschlossen.

1920 erhielt der Verein den Titel „Real“, die spanische Bezeichnung für „königlich“. Bis heute nennt man den Verein umgangssprachlich auch „Die Königlichen“. Im Zuge der Vereleihung des Titels „Real“ wurde dem Wappen die Krone hinzugefügt. Diese wurde mit dem Beginn der Zweiten Spanischen Republik wieder entfernt, da zu dieser Zeit monarchistische Symbole verboten waren. Stattdessen erhielt das Wappen einen violetten Querstreifen. Nach Beendigung des Bürgerkrieges und der Aufhebung des Verbotes monarchistischer Symbole kehrte die Krone 1941 zurück ins Wappen von Real Madrid. 1997 wurde der Querstreifen auf blau geändert, als Grund wurden Registrierungsprobleme der alten Verison des Wappen als Markenezeichen angeführt. In den Statuten des Vereins ist der Streifen im Emblem jedoch bis heute als violett beschrieben. Zuletzt wurde das Wappen im Jahr 2001 geringfügig modernisiert (Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Real_Madrid).

Wappen-Real-Madrid-1920-1931

Wappen-Real-Madrid-1920-1931

Wappen-Real-Madrid-1931-1941

Wappen-Real-Madrid-1931-1941

Wappen-Real-Madrid-1940-2001

Wappen-Real-Madrid-1940-2001

Wappen-Real-Madrid-seit-2001

Wappen-Real-Madrid-seit-2001

 

9. Dezember 2014/von Alexandra Scheiderbauer
https://pro-heraldica.de/wp-content/uploads/2014/12/Wappen-Real-Madrid-seit-2001-e1418117140197.jpg 210 150 Alexandra Scheiderbauer https://pro-heraldica.de/wp-content/uploads/2018/07/Logo_156-hoch.png Alexandra Scheiderbauer2014-12-09 11:23:022022-08-08 15:20:15Wappen von Real Madrid ab sofort ohne Kreuz
Kurioses, Familienforschung

Hexenwerk in der Rauschenberger Mühle

Halloween_HexeNicht das ach so finstere Mittelalter, nein, die aufgeklärte Frühe Neuzeit ist das Zeitalter der Hexen und Hexenprozesse in Europa. Es waren unter anderem die ihnen zugeschriebenen Zauberkräfte, die Hexen in den Augen der Zeitgenossen zu solch furchteinflößenden Wesen machten. Unter Anwendung von schwarzer Magie seien sie fähig Unheil und Tod über Mensch und Tier zu bringen. Auch unerklärliche Naturphänomene, Unwetter und Missernten wurden zuweilen auf das Treiben einer Hexe zurückgeführt. Entsprechend harte, ja drakonische Strafen drohten bei einer Verurteilung wegen Hexerei. Im Zuge einer Familienforschung bei PRO HERALDICA stießen unsere Genealogen auf eine Ahnin, die genau eines solchen Vergehens angeklagt wurde. Auch zeigt der nachfolgende Fall, dass nicht jede Hexenjagd ihr Ende auf dem Scheiterhaufen fand.

Im Jahre 1668 soll sich in einer Mühle zu Rauschenberg in Hessen Erstaunliches ereignet haben. Wie aus dem Auszug aus der überlieferten Akte wegen Zaugerei hervorgeht, sei es zwischen der Müllerin und ihrem Sohn zu einem Streit gekommen, woraufhin beide ins Obergeschoss der Mühle gegangen waren.

Als unterdessen die „[…] Mahlgäste in der Unterstube auf dem Tisch gekochte Rüben essen wollten, seien ein ziemlicher Haufen Läuse von der Decke herunter auf den Tisch und in und um die Schüssel gefallen, und als dies besagter Müllersohn […] gesehen hatte, habe er mit einem Beil etliche Stücke aus der Decke, woraus die Läuse herunter gefallen waren, herausgeschlagen, woraufhin dann noch weitere etliche unterschiedliche Haufen Läuse in der Größe von Hühnereiern auf den Tisch und um die Schüssel gefallen seien, welche auch so groß gewesen, daß sie die Strohhalme auf dem Rücken fort getragen hätten. Die obgenannten Mahlgäste aber haben die Läuse ins Feuer geworfen und verbrannt […].[1]

Der Läusespuk wurde der Müllerin angekreidet, woraufhin sie angezeigt wurde. Das Ergebnis der sich anschließenden Untersuchung hat die Zeiten leider nicht überdauert, jedoch gibt es Anzeichen dafür, dass sie glimpflich davongekommen ist. Kurz zuvor, im Jahre 1661, war dieselbe Gemeinde gegen eine gewisse Catharine Thielen vorgegangen. Über sie wurde erzählt, ihr Kind habe der Teufel gezeugt, sie wurde der Hurerei und Zauberei bezichtigt und soll auch für einen Brand im Dorf verantwortlich gewesen sein. Jedoch sann man in Rauschenberg nicht auf Blut, sondern die Gemeinde befand, dass sie schnellstmöglich der Stadt zu verweisen sei. So konnte wohl auch unsere Müllerin wegen ihres minderschweren Vergehens mit einer milden Strafe, wenn nicht sogar mit Freispruch rechnen. Sie scheint noch einmal mit dem Schrecken davongekommen zu sein.

(Familienarchiv der Freiherrn von Knoblauch zu Hatzbach; https://de.wikipedia.org/wiki/Hexe)

[1] Zur besseren Lesbarkeit wurden Orthographie und einzelne Begriffe des Originaltextes bearbeitet.

31. Oktober 2014/von Clemens Kech
https://pro-heraldica.de/wp-content/uploads/2014/10/Halloween_Hexe.jpg 424 283 Clemens Kech https://pro-heraldica.de/wp-content/uploads/2018/07/Logo_156-hoch.png Clemens Kech2014-10-31 09:00:002018-11-08 10:49:21Hexenwerk in der Rauschenberger Mühle
Kurioses, Familienforschung

Ein Trunkenbold in Wiesenbronn

Einträge in Kirchenbüchern zu Geburt, Taufe, Heirat, Tod und Begräbnis sind üblicherweise geprägt von nüchterner Sachlichkeit und beschränken sich in aller Regel auf das Wesentlichste: lediglich die Namen der beteiligten Personen, der Ort des jeweiligen Vorgangs und das Datum der Amtshandlung werden festgehalten. Schließlich handelt es sich in erster Linie um einen Verwaltungsvorgang. Persönliches hat meist keinen Platz und überdauert daher nur selten die Jahrhunderte. Manchmal haben unsere Genealogen jedoch Glück. Bei einer von Pro Heraldica durchgeführten Familienforschung, die sich insgesamt sehr erfolgreich entwickelte, stieß man auf folgenden kurzen, aber umso aussagekräftigeren Begräbniseintrag aus Bayern:

(1715) Den 4. Marty (März) Jacob L. welcher vor 10 Wochen vom Pferd in (den) Bach fallend das Bein zweymal gebrochen und sonst dem Trunk sehr ergeben gewesen, alt 61 (Jahre) zur Erde bestattet. Text Hiob 5. Seelich der Mensch den Gott strafet. (Quelle: Quelle: Kirchenbuch Wiesenbronn/Bayern. Geburten/Taufen, Trauungen, Sterbeeinträge 1689-1744.)

Verweise in Kirchenbucheinträgen

Der damalige Pfarrer, der diesen Kirchenbucheintrag verfasste, hat der Nachwelt bzw. den erstaunten Nachfahren gleich mehrere Informationen hinterlassen. Vor allem der Verweis auf die Vorliebe des Verstorbenen zum Genuss alkoholischer Getränke überrascht und ist sicherlich als Seitenhieb zu interpretieren. Bei besagtem Trunk dürfte es sich höchstwahrscheinlich um Wein gehandelt haben, da in Wiesenbronn seit Jahrhunderten der Weinanbau heimisch ist. Noch heute bezeichnet sich die Gemeinde Wiesenbronn als „Rotweininsel am Steigerwald“ (Quelle: Vgl. www.wiesenbronn.de). Als protestantischer Pfarrer (Kirchenbuch und Verstorbener sind evangelisch) dürfte der Autor zudem überaus kritisch dem Alkoholkonsum gegenübergestanden haben, wie allgemein die damalige evangelische Geistlichkeit. Bereits von dem Reformator Martin Luther ist der Satz überliefert: „Es muß ein jeglich Land seinen eigenen Teufel haben, Welschland seinen, Frankreich seinen, unser Deutscher Teufel wird ein guter Weinschlauch seyn, und muß Sauff heißen, daß er so durstig und hellig ist, der mit so großem Sauffen Weins und Biers nicht kann gekühlt werden […].“ (Quelle zitiert nach: Artikel „Trinken und Trinksucht“, in: Krünitz, Johann Georg: Ökonomisch-technologische Encyklopädie, Berlin 1846, S. 120.) Der Ahn hatte offenbar gerne Wein getrunken und dies zuweilen im Übermaß.

 

Nichtsdestoweniger hatte der Pfarrer wohl auch Mitleid mit dem Verstorbenen, wenn wir davon ausgehen, dass sein Tod in Zusammenhang mit dem Sturz vom Pferd zehn Wochen zuvor steht. Eingedenk der Tatsache, dass die damalige Medizin noch nicht die Möglichkeiten von heute besaß, musste der Verstorbene vor seinem Tod sicherlich große Schmerzen erdulden. Dieser Umstand liefert denn eine möglich Erklärung für die Wahl des Grabspruchs aus dem Buch Hiob (5:17). Dort heißt es: „Siehe, selig ist der Mensch, den Gott strafet […].“ Auch Hiob musste großes Leid und Pein vor seiner Erlösung erdulden.

Persönliche Anmerkungen verleihen Profil

Solche und andere Kirchenbucheinträge mit sehr persönlichen Anmerkungen zum Betroffenen oder mit Kritik des Pfarrers geben oftmals ein gutes Bild der früheren Umstände und des Zeitgeistes wieder. Es sind Einträge wie diese, die dem Vorfahren fast 300 Jahre nach seinem Tod ein menschliches Profil verleihen und als Individuum greifbar machen. Weitere Beispiele lassen sich vor allem zu Bräuten finden, die schwanger vor den Traualtar traten und oftmals mit sehr harten und abwertenden Begriffen versehen wurden.

22. August 2014/von Clemens Kech
https://pro-heraldica.de/wp-content/uploads/2018/07/Logo_156-hoch.png 0 0 Clemens Kech https://pro-heraldica.de/wp-content/uploads/2018/07/Logo_156-hoch.png Clemens Kech2014-08-22 12:14:562019-02-27 11:26:31Ein Trunkenbold in Wiesenbronn
Kurioses, Familienforschung

William Shakespeare – Sein genaues Geburtsdatum ist unbekannt

Wussten Sie, dass das Geburtsdatum von William Shakespeare unbekannt ist?

Es ist lediglich bekannt, dass William Shakespeare am 26.04.1564 getauft wurde. Dies ergibt sich aus dem Kirchenregister der Holy Trinity Church in Stratford-upon-Avon, Warwickshire.

Weil das genaue Geburtsdatum unbekannt ist, nutzen wir also den Tag seiner Taufe, um ihn mit einem Beitrag zu bedenken.

William Shakespeare ist der Verfasser der wohl bekanntesten Liebesgeschichte der Welt: Romeo und Julia.

Zu seinen Werken zählen aber auch Ein Sommernachtstraum, Viel Lärm um Nichts, Othello und Hamlet.

To be or not to be, that is the question

oder auf deutsch

sein, oder nichtsein, das ist hier die Frage

aus der Tragödie Hamlet ist eines der berühmtesten Zitate des Schriftsstellers William Shakespeare.

Venus_and_Adonis_quarto

Sonnets-Titelblatt_1609

26. April 2013/2 Kommentare/von Alexandra Scheiderbauer
https://pro-heraldica.de/wp-content/uploads/2013/04/William-Shakespeare1.jpg 480 373 Alexandra Scheiderbauer https://pro-heraldica.de/wp-content/uploads/2018/07/Logo_156-hoch.png Alexandra Scheiderbauer2013-04-26 12:31:062022-08-08 15:21:52William Shakespeare – Sein genaues Geburtsdatum ist unbekannt
Familienforschung, Kurioses

Genealogie: Was für eine Begründung für eine Heirat!

Und wieder einmal ein kurioser Auszug aus unseren Forschungsergebnissen:

„Nichts Neues unter der Sonne…“

Der unten stehende Wortlaut stammt aus einem Rechtsstreit von 1699, entdeckt bei einer von Pro Heraldica durchgeführten Familienforschung:

Ferner bringt der Amman vor, daß der Bräutigam Wolf Tietsch bei seiner ersten Ehe von seiner (damaligen) Schwiegermutter ein beträchtliches Vermögen erhalten und dieses bislang unangefochten genutzt habe.

Nach dem Tod dieser ersten Frau kamen die Schwäger und verlangten, daß der damals übergebene Besitz nicht mehr als Ausstattung gilt und daß sie alle bei der Teilung (des Nachlasses der Schwiegereltern) gleichgestellt werden.

Dagegen wendet Wolff Tietsch ein, er habe mit seiner ersten Frau Gütergemeinschaft vereinbart, sie angesichts ihres schlechten Aussehens ohnehin nur wegen des Guts zur Frau genommen und sei 20 Jahre mit ihr verheiratet gewesen, und es gebe auch kein schriftliches Dokument, das ihm zum Schaden gereichen oder aufgrund dessen die Nachlaßteilung für ungültig erklärt werden könne.

Er hofft, daß man ihm seinen Besitz belasse und die Schwäger mit ihrer Klage abweise. – Nach langen Verhandlungen erklären sich die Kläger schließlich bereit, die Sache auf sich beruhen zu lassen, wenn Wolff 40 fl. auf einem Acker stehende Schulden übernehme, jedem Schwager einen Acker und eine Wiese überlasse und der Barbiererin einige kleine Forderungen bezahle.

 

3. April 2013/von Dr. Rolf E. Sutter
https://pro-heraldica.de/wp-content/uploads/2018/07/Logo_156-hoch.png 0 0 Dr. Rolf E. Sutter https://pro-heraldica.de/wp-content/uploads/2018/07/Logo_156-hoch.png Dr. Rolf E. Sutter2013-04-03 10:14:112014-12-03 09:32:48Genealogie: Was für eine Begründung für eine Heirat!

DER DIREKTE DRAHT

Nehmen Sie Kontakt mit uns auf:
Tel:    +49 711 72061-0
Fax:   +49 711 72061-60
Mail:  info@pro-heraldica.de

Kontaktformular

SCHLAGWÖRTER

Adelswappen Ahnenforschnung Ahnenforschung Ahnentafel Blasonierung Bügelhelm Embleme Familienchronik Familienforschung Familiengeschichte Familienname fürstliches Wappen Genealogentag Genealogie Geschichte Helmdecke Helmzier Heraldik Heraldik Symbol Kontakt Landeswappen Melle Schildfuß Siegel Stammbaum Video Vorfahren Vorträge Wappen Wappen Baden-Württemberg

BLOG-KATEGORIEN

PRO HERALDICA

Deutsche Forschungsgesellschaft für Heraldik und Genealogie mbH
Julius-Hölder-Str. 45
D-70597 Stuttgart

So finden Sie uns

DER DIREKTE DRAHT

Termine nach Vereinbarung

Für alle Fragen und Wünsche stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung:
Tel:    +49 711 72061-0
Mail:  info@pro-heraldica.de

Sie erreichen uns telefonisch
Montag – Donnerstag von 8:00 Uhr bis 17:00 Uhr
Freitag von 8:00 Uhr bis 15:00 Uhr

Kontaktformular

Newsletter

Aktuelle Blog-Beiträge

  • Genealogentag 2025 in Frankfurt am Main
  • Familiengeschichte im Zweiten Weltkrieg: Auch unbequeme Wahrheiten ans Licht bringen
  • Das Papstwappen von Papst Leo XIV.
  • Ein „geborener Seemann“
  • Niederländisches Königspaar in Veere
© 2026 Pro Heraldica
  • Link zu Facebook
  • Link zu X
  • Link zu Instagram
  • Blog
  • Kontakt
  • Datenschutzerklärung
  • AGB
  • Impressum
Nach oben scrollen Nach oben scrollen Nach oben scrollen
Der direkte Draht

Nehmen Sie Kontakt mit uns auf:
Tel:    +49 711 72061-0
Mail:  info@pro-heraldica.de