RootsTech 2018 – Nachbetrachtung
Am Wochenende kehrten Dr. Rolf Sutter und ich mit vielen neuen Eindrücken von der RootsTech 2018 aus Salt Lake City zurück.
Ich bin in diesem Jahr zum ersten Mal zu dieser Veranstaltung gereist. Deshalb war es vor allem die Größe der Messe, die mich schwer beeindruckt hat. Während des Kongresses gab es insgesamt 320 Vorträge, davon liefen parallel immer 20 Vorträge, zwischen denen man wählen konnte. Insgesamt haben in diesen 4 Tagen mehr als 30.000 Menschen die RootsTech besucht. Beeindruckt hat mich aber auch der Stellenwert, den die Familienforschung in den USA hat, die technischen Möglichkeiten und die Begeisterung der Menschen für unser Thema. Das alles hat mich total fasziniert.
Events für geladene Gäste
Networking genießt bei der RootsTech einen hohen Stellenwert. Bereits am Vorabend der Eröffnung waren Dr. Sutter und ich zum Media Dinner eingeladen. Doch es gab noch weitere Events für geladene Gäste. Am Freitag morgen folgten wir einer Einladung zum VIP-Breakfast. Dort hatten wir beide die Gelegenheit, am Tisch von Steven T. Rockwood (Präsident und CEO FamilySearch International) zu sitzen und uns mit ihm und anderen Führungspersönlichkeiten der großen Familienforschungsunternehmen in kleiner Runde auszutauschen.
Technische Weiterentwicklungen
Auch in Sachen IT ist die Branche in den USA gefühlt schon wesentlich weiter als wir es in
Europa sind. So gab es auf der Messe eine eigene Halle nur für Unternehmen, die Technologielösungen rund um das Thema Familienforschung anbieten. In einer Konferenz-App konnten die Besucher alles finden, was man über die RootsTech wissen musste – die App führte einen zu den Workshops, zeigte wo sich wer in der Ausstellungshalle befindet und vieles mehr. Es gab in der App sogar eine Teilnehmerliste, mit deren Hilfe sich Teilnehmer verbinden und finden konnten. Außerdem gab sie Infos über die Keynote Sprecher, die Restaurants und alle Vorträge und Geschehnisse des Tages und Erinnerungen.
DNA – Analyse
Ein weiteres großes Thema war die DNA-Analyse. Große Anbieter boten den RootsTech-Besuchern Messespecials für Test-Kits an, mit denen sie ihre DNA testen können. Die Entnahme der Probe ist denkbar einfach: Da unsere DNA in allen Zellen unseres Körpers steckt, genügt etwas Speichel auf einem Wattestäbchen, um sie zu bestimmen. Überhaupt hat sich im Bereich DNA-Analyse in der Familienforschung in den letzten Jahren einiges getan.
Es gibt bereits zahlreiche Erfolgsgeschichten, in denen Verwandte durch dieses Verfahren ausfindig gemacht werden konnten. Die DNA-Analyse kommt insbesondere dann zum Tragen, wenn schriftliche Zeugnisse über die Herkunft vernichtet wurden oder nach Adoptionen nicht mehr zurückzuverfolgen sind.
All diese Eindrücke wollen wir jetzt natürlich auch in unsere Arbeiten hier in Deutschland mit einfließen lassen. Die RootsTech war hierbei eine sehr inspirierende Veranstaltung, aus der sich für uns in näherer Zukunft viele neue Ideen entwickeln können. Abschließend möchte ich mich noch für die großzügige Einladung der Mormonenkirche, insbesondere bei unseren Freunden David Rencher (Chief Genealogical Officer, FamilySearch) und Michael J. Hall (Deputy Chief Genealogical Officer, FamilySearch), bedanken.
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