Opa Lemmer, Enkel Lucas und die vier Polarbären im Zoo
Wie im letzten Jahr haben wir auch dieses Jahr wieder eine Weihnachtsgeschichte von Eduardo H.Schindel-Bidinelli aus Bad Krozingen eine Weihnachtsgeschichte, die er für seine Familie und deren Freunde schreibt und versendet. Wir haben die Freude, diese auch mit ihnen teilen zu dürfen.
Opa Lemmer geht mit seinem Enkel Lucas morgens am Heiligabend, in den Zoo. Es ist ja üblich, dass man die Eltern etwas entlastet und so war Opa Lemmer aus dem Münstertal mit Lucas im Zoo.
Da fragte Lucas, Opa wo gehen wir denn hin? Wir gehen gleich zu den Polarbären und da muss ich dir eine lustige Geschichte erzählen.
Weisst du, die Bären lebten früher am Polarkreis im ewigen Eis und fühlten sich wohl, dann hat man vor langer, langer Zeit ein paar Eisbären gefangen, ganz klein wie du und in den Zoo genommen. Sie leben dort und na, ja nicht ganz so gut wie früher in der Arktis.
Schau Opa da sind sie 4 weisse Bären, ach wie schön. Plötzlich hörte Opa Lemmer und Lucas ein klingeln in den Ohren und sie konnten die Eisbären sprechen hören. Das Klingeln kommt von mir St.Nicolaus und ist ein Geschenk an Euch Opa Lemmer und Lucas. Sie konnten es nicht glauben.
Langweilig und traurig hockten die 4 Polarbären in ihrem Gelände im Zoo.
He, weisst du was Weihnachten bedeutet, fragte der eine dicke den anderen dicken Polarbären.
Weihnachten ist ein Fest… erklärte der Dritte den anderen Bären. An Weihnachten schenken sich die Leute Fahrräder, Autos, Edelsteine und Krawatten. Und die Kinder bekommen alles was sie sich wünschen, ergänzte der vierte Dicke. Und was bekommen wir fragte der erste Dicke wieder. Opa hast Du das gehört. Ja Lucas, psst, sie reden weiter.
Wir müssen hier bleiben und bekommen ein extra Stück Fisch, frischen Lachs. Was tun sie denn noch die Menschen, fragte der erste Polarbär wieder. An Weihnachten gehen Sie zu einem Kind, das weiss ich von Lucas unserem kleinen Jungen, der uns immer besuchen kommt mit Opa Lemmer. Er hat das zu Lucas gesprochen sagte der vierte Eisbär. Das sind wir Opa.
Ich will auch dorthin, hier ist es langweilig, jammerte der zweite Dicke. Lasst uns abhauen, JA. Da steckten alle vier die grossen weissen Köpfe zusammen und begannen zu überlegen……. Und beschlossen alle Vier ihren Ausbruch aus dem Zoo. Ohnehin würde der Wärter nicht so genau aufpassen, er ass so gerne Weihnachtsplätzchen und trank kräftig Glühwein. Dies hatte er alle Jahre getan. Am Morgen am Heiligabend kamen nur sehr wenige Leute in den Zoo, meist Opas und Omas mit ihren Enkeln, die sie betreuten, denn zu Hause hatten die Eltern viel zu tun und das stimmte. Du Opa die meinen uns, die Bären. Das wird ja spannend.
Kurz bevor der Zoo geschlossen wurde kam auch Andy der Tierpfleger noch vorbei um seinen Freunden den Polarbären fröhliche Weihnachten zu wünschen. Die vier Dicken hingen mit den Köpfen über die Mauer, an der Andy immer sein Fahrrad anlehnte. Gleich bin ich bei Euch rief Andy und sauste zum Eingang lies aber das Tor auf.
Genau in diesem Moment witschten die Polarbären durch das Tor und der erste Polarbär stieg auf den Fahrradsattel, er wunderte sich dass er so leicht wurde, Der Zweite auf den Gepäckträger, der Dritte auf den Lenker und der Vierte noch quer oben drauf .
Opa Lemmer und Lucas kamen aus dem Staunen nicht mehr raus. Sie fuhren natürlich den Bären nach und fanden sie in der Innenstadt an der Kirche beim Weihnachtsmarkt.
Es funktionierte, alle vier Dicken fuhren klingelnd die Strasse hinunter und stiegen am Marktplatz ab. Da standen viele Buden, es duftete nach Lebkuchen, Honig und Glühwein. Die Leute aber wichen in panischer Angst vor ihnen zurück, die vier Dicken störte dies nicht, die Leute riefen holt die Polizei, holt die Polizei.
Die Bären kümmerten sich nicht drum, denn sie suchten das Kind, das hier irgendwo sein musste, von dem man sich alles wünschen durfte, auch wenn es ganz unmöglich war. Kommt wir müssen uns beeilen.
Und sie fanden das Kind, es lag in einer Krippe in einem Stall. Es ist aus Holz meinte der erste Bär ganz enttäuscht.
Egal, wir vier Bären wünschen uns trotzdem was, sagte der Zweite.
Wir wünschen uns, dass wir wieder nach Hause kommen in die Arktis zu unseren Vorfahren, brummten alle vier zusammen. Und ehe die Menschen die Augen zweimal aufmachen konnten war es bereits geschehen: Die vier Polarbären waren fort, der Marktplatz lag wie eh und je in vollem Trubel dar. Mittlerweile ist auch die Polizei eingetroffen um die Bären wieder einzufangen. Die beiden Polizisten langten sich an die Stirn, so etwas hatten Sie noch nicht erlebt.
Opa Lemmer und Lucas hatten das schönste Weihnachtserlebnis gehabt. Ihr wisst wo die Polarbären jetzt sind, Nicht wahr?—- Nein….. nicht im Zoo, alle vier Dicken leben wieder in ihrer Heimat der Arktis, wo man ihre Grossväter hergeholt hat. Na ja… Und wer es nicht glaubt kann ja den Zoo besuchen, Du wirst sie dort nicht finden. Frohe Festtage und ein gutes Neues Jahr 2016.
Eduardo Schindel-Bidinelli
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