Mumie aus Basel ist Urahnin von Boris Johnson
Im Jahr 1975 fanden Forscher bei einer Ausgrabung im Zuge der Sanierung der Barfüßerkirche in Basel die Mumie einer Frau. Die Gruft der Frau lag vor dem Altar der Kirche, weshalb die Forscher schon damals auf einen hohen Status der Toten schließen konnten. Jetzt endlich, mehr als 40 Jahre nach dem Fund, gelang es Forschern, mit neuesten Technologien die Identität der Mumie herauszufinden. Ein DNA-Spezialist, der bereits nach dem Fund der „Ötzi-Mumie“ hilfreich war, konnte eine DNA-Probe aus dem großen Zeh der Frau gewinnen. Außerdem waren historische Dokumente bei der Identifikation hilfreich. Heute ist klar, dass es sich um die Mumie der mit 67 Jahren gestorbenen Pfarrersfrau Anna Katharina Bischoff handelt. Im Zuge der Forschungen deckten die Forscher auch auf, dass die Mumie einen prominenten Nachfahren zu ihren Ahnen zählt, nämlich den britischen Außenminister Boris Johnson.
Mumie durch Quecksilber konserviert
Im Jahr 1787 starb die Pfarrersfrau Anna Catharina Bischoff an Syphilis. Zu dieser Zeit war es üblich, Syphiliskranke Menschen einer Quecksilbertherapie zu unterziehen. Die Frau starb letztendlich an einer Quecksilbervergiftung. Allerdings wurden durch das Quecksilber in ihrem Körper die Bakterien, die normalerweise zur Verwesung führen, abgetötet.
Die Ahnen von Boris Johnson
Die Forschungen zeigen, dass eine Tochter von Anna Catharina Bischoff einen Diplomaten namens Christian Hubert Baron Pfeffel von Kriegelstein heiratete. Seine Nachfahren waren leicht auszuforschen. In dieser Linie fand sich dann auch Ali Kemal Bey, der letzte Innenminister des Osmanischen Reiches. Dieser war Urgroßvater von Boris Johnson. Die gefundene Mumie sei damit die Urururururururgroßmutter Johnsons, teilte das naturhistorische Museum aus Basel mit.
Boris Johnson hat sich auch bereits auf Twitter zu seiner Urahnin geäußert:
Very excited to hear about my late great grand ‚mummy‘ – a pioneer in sexual health care. Very proud https://t.co/9EKLPlzfk8
— Boris Johnson (@BorisJohnson) 25. Januar 2018
Im schweizerischen Fernsehen gab es zu diesem Thema in der Sendung „Einstein“ einen Beitrag, den es hier in voller Länge zu sehen gibt: Einstein und die Basler Mumie
