Dokumente für die Ewigkeit? – Nützliche Tipps und Tricks für den Hausgebrauch –
Für viele Enkelkinder ist es ein großes Erlebnis auf dem Dachboden von Oma und Opa herumzuwühlen und in den alten Schränken die ein oder andere Entdeckung zu machen. Doch nicht nur für die Enkelkinder lohnt sich der Gang auf den Dachboden, sondern auch für alle anderen Familienmitglieder könnte sich der Aufstieg lohnen.
Oftmals liegen auf den Dachböden wertvolle Familienschätze. Viele wissen gar nicht, wie viele alte Dokumente sie besitzen. Erst beim Aus- oder Aufräumen des Hauses wird eine ominöse Schachtel gefunden, in die alle alten Dokumente und Abbildungen der Familie reingeworfen und anschließend nie wieder geöffnet wurde. Die meisten sind nun überfordert und wissen nicht, was Sie mit den Dokumenten machen sollen. Die letzte Lösung ist dann oftmals die Mülltonne.
Doch das muss nicht sein. Wir liefern Ihnen nützliche Tipps, damit Ihre Familiendokumente ein möglichst langes Leben führen und auch die nachfolgenden Generationen in den Genuss kommen können.
Tipp 1: Entfernen von Klebe- und Metallresten
Entfernen Sie alle Klebe- und Metallreste von den Dokumenten. Denn Metall fängt mit dem Verlauf der Jahre gerne an zu rosten und hinterlässt Spuren auf dem Papier. Um dies zu vermeiden, ist es sinnvoll, diese frühzeitig zu entfernen und zusammengeheftete Blätter mit einem eingeschlagenen Papier zusammen zu halten, sofern dies nötig ist.
Tipp 2: Kein Sonnenlicht
So gern Sie auch ihre wertvollen Dokumente bei sich in der Wohnung aufstellen möchten, damit diese gesehen werden, so sehr ist davon abzuraten. Denn Dokumente und Abbildungen sind leider nicht resistent gegenüber Sonnenlicht. Viele dürften das Problem von ausbleichender schwarzer Kleidung bei oftmaligem Trocknen im Freien kennen. Ähnlich verhält es sich auch mit Dokumenten und Abbildungen. Diese bleichen mit der Zeit immer mehr aus und werden dadurch unschön oder im schlimmsten Fall nicht mehr lesbar. Deshalb ist es sinnvoll, dass Sie ihre geschätzten Dokumente vor Licht schützen.
Tipp 3: Schutz vor Feuchtigkeit
Den richtigen Platz zur Aufbewahrung zu finden, ist gar nicht so einfach wie es erscheint. Wie bereits im 2. Tipp erwähnt, sollten die Dokumente vor Licht geschützt sein. Doch damit ist es noch nicht getan. Wer jetzt seine Dokumente in den feuchten Keller oder auf den Dachboden mit undichten Dachziegeln stellt, macht einen fatalen Fehler. Wenig verwunderlich dürfte es für die meisten sein, dass sich Papier und Wasser beziehungsweise Feuchtigkeit nicht gut vertragen. Daher ist es wichtig, dass Sie ihre Dokumente so lagern, dass sie weder Licht noch Feuchtigkeit ausgesetzt sind.
Tipp 4: Die richtige Hülle
Unterbringung der Dokumente und Abbildungen in dafür vorgesehene Materialien. Wichtige und alte Familiendokumente werden am besten in eine Pergaminhülle (ein aus fein gemahlenem Zellstoff hergestelltes, weitgehend fettdichtes, aber nicht nassfestes Papier) und anschließend in einer Jurismappe (säurefreier ETB-Archivkarton) verpackt. Dadurch wird ein optimaler Schutz für die Dokumente gewährleistet.
Wenn Sie diese 4 Tipps befolgen, können Sie ihren Dokumenten ein langes, vielleicht sogar ewiges Leben bescheren und dadurch ihren nachfolgenden Generationen ein Stück Familiengeschichte übermitteln.
Felix Unger/ Bianca Schmidt

