Die Familienforscher auf dem „KreisKinderKulturFest“
In diesem Jahr fand das „KreisKinderKulturFest“ am 28.August, bei bestem Wetter in Ganderkesee (Landkreis Oldenburg) unter dem Motto „Märchen der Welt“ statt. Dies habe zum Anlass genommen mit unserem Projekt einmal auf einer Veranstaltung vertreten zu sein.
Bei Kindern Interesse an Familienforschung wecken
Da das Ziel unserer Teilnahme war, Kinder und Jugendliche anzusprechen um das Interesse für die Familienforschung zu wecken, haben wir das Motto der Veranstaltung großzügig ausgelegt und unseren Stand entsprechend ausgestattet. Es gab über Ahnentafelvordrucke, Sütterlin-Alphabet für die größeren auch Ausmalbilder und Rätsel für die kleineren.
Die Ahnentafelvordrucke konnten wir die freundliche Unterstützung von Pro Heraldica, die uns die Vorlagen zu Verfügung gestellt haben, anbieten. Viele ältere Kinder, einige Jugendliche und auch viele Erwachsene kamen an unseren Stand. Kinder fragten interessiert, was es hier „so gäbe“, und so konnten wir von unserem Hobby berichten und ein bisschen Interesse dafür wecken. Für jedes ausgemalte Arbeitsblatt gab es als Anerkennung ein Button „Ich bin Familienforscher“
Jugendliche und Erwachsene hatten das Bedürfnis, von ihren Erfahrungen in der Familie und eigenen Forschungsergebnissen zu berichten. Auch gezielte Fragen nach DNA-Genealogie, Online/ Computergenealogie, Quellenlagen wurden gestellt und von uns hoffentlich kompetent beantwortet.
Eine rundum gelungene Veranstaltung!
Alles dreht sich um Familiengeschichte
Genealogie, Ahnenforschung, Familienforschung oder auch Familiengeschichtsforschung – alles dreht sich um die Familiengeschichte! Viele, die sich mit der Erforschung ihrer Familie beschäftigen, können bestätigen, dass es eine spannende Angelegenheit ist. Dabei geht es nicht nur um die Auseinandersetzung mit der eigenen Herkunft und der Suche nach den Vorfahren, es geht unter anderem auch um die Erforschung der Lebensumstände der damaligen Zeit und eine sinnvolle Dokumentation.
Genealogie oft als Rentnerhobby abgestempelt
Wie in vielen Bereichen wünscht man sich interessierten und engagierten Nachwuchs. Gerade das Hobby Genealogie ist vielerorts immer noch als Rentner-Hobby abgestempelt und benötigt dringend junge Menschen in seinen Reihen.
In welchem Alter am sinnvollsten begonnen wird, Kinder & Jugendliche für die Genealogie zu interessieren, ist stark abhängig vom Kind und vom Umfeld. Somit kann es einerseits richtig sein, bereits im Kindergartenalter erste Grundsteine zu legen, während es andererseits sinnvoller ist, erst in Grundschule oder Mittelstufe das Interesse zu wecken. Viele gute Ideen, Kinder & Jugendliche für die Genealogie zu interessieren, bleiben leider beim guten Vorsatz stecken. Während unserer Überlegungen, wie wir die Familienforschung auch für junge Menschen attraktiv machen können, oder wie wir Erzieher, Lehrer, Familien und Vereine motivieren können sich für das Thema Genealogie stark zu machen, stellten wir fest, dass es bereits viele gute Ideen und umgesetzte Projekte gibt. Doch wir stellen auch fest, dass es keine zentrale Stelle oder Website gibt, die sich speziell der Bedürfnisse von Kindern & Jugendlichen annimmt.
Website bündelt Informationen für Interessierte
Mit der Idee, möglichst viele Informationen, Konzepte, Vorlagen, Quellen, Literatur, Videos, Ausflugshinweise und Rückblicke über vorhandene Projekte, verfügbar zu machen, ist die Website – die Familienforscher – Familiengeschichte erlebbar machen, entstanden.
Auf unseren Seiten sind wir nun gestartet und haben einige Informationen zusammen getragen. Wir wollen Ideengeber sein, und wir wollen Mut machen, eigene Projekte zu starten. Wir wollen zeigen, was alles möglich ist und welchen Zuspruch ein solches Projekt bei Kinder & Jugendlichen, aber auch Familie und Umfeld erzeugen kann.
Auf der Projekt-Website haben wir Rubriken für Kindergarten, Schule, Familie, Vereine, Literatur, Videos, Ausflugsziele und Erfahrungsberichte eingerichtet.
In jedem Bereich gehen wir auf die Bedürfnisse des Alters und der Umgebung ein und versuchen nach einigen allgemeinen Tipps auch Praxisbeispiele detaillierter auszuführen.
Beispiel: Familie
Im Laufe der Geschichte ist die Familie einem steten Wandel unterworfen. Früher bestand sie aus Vater, Mutter, Kind. Der Familienname war selbstverständlich der des Mannes, und Scheidungen gab es höchst selten. Heutzutage sind Trennungskinder Teil der Normalität, gleichgeschlechtliche Partnerschaften keine Seltenheit, und ein Ehepaar kann verschiedene Familiennamen oder den der Frau haben.
Umso wichtiger ist es an dieser Stelle, die Bedeutung der Familie für die heranwachsende Generation nicht zu unterschätzen, die Fehler der Vergangenheit nicht zu wiederholen und miteinander ins Gespräch zu kommen natürlich zu bleiben. Wir machen an dieser Stelle einen Anfang.
Kinder als „Familiendetektive“
Zeigen Sie alte Gegenstände, Bücher und Fotos und erzählen Sie Geschichten dazu. Kinder lieben Geschichten, sie müssen aber lebendig und spannend sein, damit sie im Gedächtnis haften bleiben.
Stellen Sie Vergleiche zwischen früher und heute an, z. B. Schule, Spiele, Kleidung, Arbeit, Jahresfeiern… Richten Sie ein „Familienmuseum“ ein. Das ist eine Sammlung von Erinnerungsstücken, z. B. Bilder, Spielzeug, Poesiealben, Schmuck, Briefe, Haarlocke, Füller… und versehen Sie alles mit den Namen der Besitzer.
Richten Sie eine „Ahnengalerie“ ein. Das ist eine Sammlung von Urkunden, Fotos, Stammbücher, Pässe, Landkarten, Portraits… Durch Interviews können Kinder hilfreiche Informationen der Familienmitglieder sammeln. Es macht Spaß, so eine „Familienstatistik“ anzufertigen.
Gestalten Sie selbst Familienforschung als Rate- und Puzzlespiel – Kindern wird so spielerisch deutlich, dass Familienforschung ein Puzzlesiel mit vielen Geheimnissen ist. Online Forschung weckt im Zeitalter der neuen Medien bei Kindern und Jugendlichen großes Interesse. Forschen Sie hier gemeinsam!
Gehen Sie mit Ihren Kindern oder Enkeln in Bibliotheken, Museen und Archive! Begeben Sie sich auf „Spurensuche“ und besuchen Orte, an denen die Vorfahren lebten, z. B. Haus, Schule, Arbeitsstelle, Kirche, Friedhof…
Familien-Memory
Das beliebte Kinderspiel Memory kennt wohl so ziemlich jede Familie. Ein Familien-Memory kann dafür eingesetzt werden, auch kleinen Kindern die Zusammengehörigkeit von Großeltern, Onkel und Tanten oder auch Cousinen zu verdeutlichen. Man kann aus Familienbildern entsprechende Spielkarten herstellen. Prinzipiell wird dann nach der bekannten Memory Regel gespielt. Allerdings kann man verschiedene Abwandlungen machen:
Partner-Paare (Oma & Opa, Mama & Papa, Gewschister, Onkel & Tante) Bilder von den Familienmitgliedern heute und als Kind
Erweitert: alle Karten einer Familie müssen gefunden werden.
Großeltern-Interview
Die sogenannten Digital Natives (siehe Wikipedia) von heute sind mit den neuen Medien bestens vertraut. Das Smartphone ist ein ständiger Begleiter. Warum nicht genau das Medium der jungen Generation nutzen?
Die Aufgabe könnte zum Beispiel lauten, ein Video- Interview mit Oma oder Opa zu machen. Das Smartphone kann dabei gute Dienste leisten und der Fragenkatalog kann auch bei der Oma viele Erinnerungen hervorrufen über die die beiden sonst nicht gesprochen hätten.
Neben der tollen Zeit, die beide vermutlich zusammen haben, wird auch für die Familie ein unschätzbares Zeitdokument erschaffen, das sich sicherlich auch kommende Generationen noch gerne ansehen werden.
Jüngere Generation für Genealogie begeistern
Wir richten uns mit den gesammelten Unterlagen und Ideen an Erzieher, Lehrer, Familien und Vereine. Wir wollen unseren Beitrag dazu leisten, das Hobby Genealogie auch für jüngere Generationen interessant zu machen. Natürlich ist diese Website kein Projekt, das heute steht und sich nicht weiter entwickelt. Wir freuen uns auf Kontakte und auf Rückmeldungen, um unsere Sammlung zu komplettieren und hoffentlich ein dauerhafter Begleiter für alle zu sein, die Genealogie für Kinder & Jugendliche interessant gestalten wollen.
Besuchen Sie die Projekt-Seiten online auf: http://familienforscher.info/
Mehr über Freya Rosan und Timo Kracke: http://familienforscher.info/team/

