Ein Leben in Postkarten

Wer gestern Abend die Sendung Stern TV gesehen hat, hat einen kleinen Einblick bekommen, wie aufregend Familienforschung sein kann. Und das, obwohl dort gar nicht nach der eigenen Familie geforscht wurde und die Recherche gar nicht so weit in die Vergangenheit reichte. In dem Stern-TV-Beitrag ging es um einen Mann, der im Nachlass seines Stiefvaters ein Postkartenalbum gefunden hatte und dieses hatte bewerten lassen. Das Album enthielt 413 Postkarten aus den Jahren 1894 bis 1948. Die Sammlung wurde inzwischen von der Herzogin-Anna-Amalia-Bibliothek in Weimar gekauft und wird dort restauriert.

Wer war die Empfängerin der Postkarten

Natürlich wollte man nun wissen, wer die Empfängerin der ganzen Postkarten war, wie sie gelebt hat und so weiter. Auch für viele unserer Kunden beginnt die Forschung nach den eigenen Vorfahren durch alte Erbstücke oder Fotos aus der Vergangenheit. Stern TV machte sich also auf die Suche nach der Frau, die die ganzen Postkarten erhalten und in einem Album aufbewahrt hatte. Die Recherche ergab, dass Klara Heidenreich, so der Name der Empfängerin, die Tochter des Kammerdieners des Großherzogs von Sachsen-Weimar-Eisenach war.

Suche in den Archiven

Anders als bei den meisten Ahnenforschungen, die wir vornehmen, ging die Suche hier nicht von einer noch heute lebenden Person immer weiter zurück in die Vergangenheit, sondern ging von der 1876 geborenen Frau aus hin zu ihren heutigen Nachfahren. Im Beitrag zu sehen: Auch eine solche Forschung geht immer über die Archive. So führte die Suche nach den Nachfahren von Klara Heidenreich über das Stadtarchiv in Bonn und anschließend ins Archiv in Frechen und schließlich nach Thüringen.

Enkel leben in Thüringen

Letztenendes konnten dann nach einigen Recherchen tatsächlich die Enkel von Klara Heidenreich ausgemacht werden und die Frau, die so viele Postkarten erhalten und in einem Album aufbewahrt hatte, bekam nun ein Gesicht. Und nicht nur das: Die Enkel wussten natürlich noch viel mehr über ihre Oma zu erzählen, als es aus den Karten hervorgegangen war.

Die Recherche für diese Familiengeschichte reichte nicht einmal 150 Jahre in die Vergangenheit, trotzdem führte sie schon über mehrere Archive. Das gibt einen kleinen Einblick, wie aufwändig solche Forschungen sind. Und je weiter sie dann in die Vergangenheit reichen, desto mehr Erfahrung braucht der Ahnenforscher dann auch, um noch ältere Vorfahren finden zu können.

Den Beitrag über die Postkarten gibt es hier:

geschrieben von: Alexandra Rittner

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