Kompetenzteam

Harald Heimbach

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Harald Heimbach

Harald Heimbach ist am 26.Januar 1966 in Ehingen an der Donau geboren. Er besuchte von 1970-1976 die Grundschule, dann bis 1981 die Realschule. Daran schlossen sich drei Jahre gymnasiale Oberstufe in Ulm an. 1984/85 leistete er bei der Luftwafffe seinen Bundeswehrdienst ab. Es folgte ein Wirtschaftsingenieur-Studium in Esslingen; 1991 erhielt er das Diplom. Sein Studium finanzierte er sich selbst, indem er als freier Mitarbeiter bei Pro Heraldica tätig war. 1992 begann er fest dort zu arbeiten, zunächst als Assistent der Geschäftsleitung, seit dem Jahr 1997 als geschäftsführender Gesellschafter.

Harald Heimbach spielte 25 Jahre lang Fußball, machte Leichtathletik und ging zum Tennis. Heute fährt er Mountainbike und besucht das Fitnessstudio. Einmal im Jahr bucht er eine Woche Extremsport auf Kreta. Ansonsten liest er gern geschichtsorientierte Literatur und hält sich sehr gern im Garten und in der Natur, ist viel mit seinem Hund unterwegs. Seine Freizeit verbringt er am liebsten mit seiner Ehefrau und Freunden. An anderen schätzt er Authenzität und Verlässlichkeit. Stolz ist Harald Heimbach auf seine “Gute Work-Lifebalance und auf das konsequente Realisieren von Zielen”

Dr. Rolf Sutter

Dr. Rolf Sutter

Dr. Rolf Sutter

Jahrgang 1944
verheiratet, drei Kinder
Gymnasium
Studium Germanistik, Politikwissenschaft, Kunstgeschichte, Psychologie
Promotion über genealogische Strukturen in Wolframs von Eschenbach „Parzival“

Seit 1980 wissenschaftlicher Leiter bei PRO HERALDICA
Mitglied der Académie Internationale d’Héraldique
Mitglied der Académie Internationale de Généalogie
Präsident des Wappen-HEROLD, Deutsche Heraldische Gesellschaft e.V.
Vorsitzender des Stiftungsrates der Gerhard Tietz-Stiftung Heraldik Internationale
Mitglied des Verbandes Deutschsprachiger Berufsgenealogen

1980 kam es zum ersten Kontakt von Dr. Rolf Sutter mit Dr. Ottfried Neubecker, von dessen Arbeit und Persönlichkeit er sogleich fasziniert war. Aus dem ersten Zusammentreffen wurde eine zwölfjährige enge Zusammenarbeit. Es wurden für Dr. Sutter unschätzbar wertvolle Lehrjahre und für Dr. Neubecker die Gelegenheit, für sein Lebenswerk eine Nachfolge aufzubauen. Folgerichtig berief er Dr. Sutter noch im Jahre 1980 als Schatzmeister in den 1967 von ihm gegründeten Verein Wappen-HEROLD Deutsche Heraldische Gesellschaft e.V., den Dr. Sutter heute als Präsident leitet.
Was damals begann, wurde für beide zum Glücksfall, jedoch war der gemeinsame Nutzen zunächst einseitig verteilt. Dr. Sutter lernte vom bedeutendsten deutschsprachigen Heraldiker seiner Zeit das grundlegende Handwerkszeug der wissenschaftlichen und der kreativen Heraldik. Bald durfte Dr. Neubecker schon Früchte jener geistigen Investition ernten und die Geburtsstunde und das Wachsen seines Lieblingsprojektes ALLGEMEINE DEUTSCHE WAPPENROLLE. Im Jahr 1980 erschien dessen erster Band unter der Leitung von Dr. Sutter und wird bis heute von ihm weitergeführt.

Als sich Dr. Neubecker 1992 zurückzog und im selben Jahr starb, trat Dr. Rolf Sutter in Neubeckers internationale Fußstapfen. Er besuchte internationale Kongresse und Kolloquien und baute die zahlreichen nationalen und internationalen Kontakte von Dr. Neubecker aus. In der Folgezeit hielt Dr. Sutter zahlreiche Vorträge:

1999 Internationales Kolloquium St. Pölten: Gampilun und Ecidemon – Zur Funktion der Heraldik in Wolframs von Eschenbach Parzival
2000 Internationaler Kongress Besaucon: Genealogie als Medium sozialer und individueller Identität: Der Parzival-Roman des Wolfram von Eschenbach
2001 Internationales Kolloquium Groningen: Redende Elemente in der Kommunalheraldik und heraldische Entwicklung in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts in Baden-Württemberg
2002 Internationaler Kongress Dublin: Logo ad Portas – Momentaufnahme zum aktuellen Verhältnis zwischen „Identitätsbildzeichen/Logo“ und Wappen in der deutschen Staatsheraldik
2004 Internationaler Kongress Brügge: Genealogie und Heraldik am Beginn des dritten Milleniums
2005 24. Österreichischer Historikertag Innsbruck: Zurück in die Zukunft – Südafrikas neue heraldische Identität
2005 Internationales Kolloquium St. Petersburg: Emanzipation in der Heraldik – Modernes Namensrecht und Wappenführung der Frau
2006 Internationaler Kongress St. Anndrews: Bäume, die in den Himmel wachsen? – Genealogie zwischen Mythos, Welterklärung und Transzendenz
2007 Internationales Kolloquium Xanten: Was Reichsstädte im Schilde führen
2008 Internationaler Kongress Quebec: Quète et Reconquète – Koloniale und postkoloniale Heraldik in Afrika
2009 Internationales Kolloquium Verviers: Heraldik in Deutschland bzw. in deutschsprachigen Ländern
2010 Internationaler Kongress Stuttgart: geplant: Aus dem Frühling der Heraldik, Heraldik und Identität

Wie Dr. Neubecker arbeitet Dr. Sutter mit Pro Heraldica zusammen und pflegt heute das Erbe und die Bibliothek. Dr. Sutter hat bei Pro Heraldica in dreißig Jahren hunderte von genealogischen Forschungen geleitet und mehr als 3.000 Wappenforschungen und -gestaltungen durchgeführt.

Einer der internationalen Kollegen charakterisierte Dr. Sutter bei der Vorstellung zu einem seiner Vorträge wie folgt: „Dr. Sutter ist ein Phänomen. Er ist auf dem Gebiet der Genealogie ebenso zuhause wie auf dem Gebiet der Heraldik. In der Heraldik spannt sich seine Kompetenz von der mittelalterlichen bis zur zeitgenössischen Heraldik und von der öffentlichen bis zur Familienheraldik – und das sowohl auf theoretischem, wie auch auf schöpferischem Gebiet.“

Hervorstechend ist sein Engagement für die zeitgenössische, lebendige Heraldik. Sein Vortrag von Dublin 2002 „Logo ad Portas“ führte zur spontanen Gründung des „Ständigen Komitees für zeitgenössische Heraldik“, unter dem Dach der Internationalen Akademie der Heraldik. Dr. Sutter gehört zu dessen Gründungsmitgliedern. Das Kommitee bemüht sich auf nationaler Ebene um die Schaffung von allgemeingültigen heraldischen Prinzipien.

Woran er auf internationaler Ebene mitwirkt, verfolgt er auch auf nationaler Ebene. Aufklärung über Heraldik auf breiter Basis, Kampf gegen unseriösen Umgang mit der Disziplin, Vereinheitlichung des Wappenrechts, Etablierung und Institutionalisierung eines Kompetenzzentrums gewissenhaft arbeitender Fachleute, Schaffung von allgemeinverbindlichen Regularien sind Anliegen, die er „im Schilde führt“.

Dr. Ottfried Neubecker

Ottfried Neubecker

Ottfried Neubecker

Dr. Ottfried Neubecker zählt zu den größten Heraldikern des 20. Jahrhunderts.

Der in Fachkreisen als „Papst der Heraldik“ bezeichnete Neubecker wäre im Jahr 2008 hundert Jahre alt geworden. Dr. phil. Ottfried Neubecker wurde am 22.3.1908 in Berlin-Charlottenburg geboren. Sein Vater war Prof. Karl Neubecker, seine Mutter Renée, geb. von Meyenburg. Bereits mit 6 Jahren interessierte er sich für Wappen und Flaggen. Eine Leidenschaft, die ihn Zeit seines Lebens nicht mehr loslassen sollte.

Sein Vater bestand darauf, dass er nach dem Abitur das Jura-Studium aufnahm. Bald wechselte Ottfried Neubecker zu den Fächern Geschichte und Kunstgeschichte. Er studierte an den Universitäten Genf, Heidelberg und Berlin, Dort promovierte er 1931 mit einer Arbeit über „Das Deutsche Wappen 1806-1871“. Zugleich arbeitete er als Mitarbeiter beim damaligen Reichskunstwart Edwin Redslob und später beim Reichsinnenministerium und der Marineleitung. Trotz des auf ihn ausgeübten Druckes gelang es Neubecker, sich von der herrschenden Nazi-Ideologie zu distanzieren.

Während dieser Zeit schuf Ottfried Neubecker über 50 Gemeindewappen sowie Entwürfe für geistliche Wappen und Konzeptionen zu akademischen Insignien und Wappen. Daneben wurde er im Auftrag der schon genannten Ministerien Mitautor amtlicher Standardwerke und war darüber hinaus als beratender Mitarbeiter bei führenden Verlagshäusern wie Brockhaus, Knaur, Chamber`s Encyclopaedia u.v.a. tätig. Aufgrund der jüdischen Abstammung seiner Frau geriet Neubecker mehrmals ins Visier der Gestapo, konnte sich durch häufige Ortswechsel bis zum Kriegsende einer tatsächlichen Verfolgung entziehen.
Nach 1945 übernahm Ottfried Neubecker Lehrtätigkeiten an den Universitäten Mainz und Berlin. Obwohl er ein gebürtiger Berliner war und nach dem Zweiten Weltkrieg dort – politisch unbelastet – mehreren Kulturvereinen zur Erneuerung ihrer Zulassung verholfen hat, verlagerte er seine Tätigkeit ab den 50er Jahren mehr und mehr in die Bundesrepublik, wo er zunächst von Wiesbaden, später von Stuttgart aus sein Wirken bis 1992 fortsetzte.

Es wurden seine erfolgreichsten Jahre, in denen er zahlreiche Ehrungen erfahren hat:
Komtur mit Stern des spanischen Ritterordens von Raimundo de Peñafort (Comendador de numero de la Orden de Raimundo de Peñafort), 13.12.1955
André-Duchesne-Preis (Spanien), 1956
Vorstandsmitglied der Internationalen Akademie der Heraldik 1964
Wissenschaftlicher Beirat von Pro Heraldica ab 1977
C.-F. Menestrier-Preis (Spanien), 1977
Präsident des Wappen-HEROLD, Deutschen Heraldischen Gesellschaft seit 1978
Inhaber des Verdienstkreuzes des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland, am Bande, 1982
Gustav-von-Numers-Preis (Finnland), 1982
Médaille de mérite de la Confédération Internationale de Généalogie er d`Héraldique, 1985
Ehren- und Korrespondierendes Mitglied in fast allen genealogischen, heraldischen, vexillologischen und phaleristischen Fachvereinen in Europa und Übersee
Ottfried Neubecker war ein überaus vielseitiger Wissenschaftler, der seine speziellen Wissensgebiete, die Heraldik (Wappenkunde), die Vexillologie (Fahnenkunde) und die Phaleristik (Ordenskunde) stets als Integrationswissenschaften verstand und für seine Mitarbeiter und Gesprächspartner zu einem „wandelnden Lexikon“ wurde.
25 Jahre hat Ottfried Neubecker Pro Heraldica gewidmet, an deren Gründung und Entwicklung er maßgeblichen Anteil hatte. Hier ist noch heute seine renommierte, in fast 80 Jahrenl zusammengetragene Bibliothek zu Hause. Er konnte viele seiner ehrgeizigen Projekte umsetzen. Er schulte und bildete die Menschen aus, die heute sein Werk fortführen. Dabei war er für seine strenge Auffassung vom sachkundigen Umgang mit Heraldik bekannt. Tausende von Familien half Neubecker bei der Erforschung, Prüfung und Richtigstellung sowie bei der Stiftung von Familienwappen.
Sein Schrifttum ist in über 300 selbständigen Schriften, anonymer Mitarbeit an fremden Arbeiten, Übersetzungen, an der Mitarbeit an Lexikalischen Werken bzw. Serienwerken, Aufsätzen in Zeitschriften und Zeitungen, Reklame- und Bilderserien usw. dokumentiert. Das umfangreiche Schriftenverzeichnis stellen wir hier allen Interessierten zum Lesen oder Herunterladen zur Verfügung.
Seine Bibliographie können Sie hier herunterladen (PDF, 21MB)

Alfred Dochtermann

Alfred-Dochtermann

Alfred Dochtermann

 

Alfred Dochtermann war ein renommierter Heraldiker und Genealoge. Sein Wissen eignete er sich autodidaktisch an, da es in Deutschland weder eine geschützte Berufsbezeichnung noch eine entsprechende Ausbildung gibt.

In 60 Jahren Forschungsarbeit trug er ein einzigartiges familiengeschichtliches Archiv und eine bedeutende heraldisch-genealogische Fachbibliothek zusammen. Beides gilt als zweitgrößte Sammlung dieser Art in privater Hand. Sie enthält über 30.000 Forschungsakten mit Recherchen anhand von heute nicht mehr zugänglichen Quellen der Vorkriegszeit. Außerdem enthält sie einmalige Dokumentationen und eine Literatursammlung. Das Lebenswerk Alfred Dochtermanns wird nur noch von der berühmten Sammlung Ottfried Neubeckers übertroffen werden.

Dochtermann schuf in seinem Leben 10.000 – 20.000 Wappen. Außerdem schuf er dem Wappenrecht mit der Publikationsreihe “Wappenrolle Dochtermann” ein eigenes Forum.

1937 gründete Dochtermann das Wappenarchiv Dochtermann. 1977 wurde es in eine GmbH umgewandelt und hieß von nun an Wappenarchiv Stuttgart. Nach seinem Tod im Jahr 1986 übernahm Hans Winter das Unternehmen unter dem Namen Wappen-Gilde.

Beide Sammlungen gingen nach dem Tod Hans Winters in den Besitz von Pro Heraldica über.

Von den von Dochtermann geschaffenen Familienwappen sind nur etwa 2.500 Wappen (teilweise mit familiengeschichtlichen Daten in der Wappenrolle Dochtermann) veröffentlicht und damit geschützt! Die Mehrzahl der Familienwappen und familiengeschichtlichen Daten schlummern in den ca. 30.000 Forschungsakten. Sie sind fester Bestandteil unseres Archivs. Diese Recherchen sind eine einmalige Forschungsressource, denn sie beinhalten auch Daten aus im Krieg für immer zerstörten Quellen.