Zum Tod von Altbundespräsident Roman Herzog

Vor zwei Tagen (10.01.2017) ist Roman Herzog, für den wir in den Jahren 1998 und 1999 die Familienforschung gemacht haben, verstorben. Jeder Mensch hat an Personen, die er einmal persönlich kennenlernen durfte, seine ganz eigenen Erinnerungen.

Und ich verbinde mit Roman Herzog immer unser zweites Zusammentreffen im Jahr 1999.

Erforschung der Familiengeschichte von Roman Herzog

Als ich ihn kennengelernt habe, war er gerade amtierender Bundespräsident (1994-1999). Die Zusammenarbeit mit ihm entstand sozusagen durch die Fernsehsendung Boulevard Bio mit Alfred Biolek, bei der Roman Herzog im September 1997 zu Gast war. Ich hatte die Sendung gesehen und Roman Herzog wurde gefragt, was er nach seiner Pensionierung gerne machen würde? Seine Antwort war, dass die Ahnenforschung sein Hobby ist und er gerne seine Familiengeschichte erforschen möchte. Daraufhin habe ich Roman Herzog angeschrieben und wir sind zusammengekommen.

Die Erforschung der Familiengeschichte von Roman Herzog war von Erfolg gekrönt und er hat auch hervorragend mitgearbeitet.

Termin im Schloss Bellevue

Im Rahmen der Ahnenforschung fanden auch mehrere Termine mit Roman Herzog statt. Der erste Termin fand in Roman Herzogs Privathaus in Dachau statt. Am Aschermittwoch, den 17. Februar 1999 war eine weitere Zwischenbesprechung im Schloss Bellevue in Berlin anberaumt. Dr. Sutter und ich flogen morgens mit einem der ersten Flieger Richtung Berlin. Es herrschten winterliche Verhältnisse. Was wir nicht ahnten: An diesem Tag landeten in Berlin nur 2 oder 3 Flugzeuge, in einem davon saßen Dr. Sutter und ich.

Wir sind also im Schloß Bellevue vorgefahren. Roman Herzog kam uns auf der Treppe bereits lächelnd entgegen und sagte: „Herr Heimbach, heute haben wir viel Zeit, alle Termine sind wegen des Wetters abgesagt worden“. So kamen wir in den Genuss einer privaten Führung vom Bundespräsidenten durch das Schloss Bellevue. Bei Kaffee und Tee besprachen wir dann den aktuellen Stand seiner Familienforschung.

Ein kleiner Wermutstropfen war, dass wir an diesem Tag auch alle Abflüge von Berlin gestrichen waren. So kamen wir zu einer unfreiwilligen und nicht geplanten Übernachtung in Berlin.

Aber dieses Besondere Erlebnis eines Termins beim Bundespräsidenten ohne Zeitdruck war es uns auf jeden Fall wert.

Noch mehr Bundespräsidenten bei Pro Heraldica

Roman Herzog war aber nicht der einzige Bundespräsident, für den wir von Pro Heraldica arbeiten durften. Wir waren ebenfalls für die Bundespräsidenten Heinrich Lübke, Gustav Heinemann und Richard von Weizsäcker (Blogbeitrag: Das Familienwappen von Weizsäcker) tätig.

 

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geschrieben von: Harald Heimbach

Harald Heimbach ist seit 1997 geschäftsführender Gesellschafter bei Pro Heraldica. Geboren in Ehingen an der Donau, 1984/85 leistete er bei der Luftwafffe seinen Bundeswehrdienst ab. Es folgte ein Wirtschaftsingenieur-Studium in Esslingen; 1991 erhielt er das Diplom.

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