Wappenmalerei vom Feinsten – da staunt der Fachmann

Erst kürzlich waren unser Geschäftsführer Harald Heimbach und Clemens Kech, Leiter der genealogischen Abteilung, gemeinsam in Bayern unterwegs. Die beiden staunten nicht schlecht als sie vor dem imposanten Klinikgebäude von Herrn Dr. Buchmüller vorfuhren – einem weitläufigen, aufwändig restaurierten Ziegelbau aus dem 19. Jahrhundert. Umso mehr waren sie verblüfft just an diesem Tag Kirchenmaler Michael Reczko anzutreffen. Wie es der Zufall wollte, war dieser gerade dabei, das von PRO HERALDICA gestaltete Familienwappen Buchmüller im Aufgang zu den Geschäftsräumen aufzubringen. Eine tolle Idee, dem historischen Gebäude so eine ganz persönliche Note zu verleihen und die eigene Familientradition zu leben und zu feiern!

Die heraldisch korrekte Blasonierung zum Wappen Buchmüller lautet wie folgt:

Blau-rot geteilt, darin ein durchgehendes geschliffenes Kreuz, oben silbern, unten golden, der untere Arm von einer silbernen Schlange umwunden, oben begleitet von rechts einer goldenen Eule und links einer schräggelegten silbernen Raute.

Auf dem blau-silbern-rot-golden bewulsteten Helm mit rechts blau-silbernen und links rot-goldenen Decken eine blaue Buche mit goldenen Früchten, der Stamm unten überdeckt von einem oberhalben goldenen Mühlrad.

Inhaltlich verbergen sich in diesem Wappen geographische, weltanschauliche und redende Bezüge. Die Stammheimat der Familie liegt in Bruchsal auf dessen Stadtwappen das geschliffene Kreuz des Wappens Buchmüller rekurriert. Die schräggelegte Raute oben heraldisch links verweist pars pro toto auf die heutige Heimat der Familie in Niederbayern. Die Eule oben heraldisch rechts ist als Ausdruck von Philosophie, Weisheit, Wissenschaft und der schönen Künste zu verstehen. Die Schlange wiederum verweist auf Herrn Dr. Buchmüllers Beruf als Arzt – Stichwort: Äskulapstab. Die Helmzier ist „redend“ zu verstehen, d.h. der Name der Familie wird bildlich dargestellt. Entsprechend erscheinen auf dem Helm eine Buche (für Buch-) und ein Mühlrad (für -müller), was summa summarum auf den Namen Buchmüller anspielt.

Auch in Zukunft wird wohl so mancher an dieser Stelle noch ins Staunen geraten. Der Hausherr hat sich hier nicht nur ein eindrucksvolles Denkmal gesetzt, sondern ein bleibendes Symbol für die ganze Familie Buchmüller geschaffen. Unser Kompliment geht an dieser Stelle auch an Herrn Reczko für die hervorragende künstlerische Umsetzung – Chapeau!

geschrieben von: Clemens Kech

Clemens Kech

Geboren 1985 in Ulm studierte Clemens Kech Englisch und Geschichte am Connecticut College, USA und an der Universität Stuttgart. Seit 2007 mit unserem Haus verbunden, hat er 2016 die Leitung der Abteilung Genealogie übernommen.

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