Verabschiedung Dr. Rolf Sutter und Doris Gruschka

Gestern haben wir zwei unserer langjährigsten Pro Heraldica Kollegen in den Ruhestand verabschiedet. Der ehemalige Forschungsleiter Herr Dr. Rolf Sutter und Doris Gruschka aus der Kundenbetreuung verlassen zum 30.06.2017 das Unternehmen. Aus diesem Anlass sind wir gestern Abend mit der ganzen Firma zusammengekommen und haben im Fässle in Degerloch ein Abschiedsfest gefeiert. Herr Heimbach begann den Abend mit einer Rede zu Ehren Frau Gruschka und Dr. Sutter, danach folgte eine Rede von Dr. Sutter, ein hervorragendes Abendessen und ein gemütliches Beisammensein.

Dr. Rolf Sutter

Dr. Sutter hat im Alter von 36 Jahren seine Arbeit bei Pro Heraldica begonnen konnte sich damals nicht vorstellen, einmal genau so lange bei Pro Heraldica zu arbeiten, wie er damals alt war. Er hatte damals mit einer Anzeige eine neue Arbeitsstelle gesucht und war als designierter Nachfolger von Dr. Ottfried Neubecker eingestellt worden, den er als interessanten und gebildeten Mann kennenlernte.

Die ersten Aufgaben

Die erste Aufgabe von Dr. Sutter bei Pro Heraldica war die Edition der Allgemeinen Deutschen Wappenrolle. Seine Vorkenntnisse aus dem Verlagswesen halfen ihm hier weiter. Im Dezember 1989 erschien der erste Band der Allgemeine Deutsche Wappenrolle. Seine zweite Aufgabe war die Aufarbeitung von 200 Forschungsaufträgen an. Dazu wurden daraufhin hunderte von Genealogen angeschrieben, von denen fortan auch viele mit Pro Heraldica zusammenarbeiteten, um den Stau in der Genealogie abzubauen. Später wurde Dr. Sutter die Produktionsleitung übertragen. Zwischenzeitlich war Dr. Sutter auch für die Schulung von Außendienstmitarbeitern zuständig.

Das Erbe von Dr. Ottfried Neubecker

Beim Umzug 1985 musste die riesige Bibliothek nach Degerloch in die Julius-Hölder-Str. umgezogen werden, was ein nervenaufreibendes Unterfangen war. Dr. Sutter besuchte auch regelmäßig Genealogentage, während Neubecker und seine Assistentin die internationalen Kolloquien und Kongresse besuchten. 1992 zog sich Neubecker zurück, 1987 hatte Dr. Sutter bereits die komplette Heraldik übertragen und war nur noch beratend tätig. 1996 gab es einen Genealogentag in Magdeburg, bei dem auch Harald und Petra Heimbach dabei waren. Dieser Genealogentag war für Dr. Sutter die Geburtsstunde der neuen Pro Heraldica.

Kongress in Stuttgart ist Höhepunkt seiner Arbeit

Seit 1998 nimmt Dr. Sutter regelmäßig an den internationalen Kolloquien und Kongressen teil und hat dort auch Pro Heraldica auf breiter wissenschaftlicher Basis bekannt gemacht. Dass der Internationalen Kongress der Genealogischen und Heraldischen Wissenschaften 2010 in Stuttgart stattfand, bezeichnet Dr. Sutter als Höhepunkt seiner Arbeit. Nach diesem Kongress sagten Marc Dennis und Dr. Claire Boudreau zu Dr. Sutter, dass er eigentlich der Herold von Deutschland wäre. Zunächst hielt er dies für weit hergeholt, aber mit der Zeit wurde ihm klar, dass 5000 Wappenbearbeitungen im Grunde auch der Arbeit der Herolde entsprachen, als es diese in Deutschland noch gab.

Stiftung eines Heroldsstabes

Dies brachte Dr. Sutter auf die Idee, einen Heroldsstabes zu stiften und diesen an den neuen Forschungsleiter Clemens Kech zu überreichen, um die Tradition des Heroldsstabs aufzugreifen und damit ein Symbol für eine Amtsführung zu stiften, die für ihn nun zu Ende geht weitergeführt werden soll (dazu gibt es einen separaten Beitrag: Ein Heroldsstab für Pro Heraldica).

Doris Gruschka

Doris Gruschka war insgesamt 32 Jahre ein Wesentlicher Bestandteil von Pro Heraldica. Sie hat sich in einem extrem hohen Maße mit ihrer Arbeit identifiziert und im Bereich Kundenbetreuung eine hervorragende Arbeit geleistet. Wie kaum jemand anders stand Doris Gruschka in den vergangenen Jahrzehnten für den Bereich Kundenbetreuung und Kommunikation.

Vom Marketing zur Kundenbetreuung

Im Jahr 1985 hat Doris Gruschka zunächst geheiratet und dann bei Pro Heraldica begonnen, um ihren Ehemann bei Pro Heraldica im Marketing zu unterstützen. Doris Gruschka hat damit auch die schwierigen Zeiten von Pro Heraldica in den Jahren 1989 und 1990 miterlebt und das sinkende Schiff nicht verlassen und dafür gesorgt, dass der Kahn auf Kurs blieb.

Einstellung von Harald Heimbach

1990 hat Doris Gruschka den heutigen Geschäftsführer Harald Heimbach als studentische Hilfskraft angestellt. Doris Gruschka hat sich damals um die Akquise und die tägliche Kommunikation mit den Interessenten gekümmert. Ab ca. 2006/2007 wurde sie dann auch verstärkt im Vetrieb tätig. Doris Gruschka hatte immer ein hervorragendes Gespür im Umgang mit den Kunden. Sie hat viele Marketingaktionen und Sonderprojekte begleitet und ihr zeitliches Engagement ist nicht mehr zu toppen.

Unermüdlicher Einsatz für Pro Heraldica

Herr Heimbach erinnert sich an viele Momente, in denen er sie noch weit nach 22Uhr im Büro antraf. Unzählige Kunden haben sich in den vergangenen Jahren lobend über Doris Gruschka geäußert. Und sicherlich wird Doris Gruschka nicht nur von den Kunden sondern auch von den Mitarbeitern sehr vermisst werden.

 

Wir haben Doris Gruschka ein paar Fragen gestellt:

Frau Gruschka, wie sind Sie zu Pro Heraldica gekommen?

Ja klar, mein Mann hat im Januar 1985 seine Stelle als Marketingleiter bei Pro Heraldica angetreten und ich unterstützte ihn zunächst als Hilfskraft. Nebenbei hatte ich noch andere Jobs. Erst im Jahr 1987 habe ich eine Vollzeit-Anstellung bei Pro Heraldica angenommen. Ab 1989 habe ich mich um die Terminplanung der Geschäftsleitung gekümmert.

 

Sie haben Harald Heimbach eingestellt. Wie war das damals?

Im Jahr 1990 haben wir Studentische Hilfskräfte für unser Telemarketing gesucht. Wir haben damals drei junge Studenten eingestellt, einer davon war Harald Heimbach. Schnell stellte sich heraus, dass Harald Heimbach ganz besonderes Interesse am Thema Ahnenforschung und Heraldik hatte und sich auch sehr geschickt anstellte, weshalb er nach seinem Studium 1992 eine Festanstellung zunächst als Assistent der Geschäftsleitung bei Pro Heraldica annahm.

Gibt es eine Anekdote, die ihnen ganz Besonders in Erinnerung geblieben ist?

Da gibt es Tausende! Allerdings war es ein ganz besonderes Erlebnis, als Harald Heimbach seinen ersten Kundentermin hatte. Eigentlich hätte dieser Termin vom damaligen Geschäftsführer wahrgenommen werden sollen, der aber krankheitsbedingt nicht hinfahren konnte. Harald Heimbach fuhr mit dem Auto vom Chef nach Ingolstadt. Wir saßen gebannt im Büro und warteten auf Neuigkeiten von ihm, wie der Termin gelaufen war. Und tatsächlich hatte er gleich im ersten Termin zwei Familienforschungen verkauft. Da war die Freude bei uns allen natürlich riesengroß!!!

 

 

Jetzt bleibt mir von meiner Seite nur noch, den beiden ebenfalls alles Gute für den bevorstehenden Ruhestand zu wünschen. Wir werden uns sicherlich wiedersehen!

geschrieben von: Alexandra Rittner

2 Responses

  1. Welter Jean-Pierre

    Ich wünsche Frau Gruschka alles Gute für ihren wohlverdienten Ruhestand (wie ich lesen konnte). Ich war sehr angetan von ihrer professionellen Begleitung bei der Erstellung meines Familienwappens.
    Eine gute Zeit und viel erfülltes Glück.
    mit größtem Respekt
    Welter Jean-Pierre

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