Teil 3: Ethnischer Separatismus

In den ersten beiden Teilen unserer Serie: In den letzten 50 Jahren neu entstandene Staaten und ihre Heraldik und Emblematik haben wir uns die Dekolonisierung den Zusammenbruch des Ostblock beleuchtet. Im heutigen Teil widmen wir uns dem ethnischen Separatismus.

In den letzten Jahren ist eine zunehmende Tendenz infolge eines wachsenden ethnischen Selbstverständnisses innerhalb schon bestehender Nationen oder Staatsverbänden zu verzeichnen.

Das Band des übergeordneten Nationalbewusstseins verliert  unter dem Wachsen von ethnischem Identitäts-Bewusstsein mehr und mehr seine Integrationskraft.

Ob sich das ethnische Selbstbewusstsein aus religiösen, weltanschaulichen, historischen oder wirtschaftlichen Impulsen speist, ist von sekundärer Bedeutung .

Ethnischer-Separatismus Ethnischer-Separatismus-2

Fallbeispiel Süd-Sudan

Januar 1956: die Republik Sudan wird vom Vereinigten Königreich unabhängig und ist gemäß der Verfassung von 1998 eine Islamische Republik. Staatsreligion ist der Islam. Es gilt die Scharia.

36 % der vorwiegend im Norden angesiedelten Bevölkerung waren arabischer Abstammung (Sudanaraber).
52 % der Bevölkerung im Süden waren Schwarzafrikaner.

Es kommt zwischen 1998 und 2005 zu schweren Auseinandersetzungen und zur größten Binnenmigration der afrikanischen Geschichte

9. Juli 2011 wird der Süd-Sudan nach einem Referendum als eigenständiger Staat vom Sudan unabhängig.

Das Wappen vom Sudan

Wappen von Sudan vor der Teilung

Wappen von Sudan vor der Teilung

Wappen-Sudan
Das Wappen des Süd-Sudan, ist ein Sekretärvogel (wie im Emblem des Sudan), und ein Banner mit dem Schriftzug Republic of South Sudan und dem Wahlspruche Justice, Liberty und Prosperityt.
Vor der Brust de Adlers schwarzafrikanische Waffen: ein Eingeborenenschild (Spitzschild) über zwei gekreuzten Geräten (Schaufel und Speer) .

geschrieben von: Dr. Rolf E. Sutter

Seit 1980 wissenschaftlicher Leiter bei PRO HERALDICA. Dr. Rolf Sutter ist Mitglied der Académie Internationale d’Héraldique, Mitglied der Académie Internationale de Généalogie, Präsident des Wappen-HEROLD, Deutsche Heraldische Gesellschaft e.V., Vorsitzender des Stiftungsrates der Gerhard Tietz-Stiftung Heraldik Internationale, Mitglied des Verbandes Deutschsprachiger Berufsgenealogen

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