Sensation: Familiengeschichte bis zu Karl dem Großen

Genealogische Sensation bei Pro Heraldica – Familiengeschichte bis zu Karl dem Großen zurückverfolgt

Gleich mehrere interessante Ergebnisse brachte eine unserer Familienforschungen ans Tageslicht. Zum einen gab es in der Familiengeschrichte eine Verurteilung wegen versuchtem Giftmord, zum anderen konnte die Abstammung von Karl dem Großen nachgewiesen werden. Und zu guter letzt ist unser Auftraggeber seit einigen Jahren im Besitz einer Burg in der Eifel, die, wie jetzt bekannt wurde, einst nach einer Ahnin benannt wurde.

Todesurteil wegen versuchtem Giftmord

1849 wurde eine Vorfahrin Maria Barbara T. (Ahnin Nr. 97) wegen versuchtem Giftmord zum Tode verurteilt. Nach der streitbehafteten Entlassung ihrer Tochter aus einer Gastwirtschaft hatte die Mutter eine Taufgesellschaft der Gastwirtschaft mit Arsen im Kaffeewasser vergiftet. Die Justiz wollte Exempel statuieren. Sie wurde zum Tode verurteilt, allerdings dann zu einer lebenslangen Zuchthausstrafe begnadigt. Diese Information kam vom geheimen Staatsarchiv Preussischer Kulturbesitz Berlin-Dahlem. Auch ein Buch mit Texten zu Kriminalgeschichten wurde gefunden – und darin die Geschichte der Maria Barbara T..
Adelsverbindung in der Linie Palandt:
Die Mutter von Ahn 776 war Anna Margaretha geb. Palandt (Nr.1553) von Kinzweiler. 8 Kilometer östlich von Kinzweiler liegt die Burg Palandt (zum rheinischen Adelsgeschlecht von Palandt). Unser Genealoge beschloss deshalb, dieser Spur nachzugehen. Und tatsächlich: Der 5-fache Urgroßvater der Ahnin 1553 war nachgewiesenermaßen Wilhelm Palandt (Ahn Nr. 49.696) – ein gesicherter illegitimer Sohn von Johann von Palandt (Nr. 99.392, 1472-1514). Die Verbindung zu der Linie Palandt läuft im übrigen genau über die zum Tode Verurteilte Maria Barbara T..

Burg des Auftraggebers stammt von Vorfahren

Unser Auftraggeber hat vor einigen Jahren eine Burg in der Eifel gekauft. Die Überraschung war groß, als unsere Forscher herausfanden, dass genau diese Burg einst nach einer Ahnin des Auftraggebers benannt wurde.
Über die Linie Palandt kommt man in bekannte Adelslinien sehr weit zurück, und dabei eben interessanterweise auch zu dieser Eifelburg. Die Spur führt über etliche Grafen, Herzöge und Könige (auch über mütterliche Linien) bis zu Karl dem Großen.
Nach örtlicher Überlieferung ist die Burg nach „Bertrada der Jüngeren“, der Mutter Karls des Großen, benannt worden. Die heute noch bestehende Burganlage wurde aber erst im 13. Jahrhundert als Landesfestung der gefürsteten Reichsabtei Prüm erbaut.
Die Ansiedlung am Fuße der Burg gehörte im frühen 8. Jahrhundert zu den ererbten Gütern der hochadeligen Bertrada der Älteren, einer Tochter des Pfalzgrafen Hugobert und seiner berühmten Gemahlin Irmina (Stifterin von Echternach und Äbtissin von Ören/Trier).
Bertrada die Ältere gründete 721 das Kloster in Prüm zusammen mit ihrem Sohn Heribert, dem späteren Großvater Karls des Großen.
Auf diese Fakten stützt sich auch die seit Jahrhunderten weitergegebene Sage, Karl der Große sei auf dieser Burg geboren.

Genealogische Sensation bei Pro Heraldica

Noch nie gab es im Hause Pro Heraldica eine Familienforschung, bei der man so weit zurückgekommen ist. Das Wissen und die Expertise des Forschers hat dazu geführt, dass es überhaupt so weit kommen konnte. Allein durch Internetquellen lassen sich solche Verbindungen nicht herstellen. Als zuverlässige Quellen wurden spezielle genealogische Sammlungen, genealogische Adelsliteratur, Unterlagen entsprechender genealogischer Vereine und Auswertungen von Archiv-Akten herangezogen.

Das richtige Gespür war ausschlaggebend

Und dann gehört natürlich auch noch das richtige Gespür dazu. In unserem Fall hat der Genealoge die richtige Spur verfolgt. Man muss sich vor Augen halten, dass wir hier über das 8 Jhd. sprechen. Normalerweise sind wir eher belustigt über Leute, die bei uns den Nachweis über eine Verbindung zu Karl dem Großen nachgewiesen haben wollen.
Über einen Forscher, der im Rheinland arbeitet und viel Erfahrung mit Adelsgeschlechtern hat, war der Nachweis dieser Verbindung möglich in diesem konkreten Fall tatsächlich möglich. .
Wenn man sich so eine Ahnentafel ansieht, stellt man schnell fest, über wieviele Ahnen wir hier sprechen: Die Zahl der Ahnen verdoppelt sich ausgehend von der Ausgangsperson (unser Auftraggeber) in jeder Generation. Hier gilt es, die Linie zu finden, die tatsächlich zu der Adligen Linie führt. Johann von Pahland (1472 bis 1514) hatte Ahnennummer 99.392, Bertrada bereits die Ahnennummer 26.680.538.414.085 . So viele Vorfahren hat man rein rechnerisch bis zu dieser Generation 45.

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geschrieben von: Harald Heimbach

Harald Heimbach ist seit 1997 geschäftsführender Gesellschafter bei Pro Heraldica. Geboren in Ehingen an der Donau, 1984/85 leistete er bei der Luftwafffe seinen Bundeswehrdienst ab. Es folgte ein Wirtschaftsingenieur-Studium in Esslingen; 1991 erhielt er das Diplom.

Ein Kommentar

  1. Markus Fugger von dem Rech

    Sehr geehrter Herr Heimbach,

    herzlichen Glückwunsch zu diesem Meisterstück! Ich freue mich auch unbekannterweise für Ihren Auftraggeber!

    Beste Grüße aus Sachsen

    Markus Fugger

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