Loriot ist tot

Loriot ist tot. Alles trauert um einen begnadeten Humoristen und Komiker. Hört man den Namen Loriot, dann purzeln die Erinnerungen nur so: Die Knollennasen, Herr Müller-Lüdenscheid, der sprechende Hund, das Probeschlafen, Ödipussy und Papa ante portas usw. usf.

Der Name Loriot hat sich mit dem Gesicht und den Produktionen des Künstlers, der übrigens auch ein begabter Opernregisseur war, so verbunden, daß man darüber oft vergißt, da er der Sproß einer mecklenburgischen Uradelsfamilie namens von Bülow war. Wie aber kam Vicco von Bülow dazu, sich den Künstlernamen „Loriot“ zuzulegen?

Das hängt mit seinem Wappen zusammen (s. ALLGEMEINE DEUTSCHE WAPPENROLLE  S. 30-31). Auf dem Helm des Wappens sitzt zwischen zwei mit goldenen Kugeln bezeichneten blauen Büffelhörnern ein Pirol – hier in Deutschland auch unter den Namen Golddrossel, Kirschvogel und Pfingstvogel bekannt – im Französischen aber heißt der Vogel mit dem überaus melodischen Ruf: Loriot. Daher also der Name!

geschrieben von: Dr. Rolf E. Sutter

Seit 1980 wissenschaftlicher Leiter bei PRO HERALDICA. Dr. Rolf Sutter ist Mitglied der Académie Internationale d’Héraldique, Mitglied der Académie Internationale de Généalogie, Präsident des Wappen-HEROLD, Deutsche Heraldische Gesellschaft e.V., Vorsitzender des Stiftungsrates der Gerhard Tietz-Stiftung Heraldik Internationale, Mitglied des Verbandes Deutschsprachiger Berufsgenealogen

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