Genealogentag Gotha 2015, Thema Hexenprozesse

Am 3. Tag des Genealogentages in Gotha berichtigte Museumsdirektor Dr. Lehmann aus Schmalkalden mit seinem sehr eindrücklichen Vortrag über die Hexenverfolgung viele Klischees über dieses dunkle Kapitel der europäischen Geschichte. Neben dem Holocaust stellen die Hexenprozesse die größte nicht kriegsbedingte Katastrophe durch Menschen an Menschen dar – so nach Aussage von Dr. Lehmann. Der Referent erläuterte, dass nicht nur Frauen, Hebammen oder beispielsweise Rothaarige verurteilt und ermordert wurden – wie dies oft gedacht wird – , sondern auch viele Männer und Kinder; Angehörige aller Berufs- und Altersgruppen in Städten und Dörfern wurden Opfer des Massenwahns. 2017 wird in Schmalkalden ein Deutsches Dokumentationszentrum zur Geschichte der Hexenverfolgungen eröffnet, in dem entsprechende Unterlagen wie etwa Prozeßakten eingesehen werden können.

Gedenktafel-Hexenverfolgung-Trier-Simeonstift

Eine Gedenktafel am Simeonstift in Trier erinnert
an die dortige Hexenverfolgung

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geschrieben von: Konstanze Wandersleb

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