Das Adelswappen von Joseph von Eichendorff

Joseph von Eichendorff zählt zu den bekanntestenVertretern der deutschen Romantik. Er ist außerdem einer der meistvertonten deutschen Lyriker. Seine Werke sind bis heute lebendig und erfreuen sich nach wie vor großer Beliebtheit. Hierzu zählen besonders „Aus dem Leben eines Taugenichts“, „Das Marmorbild“ sowie seine zahlreichen Gedichte, wie zum Beispiel „Abschied“, „Mondnacht“ oder „Die zwei Gesellen“. Die Familie von Eichendorff gehört zum Uradel und ist ab 1250 im Raum Magdeburg und ab 1323 in der Mark Brandenburg urkundlich erwähnt. Durch Heirat mit einer schlesischen Adeligen kam die Familie Mitte des 17. Jahrhunderts in die Gegend von Ratibor. Das Eichendorff’sche Wappen mit den Adelskennzeichen Bügelhelm und Krone ist durch den goldenen Eichenast mühelos als ein redendes zu erkennen.

Joseph Karl Benedikt Freiherr von Eichendorff

* 10. M?rz 1788 Schloß Lubowitz bei Ratibor/Oberschlesien
† 26. November 1857 in Neiße/Oberschlesien
Eltern:
Adolf Theodor Rudolf von Eichendorff
Karoline von Eichendorff, geb. von Kloch

  • 1801-1804 katholisches Gymnasium Breslau
  • 18051806 Jurastudium an der Universität Halle
  • 1807-1808 Jurastudium an der Universität Heidelberg
  • 1808 Gedichte erscheinen unter dem Pseudonym „Florens“
  • 1808 Bildungsreisen nach Paris und Wien
  • 1809-1810 Studium an der Universität Berlin: Vorlesungen bei Johann Gottlieb Fichte. Zusammentreffen mit Arnim, Brentano und Kleist.
  • 1810-1812 Jurastudium an der Universität Wien
  • 1813-1815 Teilnahme an den Befreiungskriegen gegen Napoleon
  • 1816 Referendar in Breslau im preußischen Staatsdienst
  • 1819 „Das Marmorbild“
  • 1821 Ernennung zum Kirchen- und Schulrat in Danzig
  • 1824 Ernennung zum Oberpräsidialrat in Königsberg
  • 1826 „Aus dem Leben eines Taugenichts“
  • 1831 Tätigkeit in verschiedenen Ministerien in Berlin
  • 1841 Ernennung zum Geheimen Regierungsrat
  • 1844 Eintritt in den Ruhestand
  • 1848 Eichendorff flüchtet wegen politischer Unruhen nach Dresden. Zahlreiche Gedichte zur Revolution 1848 entstehen.
  • 1857 Tod in Neiße/Schlesien

Literatur: Gebhardt, Armin: Eichendorff. Der letzte Romantiker, Marburg 2003.

Joseph Karl Benedikt Freiherr von Eichendorff in jungen Jahren, Maler unbekannt – Wappenabbildung: Von Friedrich dem Großen bis Hindenburg. o.A. o.O. o.J. [Garbáty. Berlin 1932/1934]

geschrieben von: Dr. Rolf E. Sutter

Seit 1980 wissenschaftlicher Leiter bei PRO HERALDICA. Dr. Rolf Sutter ist Mitglied der Académie Internationale d’Héraldique, Mitglied der Académie Internationale de Généalogie, Präsident des Wappen-HEROLD, Deutsche Heraldische Gesellschaft e.V., Vorsitzender des Stiftungsrates der Gerhard Tietz-Stiftung Heraldik Internationale, Mitglied des Verbandes Deutschsprachiger Berufsgenealogen

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