Caterina de’ Medici – Dramatischer Beginn eines bewegten Lebens

Heute vor 494 Jahren, am 13. April 1519 erblickte Caterina de’ Medici das Licht der Welt.

Caterina de’ Medici & Familienwappen der Medici

Caterina de’ Medici & Familienwappen der Medici

         Quelle: Bild Caterina de’ Medici       Quelle: Wappen

Die Mutter von Caterina de’ Medici, die Bourbonen-Prinzessin Madeleine de la Tour d’Auvergne, verstarb bereits 15 Tage nach Ihrer Geburt an den Folgen der schweren Entbindung. Ihr Vater, Herzog Lorenzo II. von Urbino, verstarb 6 Tage später; nach heutiger Ansicht an den Folgen einer Syphilis-oder Tuberkuloseerkrankung. Der Onkel von Caterina de’ Medici, Papst Leo X., übernahm die Vormundschaft. Sie lebte fortan in Rom und Ihr Onkel ernannte sie zur Herzogin von Urbino. Leo X. verstarb 1521. Sein im Konklave unterlegener Cousin Guilio , der spätere Papst Clemens VII., zog sich mit Caterina in seinem Gefolge in die Heimatstadt der Medici, Florenz, zurück. 2 Jahre später wurde er dann gewählt und lies das Kind in Florenz zurück. Dort wurde sie zeitweise als Geisel gehalten. Caterina de‘ Medici war seit ihrer Geburt ein Spielball der Mächtigen.

Caterina de’ Medici Königin von Frankreich

Im Oktober 1533 heiratete Caterina de’ Medici, die u.U. reichste Erbin Europas, Heinrich von Orléans. Als 1536 der französische Thronfolger unerwartet verstarb, war ihr Ehemann Dauphin von Frankreich. 1547 wurde Caterina de’ Medici Königin von Frankreich. Nach dem Tod von Heinrich II. im Jahr 1559, übernahm Caterina de’ Medici jeweils die Regierungsgeschäfte für ihre minderjährigen Söhne. 30 Jahre lang war Caterina de‘ Medici, die „italienische Krämerstochter“, eine der maßgeblichen Figuren Europas.

Kultur gefällig

Auch kulturell hatte Caterina de’ Medici maßgeblichen Einfluss auf den französischen Hof. Man führt die Einführung des Damensattels, der es Frauen erlaubte, an Jagden teilzunehmen, auf sie zurück. Caterina de’ Medici gilt auch als Mutter der französischen Kochkunst, die vorher eher deftig-rustikal geprägt war. Durch sie gelangten italienische Köche an den französischen Hof, die dem französischen Adel bislang völlig unbekannte Genüsse eröffneten.  Die Tischmanieren verbesserten sich unter ihrem Einfluss deutlich. War es bisher üblich, in das Tischtuch zu schnäuzen, so galten feine Diners nun als Statussymbol. Sogar den Schnupftabak soll Caterina de’ Medici hoffähig gemacht haben.

Bartholomäusnacht

Bekannt wurde Caterina de’ Medici ebenfalls durch ihren Befehl, in der sogenannten Bartholomäusnacht tausende Hugenotten zu ermorden. Sie löste letztlich den 4. Hugenottenkrieg aus.

Familienwappen der Medici

Die Medici führten einen Rossstirnschild. Diese Schildform, tritt ausschließlich in der italienischen Heraldik auf. Blasonierung: In Gold sechs (1:2:2:1) Kugeln, die oberste blau und belegt mit drei goldenen Lilien, alle anderen rot. Die Lilien des französischen Königswappens wurden den Medici 1465 von Ludwig XI. als Gnadenzeichen verliehen, bis dahin waren die Kugeln einheitlich rot.

 

geschrieben von: Petra Heimbach

CoA Pro Heraldica Germany

Kommentar schreiben

  • (wird nicht veröffentlicht)

XHTML: Sie können diese Auszeichnungen nutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>