7 Fehler in der Ahnenforschung

Ahnenforschung - Stammbaum

Meist haben unsere Kunden, bevor sie sich an uns wenden, bereits selbst ihre ersten Schritte als Hobby-Ahnenforscher gemacht.

Oft passieren aber gerade zu Beginn typische Anfängerfehler, die zu falschen Ergebnissen führen.

Zum Teil sind das Forschungsfehler oder Interpretationsfehler, die verhindern, das in den Unterlagen zu finden, was man tatsächlich sucht. Oder aber auch schlicht und einfach, dass Sie nicht wissen, wo sie nach etwas suchen sollen.

Damit Sie von Anfang an die besten Ergebnisse erzielen, haben wir Ihnen heute 7 der häufigsten Fehler zusammengestellt, die sie vermeiden sollten!

1. Fehlende Dokumentation der Quellen

Wenn Sie nicht festhalten, woher Sie eine bestimmte Information haben, können Sie die Daten später nicht belegen. Ein Grundsatz in der seriösen Ahnenforschung ist es allerdings, dass jede Information auch belegt werden muss. Wichtig ist, dass keine Mutmaßungen angestellt werden. Gibt es widersprüchliche Quellen, so sollten Sie nach einer weiteren unabhängigen Quelle suchen.

2. Unsortierte Dokumente und Fotos

Jeder Ahnenforscher braucht ein System, nach dem er arbeitet und seine Dokumente und Fotos organisiert. Dies kann sowohl auf Papier als auch digital sein. Wenn Sie ihre Arbeit nicht organisieren, dann werden Sie Schwierigkeiten bekommen, die Dinge wiederzufinden, wenn Sie sie brauchen.

3. Unbeschriftete Fotos

Alte Fotos, Fotoalbum und DiamagazineKennen Sie das auch? Sie halten ein altes Foto in den Händen, auf denen z.B. Ihr Großvater mit anderen Personen zu sehen ist. Sie haben aber keine Ahnung, wann dieses Foto aufgenommen wurde oder wer die anderen Personen sind. Machen Sie es Ihren Nachfahren leichter: Beschriften Sie jedes Foto, das sie aufnehmen. Fügen Sie Namen, Datum und Ort oder evtl. andere wichtige Informationen hinzu. Wenn Sie dies nicht tun, vergessen Sie vielleicht die Details und zukünftige Generationen werden diese niemals erfahren.

4. Informationen aus Online Portalen kopieren und übernehmen

Es gibt heute zahlreiche online-Portale, bei denen registrierte Benutzer ihre Vorfahren erfassen können. Aber Vorsicht: Oft findet keinerlei Kontrolle statt, ob diese Daten auch richtig sind. Nur weil jemand auf einer Seite seine Daten einstellt, bedeutet dies längst nicht, dass diese stimmen. Übernehmen Sie deshalb nur Daten in Ihre Forschung, die auch belegt sind.

5. sich auf erzählte Familiengeschichten verlassen

Die meisten mündlich übermittelten Familiengeschichten sind zumindest teilweise richtig (obwohl es auch hier sicherlich Ausnahmen gibt). Aber eine von Generation zu Generation mündlich übermittelte Anekdote ist wie eine Flüsterpost: Es werden Details verändert, manchmal absichtlich und manchmal unabsichtlich. Deshalb sollten Sie wichtige Informationen nur dann in Ihre familiengeschichtliche Forschung aufnehmen, wenn Sie diese auch durch Fakten untermauern können.

6. Die älteren Verwandten nicht befragen

Diese Menschen haben genau die Informationen, die sie brauchen. Und zwar aus 1. Hand. Wenn Sie die Geschichten dieser Personen nicht aufschreiben, nehmen ihre Verwandten diese Geschichten mit ins Grab (so wie auch die Namen und Beziehungen der Menschen in den Geschichten). Es ist ein unschätzbarer Wert, die Erzählungen von Zeitzeugen in die Forschung aufnehmen zu können. Sie können nach dem Tod dieser Verwandten vielleicht noch Tatsachen recherchieren, aber nicht die persönlichen Informationen der Menschen, die sie miterlebt haben.

7. Nicht alle möglichen Quellen sichern

Ahnenforschung bedeutet nicht das Niederschreiben von reinen Zahlen und Daten. Um ein ganzheitliches Bild zu erhalten, sollten Sie alle verfügbaren Quellen nutzen, so wie alte Briefe, Familienbücher, Ahnenpässe, Zeitungsartikel, Testamente, Gerichtsdokumente, Militärdokumente, Geburten- oder Sterberegister.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Erforschen Ihrer Familiengeschichte. Und falls Sie professionelle Unterstützung benötigen, dürfen Sie sich gerne jederzeit an uns wenden.

geschrieben von: Alexandra Rittner

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