XIX. Kolloquium der Académie Internationale d’Héraldique

Dieses Jahr traf sich die internationale heraldische Gemeinschaft im kleinen St. Jean du Gard in Südfrankreich. Pro Heraldica war mit drei Teilnehmern vertreten: Harald & Petra Heimbach sowie Dr. Rolf Sutter.

Thema der Veranstaltung war „La recherche héraldique d’aujourd’hui“, wie stellt sich die Heraldik im 21. Jahrhundert dar. Die Referenten präsentierten ihre aktuellen Arbeiten.

Wir hörten interessantes über die heraldische Normalität in der Schweiz. Hier werden die kommunalen Wappen sogar auf Müllbeutel gedruckt, welche sogar die Farbgebung der jeweiligen Wappen aufnehmen! Nun, das erlauchte Fachpublikum reagierte etwas pikiert. Ich finde es herrlich, daß tradierte Zeichen so selbstverständlich in den Alltag integriert werden. Welch ein Unterschied zu den inzwischen weit verbreiteten Logos hierzulande zu denen die Bürgerschaft wenig bis keinen Bezug hat!
Viele Teilnehmer berichteten über ihre Recherchen in der großen und kleinen Geschichte: Die Identifizierung einer Ahnin im 13. Jh. aufgrund der überlieferten Wappen; die Herzen im königlich dänischen Wappen, die wahrscheinlich im Ursprung Lindenblätter waren; mittelalterliche Wappen in England und Belgien.

Herr Dr. Sutter berichtete in einem vielbeachteten Vortrag über die historischen Wappenbücher der Bremer Kaufmannschaft.
Ein großes Thema waren auch die betrügerischen Umtriebe im Internet. Passend hierzu stellte ich unsere neue internationale Plattform eherold.org vor. Diese wird es auch Bürgern in Ländern, die keine Registrierungsmöglichkeiten bieten, ermöglichen ihre Wappen zu schützen. Diese Initiative von Pro Heraldica wurde allgemein sehr begrüßt.

Last but not least haben diese Veranstaltungen natürlich auch eine – durchaus genußvolle – soziale Komponente. Die abendlichen Versammlungen in den örtlichen Restaurants sind die sehr willkommene Erholungen vom anstrengenden Vorlesungsmarathon.

Wir freuen uns jetzt schon auf den 32. Internationalen Kongress der genealogischen und Heraldischen Wissenschaften im nächsten Jahr. Er findet unter dem Motto „Origines and Evolution“ vom 10. bis 13. August in Glasgow statt. Dieses interessante Thema wie auch die sehr viel umfangreichere Veranstaltung sind durchaus auch für ein weniger professionelles historisch interessiertes Publikum geeignet. Erstmalig wird im Anschluß an die Vortragsveranstaltung ein Post-Congress Tour angeboten, die – unter kundigster Führung – von Sonntag bis Dienstag zu wichtigen Plätzen der schottischen Historie führt. Die schottischen Organisatoren informieren unter www.congress2016.scot.

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geschrieben von: Petra Heimbach

CoA Pro Heraldica Germany

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