Ahnentafel

Die Ahnentafel: Erforschung des genetischen Codes

Bevor wir mit der Familienforschung beginnen, müssen Sie sich für ein Forschungsziel entscheiden: Stammbaum oder Ahnentafel. Bei den beiden Forschungsansätzen gibt es ein paar Grundlegende Unterschiede. Bei Ahnentafeln werden immer die Elternpaare erforscht. Das bedeutet ein exponentielles Wachstum der Ahnentafel mit jeder Generation. Die Stammbaumforschung konzentriert sich lediglich auf die Erforschung des Namensstamms.

Der Aufbau einer Ahnentafel

Der Aufbau einer Ahnentafel

In einer Ahnentafel werden Ahnen einer Peron dargestellt. die Als Ahn beziehungsweise Ahnin bezeichnet man in der Genalogie Personen männlichen (blau) wie weiblichen (rot) Geschlechts, von denen ein Individuum – der Proband – in direkter Blutslinie abstammt. Das sind die Eltern des Probanden, deren Eltern, wiederum deren Eltern etc.

Ahnentafeln widmen sich ausschließlich den Elternpaaren. Das bedeutet: Zu jeder Person werden Vater und Mutter ermittelt. Die Anzahl der Personen verdoppelt sich in jeder Generation. Dabei erhalten männliche Ahnen mit Ausnahme des Probanden (Ausgangsperson) in allen Generationen gerade Ordnungszahlen, weibliche Ahnen erhalten ungerade Ordnungszahlen. Geschwister werden in der Ahnentafel nicht erfasst.

Soweit die zur Verfügung stehenden Quellen dies zulassen, werden pro Ahn bzw. Ahnin Rufname, Geburts- bzw. Taufort und -tag, Beruf, Eheschließungsort und -tag sowie Sterbe- bzw. Beerdigungsort und -tag erhoben.

Die individuell geschriebene, oft mehrbändige Familienchronik fasst die einzelnen Geschichten der Familie zu einer großen Familiengeschichte zusammen. Wir stellen die blanken Daten und Fakten im Kontext mit der Welt- und auch der Regionalgeschichte dar.

Damit wird Geschichte greifbar, die Familiengeschichte begreifbar.
Für das Schreiben einer Chronik brauchen wir ca. 6 Monate.
Die Ahnenforschung beginnt in der Regel bei unserem Auftraggeber oder dessen Kindern und verfolgt dann die Elterngenerationen zurück. Bildlich – in unserem Fall in “Baumform” gesprochen – findet man die gegenwärtigen Generationen unten im Wurzelbereich und nach oben geht es in die Jahrhunderte zurück.

Verästelungen und Ahnenschwund

In der Genalogie trifft man bei Ahnentafeln bisweilen auf zwei Phänomene:
Manchmal entwachsen dem Baum der Ahnentafel besonders weitreichende Verästelungen. Dies zeigt an, dass besonders weit zurück geforscht werden konnte. In solchen Fällen spricht man von einer “Ahnenspitze”. Häufig trifft man auch in bürgerlichen Familien auf eine Heirat mit dem Sproß einer adeligen Familie. In einem solchen Fall ermöglicht die bessere Quellenlage zu adeligen Geschlechtern besonders weitreichende Ergebnisse.

Der “Ahnenschwund” dagegen bedeutet nicht, daß ein Ahn irgendwann “verschwunden” wäre, sondern, dass es an zwei oder mehreren Stellen in der Ahnenreihe den gleichen Vorfahren gibt. Das heißt: Zwei Personen in der Ahnentafel haben z.B. eine gemeinsame Urgroßmutter. Die Ahnentafel hat durch diese familiengeschichtliche Besonderheit eine kleine “Lücke”. Ein Vorfahre ersetzt in diesem Fall zwei Vorfahren.

Ahnentafel-Toennes