Ahnenforschung – Genealogie

Seit mehr als 40 Jahren führen wir bei Pro Heraldica genealogische Forschungen für unsere Kunden durch. Unser Leistungsspektrum im Bereich Ahnenforschung / Genealogie erstreckt sich hier von der Erforschung der Familiengeschichte über die Erstellung einer Familienchronik bis hin zur grafischen Umsetzung der Ahnentafel oder des Stammbaums.

Möchten auch sie ihre Familiengeschichte recherchieren lassen?

Grundsätzlich lässt sich unsere genealogische Arbeit in 5 Stufen einteilen:

1. Sammeln von Informationen, Unterlagen und Daten im familiären Umfeld

2. Forschungsziel der Ahnenforschung festlegen

3. Archivforschung durch Pro Heraldica

4. Erstellung Familienchronik

5. künstlerische Umsetzung Stammbaum / Ahnentafel

Diese einzelnen Schritte werden im folgenden näher erläutert.

Wenn Sie eine konkrete Anfrage haben, gehen Sie direkt zu unserem Kontaktformular.

1. Unterlagen sammeln

Patent-UrkundeHier ein paar Tipps:

  • Tragen Sie im Rahmen Ihrer Familienforschung erst einmal selbst im familiären Umfeld Informationen zu sammeln.
  • Ein großer Vorteil ist es, wenn Eltern, Großeltern oder sogar Urgroßeltern noch leben.
  • Führen Sie Interviews mit noch lebenden Familienmitgliedern!
  • Notieren Sie die Daten (Geburtsdatum, Hochzeitsdatum, Sterbedatum etc.), Geschichten und Anekdoten. Diese können sehr hilfreich für die spätere genealogische Recherche sein.
  • Identifizieren Sie mit Hilfe von noch Lebenden Verwandten Personen auf alten Familienfotos etc. Denn: Solche Informationen bekommt man nach dem Ableben von Zeitzeugen nur sehr schwer.
  • Sammeln Sie Unterlagen wie Familienbücher, Ahnenpässe, arische Nachweise, Familienbibeln und auch Korrespondenzen.
  • Je mehr solcher Unterlagen Sie im Vorfeld zu unserer Forschungsarbeit schon zusammengetragen haben, desto mehr Anhaltspunkte haben wir auch für unsere genealogische Forschung.

2. Forschungsziel: Stammbaum oder Ahnentafel

Wenn wir mit Ihrer Ahnenforschung beginnen, legen wir zuerst das Forschungsziel fest. Wir unterscheiden im Wesentlichen zwischen zwei Arten der Forschung: Stammbaum und Ahnentafel.

Die wichtigsten Merkmale von Stammbaum und Ahnentafel haben wir hier zusammengestellt:

Stammbaum Ahnentafel
Ausgangspunkt Ausgangsperson steht oben Ausgangsperson steht unten
Verlauf ältester Vorfahre ganz unten jüngster Vorfahre (Proband) unten
Hauptlinie Vater
Großvater väterlicherseits
(…)
Vater und Mutter
Großeltern väterlicher- und mütterlicherseits
(…)
Nebenlinie Geschwister des Vaters
Geschwister des Urgroßvaters
keine grafische Erfassung
Anzahl Personen pro Generation Abhängig von der Geschwisteranzahl,
kein linearer oder exponentieller Anstieg
Anzahl verdoppelt sich in jeder Generation
Exponentielles Wachstum von Generation zu Generation

Ist das Ziel der Ahnenforschung die Erforschung eines Stammbaums, so beschränken wir uns bei der Ahnenforschung ausschließlich auf den Namensstamm, d.h. auf Familienmitglieder, die den gleichen Familiennamen tragen. Die Wurzel des Stammbaums bildet der  ältesten bekannte Vorfahre (Stammvater). Darüber stehen die Kinder und deren Nachkommen, wobei das jeweils älteste Geschwisterteil ganz links steht und nach rechts verlaufend die jüngeren Geschwister. So ergibt es sich, dass die Äste des Stammbaums (die Nebenlinien) unterschiedlich ausgeprägt sind.

Wenn Sie mit der Ahnenforschung alle Ahnen mütterlicher- und väterlicherseits erfassen wollen, sprechen wir von einer Ahnentafel: Hier stehen Sie als Proband unten, links über Ihnen Ihr Vater, rechts über Ihnen ihre Mutter. Da jeder Mensch zwei Elternteile  hat, verdoppelt sich die Anzahl der Personen mit jeder Generation. Bei der Darstellung und weitestgehend auch bei der Recherche einer Ahnentafel beschränkt man sich tatsächlich auf die Haupt- bzw. sogenannten Blutlinien. Diese Forschung ist aufgrund des exponentiellen Wachstums der Personen pro Generation wesentlich umfangreicher und kostspieliger als die Erforschung des Stammbaums.

Ist diese Entscheidung über die genealogische Herangehensweise gefallen, beginnen wir mit der Familienforschung.

Ahnenforschung und Datenschutz

Seit dem 1. Januar 2009 ist das neue Personenstandsgesetz (PStG) in Kraft. Bis zu diesem Zeitpunkt war die rechtliche Regelung, dass alle sogenannten Personenstandsunterlagen ab dem 1. Januar 1876* ausschließlich direkten Nachfahren zugänglich waren. Dies war für die Ahnenforschung oft ein großes Hinderniss.
Seit in Kraft treten des neuen Personenstandsgesetzes gelten folgende Fristen für die Weiterführung der Personenstandsregister bei den Standesämtern:

Eheregister 80 Jahre
Geburtenregister 110 Jahre
Sterberegister 30 Jahre

Vor Ablauf der Fristen ist zunächst wie bisher die Benutzung für Zwecke der Ahnenforschungforschung, die nach allgemeiner Rechtsprechung ein berechtigtes Interesse, aber kein rechtliches Interesse begründet, auf Ehepartner bzw. Lebenspartner, Vorfahren und Abkömmlinge der von der Urkunde betreffenden Person beschränkt.

Folgende Daten finden sich in den einzelnen Registern:

Eheregister Lebenspartnerschaftsregister
  • Tag und Ort der Eheschließung
  • Vorname und Familienname der Ehegatten
  • Geburtsdatum und Geburtsort der Ehegatten
  • Religionszugehörigkeit
  • die nach Eheschließung geführten Familiennamen
  • Tag und Ort der Lebenspartnerschaftsschließung
  • Vorname und Familienname der Lebenspartner
  • Geburtsdatum und Geburtsort der Lebenspartner
  • Religionszugehörigkeit
  • die nach Lebenspartnerschaftsschließung geführten Familiennamen
Geburtenregister Sterberegister
  • Vorname und Familienname des Kindes
  • Ort, Datum und Uhrzeit der Geburt
  • Geschlecht
  • Vornamen und Familiennamen der Mutter und des Vaters (auf Wunsch auch deren Religionszugehörigkeit)
  • Vorname und Familienname des Verstorbenen
  • Ort und Tag der Geburt des Verstorbenen
  • Religionszugehörigkeit
  • Ort, Datum und Uhrzeit des Todes

*zu diesem Zeitpunkt wurde das kirchliche Monopol zur Führung von Tauf-, Trau- und Totenbüchern aufgehoben. Gleichzeitig wurde die staatliche Beuurkundung von Geburt, Heirat und Tod verpflichtend.

3. Ahnenforschung ist Archivforschung

Unabhängig davon, ob Sie sich für einen Stammbaum oder Ahnentafel entschieden haben, sind zu Beginn einer Familienforschung standesamtliche Aufzeichnungen und Kirchenbücher  eine wesentliche Quelle. Bei der Familienforschung handelt es sich grundsätzlich um Archivforschung.

Der Familienforscher muss die Regionalgeschichte kennen

Deshalb ist es erforderlich, sich in der Genealogie auch mit der Regionalgeschichte zu beschäftigen. Nur wenn der Familienforscher weiß, wie z.B.  Hoheitsgebiete definiert waren oder was in der Zeit, in der Ihre Ahnen gelebt haben, regionalgeschichtlich los war, kann er auch die richtigen Schlüsse für Ihre Ahnenforschung ziehen. Die Suche nach den Ahnen ist insofern zunächst einmal immer eine Suche nach den entsprechenden Archivalien.

Genealogen-Netzwerk von Pro Heraldica deckt ganz Europa und Nordamerika ab

Mit unserem Genealogie-Netzwerk von annähernd 300 Ahnenforschern / Genealogen in ganz Europa und Nordamerika verfügen wir an den meisten Orten über Familienforscher, die mit der entsprechenden Regionalgeschichte bestens vertraut sind und vor Ort in den Archiven nach Ihren Ahnen forschen.

Die Vorteile eines so dichten Genealogie-Netzwerkes:

  • Familienforscher in nahezu allen Gegenden in Europa und Nordamerika
  • kurze Wege
  • keine Sprachschwierigkeiten
  • Kenntnis der geschichtlichen Rahmenbedingungen
  • direkter Zugang zu den Archiven

 

historisches Dokument mit Siegeln

Familienforschung über den 30-jährigen Krieg (1618-1648) hinaus

Die Hälfte aller Familienforschungen lässt sich nicht über den 30-jährigen Krieg hinaus erforschen. Dies hat einen einfachen Grund: Der 30-jährige Krieg hat nicht nur durch die deutsche Landschaft zerstört, sondern auch durch die deutschen Archive eine tiefe Schleuse der Verwüstung gezogen. Viele Unterlagen wurden in dieser Zeit zerstört.

Über das 16. Jahrhundert kommen wir mit unserer Ahnenforschung deshalb nur in äusserst seltenen Fällen. Unseren Ahnenforschern gelingt eine über das 16. Jahrhundert hinausgehende Forschung uns meistens nur dann, wenn die Ahnen einen verhältnismäßig hohen sozialen Stand hatten und Besitz, Eigentum und Familienverhältnisse entsprechend dokumentiert waren. Selbst der Hochadel tut sich schwer, eine genealogisch nachvollziehbare lückenlose Stammreihe über das 15. oder 14. Jahrhundert hinaus zu dokumentieren.

Sensation bei Pro Heraldica: Familiengeschichte bis ins 8. Jhd. erforscht

Es gibt aber auch Ausnahmen: Erst kürzlich gelang es uns, eine Familiengeschichte bis ins 8. Jahrhundert zurückzuverfolgen. Noch nie zuvor gab es im Hause Pro Heraldica eine Ahnenforschung, bei der man so weit zurückgekommen ist. Genealogisches Wissen, die Expertise unserer Ahnenforscher, aber auch das richtige Gespür, mit dem der Familienforscher die Hinweise richtig gedeutet hat, haben dazu geführt, dass eine Familienforschung so weit zurück überhaupt erst möglich war.

Grenzen der privaten Ahnenforschung

Außerdem möchten wir noch noch auf die Schwierigkeiten und Unwegsamkeiten im Rahmen von Archivforschungen hinweisen, die sich für private Ahnenforscher im Zuge ihrer genealogischen Forschungsarbeit ergeben können: Zum einen sind nicht alle Archive Privatpersonen zugänglich oder bekannt. Zum anderen gibt es in vielen Archiven sehr lange Wartezeiten. Darüber hinaus ist etwa nur die Hälfte aller genealogischen Quellen in Zentralarchiven erfasst, ein Großteil liegt noch vor Ort in den jeweiligen Gemeinden. Viele Pfarrarchive sind mittlerweile verweist, so dass der Zugang zu den Daten äußerst langwierig und schwierig sein kann. Außerdem sollte das Lesen von Handschriften und Sütterlin beherrscht werden. Desweiteren sind Kenntnisse in Latein und Altlatein von Vorteil.

4. Die Familienchronik

Am Ende unserer genealogischen Forschungsarbeit erstellen wir für jeden unserer Kunden eine Familienchronik. Diese besteht aus 2 Teilen.

Teil 1: Chronikteil

Der Chronikteil erzählt die Familiengeschichte. Ausgehend vom ältesten bekannten Vorfahren wird die komplette Familiengeschichte von unseren Redakteuren aufbereitet und erzählt. Die Herkunft der Familiennamen, die Herangehensweise an die Familienforschung, die aufgetretenen Probleme, die erforschten Orte und Archive und die Regionalgeschichte haben hier ihren Platz.

Teil 2: Dokumentation

Keine genealogische Forschung ohne Belege. In der Dokumentation sind alle Belege der Forschungsarbeit unserer Ahnenforscher aufgeführt. Dies sind unter anderem Dokumente aus den Archiven, in denen wir geforscht haben. Anhand dieser Belege kann der Leser jederzeit nachvollziehen, wie es zu den Forschungsergebnissen kam.

5. künstlerische Umsetzung Stammbaum / Ahnentafel

Während die Familienchronik die Familiengeschichte in epischer Breite erzählt, ist die künstlerische Umsetzung von Stammbaumes oder Ahnentafel in einem Gemälde die für jeden sichtbare, prachtvolle Darstellung der Familiengeschichte. Für die künstlerische Umsetzung der Forschungsergebnisse verfügen wir über zahlreiche Möglichkeiten. Sehen sie eine Auswahl der von uns erstellten Werke sehen sie hier: Stammbäume und Ahnentafeln

Ahnentafel und Stammbaum Heimbach

Ahnenforschung – Methoden und Vorgehensweisen

Wer keine Wurzeln hat, kann auch nicht wachsen

Auch wenn wir uns bei den von uns betriebenen genealogischen Forschungen im Wesentlichen auf Stammbaum und Ahnentafel beschränken, gibt es noch weitere Ansätze, über eine genealogische Forschung mehr über die eigene Herkunft zu erfahren.

Das Vorgehen in der Ahnenforschung sollte strukturiert sein und Aussicht auf Erfolg haben.
Wir möchten Ihnen hier die verschiedenen genealogischen Forschungs- und Darstellungsmöglichkeiten kurz skizzieren:

Väterliche Stammreihe

Eine väterliche Stammreihe bietet in der Familienforschung ein eher beschränktes „Forschungsabenteuer“, da – wie der Name schon sagt – nur der reine Stamm, also nur die Söhne, Väter, Großväter usw., erforscht werden.

Stammbaum

Der Stammbaum folgt einem anderen genealogischen Ansatz als die väterliche Stammreihe und hält daher schon mehr Geschichten bereit. Im Stammbaum steht der Stammvater unten. Als Stammvater bezeichnet man ältesten durch genealogische Forschung gesicherten männlichen Vorfahren. Der Stammbaum zeigt die Nachkommen dieser Person. Die Erstellung eines Stammbaums erfordert eine zeitaufwändige Forschung.

Stammbaum Familie Porsche

Ahnentafel

Das Gegenstück zum Stammbaum ist die Ahnentafel. Hier werden die Vorfahren einer Person dargestellt. Erforscht werden alle Elternpaare ohne Kinder. Sie bildet also den genetischen Code ab.

Ahnentafel Familie Bosch

Sippentafel

Der Begriff Sippentafel ist nicht fest umrissen. Es handelt sich um Erweiterung des Stammbaumes, bei der versucht wird, auch alle Nachkommen der namenstragenden Nebenlinien bis in die Gegenwart hinein zu erforschen. Manche dehnen diese Forschung auf alle konsanguinen Nachkommen aus, also auch der weiblichen Nebenlinien, bei denen – zumindest in den älteren Generationen – der Stammname nicht weiter getragen wird. Das führt dazu, daß bei einer Sippentafel im Extremfall mehrere hundert Familiennamen neben dem eigentlichen Stammnamen auftauchen.

Der Vollständigkeit halber führen wir hier zwei weitere Forschungsmöglichkeiten auf:

Firmenchronik

Gerade für Familienunternehmen ist das Thema Firmenchronik von wachsender Bedeutung. Die Firmenchronik erzählt die Gechichten der Menschen, die ein Unternehmen aufgebaut und geprägt haben.

Firmenchronik-Pro-Heraldica-1

historische Gebäude

Für Eigentümer und Bewohner historischer Gebäude, was an und für sich schon eine besondere Attraktion darstellt, sind Forschungen zu Schloss bzw. Hof von wachsendem Interesse.